
Auf dem Südheimer Platz in Stuttgart sorgt seit Kurzem ein großes Sonnensegel für dringend benötigten Schatten. Die Installation ist Teil der städtischen Maßnahmen, um öffentlichen Raum trotz steigender Temperaturen nutzbar zu halten.
Die Konstruktion kostet 110.000 Euro und ergänzt das bereits bestehende Konzept mit mobilen Sonnenschirmen und Sitzwürfeln, die an verschiedenen Plätzen in der Stadt verteilt wurden.
Das Projekt gehört zum neuen Hitzeaktionsplan, mit dem Stuttgart auf zunehmend heiße Sommer reagiert. Ziel ist es, Aufenthaltsorte in dicht bebauten Stadtteilen angenehmer zu gestalten und gleichzeitig Aufenthalte im Freien sicherer zu machen.
Im Herbst wird das Sonnensegel wieder abgebaut. Es ist für den saisonalen Einsatz gedacht. Insgesamt stehen der Stadt 1,5 Millionen Euro für Hitzeschutz zur Verfügung, allerdings wird nicht der gesamte Betrag genutzt – unter anderem wegen der angespannten Haushaltslage.









HITZE IN DER STADT – Gedicht
Tornados, Hitze, Wassernot;
Feuer wüten in Wald und Flur.
Das Wetter gerät aus dem Lot,
Klimawandel zieht seine Spur.
Die Omega-Wetterlage
macht Sommertage zur Plage.
Von Meck-Pomm bis nach Baden
wird die Sonne uns kräftig braten.
Für die Städter ein Härtetest,
Tropennächte geben den Rest.
Der Beton wirkt hier als Therme,
heizt sich auf und speichert Wärme.
Die Stadt ist uns lieb und teuer,
doch zu heiß wird’s im Gemäuer,
wenn Sonne scheint ohn’ Unterlass
und weit und breit kein kühles Nass.
Die Betonwüste braucht Oasen,
Wasserstellen und dazu Rasen;
Bäume, die uns Schatten spenden.
Die Bodenversiegelung beenden!
An allen Straßen soll es blüh’n,
uns’re Städte brauchen mehr Grün.
Wir wollen wandeln durch Alleen,
das Blätterdach so wunderschön.
Für Gesundheit und Wohlergeh’n,
sollte stets Wasser bereitsteh’n.
Das kühle Nass ist Lebensquell,
für Blut und Kreislauf essenziell.
Die Stadt, als lebenswerter Ort,
braucht kluge Ideen immerfort.
Für Mikroklima und Verkehr
gilt dies im Sommer um so mehr.
Rainer Kirmse , Altenburg
Herzliche Grüße aus Thüringen