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The Soul of KTV (9)
Am 17. Mai 2011, 08:38 Uhr von Thorsten W.
So Leude, es ist wieder so weit. Und weil meine Liste diesmal echt lang ist komm ich ohne Umschweife zur Sache: Ganz viel Musik mit mehr Soul als Kerben in Berlusconis Bettkante.
Fangen wir mal mit zwei Bleichgesichtern an. Warum auch immer, ich hatte DJ Smoove, von dem ich einige Songs auf der Platte hab, irgendwie in Deutschland angesiedelt. Jetzt kommt er aber aus Newcastle in England, und ich vermute mal unter dem Projektnamen Smoove/Turrell singt einer der beiden, wahrscheinlich Turrell.
Die beiden haben jetzt ne neue Single draußen, siehe oben, und die läuft ziemlich gut rein. Passt gut in die aktuelle Aloe Blacc-Welle, die Stimme ist echt der Hammer, wie immer tight produziert – nur Videos mit angeklebten Schnurrbärten kann man eigentlich seit “Sabotage” schon nicht mehr machen.
Jetzt ein Lied, das mir natürlich besonders am Herzen liegt: Soul Glo von Fatima. Das schreibt man wirklich so und ist wie im Video zu sehen unmissverständlich von der Quelle inspiriert, von der auch der Name unserer damaligen Soul-Partyreihe Soul Glow stammte: Der Film “Der Prinz aus Zamunda” mit Eddie Murphy, in dem folgender Werbespot für Soul Glo-Pomade gezeigt wird:
Das neue Lied, im Gegensatz zu dem aus dem Film, finde ich musikalisch sehr spannend. Fatima, über die ich auf die Schnelle nicht viel rausbekommen habe, zieht NuSoul auf ihrer im März erschienenen “The Mindtravelin’” EP aus den 90ern rüber ins Jetzt und klingt nicht selten nach Erykah Badu. Hoffentlich hört man da noch mehr!
Dann wieder mal rüber in die Kommerz-Ecke, da treiben wir uns hier ja nicht so oft rum. Beyonce schnappt sich den bekannten Major Lazer-Beat und singt was drüber. Geht schon gut ab, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob das originell oder überflüssig ist. Wer das Original nicht kennt – here we go:
Immer wieder gern an dieser Stelle, ich glaube jetzt schon zum dritten Mal, eine Folge aus Joy Denalanes wunderbaren Maureen in Session-Studioserie, die das Warten auf das Album “Maureen”, das endlich am 20. Mai erscheint, deutlich verkürzt. Ich muss sagen, im Gegensatz zu ihrem letzten Longplayer freu ich mich diesmal richtig.
Übrigens finde ich persönlich ja die Version von “Niemand” ohne Raps besser als die mit Samy Deluxe und Megaloh.
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And now to something completely… Nee! Er ist wieder dabei, geht inzwischen gar nicht mehr anders, ich komm an Aloe Blacc grade einfach nicht vorbei, und will ich auch gar nicht. Im Moment macht sein Cover von Jay-Zs “99 Problems” die Runde, entstanden bei einer BBC 1 Online-Live-Session. Und was soll ich sagen? Hammer!
Hier noch eine andere Cover-Version, die mir persönlich ja sehr gut gefällt. “Return of the Mack” von Mark Morrison fiel damals wie so vieles andere auch in meine Fulltime-MTV-Zeit, und trotz des Overall-Pimp-Gehabes lief mir der Track einfach damals verdammt gut rein. Das Cover der mir unbekannten Zo! & Phonte ist erst diesen April entstanden, und ich glaube viel schöner kann man dieses Lied nicht singen.
Noch eine Cover-Version, und die hat mich beim ersten Hören echt mit den Ohren schlackern lassen. Karmin ist ein Duo aus Boston, das sich bei YouTube einen Namen bzw. Ruf mit originellen Covers oft berühmter Pop- oder Rap-Songs gemacht hat. Obiges Video z.B. schlappe 13 Mio. Klicks.
Die Sängerin hat natürlich eine überaus gute Stimme, die mir bei anderen Liedern allerdings nicht immer so gefällt, und der Typ sitzt immer daneben, spielt irgendein Instrument und singt auch ab und zu. Aber das Besondere an diesem Track, im Original von Chris Brown, Lil’ Wayne und Bustha Rhymes, dass Karmin-Sängerin Amy hier mal kurz alle MCs von Wolfsburg bis Lindau komplett an die Wand rappt. Zieht’s Euch rein!
