
WANN UNESCO WELTERBE??? Wer mit der S-Bahn zwischen Esslingen und Plochingen unterwegs ist, fährt direkt daran vorbei. Am Bahnhof Altbach schiebt sich seit 2006 der Schmid Peoplemover über die Gleise. Für Außenstehende wirkt die ANLAGE wie ein retrofuturistischer Traum aus Aufzug, Seilbahn und Brücke. Für die Leute vor Ort ist es einfach die schnellste und bequemste Verbindung von einem Ortsende zum anderen.
Vor dem Bau mussten Pendler, Schüler und alle, die Richtung Neckar wollten, lange Umwege in Kauf nehmen. Treppen, Unterführungen, Schienenquerungen – nicht gerade barrierefrei und auch nicht besonders attraktiv, wenn man mit Fahrrad, Kinderwagen oder Einkaufstaschen unterwegs war. Mit dem Peoplemover kam die Abkürzung: Rein in die Kabine, hoch, rüber, runter, fertig. Acht Leute passen rein, dazu Fahrräder oder ein Rollstuhl.
Entwickelt hat das Ganze Emil Schmid von der Schwäbischen Alb, der mit seiner Idee schon in den 90ern Aufsehen erregte. Der Peoplemover in Altbach ist bis heute die einzige Anlage dieser Art im Großraum Stuttgart und wird täglich genutzt. Vor allem Berufspendler in Richtung Stuttgart profitieren, weil der Bahnhof so viel leichter von beiden Seiten erreichbar ist.
Im Alltag ist der Peoplemover längst kein futuristisches Kuriosum mehr, sondern einfach Teil des Ortsbilds. Er läuft, leise und unaufgeregt, und spart Tag für Tag hunderten Menschen Zeit und Umwege. Zwischen Neckar, Gleisen und Verkehrstrassen ist er so etwas wie der kleine Shortcut der Region.
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Der Youtuber Tom Scott war in Stuttgart-Altbach zwischen Stuttgart-Esslingen und Stuttgart-Plochingen und hat den so called Peoplemover getestet, der wiederum laut Teckbote “vor allem Ärger” macht.

“Kann des sei, dass wegen einem Fußgänger der ganze Verkehr anhalte muss?” Emil Schmid, schwäbischer Bilderbuch Top-Performer, trägt den Käpsele-Spirit raus in die Welt. Ich habe ein bisschen geweint.