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Wasenraffer 2
Am 9. Okt 2011, 15:29 Uhr von martin
Scheinbar ein kleiner Trend. Dieses mal um einiges kurzer, auf dem aktuellen Volksfest aufgenommen und mit Nintendomugge (war das nicht Super Mario Land?) unterlegt.
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Best of 2011: Paul verschmitzt, ich verschwitzt, Teil 2: Fremdeln
Am 5. Okt 2011, 09:00 Uhr von Aussenreporter
Manchmal fremdelt man sogar in der eigenen Stadt. Wenn man sich zum Beispiel beweisen möchte, dass alleine ausgehen sehr erwachsen ist.
Samstag war der Kalkbrenner in der Stadt. Hatte ihn vor einem halben Jahr schon einmal gesehen, in Berlinchen, in der Wuhlheide, war wolke gewesen, hatte also große Lust, mir ein Stück vom Sommer 2011 zurückzuholen. Den gab es trotz anders lautender Gerüchte tatsächlich, zumindest Anfang Juni in Berlin, voll so mit gentrifizieren, Kreuzberg kaputt shoppen und Paule halt.
Am Wochenende also der Test: Wie viel Wuhlheide steckt in Bad Cannstatt? Ist Open Air grundsätzlich besser als unter Tage? Schlägt Stadion immer Halle? Im Vorhinein hatte sich mein komplettes Büro akkreditiert. Kommt immer gut, wenn sich Lift plus acht anmeldet. Freut sich der Veranstalter. Vor allem, wenn dann doch keiner auf der Matte steht. Ich mag meine Kollegen trotzdem, auch wenn sie wie am Wochenende Metropolen wie Hamburg, Konstanz oder, nun, ja, Bielefeld der Schleyerhalle vorziehen.
Geh ich halt alleine, macht Joe Bauer ja auch nicht anders, spaziert als One-Man-Show durch die Weltgeschichte und schreibt dann drüber. Das will ich auch können, wenn ich groß bin.
Also mutterseelenallein mit der Wasen-Linie als einziger Fahrgast um 21:30 Uhr Richtung Neckarpark. Aufs Volksfest geht man um die Zeit nicht mehr, da ist man schon dort und dicht und hacke. Am Wasen ausgestiegen, Kotze und Alkis umtänzelt, in der Schleyerhalle von einem mächtigen Bass freundlich begrüßt, um gleich mit einem landestypischen Getränk auf Betriebstemperatur zu kommen: Vodka Bull aka Discoschorle.
Mann, bin ich erwachsen, denke ich mir so, während 7.500 Menschen neben mir Spaß haben. Zwei Bassläufe später fremdle ich so ganz alleine im Innenraum aber ein bisschen. Nicht, weil das Publikum schlimm ist, im Gegenteil, hatte Grausameres befürchtet, sehr jung, sehr gut drauf, extrem gute Tänzer. Zumindest einige.
Nein, ich fremdle, weil ich doch kein Joe Bauer bin. Ich brauche Ansprache, jemanden, mit dem ich teilen kann, wie Musik eine Halle verändert. Wie sich ein Betonklotz wie Herr Schleyer anfühlt, je nachdem, ob Leonard Cohen einen spirituell ins All knallt, die Beginner als Support für die Beasties spielen oder Pink eine Hollywood-Show auf der Bühne abliefert.
Mein Colt für alle Fälle ist in solch einem verzweifelten Fall Arnulf, Teil der am Dax der Emotionen extrem hoch dotierten Firma Music Circus, Presseabchecker vom Konzertveranstalter Russ und überhaupt ein Möglichmacher erster Güteklasse. Arnulf hat mich mal im Ansehen zweier Teenager in unendliche Höhen katapultiert, als die beiden bezaubernden Geschöpfe bei Pink wegen lauter SWR3-Höhrer nichts sehen konnten. Darauf Arnulf angebettelt, der sofort mit zwei Deluxe-Bändchen für die erste Reihe um die Ecke kam. Ein Gentleman der alten Schule eben.
