
Knapp drei Wochen vor der Deutschlandpremiere von Red Bull Cerro Abajo am 5. und 6. September 2026 waren die ersten Downhill-Profis in Stuttgart unterwegs, haben sich die Stadt und Teile des spektakulären City-Tracks angeschaut und einen Vorgeschmack darauf bekommen, was sie beim großen Finale erwartet.
Mit dabei waren der dreifache Deutsche MTB-Meister Johannes „Fischi“ Fischbach und der tschechische Urban-Downhill-Star Tomáš Slavík, die gemeinsam mit Stuttgarts Sportbürgermeister Clemens Maier und Fahrradbotschafter Jonas Marwein zunächst in der Zahnradbahn „Zacke“ über das Rennen gesprochen haben. Danach ging es mit den Bikes raus in den Kessel – natürlich mit der frisch RB-beflaggten Zacke.
Deutschlands einzige Zahnradbahn im regulären Linienverkehr bewältigt Steigungen von bis zu 17,8 Prozent und fährt bis Anfang September als gebrandete Red Bull Cerro Abajo Bike Line durch Stuttgart. Von der Strecke aus lassen sich zugleich Teile des späteren Rennkurses sehen.

Fischbach mitten im Kampf um den Titel
Sportlich bekommt die Stuttgart-Premiere inzwischen zusätzliche Schärfe, denn vor dem letzten Saisonrennen liegt Johannes Fischbach auf Rang drei der Gesamtwertung und hat damit beim Heimrennen noch Chancen auf den Titel.
Angeführt wird die Gesamtwertung aktuell vom Brasilianer Roger Vieira, dahinter folgt Sebastián Holguín aus Kolumbien, bevor Fischbach als bester Deutscher kommt. Auch Felipe Agurto aus Chile und Adrien Loron aus Frankreich liegen in Reichweite, während Tomáš Slavík ebenfalls zu den großen Namen im Feld gehört.
Insgesamt gehen am 6. September 35 internationale Topfahrer auf die Strecke. Stuttgart ist der vierte und letzte Stopp der Saison, entsprechend fällt die Entscheidung über den Gesamtsieg mitten im Kessel.
1,2 Kilometer Downhill mitten durch Stuttgart
Der Kurs bleibt eines der großen Themen des Wochenendes. Vom Teehaus im Weißenburgpark führt die Strecke über 1,2 Kilometer und 130 Höhenmeter bis hinunter zum Wilhelmsplatz. Dazwischen warten Stäffele, Asphalt, enge Straßen und eigens für das Rennen gebaute Hindernisse wie das „Big Drop Gate“, ein Roadgap, der „Jeep Compass Gap“ und der „Bosch Booster“.

Bereits kurz nach dem Start geht es über einen 3,5 Meter hohen Drop, später folgt der spektakuläre Sprung von der rund 8,5 Meter hohen Weißenburgbrücke. Danach führt die Linie am Bopser-Brünnle vorbei durch die Carola-Blume-Anlage, über den Mozartplatz und mitten durch das Heusteigviertel, bevor die Fahrer auf dem Wilhelmsplatz ins Ziel kommen.
Damit bestätigt sich einmal mehr, weshalb Red Bull Cerro Abajo und Stuttgart so gut zusammenpassen. Stuttgart wurde schließlich schon lange vor den entsprechenden Vergleichen von OB Frank Nopper von vielen als deutsches San Francisco bezeichnet. Hanglagen, Stäffele, steile Straßen und enorme Höhenunterschiede auf kurzer Distanz gehören zur DNA dieser Stadt, beim Cerro Abajo werden sie für rund 100 Sekunden zur Downhill-Strecke.

Zuschauer direkt an der Strecke
Für das Publikum werden unter anderem am Bopser-Brünnle sowie zwischen Mozartplatz und Wilhelmsplatz Zuschauerbereiche eingerichtet. Der Eintritt am gesamten Wochenende ist frei, größere Auswirkungen durch die notwendigen Straßensperrungen werden nach aktuellem Stand nicht erwartet.
Wer nicht vor Ort ist, kann das Finale am Sonntag, 6. September, über Red Bull TV und YouTube verfolgen. Der SWR überträgt ab 15 Uhr im Fernsehen und im Stream.
Nach Monaten voller Gerüchte, ersten Diskussionen in den Bezirksbeiräten und der offiziellen Bestätigung im Frühjahr rückt die kleine bis mittlere Stuttgarter Sportsensation damit endgültig näher. Die Strecke steht, die ersten Profis waren da und mit Fischbach fährt beim Finale sogar ein Deutscher ganz vorne um den Gesamtsieg mit.
Facts
Red Bull Cerro Abajo Stuttgart findet am 5. und 6. September 2026 statt, das große Finale mit der Entscheidung um den Gesamtsieg steigt am Sonntag, 6. September.
35 internationale Topfahrer treten im Einzelzeitfahren an, wobei Roger Vieira die Gesamtwertung vor Sebastián Holguín und dem Deutschen Johannes Fischbach anführt.
Die Strecke führt vom Teehaus im Weißenburgpark bis zum Wilhelmsplatz, misst 1,2 Kilometer und überwindet dabei rund 130 Höhenmeter.
Zu den spektakulärsten Elementen gehören ein 3,5 Meter hoher Start-Drop und der Sprung von der 8,5 Meter hohen Weißenburgbrücke, ergänzt durch Road Gaps, Doubles, Rampen und die Stuttgarter Stäffele.
Der Eintritt ist frei, das Finale läuft zusätzlich auf Red Bull TV und YouTube sowie ab 15 Uhr beim SWR im Fernsehen und Stream.
