Stuttgart verbraucht deutlich weniger Energie und spart 100 Millionen Euro

Aerial view of a town with red-roofed houses and glowing streetlights at dusk, stretching into the hills behind the city center

Stuttgart braucht deutlich weniger Energie als noch vor einigen Jahrzehnten. Seit 1990 ist der Endenergieverbrauch in der Landeshauptstadt um 23 Prozent gesunken. Das zeigt der Energiebericht 2025, der die Entwicklung bis einschließlich 2024 bilanziert.

Hinter der Zahl steckt eine Entwicklung, die sich über viele Jahre aufgebaut hat. Gebäude benötigen weniger Energie, energetische Sanierungen reduzieren den Verbrauch und das Energiemanagement der Stadt optimiert laufend die eigenen Liegenschaften. Weniger Verbrauch bedeutet dabei auch geringere Kosten und eine geringere Abhängigkeit von künftigen Energiepreisen.

Besonders deutlich zeigt sich das bei den städtischen Gebäuden und Anlagen. Durch das kommunale Energiemanagement beim Amt für Umweltschutz konnten Energie und Wasserverbrauch reduziert werden. Für das Jahr 2024 summieren sich die Einsparungen auf über 100 Millionen Euro.

Gerade mit Blick auf den angespannten Stuttgarter Haushalt bekommt die Energiebilanz damit eine zusätzliche Dimension. Was nicht verbraucht wird, muss nicht bezahlt werden. Energiemanagement und Sanierungen wirken langfristig und reduzieren laufende Kosten der Stadt.

Trotz der bisherigen Entwicklung bleibt einiges zu tun. Weitere Potenziale liegen bei Gebäuden und Anlagen, in der Wärmeversorgung und beim Ausbau erneuerbarer Energien. Eine wichtige Grundlage bildet dabei die kommunale Wärmeplanung, mit der die zukünftige Wärmeversorgung in Stuttgart strukturiert werden soll.

Auch Photovoltaik gehört zu diesem Prozess. Auf städtischen Gebäuden entstehen entsprechende Anlagen, etwa auf der Wilhelm Maybach Schule in Bad Cannstatt. Zusammen mit energetischen Sanierungen und einer effizienteren Wärmeversorgung soll der Energiebedarf weiter sinken.

23 Prozent weniger Endenergieverbrauch seit 1990 und über 100 Millionen Euro Einsparungen im Jahr 2024 bei den städtischen Liegenschaften sind jedenfalls zwei ziemlich stattliche Zahlen. Stuttgart hat beim Energieverbrauch bereits einiges eingespart, das nächste Potenzial steckt vor allem in Gebäuden, Wärme und erneuerbaren Energien.

Facts

Endenergieverbrauch Stuttgart: minus 23 Prozent seit 1990
Bilanzjahr: 2024
Einsparungen städtische Liegenschaften 2024: über 100 Millionen Euro
Maßnahmen: Energiemanagement, energetische Sanierungen, Verbrauchsoptimierung
Weitere Potenziale: Gebäude, Anlagen, Wärmeversorgung, erneuerbare Energien
Bericht: Energiebericht 2025

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