S21-Sticker: Über Aufzüge, Rolltreppen und Tiefbahnhöfe

s21

Gutes Argument. Via Patze.

Stuttgart 21 sollte ein infrastrukturelles Husarenstück werden. Ein Tiefbahnhof als Chiffre für Fortschritt, Tempo und neue Bahnlogik im Kessel. Jahre später zeigt sich ein anderes Bild. Aufzüge, Rolltreppen und technische Systeme wirken wie ein Konglomerat aus Baustelle, Improvisation und endlosen Feedbackschleifen.

Die Deutsche Bahn ringt sichtbar mit der Komplexität ihres eigenen Projekts. Stuttgart 21 steht damit längst nicht mehr nur für einen neuen Bahnhof, sondern für ein Infrastrukturprojekt, das zwischen Anspruch und Wirklichkeit mäandert. Im Kessel verfolgt man diese Entwicklung mit einer Mischung aus Geduld, Ironie und der leisen Hoffnung, dass das große Bauwerk am Ende doch noch performt.

One reply on “S21-Sticker: Über Aufzüge, Rolltreppen und Tiefbahnhöfe”
  1. says: Conny

    Der Witz bei S21 ist ja, dass die, die einen Aufzug nutzen wollen/müssen, durch die Engpässe neben den Treppenblocks müssen.
    Je 9m lang und ohne Gefahrenzone 124 cm breit.
    Da braucht es keinen Rollstuhl, um zu merken, dass es da hakt.
    Sondern Mensch mit Rollkoffer links und rechts, oder fetter Umhängetasche. Erwachsener mit Kind an der Hand und Gepäck, (langsam gehende) Rollator-Schiebende, Mensch mit Fahrrad.
    Großstadtbahnhof mit 4 Zügen (worstcase) gleichzeitig an einem Bahnsteig.
    Immer noch eine *tolle* Idee.

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