Samstag also SMS an Arnulf: „Junge, biste bei Paule? Rette mich!“ – „Klar, Keule, wie?“ (So sprechen alte Männer miteinander) – „Ich bin der einsame Raver ganz hinten links, brauche Ansprache, biete Discoschorle.“
Arnulfs Begeisterung hält sich in Grenzen, Antwort bleibt verständlicher Weise aus, also noch mal getextet: „Ich nehm’s zurück, musst nicht mir sprechen und trinken, ich brauch aber ein Bändel, um näher nach vorne zu kommen.“ Zwei Sekunden später steht Arnulf neben mir, ich erhalte die Paul-Kalkbrenner-Dienstkarte Nr. A23 am blauen Band, mit der ich dem Paule für den Rest des Abends ganz genau auf die Finger schauen darf.
Kurze Lagebesprechung: „Hab mir’s schlimmer vorgestellt.“ – „Ich auch.“ – „Wie war’s beim Ratzer?“ – „Fein.“ – „Ok, bis später im Speakeasy.“
Paul Kalkbrenner in seiner berühmten blauen Phase, kommt direkt nach der roten
Also ich wieder alleine mit mir selbst, ganz gruselige Konstellation. Schreckliche Bilder poppen in meinem Gehirn auf. Richtig, mit 17 war ich schon einmal auf einem Rave in der Schleyerhalle. Mein Kumpel Christian hatte damals nach einerLysergsäurediethylamid-Kur gedacht, er sei schwul. In der Schleyerhalle machte er dann das erste Mal wieder mit einem Mädchen rum und teilte diese Erfahrung anschließend detailliert mit mir. MDMA-Micha, den wir so nannten, weil er eigentlich auf Metallica stand, nach jeder Menge Pillen aber plötzlich Techno besser fand, praktizierte die freie Liebe sogar auf einem Treppenabsatz in der Schleyerhalle. Das sind Bilder, die man im ehrlichen deutschen Techno nicht sehen möchte. Und in seinem eigenen Gehirn schon gar nicht.
Spiel ich also lieber mein Privat-Mallorca, Druckbetankung mit zwei Plastikbier und einer weiteren Discoschorle, um das störende Kleinhirn zu betäuben. Huch ist das erbärmlich, egal, bin alleine, sieht mich ja keiner. Vorne an der Bühne geht es gut ab. Running-Gag-Einstellung des Abends auf Großbildleinwand: Ein Fischauge-Objektiv zeigt Pauls Finger, wie sie schrauben und drehen. Hat bestimmt keine Funktion, sieht aber gut aus.
Wenn er nicht im Bild ist, raucht er eine kleine Wumme, die aber ständig ausgeht. Brennt schlechtes Dope aus der Hasenheide wirklich so erbärmlich ab? Spielt Paul eigentlich immer den Ickarus aus dem Film oder hat er in Berlin Calling einfach sich selbst gespielt? So oder so unfassbar, was der wieder für ein Gesichtsgulasch aufträgt. Mit wenigen musikalischen Mitteln besorgt er den siebeneinhalb Tausend eine astreine Abfahrt, eine Pause zwischen Teil 1 und 2 nutzt er, um sich umzustylen: Jetzt trägt er allerfeinsten Zwirn auf, nämlich ein Deutschland-Trikot von der WM 90.
Ich guck derweil doof aus der Wäsche auf die Wäsche meiner Mitmenschen. Frauen sind Männern grundsätzlich überlegen, ganz besonders aber im Genre Ausdruckstanz. Während Ottonormalschranzer mit dem Beatbein (rechts) wippt, und die Faust (links) zum Bass schwingt, tanzt seine Frau in ausladenden Bewegungen, die Fruchtbarkeit signalisieren: In einer ausgefeilten Choreographie wandert die Rhythmushand von der linken Körperhälfte auf die rechte Seite des Nackens und positioniert dort die Haare im Viervierteltakt von rechts rüber nach links. Ich bin schockverliebt in diese Geste. Finden andere Mädchen bestimmt ganz affig. Wenn man aber auf sich selbst und Vodka Red Bull zurückgeworfen, also auf das Wesentliche reduziert ist, wirkt es wirklich ganz bezaubernd.
