
Mit den ersten warmen Tagen zeigt sich im Schlossgarten ein spürbarer Unterschied. Der Weg entlang des Sees ist aktuell deutlich sauberer, gut begehbar, kein Slalom mehr zwischen Hinterlassenschaften. Das neue Wildgänsemanagement der Stadt zeigt erste Effekte.
Seit Ende November läuft das dreijährige Pilotprojekt mit Monitoring, Fütterungsverboten, gezielter Öffentlichkeitsarbeit und Maßnahmen zur Bestandssteuerung. Lebensraumveränderungen und Vergrämung sollen besonders belastete Bereiche entlasten, die Behandlung von Gelegen steuert die weitere Entwicklung. Wo notwendig und rechtlich möglich, greifen ergänzende Eingriffe.
Der Schlossgarten war in den vergangenen Jahren ein Brennpunkt. Die wachsende Population von Nil- und Graugänsen hatte die Uferbereiche stark beansprucht. Dass der Weg jetzt sichtbar sauberer ist, deutet darauf hin, dass das Bündel an Maßnahmen greift.
Ganz verschwunden sind die Hinterlassenschaften nicht, dafür ist die Dynamik der Bestände zu komplex. Doch der Unterschied ist klar erkennbar. Statt reiner Säuberung im Nachgang setzt die Stadt auf strukturierte Prozesse und eine längerfristige Steuerung.
Der Frühling 2026 liefert damit ein erstes Zwischenfazit. Die Gänse bleiben Teil des Stadtbilds, aber der Anspruch ist neu justiert: nutzbare Wege im Herzen unseres Kessels.
