
Der geplante Verkauf der Stuttgarter Modehauskette E. Breuninger GmbH & Co. ist vorerst gestoppt. Darüber berichtet die WirtschaftsWoche.
Im Sommer 2024 hatten die Eigentümerfamilien einen Verkaufsprozess gestartet. Ziel war es, sowohl das operative Handelsgeschäft als auch die Immobilien der Warenhäuser zu veräußern. Insgesamt wurde das Unternehmen inklusive Immobilien mit mehr als zwei Milliarden Euro bewertet.
Das Interesse am Markt war vorhanden. Insgesamt sollen sich 31 potenzielle Interessenten gemeldet haben. Einige prüften einen Einstieg in das Warenhausgeschäft, andere zeigten vor allem Interesse an den Immobilien.
Zu den genannten Kandidaten gehörten unter anderem die spanische Warenhausgruppe El Corte Inglés sowie der französische Luxushändler Galeries Lafayette. Auch institutionelle Investoren wie Deka, DWS Group und Union Investment prüften demnach ein Engagement bei den Immobilien.

Zu einem Abschluss kam es jedoch nicht. Mehrere Interessenten interessierten sich ausschließlich für die Immobilien. Für die Eigentümer hätte das bedeutet, die Filialen anschließend als Mieter weiterzubetreiben. Dieses Modell wurde verworfen. Deshalb entschieden die Familien, den Verkaufsprozess vorerst zu beenden und das Unternehmen weiterzuführen.
Breuninger zählt weiterhin zu den Modehändlern, die sowohl mit ihren stationären Häusern als auch mit dem Onlinegeschäft profitabel arbeiten. Der Konzern erzielte zuletzt rund 1,3 Milliarden Euro Umsatz und einen Jahresüberschuss von etwa 30 Millionen Euro.
Für Stuttgart bedeutet das: Das Traditionshaus bleibt zunächst in der bisherigen Eigentümerstruktur bestehen.
