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Heute Abend Maik-Franz-Lounge:
fette Live-ÜbertragungAm 30. Jul 2011, 18:04 Uhr von Aussenreporter
… falls der Link besser funktioniert, als bei der Lesung im Transit: http://www.ustream.tv/channel/iron-maik-tv
Noch besser als Live-Stream ist aber live vor Ort sein, Anpfiff ist pünktlich um 20:45 Uhr im Giuseppe-Waschsstraß-Stadion, Türlenstraße 2, S-Nord, die Stadiontore öffnen sich um 20 Uhr, es gibt Fouls, Videos, Texte und Stadionwurst. Bis später.
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R.I.P. Paule & Gregory Isaacs
Am 26. Okt 2010, 19:30 Uhr von martin
Fettnäpfchen sind da wo der Maddin ist. Gestern von Leser Thorsten daraufhin gewiesen worden, dass Gregory Isaacs das zeitliche gesegnet hat.
Hmmm, sagte ich alter Reggae-Banause, kenn isch jetzt net so, tut mir echt leid. Aber hab mich schwer bemüht und alle Lieder durchgehört, die mir Thorsten geschickt hat.
Naja, Reggae wird in diesem Leben nicht mehr meins. Night Nurse kenne ich dunkel, bzw. irgendwie anders. Der Kerle ist jedenfalls erst 59 Jahre alt geworden und gestern morgen an Lungenkrebs gestorben, die Reggae-Gemeinde trauert. Wikipedia ist schon upgedatet, finde ich irgendwie auch flink.
Krake und Orakel Paul kenne ich hingegen, remember WM 2010, die schon wieder gefühlt fünf Jahre zurückliegt.
Wir erinnern uns: Anfangs auch hier müde belächelt, hat das Vieh jedes Deutschland-Spiel und auch das Finale richtig vorausgesagt, in dem aus der jeweils passend beflaggten Futterdose gevespert hat. So entwickelte sich schnell ein Kult um das Tier, wie auch dieser Einspieler beweist.
Irgendwie hieß es doch, dass die Spanier Paul für 30.000 Euro kaufen wollen? Starb aber in seinem Oberhausener Sea Life-Aquarium. Kraken haben ne kurze Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren und schon die letzten Tage gingen Paule wohl scheinbar deutlich die Kräfte aus, “so dass wir uns noch von Paul verabschieden konnten”, sagt die Sprecherin. Irre.
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Der Nachberichterstattungstyp
Am 7. Jul 2010, 11:30 Uhr von martin
Wenn es für mich eine Erkenntnis bei dieser WM schon vor den letzten drei Spielen gibt, dann die, dass ich zum absoluten Nachberichterstattungstyp mutiert bin. Bis zum Erbrechen ziehe ich mir die Experten rein. Während vieler Spiele hingegen habe ich nebenher Musik gehört, Pflanzen gegossen, meinen Hamster gereinigt und sogar einmal eine schmackhafte Himbeerbananenmohrenkopftorte gegrillt.
Auch bei den Spielen, bei denen man vermeintlich Großes erwartete, wie z.B. Spanien : Portugal, habe ich schnell mit maximal einem halben Auge hingeschaut. Aussi meinte, das war ein richtiges geiles Taktikspiel. Okay.
Das Volk hat schon recht, unter dem Strich war es eine langweilige WM. Oder etwa nicht? War es vor vier Jahren wirklich so viel anders? Vielleicht gefühlt, weil eben in dickes D.
Vor 8 Jahren war es auf jeden Fall ganz arg schlimm. Sure. Im Nachhinein betrachtet muss man sich mehrere Male am Kopf kratzen, wenn man sich daran erinnert, wie sich 2002 die Adler (den Namen fänden die Deutschen voll cool für ihre Überflieger, kam gestern im Zettdeeeeeff) ins Finale gegurkt haben. Macht nix, 2002 geht als das Jahr, in dem der swabian Autokorso geboren wurde in die Geschichte ein.
