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    Breakdance 1984

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    Da könnt sogar ihr mitmachen: Record Express 1985, Breakdance mit Eisi Gulp `84. Fünf abartige Minuten, mit der besten Anmoderation aller Zeiten, da sagt noch einer Fernsehen hat sich nicht weiterentwickelt, Glasvolumenstudien von Eisi Gulp und alles mehr Aerobic (erinnert sich noch jemand an die Aerobic-Sendungen im TV?) als Breakdance.

     
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    Winfried der Baumeister

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    Letzten Freitag in der Heute Show.

     
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    “Egal was ich tue, sie lieben es”:
    Youtuber im ZDF

    Was man mit Youtube alles machen und damit evt. auch sein Lebensunterhalt bestreiten kann, ist mir erst in den letzten Monaten so richtig bewusst geworden. Machen jetzt dann auch so Tutorials. Wie wasche ich mir die Haare oder wie rasiere ich mir den behaarten Hintern.

    Natürlich kennt man längst irgendwo Herr Tutorial aus Stuttgart,  aber wenn man da mal etwas eintaucht und sich durch ein paar Kanäle klickt tut sich ein abartiges (kurioses) Dickicht an “Youtubern” auf – diese Bezeichnung war mir ebenfalls bis vor kurzem noch neu.

    Aber kein Wunder, es geht einfach und schnell: Du brauchst eine Kamera. Und vielleicht noch ein Thema. Im Zweifelsfall sich selbst. So geben Bloggerinnen ausufernde Tutorials wie man sich eine Gaga-Frisur macht, junge Gören werden mit Kosmetik-Artikel überhäuft und stellen die vor ihrer Plüschtier-Sammlung im Kinderzimmer viertelstundenlang vor – was mitunter zu heftig fiesen Kontroversen führt.

    Das ZDF hat sich mit diesem Phänomen befasst und sendet – aufgrund Obama-Osama eine Woche später als geplant – am Dienstag, 10. Mai, 0:10 Uhr eine 80minütige Doku über verschiedene Youtuber aus dem ganzen Land inklusive eben diesem Sami aus Stuttgart. Kann man aber auch jetzt schon in der Mediathek anschauen.

    Noch der offizielle Klappentext zur Doku: ”Herr Tutorial, Diamond Of Tears und die Jungs von Y-Titty sind Stars im Internet. In ihren Beiträgen auf der weltgrößten Videoplattform karikieren sie sich und die Welt, geben Überlebenstipps für Teenager, reden über ihre Katze oder den Weltfrieden und erreichen damit mehr Zuschauer als ein deutscher Kinofilm. Ein Film von Romy Steyer über die digitale Selbstinszenierung, über Zeigefreude, Voyeurismus und das Erwachsenwerden im Web 2.0.”

     
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    Freestyler im ZDF 1985

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    1985 hat noch keiner getwittert und schon gar nicht das ZDF, da war schon eine Revolution wenn Skateboarder im Aktuellen Sportstudio aufgetreten sind. War ja damals noch recht jung in Deutschland, die Szene und alles andere als etabliert. Merkt man auch am Moderator der mit Sprüchen wie  ”Du hast Treter an, die würde selbst der Sperrmüll liegen lassen” oder “Ihr seid ganz locker gekleidet, ist das so in der Szene?” um die Ecke kommt. Die Klamotten sind übrigens heutzutage wieder in.

    Nach einem Freestyle-Slot von, ich schätze, Günter Mokulys werden weitere längst mehr oder weniger ausgestorbene Disziplinen wie Hochsprung oder Weitsprung demonstriert. Slalom gibt es übrigens noch, hab mal einen recht erfolgreichen Stuttgarter Slalom-Fahrer kennengelernt.

     
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    Web-Geschichten

    Gestern gingen bei Twitter (wo sonst) zwei schöne Geschichten rum. Die eine hat ein Happy End, die andere entwickelt sich gerade zu einem feinen aber verdienten Shitstorm. Aber der Reihe nach.

    Bild: gutjahr.biz

    Diese zwei sympathischen jungen Herren – Marco Bereth aus Schwäbisch Hall und Michael Umlandt aus Heilbronn- haben vor einiger Zeit festgestellt, dass das ZDF nicht twittert. Also haben sie begonnen, unter ZDFonline und in astreinem ZDF-Layout zu twittern.

