
Im Schwabtunnel sind die neuen Maßnahmen für mehr Fahrradsicherheit jetzt umgesetzt und klar sichtbar: Eine Piktogrammkette in der Fahrspurmitte signalisiert Radfahrenden, dass sie die ganze Fahrbahn nutzen dürfen.

Reflektierende Markierungsnägel verstärken das Überholverbot für Autos. Zusätzlich gilt im Tunnelbereich zwischen Reinsburgstraße 75 und Schickhardtstraße 45 jetzt Tempo 30. Ziel ist, Konflikte zu reduzieren und die Sicherheit von Radfahrenden deutlich zu erhöhen.

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Der Schwabtunnel wird in der Nacht vom 17. auf den 18. September voll gesperrt. Grund dafür sind Maßnahmen, die gezielt die Situation für Radfahrende verbessern sollen.
Im Tunnel selbst markiert künftig eine durchgehende Piktogrammkette in der Fahrspurmitte: Radfahrende haben hier Vorrang und dürfen die gesamte Fahrbahnbreite nutzen. Damit wird klarer signalisiert, dass Überholen durch Autos tabu ist.
Ergänzend setzt die Stadt reflektierende Markierungsnägel auf die Mittelmarkierung. Auch sie sollen das Überholverbot unterstreichen und Konflikte zwischen Rad- und Kfz-Verkehr reduzieren.
Ein weiterer Schritt: Tempo 30 für den gesamten Tunnelabschnitt zwischen Reinsburgstraße 75 und Schickhardtstraße 45. Weniger Geschwindigkeit bedeutet mehr Reaktionszeit und erhöht die Sicherheit für alle, besonders für Radfahrende.
Die Debatte über die Sicherheit von Fahrradfahrer:innen im Schwabtunnel läuft seit Monaten. Immer wieder stand die Frage im Raum, wie gefährlich die enge Röhre für Radfahrende ist und welche Lösungen nötig sind.
Mit den jetzt beschlossenen Anpassungen will die Stadt Stuttgart den Radverkehr stärken und den Tunnel zu einem sicheren Stück Alltagsradweg machen.
Ob die Maßnahmen wirklich etwas bewegen und die Sicherheit im Schwabtunnel spürbar besser wird – WE WILL SEE und die beste Sicht hat sowieso der 42er Rider.
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Absurd, wie hier für eine handvoll Fahrradfahrer der gesamte Autoverkehr (in dem übrigens auch Eltern mit Kindern, alte Menschen etc. unterwegs sind) auf einer wichtigen Verkehrsachse ausgebremst wird. Jeder, der im Feierabendverkehr schon vom Erwin-Schöttle-Platz bis zum Ausgang des Schwabtunnels hinter einem Fahrradfahrer festhing, der sich demonstrativ den Berg hochquält und auch einfach auf den (leeren) Gehweg ausweichen könnte, kann diese Maßnahmen nur mit großem Unverständnis zur Kenntnis nehmen. Ein sportlich ehrgeiziges Individuum auf seinem Fahrrad nimmt 50-100 Menschen in den KFZ hinter ihm (inkl. dem 42er übrigens) in Geiselhaft und entscheidet, dass sie hinter ihm zu warten haben. Könnte man auch Nötigung nennen.
“…der sich demonstrativ den Berg hochquält und auch einfach auf den (leeren) Gehweg ausweichen könnte…”
Der Arroganz von Autofahrern ist manchmal schon unglaublich.
Ich würde eher sagen, die fehlende Selbstreflexion und Mangel an gesundem Menschenverstand bei (manchen) Fahrradfahrern ist unglaublich.
Autofahrer VS Fahrradfahrer FIGHT!!!