Hinzu kommt ein persönliches Problem: So sehr ich mich dank Comunio mittlerweile für Fußball interessiere, 90 Minuten gucken ist für mich immer noch eine große Konzentrationsbelastungsprobe. Da werde ich schnell zum Zappelphilipp.
Warum ich dann aber bei der mehr oder weniger trockenen Nachanalyse lechzend hängen bleibe, ist mir selbst ein Rätsel.
Es ist ja nicht so, dass ich Trainer werden will und letztendlich labern die Experten nur Dreck, bzw. erzählen warme Luft, wiederholen eben nur das, was gerade erst geschehen ist. Bringen keine neuen Erkenntnisse. Revidieren höchstens ihre Meinung, die sie vor dem Spiel hatten. Aber was sollen sie auch Neues erzählen? Die Schlacht ist geschlagen, wie man sagt, das Ergebnis weiß jeder. Eigentlich alles brutaler Schwachsinn. Eigentlich.
Aber vielleicht sind die Schnelldurchläufe für so einen 30Percenter -Fubes-Halbwissen-Hirbel wie mich genau das Richtige. Alle Highlights, alle Tore. Zwischendurch sinnfreie Interviews mit verschwitzten Spielern. Alles gnadenlos komprimiert. Präsentiert in der neuesten Technik. Famose Stotterbilder wie es zur Bude kam. Kringel on se Screen! Touchpad-Ästhetik jetzt auch im Ersten! Steve Jobs ist einfach überall.
Und jetzt noch rüber ins deutsche Quartier! Interview mit Schweinsteiger! Fett! Nein, wir schalten jetzt nicht um! Und wie geht es den Cacauschen Bauchmuskeln? Hat Aogo Durchfall? Hat er Trochi angesteckt? Bitte bitte! Entwarnung bei Khedira – uffz! Schläft Fipse mit der Kapitänsbinde? Wie viele blaue Pullis hat Jogi eigentlich eingepackt? Weltklasse!
Ob die Experten selbst Weltklasse waren, kann man stark bezweifeln. Egal, ich gucke sie alle. In einem Punkt mag ich Jürgen Klopp sehr. Okay, ich mag wie viele Jürgen Klopp allgemein sehr. Der sagt ganz klar, wir können hier reden so viel wir wollen, bring alles nix, wir sehen es dann auf dem Platz. Er geht etwas selbstironisch mit seiner Expertenrolle um, finde ich, manchmal kann er sich das Lachen kaum verkneifen oder wirkt auch gerne leicht genervt.
Allgemein gesagt waren Kloppi und Günni nicht die schlechteste Lösung. Klinsi wirkte aber mit seinen Live-Shoutouts im Stadion hingegen wie Ballack am Spielfeldrand. Fremdkörper. Die Rolle sollte Botnangs größter Sohn nochmals überdenken.
Mein Nachbar ist hingegen in den letzten Wochen leicht Fähn vom Titanen-Olli geworden. Kann ich manchmal schon auch lachen, aber allgemein komme mit dem altersmilden Kahn nicht ganz klar. Wenn er seine Stimme um ein paar Tonlagen senkt, könnte er auch glatt eine Renaissance des Literarischen Quartetts einläuten oder eine Predigt in einer bayrischen Autobahnkirche halten.
Gemeinsam mit Frau Holzbein Kathrin Müller-Hohenstein bildet der einst so aggressive Torhüter das verklemmteste Expertenduo in der 3000jährigen Fußballduo-Experten-Geschichte. Selbst im Sexualkunde-Unterricht in der sechsten Klasse ging es bei uns lockerer zu.
Gestern fragten wir uns, ob Kahn und Kathrin Müller-Hohenstein miteinander bumsen. Wie stellt man sich das vor? „Oh ja, du mein geiler Kahn, beiß mich in den Hals und besorg mir einen inneren Reichsparteitag!“ „Kati, wenn man im Finale steht, da freut man sich, da feiert man, das ist für den Fußballer das Allergrößte!“ Zack Orgasmus, abspritzen, Zigarette.