    Das ist an sich nichts besonderes, “Twitter-Hijacking” kommt öfters vor und ist wohl auch nicht zu verhindern. Nur hat man das beim ZDF nicht gemerkt bzw. dachten die Kollegen wohl, das wird schon aus ner anderen Abteilung kommen. Noch absurder wurde die Geschichte allerdings, als die beiden einen anderen ZDF-Hijacker dazu aufforderten, den Account ZDFneo an sie abzugeben – was funktioniert hat.

    Also haben sie dann unter zwei Accounts drauf los getwittert, und zwar ziemlich erfolgreich. Irgendwann wurde es ihnen dann doch zu heiß, und sie haben sich quasi beim ZDF gemeldet und gebeichtet. Die Folge: Sie wurden auf den berühmten Lerchenberg eingeladen, und zwar nicht, um in Handschellen abgeführt zu werden – nein, sie bekamen vom ZDF einen Job und dürfen zukünftig offiziell fürs ZDF twittern. Bäm!

    Die Story ist wahr und wurde in aller Ausführlichkeit gestern vom Gutjahr-Blog erzählt, hier noch ein Interview mit den Gaunern:

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    In der zweiten Geschichte geht es um die EnBW, das Ei, das unser Mappus seinem Nachfolger noch kurz vor dem Abtritt ins Nest gelegt hat. Die EnBW hat zusammen mit dem “Ministerium für Kultus, Jugend und Sport” und der “Stiftung Kulturelle Jugendarbeit” den Wettbewerb “Energie-Reporter im Einsatz” ins Leben gerufen.

    Schüler von 7.-9. Klassen sollten zusammen mit ihrem Lehrer einen lustigen Film zum Thema Energie drehen. In den Briefing-Unterlagen geht es viel um die EnBW und grünen bzw. Öko-Strom. Dass fast die Hälfte der EnBW-Energie aus Atomkraft kommt, davon stand allerdings nix drin.

    So blöd sind Schüler allerdings nicht, und die Klasse 9A der Neumatt-Schule aus Lörrach hat kurzerhand ein überaus kritisches Video zu dem Thema gedreht, Tenor: “Ich glaube die wollen sich nur bei uns einschleimen”.

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    Jemand hat das Video dann entdeckt, darüber getwittert, und andere Twitterer haben entsprechend reagiert. Und dann hat auch die EnBW auf Twitter reagiert: “Das Thema erfordert einen differenzierten Dialog und mehr als sich nur oberflächlich damit zu beschäftigen.”

    So, und damit ging der Shitstorm dann los, der wahrscheinlich bis heute andauern wird – die etwas ausführlichere Geschichte hier. Ein Unternehmen mit zweifelhafter Lobby ruft einen zweifelhaften Wettbewerb mit zweifelhafter Unterstützung von einem Ministerium aus und reagiert auf Kritik schmallippig? Fail!

     
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    WISO jetzt?

    Man hat ja so als Mensch unserer Generation ein latent schlechtes Gewissen. Man liest keine Tageszeitung, man hört kein Radio mit mehr Newscharakter als dass Lady Gaga sich die Brustwarzen epiliert und guckt in der Glotze nur Privatsender. Weil wie hat neulich jemand getwittert: “Wer dauernd sagt er guckt Arte, der guckt nicht Arte”. Und Informationen aus dem Internet sind sowieso nix wert, weil da kann ja jeder schreiben was er will.

    Was ein Glück, dachte ich mir also, dass gestern im Fitnessstudio im Fernseher das ZDF eingeschaltet war, während ich mich auf dem Laufband abkämpfte. Da lief dann WISO (für “Wirtschaft und Soziales”, falls jemand nicht selber drauf kommt), laut Wikipedia ein Wirtschafts- und Verbrauchermagazin. Also im Prinzip Akte auf Sat1 mit Ulli Meyer, nur in seriös.

    Ich guck ja wirklich nie Öffentlich-Rechtliche und hatte aber schon eine hohe Erwartungshaltung. Aber dann war irgendwie doch alles sehr mau. Sehr sehr mau. Der Moderator Michael Opoczynski wirkt permanent sehr bemüht, scheint sich zwar innerlich schon auf den Ruhestand vorzubereiten, will sich aber trotzdem noch voll locker an ein vom ZDF angestrebtes jüngeres Zielpublikum von unter 65 anpassen.

    Und dann werden im Stechschritt die Themen abgehakt. Zack, zack. Wie bei den News auf RTL2, wo man das aktuelle Tagesgeschehen möglichst schnell durchwurstet, um direkt zu den Promi-News überzuleiten.

