Im Bonatzbau wird’s bald duften. nach Croissants, Curry und Kaffee, also wie in jedem Bahnhof, hurra, danke Deutsche Bahn. Heißt heute nur Foodcourt (Fressmeile). Jedenfalls: Die historische Halle des Stuttgarter Hauptbahnhofs soll ein riesiger Imbiss werden, viele kleine Läden, lange Öffnungszeiten und vielleicht sogar ein bisschen Flair. Wie früher? Wer weiß es noch?
Welche Anbieter einziehen, steht noch nicht fest. Alles was wir uns eigentlich wünschen: einen einzigen, riesigen Yorma’s auf der gesamten Fläche, das beste Frühstücksrestaurant der Welt.
Parallel dazu schiebt sich Stuttgart 21 weiter Richtung Teil-Inbetriebnahme. Und: Die Deutsche Bahn kassiert vorm Verwaltungsgericht eine saftige Niederlage. Der Versuch, Stadt, Land und Region an den explodierten Kosten zu beteiligen, ist endgültig gescheitert. Die Richter sagen: Die Partner müssen nichts mehr zahlen, die berühmte „Sprechklausel“ verpflichtet nur zum Reden – nicht zum Überweisen.
Zwischen Gerichtsentscheidungen, Bauzäunen und frisch verlegten Fliesen zeigt sich: Stuttgart 21 ist der reine Weltbahnhof, eine Dauerbaustelle, Milliardenfrage und Zukunftsversprechen in einem. Und bald auch: ein teileröffneter Snackpoint. Hurra!