Ach ja – hier noch der Beweis, dass das oben kein Fake und der Text nicht mal vom Blatt abgelesen ist.
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Eine Künstlerin, die für mich in eine ähnliche Kerbe schlägt – zumindest was den Fame auf YouTube und etwas auch die Optik angeht – ist Jessie J.. Wer von ihr schon mal gehört hat wird vielleicht mit den Augen rollen – typisches BigFM-Chart-Rotation-Produkt, ihre Singles sind beliebiger, glattgeschliffener Pop. In ihrem Heimatland England ist sie schon länger ein Star, hat früher Songs für Alicia Keys, Christina Aguilera, Justin Timberlake und andere unbekannte Hinterhof-Sänger geschrieben und für ihr Debutalbum einen BRIT Award mit nach Hause genommen.
Aber dann gibt es eben diese YouTube-Videos, und da zeigt sie, dass sie verdammt gut singen kann… also verdammt gut. Und in einer Acapella-Version – so wie in obigem Video für BigFM (bzw. für Radio Regenbogen, bevor die Stuttgarter ihr Banner drüber gehängt haben, hehe) ihre aktuelle Single “Price Tag”, die in England bereits im Februar, in Deutschland aber erst vergangene Woche erschienen ist – hören sich ihre Songs auch plötzlich gut an.
Bevor wir zu einem weiteren Remix und Gratis-Musik kommen, hier noch schnell der Remix eines Covers. You Got The Love, im Original von Candi Station, ist einer meiner Lieblings-Songs, und es gibt mehr Cover-Versionen davon als auf ein MacBook passen.
Das von Florence and the Machine ist aber besonders weich und streichzart, und wie schon bei “Rolling In The Deep” legt Jamie XX von der Band The XX so dezent dicke Dubstep-Beats drunter, dass die fragile Songstruktur bleibt, der Bass aber drückt. Vorsicht: Alle (von mir gefundenen) YouTube-Versionen des Remixes sind schlechter als der hier bei Soundcloud:
You’ve Got the Love – Florence And The Machine (The xx Remix) by paymon235
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Wie versprochen hier noch ein Remix, der zwar schon von 2007 ist, jetzt aber noch mal rausgeholt wurde.“Sir Duke” von Stevie Wonders Jahrhundert-Album “Songs in the key of life” ist ein Meisterwerk, das ich noch aus meiner Kindheit von SWF1 im Ohr hab.
Dieser Bailefunk-Beat, den Yum Yum druntergelegt hat, ist nach vier Jahren vielleicht nicht mehr sehr originell, aber er passt halt wie die Faust aufs Auge zu dem Lied. Und das Beste: Man kann ihn im Yum Yum-Blog runterladen.
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Noch mehr Umsonscht-Musik, und zwar von Mayer Hawthorne, von dem man ja auch länger nix gehört hat. Und jetzt droppt er mir nichts dir nichts die Impressions – The Covers EP mit Cover-Versionen von eher unbekannten Songs. Wobei “Work To Do” von den Isley Brothers schon länger ein Favourite von mir ist, aber auch ein Song z.B. von Chromeo findet sich hier. Wie gewohnt und zu erwarten höchst solide Arbeit sehr angenehm durchzuhören.
Reinhören und Gratis-Download hier.
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Nicht gratis runterladen, aber zumindest komplett anhören kann man die Compilation zum 9. Geburtstag der Soul-Radiosendung Laid Back aus Brüssel (wo ich erst neulich war – hab sie aber nicht gehört, hehe). Ich bin schon nach dem ersten Durchzippen begeistert, schöne NuSoul-Flows von meist unbekannten Künstlern. Ab 10. Juni kann man das Ding dann auch kaufen.
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Nun noch wieder einmal ein alter Disco-Re-Edit-Haudegen: Greg Wilson. Der ist nicht in den 70ern stehen geblieben, sondern macht auch heute noch feine Re-Edits, ich hab z.B. einen von Simian Mobile Disco auf der Platte. Hier nun ein ziemlich aktuelles Live-Set von ihm von Ende April im Dex Terrace in Brixton zum Free Download. So muss Disco sein!
