
Irgendwo wird immer was geplättelt in unserem schönen Stuttgart und diesmal fühlt es sich nach Zielgerade an. Der Zugang von der Steinstraße zum Hans-im-Glück-High-Energy-Viertel liegt in den letzten Zügen und schiebt sich gerade in Richtung astreine Fläche für Flaneure oder Außengastro wie zum Beispiel vom Biarritz, endlich endlich.
Was hier entsteht, ist genau das Stück Stadt, das lange gefehlt hat. Eine Verbindung, die nicht mehr nur Lücke ist (oder jahrelange Baustelle), sondern Aufenthaltsraum, offen, zugänglich, bereit für Bewegung, Gespräche und ein bisschen Sommer im Schatten der Fassaden.
Never forget, wie es hier vorher lief. Illegal geparkte Autos haben den Ton gesetzt, dazu Urin und Taubenkacke als unschöne Begleitmusik. Kein Ort zum Bleiben, eher einer zum schnellen Durchziehen.
Jetzt dreht sich das Bild. Die Fläche wird klar, die Wege lesbar, die Gasse bekommt wieder Sinn. Stuttgart kann das, wenn es will, und manchmal braucht es genau solche Momente, in denen aus einer Problemzone ein Stück Stadt wird, das man gerne mitnimmt.
Alles neu ist doch manchmal besser.

