Neue Wilhelmsbrücke Bad Cannstatt: Zukunft über dem Neckar

Visualisierung: Arbeitsgemeinschaft Mayr, Ludescher und Partner.

Brückenneubau in Stuttgart-Bad Cannstatt startet 2026

In Stuttgart-Bad Cannstatt beginnt ein zentrales Infrastrukturprojekt: Die Wilhelmsbrücke, eine der wichtigsten Fußgänger- und Fahrradbrücken über den Neckar, wird komplett neu gebaut. Die bestehende Konstruktion ist marode und wird spätestens ab Ende 2026 abgerissen. Die neue Stahlbrücke soll voraussichtlich 2029 fertiggestellt werden.

Moderner Brückenneubau für Radfahrer und Fußgänger

Die neue Wilhelmsbrücke Stuttgart wird rund 70 Meter lang und verbindet weiterhin die Cannstatter Altstadt mit der Neckarvorstadt. Der Entwurf stammt von einem Stuttgarter Ingenieurbüro in Zusammenarbeit mit Architekt*innen aus Aachen. In der Mitte der Brücke verläuft ein vier Meter breiter, beidseitiger Radweg. Links und rechts davon führen breite, barrierefreie Fußwege, jeweils mindestens 3,50 Meter breit.

Brückendesign mit öffentlichem Raum am Wasser

Die Brücke ist mehr als Infrastruktur: Sie wird Teil des Masterplans „Erlebnisraum Neckar – Stadt am Fluss“. Massive Widerlager entfallen, dafür entstehen Sitzstufen direkt am Neckarufer – sowohl am Thaddäus-Troll-Platz als auch auf der Seite der Neckarvorstadt. Sichtachsen, Balkone zur Ufermauer und offene Aufenthaltsräume sorgen für eine spürbare städtebauliche Aufwertung von Bad Cannstatt.

Wilhelmsbrücke als Schlüsselstelle für den Radverkehr

Täglich nutzen hunderte Menschen die Verbindung. In Spitzenstunden wurden bereits bis zu 1000 Fußgänger und 200 Radfahrer gezählt. Die neue Brücke wird künftig ein Knotenpunkt für den Neckarradweg sein, der von Mühlhausen kommend bis zum Sailerwasen in der Altstadt führt – ein Plus für nachhaltige Mobilität in Stuttgart.

Zeitplan und Kosten des Brückenprojekts

Die Tiefbauverwaltung der Stadt Stuttgart plant, den Baubeschluss für das Projekt Ende 2027 zu fassen. Voraussetzung: Der Ersatzbau der Rosensteinbrücke muss vorher abgeschlossen sein, da mindestens eine Neckarquerung für den Fuß- und Radverkehr offenbleiben muss. Die kalkulierten Baukosten liegen bei rund zehn Millionen Euro.

Architekturwettbewerb: Entwürfe im Stadtarchiv

Im Rahmen eines Ingenieurwettbewerbs wurden zwölf Entwürfe eingereicht. Der Siegerentwurf überzeugt durch ein minimalistisches, klares Brückendesign mit hoher Flexibilität. Wer sich einen eigenen Eindruck verschaffen möchte: Alle Brückenentwürfe sind bis 8. August im Stadtarchiv Bad Cannstatt ausgestellt, Bellingweg 21, montags bis freitags während der Öffnungszeiten.

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