Ständig hüpft mir eine Tänzerin auf die Füße und verbrüdert sich im Akt des Entschuldigens direkt mit mir: Du bist mein Ketamin, mein Amphetamin, säuselt sie mir ins Ohr. Stimmt gar nicht, das war Casper, der was mit Thees am Laufen hat. Egal, MDMA macht einfach gute Manieren. „Pauli ist der Beste, Alter“, brüllt mir einer von links ins Ohr, rechts schnurren drei Jungs abwechselnd „Harrrrrrrrrr“ und sonst nichts. Wenn Katzen raven könnten.
Hey, ist das nicht dieser Hit mit diesem Sky und diesem Sand? Schnell für Mausi und Youtube filmen
Kurz vor der Zugabe: Sky and Sand fehlt noch, Paule ist weg und muss wohl ne neue Tüte wickeln. Die ganze Halle grölt die „Seven Nation Army“ der White Stripes. Oh Gott, ich werde wieder nüchtern.
And we build up castles in the sky and in the sand. Design our own world ain’t nobody understand. Und schließlich die berechtigte Frage: Gibt es einen beschisseneren Moment als die Sekunde, in der in der Schleyerhalle nach einem Abriss das Licht angeht? Nein. Also Augen zu und nichts wie weg hier, bei Lichte betrachtet will ich nicht, dass ich jemand kenne und andersherum.
Scheiße, gleich geht das Licht an, DJ Scotty, bitte beam mich ins Bürgerhospital oder so
Auf dem Rückweg fühle ich mich noch einsamer. Lauter happy Hippos mit mir in der Bahn, ich überlege ernsthaft, mir sofort die Rückbank eines Taxis zu buchen, um alleine heulen zu können, als der lustigste SSB-Fahrer der Stadt loslegt. Durchsage: „Macht euch eng, Ihr Lieben, wir halten gleich am Wasen, da wird es voll.“ Murren in der Bahn. Durchsage 2: „Ja, ich weiß, Ihr habt ja Recht, ich würde auch lieber durchfahren, geht aber leider nicht.“
Ich brech ab, eine ehrliche Haut in der Kabine, vielleicht wird die Nacht ja doch noch steil. Die Wasen-Fahrgäste wundern sich, wieso wir alle in uns reinkichern, als sie einsteigen und wie üblich blöd aus der Lederhosen- und Dirndl-Wäsche gucken. Vielleicht grübeln sie aber auch nur, wieso das dumpfe Bier nach dem letzten Prosit der Gemütlichkeit schon nicht mehr so recht wirkt. Oder sie fragen sich, wann sie endlich wieder kotzen können, ohne dass 300 Leute zuschauen.
Funkkontakt in die Welt, Seba ist schon heim, Speakeasy war komisch, schreibt er, Jörg ist sogar schon nach Tübingen geflüchtet, dann muss es aber wirklich hart gewesen sein. Raus aus der Bahn, um beim Imbiss 3000 auf andere Gedanken zu kommen. War mein Ritual des Sommers, nach dem Zechen beim Benny eine scharfe Salsiccia und einen Grappa ordern, um die Nacht Revue passieren zu lassen.
