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    Polizeigroßeinsatz: Mann mit Luftgewehr

    Einsatz-Bilanz: 200 Polizisten (inklusive Spezialkräfte), zwei Stunden lang Hubschrauber in the Air plus Feuerwehr und dem DRK und ein Typ mit einem Luftgewehr. Waren gestern Mittag zwei, drei dramatische Stunden, natürlich gut dramatisch am Laufen gehalten vom gängigen Internetdramafahrgestell. Die Gerüchteküche brodelte hart digital.

    Der Typ stand mit einem Gewehr (wie es sich später herausstellte einem Luftgewehr) auf einem Dach in der Gegend um den Charlottenplatz und hat sich dann gegen halb sechs gestellt. Jetzt stellt sich auch die Frage, wer das alles wieder zahlt.  Der Einsatz wird in die Tausende gehen, die genauen Zahlen gibt’s dann in ein paar Wochen

    Eine Pressemitteilung von gestern, gibt mehrere.

    Stuttgart (ots) – Der 20-jährige Verdächtige ist gegen 17:30 Uhr aus einem Haus an der Esslinger Straße herausgekommen und hat sich der Polizei gestellt. Seinen ersten Aussagen zufolge hatte er nicht vor zu schießen, sondern wollte das Gewehr nur in die Hand nehmen. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der Waffe um ein Luftgewehr.

    Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte der junge Mann zu dem Gebäude, in dem er nicht wohnt, berechtigten Zugang. Insgesamt waren rund 200 Beamtinnen und Beamte, darunter Spezialkräfte, sowie zwei Hubschrauber im Einsatz. Das Polizeipräsidium Stuttgart bittet alle Betroffenen im Bereich des Bohnenviertels und die Autofahrenden im gesamten Stadtgebiet um Verständnis für die Einsatz- und die Absperrmaßnahmen, die dringend erforderlich waren, um eine Gefährdung Dritter auszuschließen.

    Von heute:

    Stuttgart-Mitte (ots) – Nach dem unklaren Bedrohungssachverhalt im Stuttgarter Bohnenviertel am Donnerstagnachmittag (wir berichteten) ist der junge Mann noch am Abend von der Polizei befragt worden. Nach den bisherigen Ermittlungen geht das Polizeipräsidium Stuttgart davon aus, dass der 20-jährige Stuttgarter von einer Wohnung an der Esslinger Straße aus mit seinem eigenen Luftgewehr auf das Dach des Hauses stieg und dort mit der Waffe hantiert hat.

    Ermittler fanden auf dem Dach des mehrere Häuser umfassenden Gebäudekomplexes mehrere sogenannte verformte Diabolo-Geschosse, wie sie üblicherweise aus Luftdruckwaffen verschossen werden. Der 20-Jährige dürfte demnach auf dem Hausdach auf die dort vorhandene Blechbeplankung geschossen haben – ob er auch in Richtung anderer Häuser und auch in Richtung von Menschen geschossen oder gezielt hat, steht momentan nicht fest.

    Das Luftgewehr Kaliber 4,5mm hat der Mann legal in Besitz und in dem Wohnhaus an der Esslinger Straße verwahrt. Für dieses wird auch keine Waffenbesitzkarte benötigt. Allerdings ist das Schießen mit einer solchen Waffe nur im sogenannten “befriedeten Besitztum” gestattet, also in der Regel in einem privaten Bereich, von wo aus ein Geschoss ganz sicher nicht ins Freie gelangen und andere gefährden kann (§ 12 Waffengesetz). Gegen den 20-Jährigen, der bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist, wird wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Er befindet sich auf freiem Fuß. Ob ihm die Kosten für den Polizeieinsatz in Rechnung gestellt werden können wird derzeit geprüft.

     
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    Die Rocketse: Stuttgart Negativ

    stuttgartnegativ
    (Foto: Fortress Black, geklaut aus deren Bandcamp-Einkaufszentrum)

    Whambamm. Hier noch die Mini-Rocketse, der Selfie-Stick vom Flyerghetto. Immer schlecht drauf: Stuttgart Negativ. Gibt’s jetzt auch als Aufdruck für den schnittigen Urbanbeutel. Ich selbst gehe ja nur mit Oma-Tasche zum Shopping – Rollen: ausklappbar. Apropos: Save the Date, Samstag – ist lange Einkaufsnacht in der Stadt. Da gibt’s das ganze Zeug noch viel länger, plus den ersten Besoffenen, die zwischendrin “Where Is My Mind?” grölen und weitersuchen. Wer nix mehr braucht oder es lieber mal richtig eingeschenkt bekommen will:

    aerobic

    Frauenquote im Goldmark’s läuft sogar Freitags: Punkrock-Aerobics mit Isa Lee Lucas, Angie Action und Wasted Daisy. Gymnastik-Matten und Stulpen gibt’s gegen Pfand an der Bar: einfach nach Laura oder Brunner fragen. Die managen das. Achtung, Brunner spielt ziemlich gut Tennis.

    secondhandrecords
    (Foto: Second Hand Records, Facebook)