    WISO stellt sich als “Deutschlands Dümmste Verbraucher” raus: Eine Familie hat sich eine viel zu teure Stromheizung andrehen lassen. Die Familie wird gezeigt, dann wird gesagt, dass Stromheizungen zu teuer sind. Zack, zack. Eine Frau hat sich eine dubiose Kapitalanlage andrehen lassen. Die Frau wird gezeigt, dann wird gesagt, dass dubiose Kapitalanlagen dubios sind und bei der Stiftung Warentest durchfallen.

    Passend zum Thema ist dann ein Experte im Studio, und Opoczynski geht sogar fast mühelos der Hinweis über die Lippen, dass schon den ganzen Tag Fragen an den Experten “auf Facebook” gesammelt wurden. Vorgelesen wird dann aber nur eine. Zack, zack. Das Studio ist angeblich voll mit Leuten, denen tausende Fragen auf den Nägeln brennen. Beantwortet werden aber dann nur die von zwei Zuschauern, die offensichtlich vorausgewählt waren, weil ihr Name wird eingeblendet. Immerhin steht der Experte anschließend noch im obligatorischen Chat bereit.

    Dann wird irgendwann, zack, zack, das Thema Rente angeschnitten. Die Rente muss versteuert werden. Das kann schon mal 175 Euro ausmachen. Im Jahr. Dazu gibt es sogar eine kleine, ähm, Talkrunde mit einem weiteren Moderator, in der ein Mann, “der in einigen Jahren in Rente geht”, sich beschweren darf, dass ihm niemand sagt, wie viel ihm von seiner Rente übrig bleiben wird. “Danke für Ihre Einschätzung” sagt der Moderator, und er meint es tatsächlich ernst.

    Zwischenrein, zack, zack, kommt dann noch der Bericht von einem Nick Benjamin, der zeigen will, dass man mit 150 Euro 2 Tage in Tel Aviv rum kommt. Ich denke: Man kommt für 150 Euro nach Tel Aviv? Coole Sache! Aber von wegen. Nick Benjamin ist schon in Tel Aviv, und die 150 Euro kann er auf den Kopf hauen. Entsprechend gut lässt er es sich gehen mit reichlich Essen und Trinken (Espresso mit Gesang 2 Euro, Eintopf mit Wein 15 Euro) und einer Übernachtung am Meer (80 Euro).

    Als Höhepunkt erzählt er, dass es in Tel Aviv das beste Nightlife im ganzen nahen Osten gibt, fragt sich aber brav ZDF-zielgruppenspezifisch, ob es auch etwas für seine Altersklasse gibt. Er geht dann in einen Club (10 Euro mit Verzehrbon) und verpasst am nächsten Tag seine Ausflugsgruppe. Ooh.

    Nächstes Thema, zack, zack, ein paar Nachbarn in einem Dorf haben jahrelang das Wasser aus ihren Dachrinnen ins Abwassersystem geleitet, war immer erlaubt, jetzt ist es plötzlich nicht mehr erlaubt. Verdammt. Aber was interessiert das mich?

    Und da ist der Haken bei WISO: Es werden durchaus interessante Themen angeschnitten, zack, zack, aber immer gibt es nur Beispielfälle und Beispielzahlen und Beispielrechnungen, die gerade so viel aussagen, dass Oma Müller zu Hause Panik kriegt. Keine Übersichten, Aufschlüsselungen, kein Hinweis auf die WISO-Website (auf der lediglich eines der viele Themen ausführlich behandelt wird, der Rest Fehlanzeige), der Link der Facebook-Seite wird nicht genannt. Aber an zwei Stellen wird auf ein WISO-Buch hingewiesen, wo ein Thema näher beleuchtet wird.

    Ähm, ich soll ein Buch kaufen, um mich genauer über Themen zu informieren, die in einem Wirtschafts- und Verbrauchermagazin im ZDF behandelt werden? Pah, da recherchier ich doch lieber im blöden Internet. Zack, zack.

     
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    Wäre es nicht günstiger jedem Stuttgarter einen Benz zu bauen?

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    Den Sturz des Wochenendes kennt jeder, Lutz van der Horst fasste am Freitagnacht hingegen für das ZDF nochmals die Schlichtungsgespräche zusammen.

    P.S.: Wer es nicht mitbekommen hat, wie z.B. ein schockierter Patze, der Bauzaun vor dem Nordflügel ist letzte Woche abgetragen worden und kommt nächstes Jahr ins Stadtuseum im Wilhlemspalais. Und der 18jährige Hobbyfotograf Julian Hinderer hat ein Panormabild in drei Teilen online gestellt.

    P.P.S.: Und bezüglich “Wetten Dass?”: Blöd, wenn man Nachberichte vorschreibt.

     
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