• 9

    Gibt´s immer noch nicht auf Hawaii

    Kann ich mit gutem Gewissen posten, gab keinen Kasten und Bier läuft bei mir nur alibimässig bei CL-Übertragungen durch. Soweit ich weiß ist Dinkelacker unter Experten bisschen verschrieen, aber die Werbung gefällt mir.

    Gerade eben erst die aktuelle Dinkelacker-Sommerkollektion entdeckt, entworfen von Panama, die sympathische Eisdiele vom Eugensplatz, Späßle, ge und es gibt kein Bier auf Hawaii sowieso.

    Sieht im echten Leben, also da wo die Geissens, Wollnys oder Katzenbergers sind, Frauen getauscht werden oder Bauern Frauen suchen, so aus:

    Und jetzt alle nochmals Setzers Wasentext lesen. Geht ja bald wieder los. Und jetzt kauf ich Dinkelacker und befördere dort Sascha Lobo zum Gabelstablerfahrer.

     
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  • 3

    Tipp Ex Experience

    Werbung in gut. So mancher erinnert sich wahrscheinlich noch an die Tipp Ex-Bären-Kampagne, wo man in einem Fake-YouTube-Video einer Geschichte interaktiv diverse Endungen geben konnte (hier noch online). Davon gibt es jetzt hier den zweiten Teil, und wieder ist das Ganze überaus aufwendig und dazu noch ziemlich witzig umgesetzt. Kleiner Tipp: Man soll oben eine Jahreszahl eingeben, hab ich erst nicht geblickt. (via ulmerstar)

     
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  • 10

    Seggel Champions

    (Lieber Breuninger, wenn Sie an dieser Stelle ihr Plakat sehen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit unserer Anzeigenabteilung unter madcashstgt786@gmx.net oder sexyads74@web.de auf. Für eine Handtasche von Fendi oder einem Gutschein für ein Mittagessen in Karls Imbissbude biedern wir uns so billig an wie möglich.) 

    Die Krankheit ist da und schlägt immer öfters zu. Weiß nicht ob es am Alter liegt oder an meiner Sehschwäche oder an zu vielen Informationen auf einmal. Meine aber, früher, damals, kam das nicht so vor. Seit einiger Zeit senden meine Augen an mein Hirn immer öfters mehr oder weniger kuriose Verleser.

    Die Tage zum Beispiel hab ich mir schon paar Mal gedacht wie cool eigentlich Peek & Cloppenburg (ein “Endkunden-Modehaus”) ist und das schwäbische Lebensgefühl perfekt auf den Punkt bringt. Ich mein, jeder wäre doch gerne “Seggel Champion”, der Champion aller Seggel.

    Dann geht es halt doch nur ums Segeln. Wer segelt eigentlich in Stuttgart? Also ne Bekannte von mir hat über Jahre hinweg einen Segelschein nach dem anderen gemacht. Also wenn du durch den Max-Eyth-See kommst, darfst du noch nicht auf der Nordsee fahren. Für jedes Gewässer brauchste einen neuen Schein. Is fei gar nicht so einfach, das mit dem Segelschein.

    Den Bootsführerschein bekommt man dagegen relativ easy (also Boote mit Motor  und ohne Segel). Hat mein Büromitnutzer Device kürzlich absoviert. Übungsstunden zwar auch nur Neckar rauf und runter, aber der darf jetzt theoretisch jeden Dampfer, also auch ein Traumschiff, eine Aida, eine Queen Mary II, der Welt von A nach B bewegen – und das nicht nur auf dem Neckar sondern auf 2/3 der Erdoberfläche. Einzige Regel: Es dürfen maximal nur zwölf Personen an Bord sein. Verrückt oder? Kann es bis heute noch kaum glauben.

    Kurzer Seefahrt-Ausflug. Verlese mich also gefühlt viel öfters als früher und noch viel bescheuerter. Letztes Jahr bin ich mit Emil nach Achern gefahren und bei der Autobahn-Ausfahrt-Schild “Rheinmünster” lese ich zuerst klar und deutlich “Reimemonster”.

    Komm, lass uns rausfahren. Wollte schon immer wissen wie es in Reimemonster aussieht. Gibt es da einen Bahnhof? Ein schönes Schloss? Historische Altstadt? Zum Ochsen? Geburtshaus von Afrob und Ferris? Zeltlagerplatz von Deichkind?

