Abriss beschlossen: Das “Wittwer-Haus” am Schlossplatz verschwindet

Das “Wittwer-Haus” am Schlossplatz gehört für viele Stuttgarter zum Fixsteren der Innenstadt. Jetzt ist klar: Das Gebäude an der Königstraße 30/32 wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Damit bestätigt sich die Entwicklung, die sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet hatte. Im Herbst hatten wir berichtet, dass Wittwer-Thalia nach fast sechzig Jahren den Standort am Schlossplatz verlassen wird. Damals stand bereits fest, dass das Gebäude baulich an seine Grenzen gekommen ist und ein größerer Umbau oder Neubau im Raum steht. Jetzt ist die Entscheidung gefallen – pro Neubau.

Ende 2027 ziehen alle Mieter aus

Der Zeitplan ist inzwischen relativ klar. Spätestens Ende 2027 müssen alle Mieter das Gebäude verlassen. Dazu gehört auch die Buchhandlung Wittwer-Thalia, die künftig einige hundert Meter weiter in einen neuen Store an der Ecke Schulstraße und Königstraße umziehen wird. Auch andere bekannte Nutzer des Hauses sind betroffen. Das weltberühmte Restaurant Ochs’n Willi und weitere Mieter müssen den Standort ebenfalls räumen.

Abriss ab 2028 geplant

Der Rückbau aka Abriss des Gebäudes soll nach aktuellen Planungen im Jahr 2028 beginnen. Dabei soll nicht der komplette Bau verschwinden. Teile der Untergeschosse sowie Bereiche des Erdgeschosses sollen erhalten bleiben (CO2-schonend diesdas) und in die neue Planung integriert werden.

Der Neubau soll sieben bis acht Geschosse erhalten. Geplant ist eine gemischte Nutzung mit Einzelhandel, Gastronomie, Büros und Dienstleistungen. Gastronomie könnte künftig eine deutlich größere Rolle spielen als bisher. Auch ein Hotel oder medizinische Einrichtungen werden als mögliche Nutzungen diskutiert.

Und damit ist jetzt die Diskussion, nicht nur im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik, eröffnet, ob man das alles zukünftig braucht und warum wieder nur der Abriss die einzige Option war.

Wettbewerb entscheidet über Architektur

Wie das neue Gebäude am Schlossplatz genau aussehen wird, steht noch nicht fest. Die architektonische Gestaltung soll über einen Wettbewerb entwickelt werden. Auch der Stadtraum rund um das Gebäude könnte sich verändern. Die Freitreppe zwischen Kunstmuseum und Neubau soll breiter werden. Gleichzeitig wird über eine neue Gestaltung der Kanzleistraße nachgedacht.

Wenn Planung und Genehmigungen ohne größere Verzögerungen laufen, könnte der Neubau um das Jahr 2030 eröffnet werden (GENAU).

Mehr Infos hier oder hier

P.S: Wir hatten sehr gute Ideen für das Gebäude!

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