
Der Stuttgarter Westen hat ein neues Wasserspiel. Mitten auf dem Paul-Gerhardt-Platz sprudeln seit dieser Woche acht Wasserstrahlen bis zu einem Meter in die Höhe. Der Platz vor der Paul-Gerhardt-Kirche ist damit um eine Attraktion reicher geworden, ein neuer Treffpunkt für alle, der im heißen Stuttgarter Sommer erfrischt.
Paul-Gerhardt was?? Wo genau liegt dieser Platz eigentlich? In deep Vogelsang, Stuttgart-West. Ein kleines Dreieck, eingerahmt von Forstraße, Rosenbergstraße und Scheffelstraße. Zwischen Tischtennisplatten, Bäumen und Sitzbänken ist hier in den letzten Jahren ein urbaner Aufenthaltsort entstanden.
Das neue Wasserspiel ist kein Trinkbrunnen, sondern ein offenes Becken, gespeist aus einem geschlossenen Kreislauf. Das Wasser wird über ein unterirdisches Reservoir ständig gereinigt, einmal im Monat gibt es Frischwasser. Zwei Pumpen halten die Anlage in Bewegung, abends wird sie automatisch abgeschaltet.

Rund 600.000 Euro hat der Bau gekostet, etwa ein halbes Jahr wurde daran gearbeitet. Neben der Stadt Stuttgart war auch die Stiftung Stuttgarter Brünnele beteiligt, die das Projekt mit einer Spende unterstützt hat. Die Stiftung hat außerdem ein kleines Kunstwerk beigesteuert: eine Hühnerfamilie mit Hahn, Henne und Küken, gestaltet von der Künstlerin Daniela Einsdorf. Die bronzene Figurengruppe steht direkt am Beckenrand.
Mit dem neuen Brunnen ist die Neugestaltung des Paul-Gerhardt-Platzes abgeschlossen und ein Ort zum Verweilen entstanden, mit Wasser, Schatten, Bewegung und einer klaren Aufwertung für das Viertel.
Insgesamt gibt’s in Stuttgart über 200 Brunnen und mehr als 100 öffentliche Trinkbrunnen. Das Wasserspiel auf dem Paul-Gerhardt-Platz gehört nicht dazu. Kein Trinkwasser, aber dafür ein cooler Ort mit klarer Botschaft: öffentlicher Raum kann schön, lebendig und erfrischend sein.