    Wir konnten nicht rausfahren, mussten ja nach Achern, in den – Achtung –  Theodor-Noise-Club. War aber echt zweimal ziemlich witzig. Wie die Jungen da auf der Tanzfläche standen und sich einfachhalber zu “Fight The Power” direkt die Jägermeisterflasche in die Kehle rammten anstatt den Schnaps mit bisschen Knigge aus Kurzengläsern zu genießen, war für mich neu (bzw. zuletzt selbst vor 15 Jahren gemacht).

    Schon wieder ausgerissen. Verschrieben. Gibt es auch. Ist fast dasselbe wie verlesen. Nur beim Verschreiben sendet das Hirn wiederum zu viel Infos an die Finger. Musste 8.000 Zeichen abgeben, aber machste halt trotzdem 12.000. Die 4.000 zu viel will zwar keine Sau und werden dir auch nicht bezahlt, du schreibst sie aber trotzdem. Wahrscheinlich weil du deinem Auftraggeber zeigen willst, dass du ganz toll schreiben kannst. Oder weil du wieder zu blöd bist dein Material knackiger zusammenzufassen.

    Früher hab ich handschriftlich kaum vier Aufsatzseiten vollbekommen, eher dreikommfünf. Die Mädels immer – aber auch wirklich immer-  zehn und nach vier Stunden Prüfungszeit haben sie trotzdem einen Ozean voll geflennt, dass sie noch an der Einleitung rumdoktorn. Ich hab dann zwei von vier Stunden durch den Raum geklotzt. Weiß nicht mehr was mir in der Zeit alles durch den Kopf ging. Vielleicht dass Frauen anders sind als Männer. Oder warum ich wieder nur dreikommafünf Seiten hingesudelt habe. Für sieben bis acht Punkte hat es meistens gereicht. Bin schnell mit etwas zufrieden.

    Gut, jetzt noch mal, verlesen: Im LIFT war sowohl letztes als auch dieses Jahr auf der Rückseite eine grünliche Anzeige. Headline: “Auf zum Pimmelfest!” Hab ich gelesen und prompt Aussi angerufen: “Samal, du perverse Drecksau, was habt ihr denn da hinten drauf? Für euch schaff ich fei (2) nemme! Mama liest das Heft nämlich auch immer!” U4 sagen wir Profis übrigens zur Rückseite. Bei Sub Culture gelernt.

    “Mensch Wohni, lies doch mal richtig”, sagte Inge. Ah! “Auf zum Primelefest”. Primele. Dachte immer das wäre eine schwäbische Verharmlosung meiner Mutter von einer Blumengattung. Aber Primele gibt es scheinbar wirklich. Aber Pimmel fei (3) auch!

    Geh übrigens mit meiner (neuen) Krankheit recht offen um. Muss man tun. Auch wenn es andere (massiv) belästigen sollte.

     
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  • 2

    Fahrradfahrer für Filmdreh gesucht

    Studenten der Filmaka Ludwigsburg drehen heute Abend den nicht-kommerziellen Werbefilm (ja, bei Studenten gibt es sowas) “Fight The Darkness”. Und dafür suchen sie noch mutige Fahrradfahrer, die spontan mitfahren bzw. mitspielen wollen.

    Eigenes Fahrrad möglichst samt Beleuchtung sollte mitgebracht werden, eine Anmeldung an anica.maruhn@filmakademie.de ist erwünscht, Treffpunkt ist 22.30 Uhr vor dem neuen Motel One an der Kronenstraße.

    Wer genauer wissen will, worum es in dem Clip geht, der kann sich hier die Projektmappe runterladen.

    Vielleicht hat der Ram ja Lust, kann er endlich mal seine neue Leuchtjacke ausprobieren.

     
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  • 1

    Stuttgart und die Kreativwirtschaft: Bilanz 2011

    Was für ein Bild nimmt man für die Kreativwirtschaft? Vielleicht eines vom Geiger? Der ist ziemlich, ziemlich kreativ und eine einzige Wirtschaft. Kann zumindest eine ganze Wirtschaft ganz gut unterhalten.

