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    Hundewaschanlage

    Am 7. Feb 2012, 09:00 Uhr von Kollege Geiger

    Und alle gleich wieder so: yeahhhh, neue Bar. Nach Schankstelle jetzt Hundewaschanlage. Aber nein. Das ist mein Ernst. Also nicht wirklich meiner, sondern der Ernst von Dog Wash. Und auf deren Interwebseite sieht man, dass man dazu besser kurze Hosen anzieht. RAM wollte doch letzte Woche eh irgendwas in Cargobuxen und Flip-Flops machen, oder.

    “Das Gewerbegebiet “Tränke” in Stuttgart-Degerloch zeichnet sich durch seine äußerst gute Lage im südlichen Bereich Stuttgarts aus. In unmittelbarer Nähe befinden sich das SI-Centrum sowie die Daimler Hauptzentrale. Durch die direkte Anbindung an die B27 ist die Stuttgarter Innenstadt ebenfalls schnell zu erreichen” schreibt ein Stuttgarter Gewerbe-Immobilienportal.

    Vom besten, was die Tränke zu bieten hat, schreiben sie aber nix: die Hundewaschanlage! Vielleicht die einzige der Stadt? Bestimmt aber der Welt. Hab zwar keinen eigenen, demnächst aber vier Bürohunde. Das heißt, 4×15 Minuten Langwäsche sind in ner Mittagspause schon drin. Dass der Service-Anbieter allerdings beim Thema “Hunde-Verlust” schon im Vorfeld Molinaro-mäßig die Hände hebt und sagt “ich war’s nicht.” – das macht mich bisschen stutzig.

     

    Und alle gleich wieder so: yeahhhh, neue Bar. Nach Schankstelle jetzt Hundewaschanlage. Aber nein. Das ist mein Ernst. Also nicht wirklich meiner, sondern der Ernst von Dog Wash. Und auf deren Interwebseite sieht man, dass man dazu besser kurze Hosen anzieht. RAM wollte doch letzte Woche eh irgendwas in Cargobuxen und Flip-Flops machen, oder. "Das Gewerbegebiet "Tränke" in Stuttgart-Degerloch zeichnet sich durch seine äußerst gute Lage im südlichen Bereich Stuttgarts aus. In unmittelbarer Nähe befinden sich das SI-Centrum sowie die Daimler Hauptzentrale. Durch die direkte Anbindung an die B27 ist die Stuttgarter Innenstadt ebenfalls schnell zu erreichen" schreibt ein Stuttgarter Gewerbe-Immobilienportal. Vom besten, was die Tränke zu bieten hat, schreiben sie aber nix: die Hundewaschanlage! Vielleicht die einzige der Stadt? Bestimmt aber der Welt. Hab zwar keinen eigenen, demnächst aber vier Bürohunde. Das heißt, 4x15 Minuten Langwäsche sind in ner Mittagspause schon drin. Dass der Service-Anbieter allerdings beim Thema "Hunde-Verlust" schon im Vorfeld Molinaro-mäßig die Hände hebt und sagt "ich war's nicht." - das macht mich bisschen stutzig.  

     
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    Gehirnwaschstraße

    Am 15. Sep 2011, 12:09 Uhr von Aussenreporter

    Mein Freund Uli ist verrückt. Ein Künstler. Mag ihn trotzdem. Er hat an der Merz Akademie studiert. Dort kann man nicht nur ultrafette Partys feiern, nein, einige meiner liebsten Gestaltungschecker haben an der Merz studiert, zum Beispiel Discoghost Manu Bürger oder das rattenstarke Dimak-Duo, das unter anderem den letzten Lift-Relaunch verantwortet und erst kürzlich ein wunderschönes Kind in die Welt gesetzt hat, Glückwunsch auch an dieser Stelle noch einmal nachträglich.

    Sorry fürs Abschweifen: Uli mag ich wie gesagt trotzdem, obwohl er Künstler ist. Für sein Diplom an der Merz ist er in die Rolle des Top-Pop-Stars Lars Vegas geschlüpft, hat bei mehreren Banken um einen Kredit für seine Welttournee gebeten, die Kreditgespräche mitgeschnitten, die halbe Stadt mit seinen Tourplakaten zugekleistert, und die Diplompräsentation war schließlich das Abschlusskonzert der Welttournee, allerdings nicht in der Schleyerhalle, sondern in der Galerie Oberwelt.