Auch extrem süss der junge Berliner Streber mit seiner Riesentolle, der am Schluss immer noch 5 Minuten ins Studio darf und ein paar dämliche Umfragen vorliest (remember die Adler). Da muss ich fast kotzen, bleib aber trotzdem dran. Ist nicht persönlich gemeint, sondern nur Neid.
Delling und Netzer sind für viele längst überspielt und nicht wenige möchten den Moderator mit dem Glasblick und den untersetzten Ex-Diskotheken-Besitzer auf den Mond oder wenigstens nach Buchholz in der Nordheide schießen.
Die Nummern wir-mögen-uns-nicht-haben-uns-aber-trotzdem-lieb oder auch du-Sportreporter-Horscht-ich-begnadeter-Sportler-der-aus-der-Tiefe-kam wären mächtig abgedroschen. Ich hingegen finde die zwei nach wie vor absolut top. Bei dem Netzer-Minimalismus muss ich einfach immer lachen.
Delling: “Nach den ersten Szenen hab ich gedacht, heute steht ein anderer Mertesacker auf dem Platz als im Ghana-Spiel.”
Netzer: “Ham Sie gedacht!”
Delling: “Sie nicht?”
Netzer: “Nee.”
Kann noch lustiger sein:
Netzer hört ja danach auf, zumindest in Kombi mit Delling, und das finde ich wirklich sehr, sehr schade. Für einen Nachberichterstattungstyp wie mich ist Netzer absolut nicht zu ersetzen. Aber wer weiß, selbst Ballack wurde ersetzt. Jetzt freu ich mich auf heute Abend. Auf das Spiel. Und auf alles danach.
Hier noch zur Einstimmung zwei Bilder von Nora…
…und die Wu-Tang-DFB-Elf von Andre:
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“Rock’n'Roll trifft Rotwein – Sensationsbegegnung am Rande der Fußball-WM”
Am 1. Jul 2010, 14:30 Uhr von Thorsten W.

Gesehen beim WM-Spiel Deutschland gegen England von Galaxy fm
Alternativ-Schlagzeilen bitte in die Kommentare!
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Once again: Kein Public Viewing
Am 28. Jun 2010, 19:30 Uhr von martin
Da die Nationalelf das Viertelfinale erreicht hat, ist nochmals eine Diskussion über ein Public Viewing-Angebot auf dem Schlossplatz entbrannt bzw. kamen im Rathaus viele Anfragen an, warum man denn kein Massengegucke aufm Schlossplatz anbietet. Die Stadt nimmt dazu nochmals in einer Pressemitteilung Stellung, die heute reinkam.
Public Viewing in Stuttgart: Vielfalt sorgt für gute Stimmung
Deutschland fiebert nach dem gestrigen Sieg des DFB-Teams dem WM-Viertelfinalspiel gegen Argentinien entgegen. Wenn die beiden Fußball-Mächte am Samstag aufeinander treffen, werden wieder Zehntausende gemeinsam in der Stuttgarter City vor den Bildschirmen mitfiebern.
Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster: „Die Stadtverwaltung hat im Rahmen der Haushaltsberatungen ganz bewusst entschieden, keine zentrale Großveranstaltung auf dem Schlossplatz auszurichten. Dies geschah auch in Rücksprache mit Gastronomen. Sie vertrauen nun darauf, dass keine subventionierte Großveranstaltung stattfinden wird.“
Und weiter: „Zur Übertragung von drei Spielen der Fußball-Europameisterschaft 2008 leistete die Stadt einen Zuschuss von 400.000 Euro. Wir müssten dieses Jahr mit etwa 500.000 Euro rechnen. Dies ist in der Abwägung eine unverhältnismäßig hohe Summe.“
Die dennoch hervorragende Stimmung in der Stadt rühre daher, dass sich den Bürgern viele Möglichkeiten bieten, ihre Mannschaft anzufeuern, so OB Schuster. „Egal ob in der Kneipe, im Café oder in einem Szenelokal, hier findet jeder das passende Ambiente. Public Viewing in Stuttgart mehr ist als nur der Schlossplatz.“
Thorsten hat übrigens gestern noch ein paar fette Bilder vom Körsö geschossen, z.B.musste der alte Rennfahrer-Neidhammel prompt meine neue Karre ablichten. Ging ihm einer ab.
