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    Techno (5)!

    (Jack & Meg mögen Techno nicht so.) 

    Zwei Premieren gestern: Zum aller ersten Mal IM Brunnenwirt gegessen und nicht außen am Imbissstand. Natürlich anschließend noch das Abenteuer Pissrinne gestartet, “die berühmteste der ganzen Stadt”, dafür wird man eines Tages noch Eintritt nehmen können, und danach zum ersten Mal rüber in den neuen Ratzer. Im Schlepptau Mr. Joe Bauer oder vielleicht hatte er auch im mich im Schlepptau. Brauchte neue Techno-Tipps, die ich ihm sehr gerne gebe. Und gerne auch hier, Alben von gestern, vorgestern und  vorvorgestern, wie immer halt, was sich so angesammelt hat in den letzten Monaten.

    Joe Bauer Hat übrigens nicht erwähnt, was er sonst immer tut laut Inge, dass in der Brunnenwirt-Toilettenanlage mal eine Leiche lag. Hab die Pissrinne natürlich mit meinen Adleraugen vermessen und würde behaupten, man könnte da so wohl eine weibliche als auch männliche Leiche deponieren. Wundert mich warum diese Stuttgarter Legende, wie sie auch immer geschehen ist, vielleicht auch einfach zu Tode gesoffen und reingefallen, noch nicht im Tatort oder in der SOKO verarbeitet wurde. Oder etwas doch? Könnte man, voll Megaidee, so einen Rotlichtkrimi dichten.

    Das Rotlichtviertel in Amsterdam ist noch ein wenig größer als in Stuttgart – und aus Amsterdam kommt bekanntlich auch sehr guter Techno. Ein Anker heißt da seit vielen Jahren Rush Hour. Plattenladen, Online-Shop, Vertrieb und natürlich auch Label, seit Jahren konstant überhochwertig.

    Man soll ja beim Auflegen nie zuerst die Bomben droppen, aber die Compilation Amsterdam Allstars ist mein aktueller Favorit. Mische aus alten Bekannten wie Tom Trago, Steve Rachmad, Juju & Jordash oder Newworldaquarium und ein paar Young Cats wie Simon Weiss.

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    Von Slo-House bis Detroit alles drin, erkenne keinen Ausrutscher, absolute Kaufempfehlung – wenn man das Vinyl ordert bekommt man noch einen Download-Code für das ganze Album.

    Amsterdam All Stars - Rush Hour Presents

    Ebenfalls in Amsterdam hockt das Label Delsin. Alles was über über Rush Hour sagt, kann man auch von Delsin behaupten. Hoher Output, bekomme da nicht alles mit und pauschal könnte man Delsin in die Schublade Das-Erbe-von-Detroit-Bewahrer stecken.

    Auf Delsin ist Ende des Jahres das Album “Escapism” von Conforce erschienen. Das spannende, vielseitige Werk ist eben strammen bis gefühlvollen Detroit-Techno…

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    ….und Space Shuttle Soundtrack.

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    Empfehle ich ebenfalls uneingeschränkt und hab ich übrigens beide von meiner Schwester zu Weihnachten bekommen, danke danke danke, voll gut.

    Escapism - Conforce

    Außerdem hat sie mir noch die “Kafkatrax” vom Wolfgang Voigt dazugelegt.

    Da bin ich noch unschlüssig wie ich die finden soll. Hab vielleicht zu viel erwartet, weil schon lange nichts mehr vom Wolfgang gehört und er ist ja unbestritten einer der ganz großen der zünftigen deutschen Techno-Kunst. Voigt hat aus einer anderen Hörbuchproduktion mehrere Schichten an Kafka-Zitaten überlagert, nur selten schürfen sich klare Sätze heraus.

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    Musikalisch finde ich das noch nicht ganz so spektakulär.

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    Beziehungsweise klang der Köln-Voigt-Sound auch vor 10, 15 Jahren nicht viel anders.

    Kafkatrax - Wolfgang Voigt

    Da hat es mir Andreas Reihse mit seinem Longplayer “Romantic Comedy” wesentlich mehr angetan.