    Dort ließ er erstmal seinen Prüfer, den sympathischen Poptheoretiker Friedrich Friedrichsen, sorry Diedrich Diederichsen, eine halbe Stunde warten. Rockstars müssen halt zu spät kommen. Diederichsen war schon auf 180, als Lars Uli Vegas schließlich in der weißen Stretch-Limo eintraf. Hatte seinen halben Freundeskreis dazu verpflichtet, als Groupies anzutanzen.

    Als Star hat er dann auch nicht selbst mit seinem Prüfer gesprochen, das hat er seinen Pressesprecher machen lassen. Diederichsen wollte das Diplom draufhin platzen lassen, irgendwie hat es dann aber noch noch hingehauen, der spaßbefreite Superintellektuelle aus Berlin, der von Stuttgart nur das Dozenten-Zimmer der Merz AK kennt, hat Uli dann gerade so bestehen lassen.

    Die weitere Karriere von Uli ist gespickt von Highlights. Er hat das Austruckstanzteam Stuttgart gegründet (war auch Mitglied, hab aber leider meinen Ausweis verschlampt), im Rocker die wunderbare Veranstaltung „180 bei Nässe“ (ultra Titel, hätte ich selber gerne erfunden) gehostet, die Deadly Moshämmers gegründet, ein One-Hit-Punk-Wonder („Daisy“) und verlegt mittlerweile im von ihm gewuppten Verlag Edition Randgruppe Bücher, zum Beispiel das hübsche Bahnhofsbüchle vom Schelhorn Lutz, das hier im Blog auch schon Thema war.

    Seit kurzem hat er sein Atelier in der alten Waschstraße von Daimler in der Türlenstraße 2, in der wir beim Kessel-Jubiläum die Maik-Franz-Lounge verbrochen haben. Am Wochenende macht Uli in seinem Atelier nun eine Werkschau aller Projekte, Bücher, Ausstellungen und Hirnfürze, die er jemals hatte. Ich verstehe den Flyer zwar nicht, lustig wird es aber auf jeden Fall.

    Wenn ich es richtig kapiert habe, gibt es unter anderem einen Schießstand, an dem man sich ein Gemälde ballern kann. Mit einem Gewehr, das mit Farbe gefüllt ist. Oder so. Und mein Vorbild Aurele Mechler grillt als Protestpenis verkleidet Würstchen und Bauch. Wer sich nicht alleine oder nicht nüchtern hintraut: Ich bin auch da, halte Händchen, spiele Zivi und schenke Schnaps aus.

    Wer den kompletten Text der Flyer-Rückseite liest, bekommt einen Schnaps von mir spendiert.

