Titus Stuttgart schließt – Skatekultur verliert einen Spot im Kessel

Am 13. September wird in der Hirschstraße zum letzten Mal Skate-Stuff verkauft – Hardware, Fashion, Sneaker. Danach ist endgültig Schluss für den Titus-Store in der City. Mit dem Aus verschwindet ein Stück Skatekultur aus der Innenstadt, direkt neben der Schräglage, wo Boards, Streetwear und Szene über Jahre einen festen Platz hatten.

Die Marke stand in den letzten Monaten selbst auf wackligen Beinen. Anfang des Jahres musste Titus ein Insolvenzverfahren starten, doch anstatt komplett unterzugehen, wurde kräftig umgebaut. Mit neuer digitaler Ausrichtung, einer App und zusätzlichem Kapital der Gründerfamilie konnte das Unternehmen die Sanierung hinbekommen. Heute sieht es wieder stabiler aus: 17 von 23 Shops bleiben bestehen, rund 100 Arbeitsplätze konnten gerettet werden.

Für Stuttgart kommt diese Nachricht trotzdem zu spät. Hier bleibt die Tür zu. Zu wenig Kundschaft, zu wenig Resonanz – so einfach sind die Gründe für das Aus. Dass gerade dieser Standort in einer belebten Fußgängerzone nicht überlebt, zeigt, wie fragil selbst bekannte Marken geworden sind. Oder: der Skateboard-Markt ist selbst in einer Skateboard-Hochburg wie Stuttgart zu klein und wird bestens vom Arrow & Beast in der Tübingerstraße abgedeckt.

Jedenfalls: Mitten in der City gibt’s einen neuen Leerstand zu vermelden – vorerst zumindet. Ob und wer sich dieser gar nicht so kleinen Fläche annimmt, ist noch nicht bekannt.

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