    Apropos: Girls. Wer von euch wissen will, wie es ist, überhaupt nicht von Männern beachtet zu werden: einfach mal zum urbanen Shopping beim  Second Hand Records Sonderverkauf. Haufenweise Männer auf Schnäppchenjagd, Freitag und Samstag. Da gibt’s Platten für 1 Euro und lauter Jubel, wenn’s mal keine von Jennifer Rush oder Phil Collins ist. Und bitte nicht immer “Vinyl Lover” sagen. Das beste Vinyl macht kein Sinn, wenn ein Lied von Linkin Park drauf ist.

    negativ

    Fortress Black, Stuttgarts knuffige Black Metal Hardcore-Bärchen, tischen am Samstag im linken Zentrum Lilo Hermann auf. Ghost Of Wem aus Freiburg und Boden aus Stuttgart machen auch mit. Unterm Strich: jede Menge Moll. Überm Strich:
    Samstag, 28.3., 21 Uhr, Lilo Hermann, Böblinger Straße 105, Heslach, hier geht’s zum Facebook-Beipackzettel

    Danach halt Walter im Tatti oder Reverend & Joe beim Rock’n’Roll Safari Club im Goldmark’s. Beides packen nur Profis.

    problemskeller

    Am Sonntag müssen Jauch und Tatort leider auf mich verzichten. Meine Schlafi-Hose auch. Ich putz’ mich raus und leg’ das teure Aftershave auf: P.R.O.B.L.E.M.S. sind in der Stadt. Sehr gepfelgte, introvertierte Seelen aus Portland. Nee, Spaß: Punkrock, in Großbuchstaben. Mal ohne Öl: Knaller, bockstark. MOTÖRPUSSY machen auch mit. Und ich würde “Legende” tippen, wenn Madonna nicht auch eine wäre. Also, lieber so rum: Reverend Reichsstadt & The Boys haben haben schon Garagen-Punk-Stress gemacht, als ich andere noch in der Tiefgarage geparkt haben. Und sie haben auch Lieder über Geschlechtsverkehr.
    Sonntag, 29.3., 20 Uhr, Keller Klub, Rotebühlplatz 4, Stuttgart Mitte, und hier der Facebook-Fun.

     
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    Kirschwasser-Tage

    Die Woche hat man wieder einige Tagsüber-Kirschwasser gebraucht, deswegen nahtloser Übergang zum Wochenende und rein ins Kowalski, wo man seit Wochen auf Niconé und Sascha Braemer hinfiebert.

    kowa_fr

    Niconé ist der Lexy und dass die zwei gemeinsam so einen Hype haben, ging an mir ehrlich gesagt vorbei wie damals der Ricardo-V-Ausschnitt-Modetrend.

    Heute trägt man ja eher nur noch schwarz-weiss, geht allerdings auch an mir vorbei, wie auch der anhaltende Huttrend. Hotte hat auch einen. Felix Kröcher auch.

    fr_lehmann

    Im Romy fängt man Träume…

    romy_fr

    …im 1210 packt man das Saxophon aus…

    Swingthing_27_03_flyerfront

    …und im Kupfi st schon wieder Phoung und sein Kumpel am Start…

    Sweatshop_März

    …während im Romantic Bassiges und Rootiges verschmelzen.

    romantica_fr

    Am Samstag reißt Flako ins Kupfi an, schon zum zweiten Mal, oder?

    flako

    Hat jetzt sein Debütalbum “Natureboy” dabei. Klingt nach einer Anschaffung.

    Strictly elektronisch Fourbeat hammer im Romantica…

    romantica_sa

     

    …wo das Saxophon wieder ausgepackt wird, die Älteren erinnern sich, die Pauls hatten früher immer einen Saxophonisten dabei (R.I.P.) und die älteren Blogleser werden sich auch daran erinnern,  dass ich schon 100 Mal geschrieben habe, wie super Tama Sumo auflegt.

    romy_sa

    Comeback des Jahres im Tatti: Waaaaaaaaaaalteeeeeeeeeer!

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    Mensch, da würde ich gerne hingehen, muss aber in die Corso und Reggae hören.

    Im Sanches bekommt man die dicke Packung Soul, Funk, Rap, Disco etc…

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    …und in der Schrägi trappts und rappts…

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    …und im 1210 setzt man auf Electro, Disco und Indie.

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    Und jetzt das große Finale: Bäm. Schon mal drei so geile Typen um die 40 gesehen? Also ich nicht.

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    Auch graphisch ein Meisterwerk, wie das der Finger durch das O gleitet. Ganz arg großartig.  Ob die Musik auch großartig wird – ich glaubs eher nicht.

    Aber hier schon mal zum reinhören, ein brandfrischer Territory-Edit von der neuen Major Lazer-Single:

    Heute übrigens: The Ramilios in der Schräglage, abartig. Sonntag Tatort Kiel. Epic. Couch Couch City.

     
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    Schauspiel Talk Talk im OST

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    (Bild von der Probe mit Frischvergiftung Visuals, Foto Marco Scheit) 

    Bisschen Theater hier: Heute Abend wird das Stück “Talk Talk – Reise ohne Flucht” im OST – freie Szene im Depot uraufgeführt (alle weiteren Termine nach dem Sprung). Die Stuttgarter Regisseurin Christine Bossert hat für ihr Theaterlabel WIR. J etzt! den Roman „Talk Talk“ des amerikanischen Kult-Autors T.C. Boyle für die Bühne bearbeitet.