DEX TERRACE BRIXTON 24.04.11 (greg wilson live mix) by gregwilson
Und weil hier alles schon so voll ist, diesmal nur ein Classic-Track, dafür einer, für den ich sterben könnte, oder so ähnlich. Ich hab ihn auf der zu Recht von mir oft gelobten “Strange Games and Funky Things”-Compilation, und das Ding ist einfach nur Bombe: “Easy Money” von Dee Dee Sharp Gamble (1980), die wohl heute immer noch auftritt.
Kommen wir zum Partykeller. Nach dem Erfolg der ersten Party im Mono gibt es jetzt die zweite Ausgabe der Blue Magic im Romy S., und zwar am 27. Mai mit den DJs Damish und 5. Ton. Und wieder gibt es 70s Soul und Funk to the fullest!
Nach wie vor erwähnt sei auch der 33/45-Abend jeden Mittwoch im Transit/Bergamo, von und mit obigem Damish und mit Soul von vorgestern bis übermorgen von versierten Plattenlegern aus der schönen Stadt Stuttgart.
Noch etwas hin, aber am 18. Juni gibt es auch wieder einen Horse Soul Allnighter mit Setzer-Wohni Jens-O-Matic im Goldmark’s, hier geht es musikalisch ein wenig weiter zurück bis in die 60er.
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Und schließlich und endlich und wie immer zum Abschluss noch ein feines DJ-Set, diesmal von dem von mir hoch geschätzten Kollegen Konrad Kuhn. Der droppt gerade ein Soul-Set nach dem anderen auf Soundcloud, und ich konnte mich schwer für eins entscheiden – netterweise hat er mir die freie Wahl gelassen. Load down and enjoy!
Southern Soul by Konrad Kuhn
1. Betty Wright – I’ll love the way you love
2. Tommie Young – that’s all a part of loving
3. Bettye Swann – my heart is closed for the season
4. Don Varner – more power to ya
5. Irma Thomas – in between tears
6. Ann Peebles – I’m gonna tear your playhouse down
7. Denise Lasalle – trapped by this thing called love
8. William Bell & Judy Clay – private number
9. Bobby Womack – come l’amore
10. Z.Z. Hill – my turn
11. The Rollers – knocking at the wrong door
12. Billy Byrd – lost in the crowd
13. Ann Sexton – you’ve been gone too long
14. Rance Allen Group – there’s gonnna be a shodown
15. Willie Tee – teasin’ you again
16. Shirley Brown – can’t give you up
17. Candi Staton – too hurt too cry
18. Syl Johnson – everybody needs love
19. Willie Wright – I’m so happy now
20. Al Green – free at last
21. Charles Bradley – the world is goin’ up in flames
22. Bill Brandon – all I need is you
23. Sidney Joe Qualls – how can you say goodbye
24. Don Covay – I was checking out she was checking in
25. Swamp Dogg – the baby is mine
26. The Rising Sun – keep doing what you’re doing
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Exquisite Auswahl und Recherche! Der Mix is auch der Obershit! Big ups
Die Rapversion von “Niemand” find ich ganz gut. Würde mir auch mal wieder ein Rapalbum von Max Herre wünschen.
fatima hab ich mal kennengelernt. sie ist eigentlich schwedin lebt jedoch in london, macht sehr schöne sachen.
beyonce hätte sich des echt sparen können, ziemlich überflüssig des ganze.
@Sascha: Danke!
@Toni: Ja, wenn nur Max rappen würde fänd ich die Version auch gut.
phonte ist eigentlich rapper bei “little brother” gewesen, rapcrew aus north carolina mit keinem geringeren produzenten als 9th wonder himself
http://de.wikipedia.org/wiki/L.....%28Band%29
@Thorsten:
Gibts das Mayer-Album auch auf Vinyl? Oder ist der nur online verfügbar?
Hab mir ja gerade seine neue 10″ (“no strings”) bei hhv bestellt, wär ja ärgerlich, wenn ich direkt noch mal bestellen müsste…
Btw: “Work to do” war auf Mayer’s Tournee übrigens immer das Highlight. Tatsächlich sehr zu empfehlen…
So wie’s aussieht gibt’s das rein als Download: http://www.stonesthrow.com/new.....-covers-ep
Aaaight!
Thanks…
“Dancing in the Street” von Martha & the Vandellas hat noch gefehlt – wobei die version hier video-technisch kaum zu toppen sein dürfte:
http://www.youtube.com/watch?v=LLub8uIo1nE
Großes Lob! Songauswahl is wie immer der hammer außer der Beyonce track.