    Mein Freund Uli ist verrückt. Ein Künstler. Mag ihn trotzdem. Er hat an der Merz Akademie studiert. Dort kann man nicht nur ultrafette Partys feiern, nein, einige meiner liebsten Gestaltungschecker haben an der Merz studiert, zum Beispiel Discoghost Manu Bürger oder das rattenstarke Dimak-Duo, das unter anderem den letzten Lift-Relaunch verantwortet und erst kürzlich ein wunderschönes Kind in die Welt gesetzt hat, Glückwunsch auch an dieser Stelle noch einmal nachträglich. Sorry fürs Abschweifen: Uli mag ich wie gesagt trotzdem, obwohl er Künstler ist. Für sein Diplom an der Merz ist er in die Rolle des Top-Pop-Stars Lars Vegas geschlüpft, hat bei mehreren Banken um einen Kredit für seine Welttournee gebeten, die Kreditgespräche mitgeschnitten, die halbe Stadt mit seinen Tourplakaten zugekleistert, und die Diplompräsentation war schließlich das Abschlusskonzert der Welttournee, allerdings nicht in der Schleyerhalle, sondern in der Galerie Oberwelt. Dort ließ er erstmal seinen Prüfer, den sympathischen Poptheoretiker Friedrich Friedrichsen, sorry Diedrich Diederichsen, eine halbe Stunde warten. Rockstars müssen halt zu spät kommen. Diederichsen war schon auf 180, als Lars Uli Vegas schließlich in der weißen Stretch-Limo eintraf. Hatte seinen halben Freundeskreis dazu verpflichtet, als Groupies anzutanzen. Als Star hat er dann auch nicht selbst mit seinem Prüfer gesprochen, das hat er seinen Pressesprecher machen lassen. Diederichsen wollte das Diplom draufhin platzen lassen, irgendwie hat es dann aber noch noch hingehauen, der spaßbefreite Superintellektuelle aus Berlin, der von Stuttgart nur das Dozenten-Zimmer der Merz AK kennt, hat Uli dann gerade so bestehen lassen. Die weitere Karriere von Uli ist gespickt von Highlights. Er hat das Austruckstanzteam Stuttgart gegründet (war auch Mitglied, hab aber leider meinen Ausweis verschlampt), im Rocker die wunderbare Veranstaltung „180 bei Nässe“ (ultra Titel, hätte ich selber gerne erfunden) gehostet, die Deadly Moshämmers gegründet, ein One-Hit-Punk-Wonder („Daisy“) und verlegt mittlerweile im von ihm gewuppten Verlag Edition Randgruppe Bücher, zum Beispiel das hübsche Bahnhofsbüchle vom Schelhorn Lutz, das hier im Blog auch schon Thema war. Seit kurzem hat er sein Atelier in der alten Waschstraße von Daimler in der Türlenstraße 2, in der wir beim Kessel-Jubiläum die Maik-Franz-Lounge verbrochen haben. Am Wochenende macht Uli in seinem Atelier nun eine Werkschau aller Projekte, Bücher, Ausstellungen und Hirnfürze, die er jemals hatte. Ich verstehe den Flyer zwar nicht, lustig wird es aber auf jeden Fall. Wenn ich es richtig kapiert habe, gibt es unter anderem einen Schießstand, an dem man sich ein Gemälde ballern kann. Mit einem Gewehr, das mit Farbe gefüllt ist. Oder so. Und mein Vorbild Aurele Mechler grillt als Protestpenis verkleidet Würstchen und Bauch. Wer sich nicht alleine oder nicht nüchtern hintraut: Ich bin auch da, halte Händchen, spiele Zivi und schenke Schnaps aus. Wer den kompletten Text der Flyer-Rückseite liest, bekommt einen Schnaps von mir spendiert.

     
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    Waschstraßen-Review

    Am 25. Okt 2010, 10:10 Uhr von Thorsten W.

    Am Samstag haben wir mit Kessel.TV einen auf Norman aka gemütlich gemacht. Im Rahmen der Stuttgart Nacht haben Ram und ich Jörg Rohleder bei einer Lesung in der so genannten “Lesestraße” unterstützt – was sich auf die Location bezieht, tatsächlich die alte Waschstraße der ehem. Mercedes-Niederlassung (wo u.a. auch das Schwabylon untergebracht ist). Was eine wirklich coole Location ist, noch mit Fliesen und Bürsten und Schildern und so.

    Tatsächlich war der Raum schon recht früh gefüllt, weil Kulturliebhaber im Gegensatz zu Clubliebhabern noch einen Sinn für Timing haben. Die erste von drei Lesungen, nur rudimentär vorbereitet, war dann auch die beste – Rohleder souverän den ersten Oz-Besuch vorgelesen, ich den Boa-Besuch und Ram wiederum seinen ersten Oz-Besuch. Die Leute haben an den richtigen Stellen gelacht und es gab warmen Applaus.

    Im Anschluss hat Mr. Santos alias Ju ein paar Tracks performed, dann bissle Mukke, dann die nächste Runde Lesung. Rohleder mit der Oz-Razzia, ich mit dem Klassiker “Nerd&Sexy” und Ram mit den 10 meistgehassten DJ-Wünschen. Stimmung immer noch freundlich, auch wenn es etwas länger gedauert hat, bis Ruhe im Saal einkehrte.

    Danach entfloh Ram in die Metropole Esslingen, und die dritte Lesung bestritten Rohleder und ich allein. Wobei schon der Anfang etwas holprig war, weil die Leute nicht so ganz verstanden, dass es eines gewissen Ruhepegels bedarf, um zu lesen. Rohleder dann das erste Kapitel seines Buches gelesen und ich Boa und Nerd&Sexy im Doppelpack.

    Und irgendwie hatten die Leute zu dem Zeitpunkt das Gesamtkonzept etwas aus den Augen verloren. Ständig klingelte irgendwo ein Handy, ein Typ fand es lustig, in seinen Knochen zu brüllen “Hey neeee, geht grad net, ich bin in so ner Lesung”, die Gags kamen nicht so richtig gut an und der Applaus war eher ein wenig mitleidig als ehrlich – so hatte zumindest ich den Eindruck.

