
Am Feuersee steht sie unauffällig wie eh und je, doch diese Litfaßsäule hat’s in sich. Vodafone hat sie zur ersten 5G-Säule Stuttgarts umgebaut. Was aussieht wie ein klassischer Werbeträger, ist in Wirklichkeit ein vollwertiger Handymast. Technik im Tarnmodus.
Mit dem Projekt will Vodafone den Netzausbau in der Stadt eleganter und effizienter gestalten. Statt neue Masten zu bauen oder Antennen auf Dächer zu setzen, werden bestehende Werbesäulen aufgerüstet. Die Premiere läuft am Feuersee beim ehemaligen W&W-Areal, aktuell eine Minigolfanlage, weitere Standorte sind bereits in Planung.
Im Inneren steckt das komplette 5G-Setup: drei Antennen, dazu die gesamte Technik, kompakt verbaut im Dach und Betonkörper der Säule. Der Versorgungsradius liegt laut Vodafone bei rund 400 Metern, die Verbindung kann bis zu 500 Mbit/s liefern. Damit soll das Netz stabiler und schneller werden – besonders in dicht bebauten Stadtvierteln.
Insgesamt könnten bis zu 100 Säulen in Stuttgart umgerüstet werden, verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Genug Potenzial gibt’s: Rund 600 dieser Litfaßsäulen stehen in der Stadt. Die Zusammenarbeit läuft mit der Stuttgarter Firma Ilg-Außenwerbung, die die Flächen betreibt.
Die nächsten 5G-Spots sind bereits gesetzt: Mercedes-Benz-Museum, MHP Arena, Bahnhof Bad Cannstatt. Die Idee dahinter: bessere Versorgung, weniger Eingriffe ins Stadtbild. Und ein smarter Umgang mit vorhandener Infrastruktur. Stuttgart geht online, direkt von der Litfaßsäule.
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