„Wo Shopping am Urbansten ist“

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Stuttgart ist langsam wieder zusammengewachsen. Nachdem die Phoenix Projektplaner es erstmal gewaltsam auseinander gerissen hatten. Aber nur noch ein paar Mal schlafen bis Gerber. Endlich Echsen, Schlangen und Feuerwehrvorführungen. Schön finde ich, dass sie das alte historische Stadttor bewahrt haben. Corporate Responsibility rocks.

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Sorry, wieder nix mit HipHop Open. Und wieder soviel Shopping – gestern ja schon vom ktv Feuilleton beleuchtet. Das kommt davon, wenn man sich in der Redaktion nicht abspricht. Oder abspricht aber nicht an Absprachen hält. Oder es halt bums ist, weil solange da gebaut wird, wird auch hier was drüber gebracht. Und jetzt alle als Kanon auf die Melodie von „I’m a scatman“. Babababab Spi-Spa-Spa-Spatenstich…

Kann der GEMA jemand mal bitte unsere 48-stellige IBAN durchgeben, hab die gerade nicht zur Hand. Merci.

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Wie sehr das Gerber übrigens wie versprochen das ganze Viertel aufwertet, sieht man daran, dass der ramschige Bioladen gegenüber mit seinem schlimmen unbehandelten Obst und Gemüse und seinen menschenunwürdigen Vollkorn-Erzeugnissen von der Eselsmühle endlich raus ist – und an gleicher Stelle ein nachhaltiger, Fair-Trade-1-Euro-Shop eingezogen ist. Gut gemacht, Gerbers.

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Spitze gemacht ist auch eure Zaun-Kampagne. Und langsam wird klar, wo die Reise hingeht. Das Gerber soll vor allem für die Themen „Urban“ und „Shopping“ stehen – womit dem Milaneo ja dann wohl nur noch „Ländlich“ und „Gardening“ als USP bleiben.

Das Milaneo hat übrigens keinen Bauzaun, auf den sie schreiben, wer wie was und vor allem: warum? Aber auf facebook steht als Reason-why, wie die Marketing-Experten sagen, „Weil Stuttgart neues Shopping will.“ Will es das? Und wo habt ihr diese Befragung durchgeführt? Remseck, Aldingen und Kirchentellinsfurt gilt nämlich nicht.

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Meinen Lieblingssatz hättet ihr wegen mir gar nicht so verstecken brauchen. Und falls jemand seine Lesebrille oder seinen Hubwagen nicht dabei hat. Da steht „WO SHOPPING AM URBANSTEN IST.“ Gut zu wissen. Vielen Leuten war der Kaufhof nämlich einfach nicht urban genug.

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Ich frag mich bei all dem neuen Shopping schon, was mit dem alten nicht gestimmt hat. Ich fand bisher ‚Laden betreten – Palimpalim – Ware nehmen – zur Kasse gehen und bezahlen’ ganz gut als Prozess.

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Hier zum Beispiel. El Classico. Top Fachgeschäft, am wenigsten urban von allen, weil in Vaihingen. Trotzdem neulich rein. Palimpalim. Guten Tag. Ich hätte gerne für meinen Kollegen Elbe und mich zwei Karten für das DFB-Pokalspiel Stuttgarter Kickers gegen Borussia Dortmund römisch eins im Neckarstadion, auch wenn wir beide es besser fänden, wenn die Begegnung in der Trutzburg Degerloch vor ausverkauftem Haus stattfinden würde, statt in Cannstatt vor 25.000 Zuschauern, von denen Zweidrittel nur mal die Dortmunder aus der Nähe sehen wollen und dann enttäuscht feststellen, dass man im Neckarstadion ja gar niemanden aus der Nähe sieht, außer seinem Sitznachbarn.

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Wie früher beim Kartenhäusle auf dem Kleinen Schlossplatz, so hat auch das Vaihinger Kartenlädle das volle Programm. Ich wünsche denen von Herzen, dass sie eventim überleben. Und mir und Elbe einmal Hubschrauber selberfliegen. Dann zieht er sein gutes Fischmarkt-Hemd an und ich mein gepflegtes Business-Muscle-Shirt und dann aber hub-schrab-schrab-schrab-schrab *

* as in the alte Witz, wo zwei Karotten durch die Luft fliegen. Sagt die eine: „Achtung. Da vorne kommt ein Hub-schrab-schrab-schrab.“ Über sowas hat man gelacht als Shopping noch un-urban war und hauptsächlich beim FEZ, dem Fildereinkaufszentrum in Leinfelden, stattfand.

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