Neue Radverbindung im Kessel: Bau der Hauptradroute 41 beschlossen

Bereits bestehende Radspur Pischekstraße bis Geroksruhe

der Hauptradroute 41 beschlossen. Die Strecke verbindet künftig Stuttgart-Ost, Stuttgart-Süd und Sillenbuch und folgt im Wesentlichen der Pischekstraße, der Jahnstraße sowie der Mittleren Filderstraße. Baubeginn ist nach aktueller Planung im Herbst 2026.

Die Route gehört zu einem größeren Infrastrukturprojekt im Kessel. Sie bildet einen Teil der geplanten Radschnellverbindung von Stuttgart über Ostfildern bis nach Kirchheim unter Teck. Ziel ist eine durchgängige und leistungsfähige Verbindung für den Alltagsradverkehr zwischen den Stadtbezirken sowie in Richtung Filderraum.

Für den Bau dieses Abschnitts rechnet die Stadt mit Gesamtkosten von rund 13,8 Millionen Euro. Darin enthalten sind kalkulierte Baupreissteigerungen und mögliche Kostenrisiken während der Bauphase. Ein erheblicher Teil der Finanzierung kommt vom Land Baden-Württemberg.

Rund sechs Millionen Euro fließen als Förderung, insgesamt liegt die erwartete Landeszuwendung inklusive Planungskostenpauschale bei etwa 7,3 Millionen Euro. Zusätzlich hat Stuttgart einen Antrag im Bundesförderprogramm für kommunalen Klimaschutz gestellt.

Die neue Planung dockt dabei direkt an ein bereits bestehendes Stück der Hauptradroute an. Im Sommer 2025 wurde in der Pischekstraße ein erster Abschnitt eingeweiht.

Auf rund 600 Metern entstand dort stadtauswärts eine eigene Spur für den Radverkehr. Ergänzt wurde sie durch einen neuen Geh- und Radweg sowie einen begrünten Trennstreifen mit neu gepflanzten Bäumen. Damit existiert bereits ein sichtbarer Auftakt der Route Richtung Fernsehturm und Filderhochfläche.

Der jetzt beschlossene Ausbau reicht vom Knotenpunkt Pischekstraße, Payerstraße und Gänsheidestraße bis zur Geroksruhe. Wenn die Planung aufgeht, soll dieser Abschnitt ab Herbst 2027 genutzt werden können. Die vollständige Fertigstellung der Arbeiten ist für Ende 2028 vorgesehen.

Radschnellverbindungen bilden das Rückgrat dieser Strategie. Breite, durchgehend asphaltierte Wege und eine direkte Linienführung sollen längere Strecken mit dem Fahrrad attraktiver machen.

Zwischen Innenstadt, Höhenlagen und Fildern entsteht damit ein neues Bewegungsrhizom im urbanen Habitat des Kessels. Das Rad wird zum Vehikel eines Netzes, das sich quer durch Stuttgart zieht und die Bezirke enger miteinander verknüpft.

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