    Das Cover macht sich übrigens total gut auf Vinyl. Kannte den Typen namentlich nicht, dabei macht er schon seit 1994 mit der nicht zu unterschätzenden Combo Kreidler Musik und ist ab und zu auch mal Solo unterwegs.

    “Romantic Comedy” hat einen starken und sehr hypnotischen “Afro-Tribal-Loop”-Touch…

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    …der mir ausgesprochen gut gefällt. Vier sehr lange Tracks, die bei jedem Hören neue Elemente offenbaren. Leg ich gerne auf den Plattenspieler.

    Romantic Comedy - Andreas Reihse

    Außerdem kann man, bzw, sollte man unbedingt in das Ada Album “Meine zarten Pfoten” reinhören, die Scheibe ist aber wirklich schon einige Monate alt, aber hab sie erst vor ein paar Wochen geordert. DJs, wenn sich jemand “Happy Birthday” wünscht, spielt das:

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    Nach Robag Wruhme das zweite Album auf Kozes Pampa Label. Eher kontemplativ wie Joe Bauer sagen würde und deswegen ein Album – Achtung – das man gut durchhören kann. Oder vielleicht auch ein Nickerchen dazu machen.

    Meine zarten Pfoten - Ada

    Weitere Empfehlungen:

    Till von Sein “#Ltd”: Nach Trickski das nächste grundsolide Album auf Suol. Sogar überraschend gut, mit “Non Existent Love” und “Blueprint” feat. F. Kalkbrenner sogar zwei Hitchen drauf. Wildert ebenfalls stark im Slo-Mo-Fahrwasser. Scheint ja ein wahnsinniger Trend zu sein. Wie Acid zum 3000. Mal.

    Shades Of Grey “Soul Machine”: Schwanke noch. Einige sehr sehr starke Tracks und einige ziemlich lieblose. Unter dem Strich bleibt ein grundsolides bis konservatives House-Album. Highlight sein “Kelis Bootleg” “Crazee”.

    Pinch & Shakleton: Empfehlung von Foffi, prompt als Centerfold-Doppel-LP geholt. Empfiehlt sich auf Vinyl, kommen die Bässe noch besser rüber. Call it Ambient Step oder wasweißdennich.

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8 Kommentare »
 

LaberLaber 8 Kommentare

  1. Mittwoch, 18. Januar 2012 um 14:02

    sehr nice empfehlungen. danke!

  2. Mittwoch, 18. Januar 2012 um 15:03

    also gerade kafkatrax 2.2 und kafkatrax 2.3 finde ich ziemlich abgefahren…ganz starker sound!!

    und sonst läuft bei mir grad, wenn auch nicht mehr ganz aktuell, das portable album rauf und runter. war der nicht sogar schon bei deiner letzten aufzählung dabei? i weiß es nemme

  3. Mittwoch, 18. Januar 2012 um 15:12

    yep war letztes mal drinne. super cool

  4. Mittwoch, 18. Januar 2012 um 18:06

    Hut ab, Martin!

    Amsterdam Allstars und Conforce wirklich ganz gross!
    Kafkatrax dagegen ziemlich seltsam und Ada ganz schei… ähhh, schlimm! ;)

    btw.: furchtbar schrecklicher Release Monat bisher!

  5. Mittwoch, 18. Januar 2012 um 18:23

    Die Platte hast du aber nicht beim Ratzer gekauft,oder?

  6. Mittwoch, 18. Januar 2012 um 18:26

    Oh, meine Lieblings-Rubrik auf Kessel-TV
    Stimme Ken voll und ganz in allen Punkten zu!

    Im wahrsten Sinne des Wortes wärmstens empfehlen kann ich noch das Album von Moomin “The Story About You” auf Smallville Records. Tut gut im Winter.

    Und noch mehr verlieren kann man sich in der neuen Floating Points “Shadows EP” – die dreht bei mir momentan jeden Abend ihre Runden, wahnsinns Sound

  7. Mittwoch, 18. Januar 2012 um 20:57

    die platten hatte ich alle schon, tobias.

    und ken, es ist januar. wars schon mal jemals besser zu der zeit? ;)

  8. Mittwoch, 18. Januar 2012 um 21:38

    @ martin: zumindest ein bisschen… zur zeit gibts halt mal gar nix gescheites… wie ausgestorben !

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