    Die Google-Bildsuche ist ebenfalls nicht befriedigend. Erstes Bild Waggons, zweites ne Gangschaltung eines Sportwagens (?), drittens eine Dame namens Iris Bernotat, viertens ein Stapel Papier (Bewerbungen), seht selbst. Man könnte ein Bild mit einem Büro voll mit Macs nehmen. Auch langweilig. Krupa meinte übrigens, die ganzen Mac-Early Birds wenden sich immer mehr von der Marke ab im Zuge der iPhone-iPad-Hysterie. Weiß ich nicht, ich benutze die Rechner immer noch sehr gerne. Anscheinend will man auch die Mac Pro Serie einstellen.

    Okay, ich nehm jetzt das, die Milchkuh.

    Absolut zusammenhangslos. Andersherum könnte man sagen, die Kreativwirtschaft ist eine ziemlich ergiebige Milchkuh. Püh, steiler Übergang. Die Stadt meldet gerade (siehe komplette Mitteilung nach dem Sprung), dass die Kreativwirtschaft mehr als 4.400 Unternehmen (jedes 10. Unternehmen in Stuttgart gehört zu der Branche) und über 25.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zählt und einen Jahresumsatz von 6 Milliarden Euro macht. Klingt in meinen Ohren amtlich. Ich aber keine Ahnung was zum Beispiel die Milchkuhwirtschaft oder die Buttonwirtschaft oder die Norwegerpulliwirtschaft umsetzt. Letztere bestimmt viel in diesem Winter.

    In der Mitteilung wird auch die aktuelle H7 Problematik angesprochen. Ines Aufrecht, die Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, betont ihre Unterstützung damit die Mieter schnell ein neues Zuhause bekommen:  „Nachdem die Mietverhältnisse in der Heilbronner Straße 7 zum Ende des Jahres gekündigt wurden, setze ich mich intensiv dafür ein, Kreativen neue Räumlichkeiten bieten zu können. Zusammen mit ‚Raum auf Zeit’ sind wir da auf einem guten Weg.”

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    Viral Video Award 2011

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    (War im deutschen Fern etwas uncooler.) 

    Wie definiert man eigentlich nochmals virale Werbung? Dachte immer, man dreht einen mehr oder weniger cooles Filmchen, versucht den zu spreaden, beziehungsweise lässt ihn spreaden, und keiner weiß erst einmal um was es geht, findets cool, toll, geil, bescheuert oder krass, Hauptsache Meinung, wie bei der Planet der Affen-Nummer, anfangs ohne 20th Century Fox Logound ein paar Wochen später die Auflösung, verarscht, wir sinds Steiff, WMF oder Sternenbäck, neue Kuscheltiere, Töpfe und Brezeln am Start.

    Aber wenn das VW-Logo und VW-Karre fett im Spot sind, hat das doch nichts mehr mit viraler Werbung zu tun? Oder doch, weil man viel drüber redet? War Money Boy virale Werbung von Gucci? Hilfe, Thorsten, Geiger. Oder Wiki.

    Egal, obiger Spot ist bei den vierten Viral Video Awards genauso nominiert, Genre “Spoof”, wie der “geheime Clooney-Spot, den Nespresso am liebsten verbieten wurde”, der kürzlich einmal durchs Netz geschossen wurde oder folgender Klassiker:

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    Hatten wir glaub auch schon mal auf dem Blog. Wesentlich kryptischer zunächst das hier…

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    …um das Produkt herum wurde auch eine Phantasie-Figur namens Barry entworfen.

    Es gibt drei verschiedene Preiskategorien, einen Sieger bestimmt das Publikum via Voting, die am 17. November enden, und die Preisverleihung findet am 18. November in Berlin statt im Rahmen des 27. Internationalen Kurzfilmfestivals.

    www.viralvideoaward.com

     
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  • 6

    Tauschen sie mit diesem Menschen ihre Unterwäsche

    War wohl schon länger nicht mehr an der Stadtmitte-Haltestelle, kein Wunder, fahr noch mit dem Rad zu meinem Bandjob. Heute früh für den Chef ein paar Briefe eingeworfen und vom oberen Ausgang zum unterem rumgeopfert, also am Bahnsteig entlang. Mach ich gerne ab und zu, gucken wer ein- und aussteigt, jugendlicher Zeitvertreib, kennt man noch von früher, Revier markieren, Sitzbank blockieren, an die Säulen pinkeln, Eistee schlürfen, Spucksee machen, geht sowohl vom Bahnsteig aus als auch in der Bahn.

