Neckartor: Luftfiltersäulen weg – Diskussion ums Dieselfahrverbot

Die Luftfiltersäulen am Neckartor werden nicht mehr benötigt. (Archivfoto)
Foto: Leif Piechowski, LHS

Das Land Baden-Württemberg lässt die Luftfiltersäulen am Neckartor abbauen. Die Geräte waren seit einigen Jahren fester Bestandteil der Debatte um Luftqualität in Stuttgart. Eingesetzt wurden sie, um die Stickstoffdioxid-Werte zu senken.

Laut Messungen sind diese inzwischen von 71 Mikrogramm pro Kubikmeter (2018) auf 31 Mikrogramm gefallen und damit klar unter dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm im Jahresmittel.

Oberbürgermeister Frank Nopper begrüßt den Abbau und fordert im gleichen Atemzug, auch das Dieselfahrverbot in der „Kleinen Umweltzone“ endlich aufzuheben. Seit Oktober 2023 drängt er darauf und argumentiert, dass die Luftqualität seit Jahren stabil und deutlich unter den Grenzwerten liegt.

Das Fahrverbot betrifft seit 2020 Diesel der Klassen Euro 5/V und schlechter in den Innenstadtbezirken sowie in Bad Cannstatt, Feuerbach und Zuffenhausen. Schon seit 2019 gilt im gesamten Stadtgebiet ein Fahrverbot für Diesel Euro 4/IV und älter.

Die Landesregierung hält dagegen und warnt, dass ohne Fahrverbote die Werte wieder steigen könnten. Ob sie Noppers Linie folgt, bleibt abzuwarten.

Das Filtersäulen-Projekt war ein bundesweit beachteter Versuch, technische Maßnahmen für bessere Luftqualität einzusetzen – in Zusammenarbeit mit MANN+HUMMEL und dem Land Baden-Württemberg. Mit dem Abbau endet ein Kapitel, das Stuttgart in der Debatte um saubere Luft bundesweit in den Fokus gerückt hat.

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