
Breuninger benennt sein Großprojekt in der Stuttgarter Innenstadt um. Aus dem bisherigen „Mobilitäts-Hub“ wird der Breuninger Park. Eine sprachliche Korrektur, die das Projekt deutlich verständlicher machen soll, zumindest theortisch.
Der ursprünglihce Name blieb abstrakt und wenig greifbar. Mobilitäts-Hub, das klang nach Konzeptphase und Strategiepapier. Gleichzeitig schwebte über allem diese eine Frage, die zuverlässig durch jede Kommentarspalte ballerte: Was ist eigentlich ein Mobilitätshub? Eine Lieblingsfrage bei allen Facebook-Jürgens und Brigittes. Der neue Begriff liefert ein klares Bild, auch für die Generation „neigfahra“ – obwohl WE WILL SEE.
Inhaltlich bleibt der Umfang unverändert. Auf dem Gelände des ehemaligen Breuninger Parkhauses entsteht ein Ensemble aus zwei Baukörpern auf einem bereits fertiggestellten Sockelgeschoss. Ein Teil wird klassisch als Parkhaus genutzt, der andere bietet Flächen für Arbeiten, Gastronomie und Handel. Insgesamt rund 25.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche.

Gebaut wird in modularer Holzbauweise mit rund 2.000 Kubikmetern Holz und einer markanten Fassade, die über die Jahre sichtbar altert. Offene Strukturen im Parkhaus sorgen für natürliche Belüftung, dazu kommen begrünte Dächer und Fassaden, Photovoltaik und Retentionsflächen. Das Projekt setzt auf Energieeffizienz und eine Bauweise, die langfristig flexibel nutzbar bleibt.
Beim Mobilitätsangebot ist das Setup breit. Rund 480 Stellplätze für Autos (im alten Breunibär-Parki waren es 650), etwa 150 Fahrradstellplätze, Ladeinfrastruktur und Carsharing. Ein öffentlich zugänglicher Dachgarten ergänzt das Ganze und bringt eine zusätzliche Ebene in den Stadtraum.

Was im Rendering nach sauber orchestrierter Stadtentwicklung aussieht, zeigt sich aktuell vor Ort deutlich ungeschliffener. Die Baustelle zählt zu den größten in der Innenstadt. In der Esslinger Straße drängt sich der Verkehr durch eine enge Passage, Baustellenlogistik, Lieferverkehr, permanenter Durchfluss. Für die Einzelhändler vor Ort ist das eine zähe Phase, die Frequenz bröselt, die Geduld ebenso. Dazu kommt eine Dauerkulisse aus Maschinen, die sich durch den ganzen Straßenzug zieht.
Und das Gebäude wächst weiter in die Höhe. Geschoss für Geschoss schiebt sich nach oben, ein Volumen, das schon jetzt zeigt, wie präsent der Baukörper im Stadtraum stehen wird. Mehr Infos & Visualisierung hier