Leider scheint die Imbiss-Saison rum, verdammt, das war dann der Genickschuss für den Sommer, also streuner ich doch noch kurz zum Speakeasy, um den Hype zu kapieren. Tausende junge Menschen kommen mir entgegen. Ich kenne niemanden. Scheiße, bin ich mit der Bahn zu weit gefahren und schon in Heilbronn? Nein, da ist Nadine, die behauptet, ich sei ihr in Schlangenlinien entgegen gekommen. „Das liegt an dem neu gestalteten Pflaster zwischen König- und Marienstraße“, erkläre ich, „daran müssen sich deine Augen erst gewöhnen.“
Vor dem neuen Wunderclub eine Schlange, ich Dödel hab mein Schnorren nicht angemeldet, ist ja tatsächlich wie Urlaub in einer fremden Metropolregion, also anstehen. Denke ich für den Bruchteil einer Sekunde, bevor ich dann doch lieber umdrehe. Bei so viel Fremdeln an einem Abend kann das gar nicht gut gehen. Dann doch lieber alleine spazieren wie Joe. Mit Paul im Ohr auf dem Weg nach Hause Himmels- und Sandburgen bauen. Harrrrr.
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Kettenkarussell der Emotionen
Am 8. Okt 2010, 13:45 Uhr von Aussenreporter
Für alle Freunde der deutschen Geselligkeit folgt jetzt ein Prosit der Gemütlichkeit in Textform. In Sachen Wasen halte ich es ja meist wie der Martin, also Volksfest weiträumig umfahren, wenn es irgendwie geht.
In Ausnahmefällen und selbstverständlich nur, um soziologische Studien zu treiben, wage ich mich dann aber doch gelegentlich ins Kettenkarussell der Emotionen. Zum Beispiel gestern Abend. Hatte noch so viele Fress- und Saufgutscheine, dass ich kurzerhand meine hartarbeitenden Kollegen zum gemeinsamen Ausflug nach Cannstatt verdonnerte.
Das Fazit im Schnelldurchlauf: In der Schwabenwelt bei der sympathischen Gastronomen-Familie Wilhelmer – Mama Wilhelmer ist die steile Alte, die das Schweinemuseum betreibt, der Sohnemann macht die Ampulle und steckt glaub irgendwie auch im Aer Club mit drin – kann man tatsächlich essen. Keine Ahnung, wie die das hinbekommen, aber Linsen mit Spätzle, Nürnberger Bratwürste und andere Errungenschaften der Hochkulinarik kicken tatsächlich.
Noch besser schmeckt nur die Band im Festzelt. Unglaublich, was eine Blaskapelle aus „Oh Jonny“ und Lady Gaga alles rausholen kann.
Die Schwabenwelt will glaub der Feinkost Böhm unter den Zelten sein, die Service-Kräfte sind alle jung und (halb-)schön, Schnaps wird nur in der Bügelflasche und in 4 cl serviert (für fast 7 Euro, Alter!), und unsere Bedienung ist eigentlich Speditionskauffrau, findet den Job aber so scheißlangweilig, dass sie zum ersten Mal auf dem Wasen malocht. Und nein, Männer sind auch besoffen nicht assiger als sonst, zumindest kaum, hat sie herausgefunden.
Das konnte sie allerdings nur recherchieren, weil sie nicht bei Klauss und Klauss im Dinkelacker Festzelt zwei Meter weiter arbeitet. Junger Spitz! Wenn Wilhelmer die Feinkost-Abteilung des Wasen ist, dann ist das Dinkelacker-Zelt der Volksfest-Aldi.
Wir stehen nach zwei Sekunden auf einer Bierbank, weil wir sonst verdroschen worden wären. Ein Assi vom Nebentisch haut uns ständig auf den Arsch, wenn er aufs Klo geht, ein Tisch weiter versucht ein 23-jähriges Mitglied der Jungen Union, mit seiner Freundin auf der Bierbank im Stehen zu kopulieren, neben uns verteilt ein braungebrannter Schnurres-Träger Schnupftabak an einen Fußballverein in Motto-Shirts und die Bedienungen sind, nun, ja, eher handfest.
Zumindest auf Freund Alkohol ist Verlass. Kollegin M., bei uns sonst für Kultur-Events verantwortlich, tanzt auf einem Bierdeckel wie Jacko, Kollege N. probiert einen lustigen Hut auf und ich bestelle als Zeichen des Protests Weißweinschorle. Das ist so ziemlich das Asozialste, was man im Bierzelt machen kann.