Hab ich in 3000 Arbeitsstunden alles selbst gebastelt.
Jan “Freiheitsstatue” Diez war auch unterwegs.
Wohin wiederum diese Menschen schauen, weiß man nicht. Vielleicht ist Jogi vom Himmel herab gestiegen. Oder man sucht einfach nur Schatten.
Oder es war ein Sit-In, wie mir Thorsten erklärt hat. Die beliebte Choreo auf lokalen Nu-Rave-Partys wird laut ihm auch gerne bei Fubes-Aftershow-Events in Gang gesetzt.
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Nase bohren
Am 28. Jun 2010, 15:00 Uhr von martin
Dass der Ball hinter der Linie war, hat jeder gesehen. Das aber vielleicht nicht.
Höggschdwahrscheinlich der höggschden Konzentration verschuldet. Alles nur menschlich. Gefunden von Benni.
Ach, wie auch immer das Spiel am Samstag ausgehen sollte, ich bin – wie viele – während dieser WM zum absoluten Maradona-Fan geworden. Da ist wenigstens Leben in der Bude.
Achtmal in der Trainerzone beten ist Entertainment auf höggschdem Niveau. Ich will Argentinier werden.
Aber nicht so ein aggressiver wie Heinze gestern.
Beat it.
P.S.: Falls Argentinien Weltmeister wird, was natürlich nicht passiert, weil die Albiceleste am Samstag von Thomas Müller im Alleingang gestoppt wird, will Diego nackt durch Buenos Aires rennen (bin bissle erregt). Dann wiederum zieht Pepsi in ganz Argentinien für eine Woche angeblich die Labels von allen Flaschen. Das ist mal nen Deal.
P.P.S.: Einer geht noch.
Hat Adi ausgekramt.
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Am 28. Jun 2010, 12:00 Uhr von Setzer
Mannomann, diese WM: Thorsten springt sogar vor Freude aus dem Flugzeug. Dass die britischen Knallblätter allerdings immer wieder den Krieg ausgraben, wenn’s um’s Kicken gegen Deutschland geht, macht mir immer noch Angst. Muss aber wohl so sein.
Kollegin Wasserbäch vom gig-blog kennt da gottlob ein spitzen Video von John Cleese aus Fawlty Towers. Da instruiert er seine Mitarbeiter im Gasthof, gegenüber den deutschen Gästen bitte nicht den Krieg zu erwähnen. Ist ein Klassiker.
Die britische Bild-Zeitung The Sun kennt die Episode natürlich auch. Und weil die Engländer manchmal über sehr witzige Dinge lachen, haben sie das daraus gemacht:
Goran, der immer wieder sehr saugut gelaunte Türsteh-Charmeur im Zwölfzehn, wusste am Wochenende auch was zum Thema: “Ich find’ DJs ja immer etwas komisch. Die sind immer so ’33 bis ’45.” Extrapunkte gibt’s auch für die Grilltafel im Zwölle: “Grillen Für Deutschland – Heute brauchen wir Schwein” stand da drauf. Kann man auch als Vegetarier grinsen. Nur als Schwein halt nicht.
Achso, natürlich muss auch erwähnt werden, dass ich ja durch außerordentliches Fußballverständnis überzeuge. Grundsätzlich. Öh, hab’s immer gesagt: Der Klose ist ein ganz Großer. Ikone. Goalgetter. Knipser. Und jetzt noch eine Mädchenweisheit: Im blauen Pulli gewinnen Jogi und Hansi immer.
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