Nicht schlecht! Kolostorolfree! 55 Euro. Seitenbacher kennt man nicht zuerst wegen Müsli, sondern wegen dieser eigenwilligen Radiospots. Firmenchef Willi Pfannenschwarz spricht sie selbst, aufgenommen im Kellerstudio, ohne Sprecher*innen, ohne Hochglanz. Dialekt, leiernder Tonfall, simple Slogans – fertig ist das Ding, das sich ins Ohr brennt.
Legendär das „Seitenbacher-Müsli – lecker, lecker, lecker!“, eingesprochen 1996 von seiner zehnjährigen Tochter, oder Pfannenschwarz’ eigenes „woisch, des isch des Müsli von dem Seitebacher!“.
Die Spots laufen bundesweit, seit Jahrzehnten, und kaum eine andere Werbung polarisiert so sehr. Nervig oder Kult, dazwischen gibt es nichts. Kurios: Sogar auf Englisch gibt es einen Spot, der nicht weniger schräg klingt und genauso hängenbleibt.
Sogar der Wiki-Eintrag über Seitenbacher behandelt unter dem Punkt Bekanntheit das Thema Seitenbacher-Spots.