    Ganz ehrlich: Eigentlich hat es geregnet, ich stand oben am Briefkasten vor dem Mos Eisley und wollte runter, weil der Ein-Euro-Kaffee am unteren Ausgang echt ganz Ordnung ist. Dann seh ich das…

    …und denk mir, ey, warum ist nicht viel früher einer auf diese Idee gekommen, super Werbefläche. Aber wer weiß, vielleicht gab es das auch schon mal.

    Ist ne Aktion von Mini Cooper (5 Euro), Thorsten lobte einst das sportliche Fahrgefühl, haben ja soweit ich weiß bis zu 180 oder mehr PS. Bei Mini Cooper (10 Euro) muss ich immer daran denken, dass der Film “The Italian Job” mit Maggi Wahlberg verdammt oft im Fernsehen wiederholt wird. Scheint eine sichere Bank zu sein. Bleib ehrlich gesagt selbst immer ganz gerne dran hängen, ähnlich wie bei Star Wars. Egal wann du einschaltest, zwischendurch eine halbe Stunde Star Wars gucken geht immer. In “The Italian Job” nutzen sie Mini Coopers (15 Euro) um die Beute abzutransportieren. Will nicht wissen, wie viel Mini Cooper (20 Euro) dafür gezahlt hat. Made my money, boy!

    So, jetzt haben die sich voll die gaggigen (Hommage an Mama) Sprüche ausgedacht und mit Pfeilen versehen.

    “Haste was zum Kiffen”,  ”Frag den Typ nach seinem Twitter-Account” oder “Starte einen Tumblr mit Bahnsteig-Fliesen”  waren nicht dabei. Alles in allem schon eine ganz nette Idee, bricht bestimmt das eine oder Bahnsteig-Eis nach einem beschissenen Bürotag, wenn jeder grummelverpisst (Scheiße erst Dienstag, scheiße wann ist endlich Freitag, scheiße Morgen ist Wochenende, und ich muss den Garten umschoren bevor es Winter wird) auf seine Bahn wartet, auch wenn die Sprüche mitunter bisschen fies sind, wie z.B. dieser:

    Kann es mir das so richtig vorstellen, 48 Stunden Meeting, 25 Personen im Raum, alle wichtig, alle top angezogen und alle schreien wild enthemmt durcheinander:

    Hey, was machen wir da jetzt für einen Spruch?

    Wo steigt die Aktion nochmal?

    In Stuttgart!

    Ha, dann wäre doch “Hallo, Du Schwabentrottel” angebracht?

    Nee, das geht nicht, Stuttgarter sind auch Menschen Kunden.

    Wie wärs mit “Hallo, du Arschloch”?

    Fänd ich gut! LOL! Nur Arschlöcher in Stuttgart, hab darüber mal einen Artikel gelesen!

    Nee, schwierig, hohe Schlägereigefahr.

    Wie wärs mit “Hallo, du Kartoffel”?

    Hm, auch da steckt hohes Aggressionspotential, immerhin platzieren wir den Skyscraper an einem Bahnsteig, da kann viel passieren.

    Aber das mit dem Gemüse war nicht schlecht!

    (Brainstorming, Kippe, kurz kacken, Brainstorming)

    “Hallo, du Zucchini” vielleicht?

    Hmmmmm….

    “Hallo, du Birne”?

    Birne ist Obst, kein Gemüse.

    Excuse moi, seit der Scheidung geht für mich immer meine Praktikantin in den Supermarkt.

    “Hallo, du Karotte” (!!!!!!!!!!!!!!)

    JAAAAAAAA, das ist voll witzig!

    Gut, was brauchen wir noch?

    Hatte gerade keinen Kaugummi in der Gosche und stand dann eine Weile hier rum….

    …habe heute nix drunter und mir ist bisschen kalt, da kann eine Unterhose nicht schaden. Kam keiner. Kauf mir jetzt den Lego Bulli und garantiert keinen Mini Cooper (25 Euro)!

     
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