
Hat bislang alles und alle überlebt, steht selbstbewusst mitten auf dem Platz und charakterisiert die eigentliche Stadtmitte Stuttgarts: Am 12. Mai 1909 wurde der Brunnen in Stuttgart Mitte eingeweiht. Geschaffen hat ihn der Bildhauer Joseph Zeitler, der damit eines der bis heute bekanntesten Kunstwerke im öffentlichen Raum der Stadt entwarf.
Die Figur des Bauernburschen mit Hut, Hemd, kurzer Jacke und Stiefeln geht auf das Märchen „Hans im Glück“ der Gebrüder Grimm zurück. Zwischen seinen Beinen steht das vergoldete Schwein, das dem Brunnen seinen unverwechselbaren Charakter verleiht.

Zeitler soll sich für die Darstellung an einem Bauern von den Fildern orientiert haben, dem er im Stuttgarter Schlachthaus begegnete. Die Figur wirkt dadurch bewusst schlicht und volksnah.
Über Jahrzehnte hinweg blieb der Brunnen fester Bestandteil des Stadtbilds. Er überstand zwei Weltkriege, den Wiederaufbau und zahlreiche Veränderungen der Innenstadt. Bis heute markiert er einen der bekanntesten Treffpunkte Stuttgarts und steht mitten in der Partyzone wie kaum ein anderes Denkmal für das historische Zentrum der Stadt.

