
Die Stadt Stuttgart wird kurz vor Weihnachten sehr deutlich. Lebende Tiere eignen sich nicht als Geschenk. Der Appell richtet sich an alle, die in der festlichen Stimmung über eine spontane Anschaffung nachdenken.
Gerade rund um die Feiertage häufen sich Fälle von illegal importierten Hunden und Katzen. Besonders Welpen werden über Onlineanzeigen oder aus dem Ausland angeboten. Zu jung, schlecht versorgt, oft mit fragwürdigen Papieren. Niedliche Fotos verdecken dabei die Realität.
Viele dieser Tiere sind nicht ausreichend geimpft oder entwurmt und stammen aus schlechten Haltungsbedingungen. Häufig wurden sie viel zu früh von der Mutter getrennt. Die gesundheitlichen Folgen zeigen sich schnell. Erkrankungen, hohe Tierarztkosten und in manchen Fällen sogar behördlich angeordnete Quarantäne. Der vermeintlich günstige Kauf entpuppt sich als Belastung für Tier und Halter.
Die Stadt rät deshalb zu einem kühlen Kopf. Wer ein Haustier aufnehmen möchte, sollte sich vorher gründlich informieren. Passt ein Tier wirklich zur eigenen Lebenssituation. Ist genug Zeit vorhanden. Reichen Platz und finanzielle Mittel aus. Verantwortung beginnt lange vor dem Kauf.
Ein weiteres Problem sind sogenannte Qualzuchten. Auch in Stuttgart nehmen die Fälle zu. Hunde mit Atemnot, schweren Augenerkrankungen oder massiven Zahnproblemen benötigen oft ein Leben lang medizinische Betreuung. Spontane Entscheidungen führen hier besonders häufig zu Überforderung.
Hinzu kommen strenge gesetzliche Vorgaben für den Import von Hunden und Katzen. Diese Regeln dienen dem Schutz von Mensch und Tier, insbesondere vor lebensgefährlichen Krankheiten wie Tollwut. Verstöße werden konsequent verfolgt.
Die Botschaft aus dem Rathaus ist deutlich. Tiere sind keine Überraschung für den Gabentisch. Sie sind ein langfristiges Commitment. Wer zu Weihnachten Freude schenken will, greift besser zu Alternativen wie Patenschaften, Zeit oder Gutscheinen. Stuttgart setzt auf Vernunft und Verantwortung. Genau zur richtigen Zeit.
