
Mitten in der Arnulf-Klett-Passage, dort wo täglich Tausende Menschen zwischen S-Bahn, U-Bahn und Königstraße zirkulieren, leuchtet seit Mitte Mai plötzlich ein giftgrünes Schild durch die Passage. Go Asia Stuttgart hat seinen dritten Standort in der Stadt eröffnet und bringt damit neues Leben in einen Ort, der lange vor allem als funktionaler Transit-Raum wahrgenommen wurde.
Nach dem Auszug des Depot-Outlets stand die Fläche monatelang leer. Jetzt reihen sich dort Tiefkühltruhen voller Dumplings und Gyoza an meterweise Instant-Ramen, Mochi-Regale und Snackwände mit sämtlichen Produkten, die zuletzt durch TikTok und Instagram gespült wurden. Peel-off-Candys, Kewpie Mayo, Kimchi, Aloe-Drinks, Hello-Kitty-Kekse oder Pokémon-Getränke gehören inzwischen ganz selbstverständlich zum Sortiment.

Der neue Store fällt dabei deutlich größer aus als viele klassische Asia-Märkte in der Innenstadt. Zwei Ebenen, breite Regalachsen und eine enorme Produktdichte erzeugen fast den Eindruck eines internationalen Food-Hubs direkt unter dem Hauptbahnhof. Besonders die Tiefkühlbereiche und die Regalwände mit koreanischen und japanischen Instant-Noodles wirken wie ein verdichtetes Panorama aktueller Foodtrends.

Strategisch ist der Standort für Go Asia nahezu alternativlos. Direkt am Arnulf-Klett-Platz gelegen, täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet und sogar sonntags zugänglich, erreicht der Markt nicht nur klassische Stammkundschaft, sondern auch Pendler, Reisende und spontane Laufkundschaft.
Gerade die Sonntagsöffnung dürfte dem Standort zusätzliche Frequenz bringen. Während in Stuttgart ansonsten fast überall die Rollläden unten bleiben, lassen sich hier sonntagabends plötzlich noch Ramyun, Dumplings, Mochi oder Chili Oil einkaufen. Für eine Stadt, die beim Thema Spätversorgung traditionell eher dünn aufgestellt ist, wirkt das fast wie ein kleiner Systemfehler im besten Sinne.

Ein kleiner Fun Fact am Rande: Ganz geheuer schien Go Asia der neue Standort anfangs offenbar selbst nicht gewesen zu sein. Auf den offiziellen Opening-Werbemitteln tauchte nämlich nicht die Arnulf-Klett-Passage auf, sondern die deutlich fotogenere Stuttgarter Oper sowie andere Wahrzeichen. Wahrscheinlich die charmanteste Form visueller Standortkosmetik, die diese Passage seit Jahren gesehen hat.

Die Klett-Passage selbst bleibt trotzdem das, was sie seit Jahrzehnten ist: ein Transit-Ort. Beton, Neonlicht, Untergrund-Architektur und permanente Bewegung prägen weiterhin die Atmosphäre. Doch mit dem Einzug von Go Asia entsteht erstmals seit längerer Zeit wieder ein spürbarer Frequenzanker, der die Passage zumindest punktuell aufwerten könnte. Ob daraus langfristig tatsächlich neue Aufenthaltsqualität entsteht, wird sich erst mit der Zeit zeigen.

Go Asia betreibt bereits zwei Filialen in der Stuttgarter Innenstadt, in den Königsbau-Passagen und im Untergeschoss von Galeria an der Königstraße. Die neue Filiale in der Klett-Passage erweitert das Konzept nun um einen Standort, der stärker auf Frequenz und Alltag einzahlt – Kletti geretti?
Arnulf-Klett-Platz 2, Stuttgart-Mitte
Go Asia Stuttgart Klett-Passage
Täglich geöffnet, auch sonntags: 09:00 – 22:00 Uhr
Sortiment: Ramen, Mochi, Dumplings, Kimchi, Snacks, Drinks & Tiefkühlprodukte aus ganz Asien
Direkt in der Arnulf-Klett-Passage am Hauptbahnhof, dritter Go Asia Standort in Stuttgart


