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Stuttgart früher
Am 8. Nov 2011, 14:00 Uhr von Thorsten W.
Die Stuttgarter Zeitung hat gestern eine sehr schöne Fotoserie mit historischen Fotos aus Stuttgart von Lesern online gestellt. Irgendwie hatte die Innenstadt noch mehr Charme, als die Stadtbahn noch oberirdisch gefahren ist, finde ich.
Passend dazu lief vor einer Woche der sehr schöne Film Stuttgart – Der Film, die Geschichte im SWR-Fernsehen, mit historischen Filmaufnahmen aus dem Städtle. Das fing an mit der allerersten Aufnahme, bereits ein Jahr, nachdem die Gebrüder Lumiére die Filmkamera erfunden hatten, und ging bis in die jüngere Vergangenheit. Leider konnte ich den Film nicht zu Ende gucken, hat aber auch den ein oder anderen KTV-Leser bei Facebook begeistert.
Den Film gibt es leider nicht in der SWR Mediathek, aber man kann ihn auf DVD bei Amazon bestellen (schönes Weihnachtsgeschenk), und hier ist der Trailer:
Und auch noch passend zum Thema hat der geschätzte Kollege Uwe Bogen von den Stuttgarter Nachrichten ein neues Buch rausgebracht: Liebe, Tanz und Bretterbuden – Geschichten und Anekdoten aus Stuttgart. Hört sich ganz spannend an, der Aussenreporter wollte mir sein Exemplar mal ausleihen, gibt’s natürlich auch zu kaufen und hier die offizielle Zusammenfassung:
Liebe, Tanz und Bretterbuden Erinnerungen, die ans Herz gehen, Anekdoten, die eine Stadt erklären: Der Blick in Stuttgarts Vergangenheit kann so vergnüglich wie lehrreich sein, wie Uwe Bogens Geschichten in diesem Buch mit Sprachwitz und Leichtigkeit beweisen. Wer hat von den Vereinigten Hüttenwerken gehört? So nannte man bis zum Abriss in den 1970ern die bizarre Ansammlung an Bretterbuden, in der im heutigen Schwabenzentrum Strip, Nepp und Subkultur blühten.
Was war dran am Wasser aus Indien, mit dem der Zauberer Kalanag wochenlang im Metropol die Massen begeisterte? Und wer kennt die Tricks, mit denen Wilhelma-Schlitzohr Albert Schöchle Stuttgart zu einem Zoo verhalf? Wie konnte Ballettintendant John Cranko ein Tanzwunder schaffen? Und was blieb von der Liederhalle übrig, nachdem Jimi Hendrix dort das erste Rockkonzert gab?
Erinnerungen an den zunächst umstrittenen Bau des Fernsehturms und an Merkwürdigkeiten beim Besuch der Queen werden ebenso lebendig wie an die Solitude-Rennen und an den Jubel, mit dem die Stadt noch vor dem Fall der Mauer Michail Gorbatschow wie einen Popstar feierte. Erinnerungen, Emotionen, Erlebnisse. Was früher war, macht vieles von heute verständlich. Begleiten Sie den Autor auf einer spannenden Zeitreise.
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Uwe Bogen: Her mit dem schönen Leben
Am 4. Jun 2010, 09:43 Uhr von Aussenreporter
Wenn man in Stuttgart als Stift seine Kohlen verdient, trifft man zwangsläufig immer wieder auf die selben Kollegen. Den Herrn Setzer löst man beim Afrob-Interview im Medienhaus ab, Martin unterstütze ich am liebsten bei seinen Reportagen an der Stange in der Corso und Uwe Bogen läuft man unter Garantie am Rande der roten Teppichles dieser Stadt über den Weg.
Uwe ist Gesellschaftsreporter bei den Stuttgarter Nachrichten und mit Joe Bauer das Highlight dieser Zeitung. Jetzt hat der altgediente Journalist mit „Her mit dem schönen Leben“ mal eben einen feinen Roman in die Tasten gehauen, der ideal zum anstehenden Sommer passt. Mit kessel.tv sprach Uwe Bogen über Marathon, Grundgarstigkeit und Schweizer Interesse an Stuttgart.
Du schmeißt bei den Nachrichten das Vermischte, jetzt hast du auch noch ein Roman herausgehauen, dein siebtes Buch bereits. Ist dir langweilig?
Bogen: Langweilig ist mir selten. Aber nach einer Knie-Operation im vergangenen Sommer konnte ich sechs Wochen lang nur wenig machen außer daheim rumhängen. Da habe ich das meiste der Geschichte verfasst.
Was ist die Idee hinter dem Buch?
Bogen: Die Idee war, über Irrtümer des Lebens und der Liebe zu schreiben. Vieles ist gar nicht so, wie es scheint. Der Protagonist fürchtet, seine Frau habe ihn verlassen, weil alle Anzeichen dafür sprechen.
Die ausweglose Lage, in der er sich zu befinden scheint, weil auch noch im Büro angeblich eine Intrige gegen ihn läuft, zwingt ihn dazu, über Grundsätzliches in seinem Leben nachzudenken. Da kommt er auf eine ganz neue Sichtweise.
„Her mit den schönen Leben“ ist mein siebtes Buch, aber nicht mein siebter Roman. Ich habe einige Stuttgart-Bücher geschrieben, etwa über die Königstraße. Zeitungsartikel sind Kurzstrecken. Ein Marathon ab und zu macht mir Spaß.
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