CSD Stuttgart 2026: Demo, Route und alle Infos zur Pride

Crowd in bright costumes marching along a sunlit, tree-lined street; a large decorated parade float sits in the center.

Wenn Ende Juli die Regenbogenflaggen durch die Stuttgarter Innenstadt ziehen und man vielleicht auch kurz “rainbow washing” denkt, beginnt eines der größten gesellschaftlichen Wochenenden des Jahres. Der CSD Stuttgart 2026 rückt Vielfalt, Gleichberechtigung und Sichtbarkeit in den Mittelpunkt und verbindet politische Demonstration, Kulturprogramm und Straßenfest zu einem langen Wochenende, das weit über die Grenzen der Community hinausstrahlt.

Im Jubiläumsjahr der Interessengemeinschaft CSD Stuttgart e. V. wächst die Veranstaltung erstmals auf drei Festtage an. Vom 24. bis 26. Juli verwandeln sich Marktplatz und Schillerplatz in das Zentrum der Stuttgart PRIDE. Bereits zwei Wochen zuvor starteten die CSD-Kulturwochen mit zahlreichen Veranstaltungen in der ganzen Stadt.

Ein Wochenende, das die Innenstadt prägt

Den Auftakt bildet am Freitag, 24. Juli, die Eröffnung der CSD-Hocketse. Damit beginnt das Straßenfest erstmals bereits am Freitagabend und erstreckt sich bis Sonntag. Anlass ist das 25-jährige Bestehen der IG CSD Stuttgart, die den Christopher Street Day seit einem Vierteljahrhundert organisiert.

Auf den Bühnen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm mit Live-Musik, Drag-Shows, einer großen Open-Air-Disco auf dem Schillerplatz sowie der CSD-Infomeile. Künstlerinnen und Künstler wie Lara Hulo, Danilo Timm, Damiano Maiolini, Nils Wanderer und Paula gehören ebenso zum Programm wie zahlreiche Vereine, Initiativen und Organisationen, die während des gesamten Wochenendes über ihre Arbeit informieren.

Mit der dreitägigen Hocketse wächst die Stuttgart PRIDE 2026 zur bislang längsten Ausgabe ihrer Geschichte und gibt der Innenstadt über das gesamte Wochenende eine besondere Atmosphäre.

Karte einer Stadtrundfahrt mit Startpunkt, Haltestellen wie Feuersee, Rathaus, Marktplatz, Karlsplatz und Schlossplatz sowie U?Bahnhöfen S/U.

Die große CSD-Demonstration am Samstag

Der politische Höhepunkt folgt am Samstag, 25. Juli.

Um 14 Uhr startet die CSD-Demonstration am Feuersee. Von dort zieht der Demonstrationszug durch die Stuttgarter Innenstadt über Rotebühlstraße, Eberhardstraße und Hauptstätter Straße bis zum Schlossplatz. Knapp 160 Formationenaus Vereinen, Initiativen, Unternehmen, Hochschulen und Institutionen beteiligen sich in diesem Jahr an dem Zug. Erwartet werden tausende Teilnehmende sowie zehntausende Menschen entlang der Strecke.

Der Christopher Street Day versteht sich als politische Demonstration. Im Mittelpunkt stehen die Forderungen nach Gleichberechtigung, Schutz vor Diskriminierung und gesellschaftlicher Teilhabe queerer Menschen.

Gegen 17 Uhr endet die Demonstration auf dem Schlossplatz mit der zentralen Kundgebung. Dort sprechen Vertreterinnen und Vertreter der IG CSD Stuttgart, die diesjährige Schirmperson Dr. Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart, sowie weitere Stimmen aus der Community. Die Veranstaltung wird in Gebärdensprache begleitet.

Auch prominente Unterstützung gehört zur diesjährigen Ausgabe. Moderator, Autor und Influencer Riccardo Simonettifährt auf dem ersten Truck der Demonstration mit, der nach dem Zug als Bühne für die Abschlusskundgebung dient.

Zwei Wochen Stuttgart PRIDE

Das lange CSD-Wochenende bildet den Höhepunkt der Stuttgart PRIDE, die bereits am 10. Juli mit dem traditionellen Empfang im Rathaus beginnt und bis 26. Juli dauert.

Während der Kulturwochen verteilen sich zahlreiche Veranstaltungen über das gesamte Stadtgebiet. Lesungen, Ausstellungen, Filmvorführungen, Diskussionsabende, Gottesdienste, Benefizaktionen, Stadtführungen und Konzerte greifen unterschiedliche Facetten queeren Lebens auf und laden alle Interessierten zum Austausch ein. Die Stuttgart PRIDE versteht sich dabei ausdrücklich als offenes Angebot an die gesamte Stadtgesellschaft.

Das Motto 2026

Die diesjährige Stuttgart PRIDE steht unter dem Motto „Ohne Uns kein Wir! Füreinander laut, miteinander stark.“

Es knüpft an aktuelle gesellschaftliche Debatten an und unterstreicht die Forderung nach Solidarität, verlässlichem Schutz vor Diskriminierung und einer dauerhaften Unterstützung queerer Beratungs- und Bildungsangebote. Gleichzeitig erinnert es daran, dass Vielfalt und demokratisches Miteinander untrennbar miteinander verbunden sind.

Die Geschichte des Christopher Street Day

Der Christopher Street Day erinnert an die Ereignisse der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 in New York. Damals widersetzten sich Gäste der Bar Stonewall Inn erstmals gemeinsam den gewaltsamen Polizeirazzien. Aus diesem Protest entwickelte sich eine weltweite Bewegung für die Rechte queerer Menschen.

Heute verbindet der CSD Erinnerung, politische Forderungen und gesellschaftliche Begegnung. In Stuttgart gehört die Veranstaltung längst zu den prägenden Terminen des Sommers. Jahr für Jahr entsteht ein Wochenende, an dem politische Botschaften ebenso ihren Platz finden wie Kultur, Begegnungen und das gemeinsame Feiern einer offenen Stadt.

Facts kompakt

Stuttgart PRIDE: 10. bis 26. Juli 2026

CSD-Hocketse: Freitag, 24. Juli, bis Sonntag, 26. Juli 2026 auf Marktplatz und Schillerplatz

CSD-Demonstration: Samstag, 25. Juli 2026, Start 14 Uhr am Feuersee

Kundgebung: Schlossplatz ab etwa 17 Uhr

Motto: „Ohne Uns kein Wir! Füreinander laut, miteinander stark.“

Besonderheit 2026: Erste dreitägige Hocketse zum 25-jährigen Jubiläum der IG CSD Stuttgart

Programm: Kulturwochen mit Lesungen, Ausstellungen, Diskussionen, Konzerten, Filmvorführungen, Stadtführungen und weiteren Veranstaltungen in ganz Stuttgart.

Alle Infos

0 replies on “CSD Stuttgart 2026: Demo, Route und alle Infos zur Pride”