
Die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 wird sich nach Recherchen des SWR erneut um mehrere Jahre verschieben. Wie der SWR berichtet, soll die komplette Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs nicht vor 2030 erfolgen. Eine Teilinbetriebnahme sei nach SWR-Informationen frühestens 2029 möglich.
Der SWR beruft sich dabei auf Insider aus Kreisen der Projektpartner, der Bahnindustrie und des Bahnkonzerns. Demnach bleibt der bestehende Kopfbahnhof deutlich länger in Betrieb als bislang vorgesehen.
Als Gründe nennt der SWR unter anderem Probleme bei der Digitalisierung. Nicht die Technik selbst sei ausschlaggebend, sondern der Umgang mit ihr. Bundesweit seien Digitalisierungsprojekte gestoppt worden, Stuttgart 21 sei aktuell das einzige Pilotprojekt. Zudem habe die Bahn ihre Abteilung für digitale Entwicklung eingestellt. Weniger Personal führe zu längeren Abläufen.
Hinzu kommen laut SWR fehlerhafte Installationen. Zwischen Bad Cannstatt und Waiblingen würden neu verbaute Techniken wieder zurückgebaut. Auch im Tiefbahnhof gebe es Korrekturbedarf bei Bahnsteigen und Brandschutzanlagen. Zusätzlich fielen Testläufe umfangreicher aus als geplant.
Die Bahn selbst bezeichnet die Informationen als Spekulationen und verweist auf ein neues Inbetriebnahmekonzept, das bis Mitte 2026 vorgelegt werden soll.