Nach 36 Prosits der Gemütlichkeit, 38 mal anstoßen, vier Schlager-Mastermixes und einigen Bildern, von denen ich auch am Wochenende noch Alpträume haben werde, ist Punkt 23 Uhr Schluss mit dem konditionierten Absturz.
Kollegin M. jammert, dass es schon wieder herum ist, und besteht unter „Fahrgeschäft, Fahrgeschäft“-Rufen auf einen amtlichen Freefall. Damit können wir leider nicht mehr bieten, statt dessen drängen wir in die U1. Das ist nach Wasenschluss das härteste Fahrgeschäft, 380 Promille pro Wagen und eine Geselligkeit, die man auf zwei Quadratmetern eher nicht erleben mag.
Sonntag heißt es dann schon wieder Auszapft is! Nächstes Jahr geh ich mit Martin auf die Gay Delight beim Wasenwirt. Da wollte er schon lange mal hin, glaube ich.
Romantische 8-Promille-Liebe auf der langen Bank
Perfektes Zielgruppen-Produkt: Gab allerdings keine Aussenreporter-Gummis, hab ich für Martin und mich Dieter und Jürgen gekauft
Schnaps deluxe in der Bügelflasche, sieht besser aus als er schmeckt
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Angriffslustig
Am 25. Sep 2010, 12:15 Uhr von martin
Update, Video von der Eröffnung ist aufgetaucht.
Hossa! Nach Wochen der offenen Briefe und abgekämpften Videobotschaften, konnte sich der Wolfi gestern beim Fassanstich im Hofbräu-Zelt einige Worte zum Thema S21 nicht verkneifen.
Ob man die Statements als launige Scherzchen oder Giftpfeile interpretiert, bleibt jedem selbst überlassen. Mir fehlt spontan bissi das Fingerspitzengefühl, nachdem man momentan auch eher um eine Entschärfung des Konfliktes bemüht ist, siehe eben seine Videobotschaft. Gestern morgen sass der OB noch mit Gegnern zu Sondierungsgesprächen an einem Tisch.
Geplant war es in jedem Fall und die Worte kamen nicht aus der geselligen Wasen-Stimmung heraus. Die Rede wurde schon um 18:00 Uhr von der Stadt verschickt und erst um 20:15 Uhr im Zelt gehalten.
Pressemitteilung Stadt Stuttgart
Rede Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster zur Eröffnung des 165. Cannstatter Volksfest
Es gilt das gesprochene Wort.
„Herzlich willkommen hier im Zelt wie live im Fernsehen zu unserem Cannstatter Volksfest. Mit 4 Millionen Besuchern ist unser Volksfest eine mächtige Volksbewegung: ‚Wir sind das Volk’ – und das ist hier beim größten und schönsten Fest der Schwaben!
Wir im Ländle sind einfach spitze! Damit wir „oben bleiben“, brauchen wir einen tüchtigen Ministerpräsidenten. Herzlich willkommen Herr Ministerpräsident Stefan Mappus. Ich begrüße Herrn Minister Köberle, Herrn Minister Pfister und Herrn Minister Rech sowie alle Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordneten und Stadträte.
Schön, dass Sie alle hier so einträchtig zusammensitzen – klar, weil die Stadt heute zahlt. Unser Volksfest verbindet alle Völker. A warm welcome to all our foreign guests. It is a pleasure to welcome our American friends; General Gardner thank you for coming.
Stuttgart hat im Sommerloch der Medien weit über die Stadt hinaus Schlagzeilen gemacht mit der Botschaft „Wir verstehen nur Bahnhof“. Mit dieser Marketingstrategie haben wir neue Touristen gewonnen, vor allem Alt-Schwaben. Im Schlossgarten haben sie ihre Zelte aufgeschlagen und Baumhäuser gebaut, um die Übernachtungskosten zu sparen.