    TALK TALK – Reise ohne Flucht ist Liebesgeschichte, Thriller und Gesellschaftsstudie zugleich: Dana Halter ist gehörlos, hat sich aber durch Ehrgeiz und unermüdliches Lernen einen Platz im „hörenden“ System erkämpft. Ihre Welt scheint sicher und glücklich.

    Da wird sie Opfer eines Identitätsdiebstahls- und plötzlich ist alles anders: Job weg, Geld weg, Identität weg. Dana, die sich ein Leben lang dagegen gewehrt hat, Opfer zu sein, landet in den Fängen des Betrügers Peck, einer Justiz die keine Gnade kennt und beschließt den Betrüger auf eigene Faust zu stellen. Dana macht sich zusammen mit ihrem Freund Bridger auf die Suche – eine Reise ohne Flucht beginnt.

    Dank zweier anwesenden Gebärdensprachendolmtescher ist Inszenierung auch für Gehörlose erlebbar. Die Gestaltung des Bühnenraums übernehmen übrigens Max und Willy von Frischvergiftung, kennste vielleicht von diversen Rocker33 Partys, “die mit ihren Projektionen nicht nur Zeit und Raum, sondern auch das gefährliche Spiel mit den Identitäten für den Zuschauer visuell erlebbar machen.”

    Mehr Infos auf der nächsten Seite.

    Flyer_Vorderseite

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    Lesetipp: Räumungsverkauf

    haufler

    (Oldschool, Bild von März 2012: Da war die Hauflerwelt noch in Ordnung. Vielleicht.)

    Email von Geige, Betreff: “Good Read – wie die jungen Leute sagen. Fands sehr interessant.” Habs zunächst ignoriert, weil mein WLAN alle war beim Campen, aber dann auf Papier den ZEIT-Artikel nachgelesen.

    Interviewt werden die Räumungsverkauf-Spezialisten Steffen und Wolfgang Sigg, und somit örtlicher Bezug, deren letzter “Tatort” der Haufler am Markplatz war.

    Es geht – neben dem Ablauf eines Räumungsverkaufes – um Online- vs stationärer Handel, um sogenannte “Kläuse” (so nennen sie Einzelhänder ohne jeglichen Willen zur Veränderung), dass Rabatte auf die Menschen wie Kokain wirken, dass am Endes der Räumung die Zombies kommen und wie die Stimmung während der Räumungsverkaufswochen umschlägt.

    Die Kokain-Nummer muss ich einfach noch zitieren, volles Risiko jetzt (ey ZEIT, ich bin Abonnent seit 20 Jahren! #poser)

    “Wir wissen inzwischen, dass Rabatte auf Menschen ähnlich wirken wie Kokain. Es gibt ja diese bildgebenden MRT-Verfahren, mit denen Sie genau beobachten können: Unter welchen Reizen feuert im Gehirn welche Region? Deshalb hat man Menschen in die MRT-Röhre geschoben und ihnen Bilder gezeigt: preisreduzierte Ware, bei Frauen Schuhe mit 50 Prozent Preisnachlass, bei Männern Porsche zum halben Preis. Und was passiert? Im MRT feuert dieselbe Hirnregion wie beim Kokainkonsum.”

    Ansonsten, was Geige sagt: Good Read. Les es. 

     
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    Alt vs neu

    wurstundfleisch

    Thorsten hat mir neulich einen Link zu einem Blogeintrag geschickt, der Berliner Architektur alt vs neu dokumentiert. Klickste rein, ist interessant (Hotte Voice).

    Das ehemalige Wurst und Fleisch-Gebäude ist jetzt dann auch fertig durch saniert, im Stuttgart-untypischen blau angepinselt und musste vorhin beim vorbeiradeln an besagten Post denken. Neu vs mittelalt triffts in dem Fall aber wohl besser.

     
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    Immer.Beer.Herzen

    kessel_infografik

    (steile Infografik, by Ludolf Schenker)

    Was lange währt, wird endlich Bier. Der Libero-Nachfolger  in der Hauptstätter Straße wird wohl endlich im Juni eröffnen. Schlüssel sind da, Papiere auch – jetzt muss nur noch der Laden zusammengeklöppelt werden. Damit geht’s im April los. Ich helf’ aber besser nicht, beziehungsweise: bringe lieber Käs’brötle und Kaffee vorbei oder erzähle Witze auf der Baustelle. Ist sicherer für alle Beteiligten.

    Bei der Namensgebung haben Henni Trauer, Kersten Knödel und Stefan Arzt schon ordentlich geschraubt: “immer.beer.herzen” – sieht ein bisschen aus, als hätte jemand beim Scrabble geschummelt.

    Die investigative ktv-Baustellenreportage folgt natürlich. Ich sag’s aber schon mal vorneweg: Bitte nicht das Kopfpolster über dem Pissoir vergessen.

     
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