    Aber egal, später gab es noch mal eine gelungene Performance von Ju, danach kam sogar Partystimmung auf und alle hatten noch einen schönen Abend. Jörg Rohleder ist auch in echt sehr nett, war tatsächlich noch nervöser als Ram und ich, die Location ist ungewöhnlich und cool, und es bleibt zu hoffen, dass dort noch mehr schöne Veranstaltungen stattfinden.

    Am Samstag haben wir mit Kessel.TV einen auf Norman aka gemütlich gemacht. Im Rahmen der Stuttgart Nacht haben Ram und ich Jörg Rohleder bei einer Lesung in der so genannten "Lesestraße" unterstützt - was sich auf die Location bezieht, tatsächlich die alte Waschstraße der ehem. Mercedes-Niederlassung (wo u.a. auch das Schwabylon untergebracht ist). Was eine wirklich coole Location ist, noch mit Fliesen und Bürsten und Schildern und so. Tatsächlich war der Raum schon recht früh gefüllt, weil Kulturliebhaber im Gegensatz zu Clubliebhabern noch einen Sinn für Timing haben. Die erste von drei Lesungen, nur rudimentär vorbereitet, war dann auch die beste - Rohleder souverän den ersten Oz-Besuch vorgelesen, ich den Boa-Besuch und Ram wiederum seinen ersten Oz-Besuch. Die Leute haben an den richtigen Stellen gelacht und es gab warmen Applaus. Im Anschluss hat Mr. Santos alias Ju ein paar Tracks performed, dann bissle Mukke, dann die nächste Runde Lesung. Rohleder mit der Oz-Razzia, ich mit dem Klassiker "Nerd&Sexy" und Ram mit den 10 meistgehassten DJ-Wünschen. Stimmung immer noch freundlich, auch wenn es etwas länger gedauert hat, bis Ruhe im Saal einkehrte. Danach entfloh Ram in die Metropole Esslingen, und die dritte Lesung bestritten Rohleder und ich allein. Wobei schon der Anfang etwas holprig war, weil die Leute nicht so ganz verstanden, dass es eines gewissen Ruhepegels bedarf, um zu lesen. Rohleder dann das erste Kapitel seines Buches gelesen und ich Boa und Nerd&Sexy im Doppelpack. Und irgendwie hatten die Leute zu dem Zeitpunkt das Gesamtkonzept etwas aus den Augen verloren. Ständig klingelte irgendwo ein Handy, ein Typ fand es lustig, in seinen Knochen zu brüllen "Hey neeee, geht grad net, ich bin in so ner Lesung", die Gags kamen nicht so richtig gut an und der Applaus war eher ein wenig mitleidig als ehrlich - so hatte zumindest ich den Eindruck. Aber egal, später gab es noch mal eine gelungene Performance von Ju, danach kam sogar Partystimmung auf und alle hatten noch einen schönen Abend. Jörg Rohleder ist auch in echt sehr nett, war tatsächlich noch nervöser als Ram und ich, die Location ist ungewöhnlich und cool, und es bleibt zu hoffen, dass dort noch mehr schöne Veranstaltungen stattfinden.

     
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  • 17

    Car Wash

    Am 22. Jun 2010, 09:07 Uhr von Jana

    Samstag in der Waschstraße… Gute Laune? Bestimmt nicht.

    Es gibt ja diese Situationen, da sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Einigen Menschen geht es so, wenn sie ein Flugzeug betreten. Dann finden die vor lauter Sitzen ihren eigenen nicht oder vergessen sämtliche Umgangformen. Ich habe mich darüber schon einige Male köstlich amüsiert. („Was sind das für Dinger da über meinem Sitz?“ – „Sie meinen die Glühbirnen? Das sind Lampen“ – „Ach so.“)

    Nun hat mich die Strafe ereilt. Knallhart an einem Samstag Vormittag in der Waschstraße. Ich hab’s nicht so mit Waschstraßen. Das ist nicht mein Terrain. Aber jetzt kam ich nicht drum herum: Das Auto musste Montag zum TÜV und da sollte es sich ja von seiner besten Seite zeigen.