Die Welt ändert sich. Selbst auf manche Schwaben ist kein Verlass mehr. Jedes Jahr zahlen wir Milliarden unserer Steuergelder nach Berlin. Jetzt können wir endlich ein Prozent unseres Geldes zurückbekommen, indem die Bahn eine anständige Schienenverbindung baut – und jetzt wollen einige mit ihren Trillerpfeifen das Geld wieder zurückschicken, damit es in anderen Bundesländern vergraben wird. Des ist doch nicht gscheit, oder?
Auch bei aller Nostalgie für die Schwäbische Eisenbahn: Wir wollen, dass künftig die Besucher schneller zum Cannstatter Volksfest kommen können. Wir wollen schwäbische Gemütlichkeit nicht beim Zug fahren, sondern bei unserem Volksfest.
Deshalb mach ich mich jetzt an die Arbeit, damit’s richtig losgehen kann. Ihnen allen ein tolles Volksfest. Viel Spaß und viel Freude!“
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Die Rückkehr der Dirndl
Am 24. Jul 2010, 12:00 Uhr von Jana
Der Wasen wirft seine Schatten voraus…In der ehemaligen Teppichgalerie hat sich ein Schauspiel wie bei “Und täglich grüßt das Murmeltier” eingestellt. Es heißt “Und jeden Sommer grüßt der Angermaier”. Die Münchner Trachtenladen bezieht nun schon zum zweiten Mal die Räume der ehemaligen Teppichgalerie für ein paar Wochen um die Stuttgarter pünktlich zur Schunkelzeit mit Tracht zu versorgen.
Ich steh total auf Trachtenterror und bin daher schon Ende Juli wieder in Versuchung. Mir auch schnuppe ob Bayrische, Fränkische, Schwäbische oder Würrtemberger Tracht. Den möchte ich sehen, der da einen Unterschied erkennt. Werde aber an mich halten, man (Frau, ich) braucht ja nicht jedes Jahr ein neues Dirndl. Vielleicht ne neue Schürze…
Breuninger hat seine Trachtenabteilung im 3.Stock sogar schon seit Anfang Juli offen. Da sollte man aber ordentlich Budget haben. Seidentracht für um die 500 Euro – in meiner Erinnerung nur schwer mit dem Treiben in einem Bierzelt zu vereinbaren.
Weitere Dirndl-Destinations nach meiner bisherigen Beobachtung: Trachten Hannes am Hans im Glück, Krüger Dirndl in der Calwer Straße, Schmitt und Schäfer in Weilimdorf und in absehbarer Zeit kann man sich auch wieder bei C&A, Kaufhof und Co eindecken. Kann man, kann man auch lassen.
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Der Bauer in dir
Am 12. Jul 2010, 09:00 Uhr von martin
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Frühlingsfest und keinen interessierts
Am 3. Mai 2010, 09:30 Uhr von Jana
Eigentlich hatte ich vor, nach meinem obligatorischen Firmen-Frühlingsfest-Besuch über Trachten zu sinnieren. Leute mit Dirndl und das was sich Leute unter einem Dirndl so alles vorstellen usw. Leider fehlten für diese Abhandlung schlichtweg die Leute.
Wenn Frühlingsfest ist und keiner geht hin…
Dieses WERBEBILD (im Ernst) spiegelt die Realität wieder, wie ich sie vergangene Woche erfahren habe: Leeeeere. Die armen Damen in den Schießbuden können einem leid tun. Die Budenbesitzer, die die Damen bezahlen auch.
Am Wochenende soll es ja immer voll sein, hab ich gehört. Da reisen wohl die Leute vom Bodensee und aus dem Gäu mit ner Kiste Bier per Regionalexpress an. Ist ja ähnlich wie in München. Da bevölkern am Wochenende auch nur Touristen die Theresienwiese.
Aber während die Münchner mit großer Freude ihr Oktoberfest unter der Woche für sich allein nutzen, herrscht in Stuttgart unter der Woche ebbe. Vielleicht mal einige Erklärungsversuche, liebe Veranstalter, woran es mitunter liegen kann, dass wir Stuttgarter mit unserem Frühlingsfest nicht warm werden. Read more »
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