    Samstag um 10 war’s also soweit. Dachte, ich mach mich früh auf den Weg. Bekanntlich waschen die meisten schwäbischen Herren am Samstag ihr Heilig’s Blechle. Es war also nicht nur nicht mein Ort, sondern auch nicht meine Zeit. Das zur Verteidigung. Read more »

    Samstag in der Waschstraße… Gute Laune? Bestimmt nicht. Es gibt ja diese Situationen, da sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Einigen Menschen geht es so, wenn sie ein Flugzeug betreten. Dann finden die vor lauter Sitzen ihren eigenen nicht oder vergessen sämtliche Umgangformen. Ich habe mich darüber schon einige Male köstlich amüsiert. („Was sind das für Dinger da über meinem Sitz?“ – „Sie meinen die Glühbirnen? Das sind Lampen“ – „Ach so.“) Nun hat mich die Strafe ereilt. Knallhart an einem Samstag Vormittag in der Waschstraße. Ich hab’s nicht so mit Waschstraßen. Das ist nicht mein Terrain. Aber jetzt kam ich nicht drum herum: Das Auto musste Montag zum TÜV und da sollte es sich ja von seiner besten Seite zeigen. Samstag um 10 war’s also soweit. Dachte, ich mach mich früh auf den Weg. Bekanntlich waschen die meisten schwäbischen Herren am Samstag ihr Heilig’s Blechle. Es war also nicht nur nicht mein Ort, sondern auch nicht meine Zeit. Das zur Verteidigung. Mr. Wash am Pragsattel – der eine oder andere stolze Autobesitzer mag es kennen – ist wirklich riesig. So riesig, dass ich eigentlich schon von den Ausmaßen überfordert war. Riesige Schilder, riesige Preislisten und riesige Fahrbahnen. Das Einfädeln vor den Kassenhäuschen hat mich ein wenig an die Maut an der Golden Gate Bridge erinnert. Erstes Problem: Der hochmotivierten jungen Dame an der Schranke erklären, dass mein Fiat nur das 5-Euro-Basic-Programm bekommt. Nix Extra-Leistung. Hab ich noch gemeistert. Und einen Gratis-Saugen-Gutschein habe ich auch bekommen. Nächster Punkt: Die Waschstraße. In meiner Erinnerung war das eine Maschine. Jetzt fahre ich in einer Halle ein, in der verteilt ein paar Jungs mit Schlauch stehen. Bin verwirrt. Sind die 1-Euro-Jobs schon so weit, dass man die Automaten abgeschaltet hat? Scheint so. Während ich noch nachdenke, winkt mir ein junger Herr ungeduldig zu. Also fahr ich hin. Unterwegs werde ich so eingeschäumt, dass ich gar nix mehr sehe. Und jetzt? Schaum mit dem Scheibenwischer entfernen? Muss wohl. Der junge Mann läuft einmal um den Punto und schaumiert. Soweit so gut, ich fahre weiter. Nächster junger Mann. Ich bin schon etwas entspannter. Er shampooniert (wohl ein anderes Shampoo) die Front. Dann ist er weg. Ich fahr ein Stück vor, da brüllt’s hinter mir. Ah so, die Rückseite. Das muss schon sein. Ich den Rückwärtsgang rein, damit er fertig shampoonieren kann. Ups. Fast hätte ich ihn überfahren. Wie soll ich bei dem ganzen Schaum auch was sehen. Bin schon ziemlich entnervt, da kommt endlich dieser Waschautomat an den ich mich noch erinnere. Der nächste junge Herr winkt mich auch schon leicht genervt auf das Laufband. Stresst mich etwas. Ich muss doch noch die Antenne abmachen. Hat Paps extra gesagt. Jetzt ist es zu spät. Ich bin auf dem Band. Was mach ich jetzt mit der Antenne? Während ich mir noch was Hirn zermartere, kommt ein Schild: „Bitte starten sie jetzt wieder ihren Motor.“ Ups. Den hatte ich natürlich gar nicht ausgemacht, vor lauter Antenne. Bilde mir ein hinter den ganzen Bürsten eine Horde junger Männer zu sehen, die mir einen Vogel zeigen. Schnell ignorieren und raus hier. Der Gratis-Saugschein kann mich mal. Ich muss hier weg. Und das Schlimme an der Geschichte: Die TÜV-Plakette habe ich am Montag auch nicht bekommen. Aber das volle Mitleid des TÜV-Mannes: „Ihr Auto sieht sehr gepflegt aus. Schade, dass die Lenkung kaputt ist.“ Na, danke. Nächstes mal bin ich ja so was von nett, wenn einer das G 425 auf seinem Flugticket für seinen Sitzpatz hält und die Reihe nicht findet. Versprochen.

     
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