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WzKLdJ – die Kandidaten:
Die Uggs, die Uggalos & die EdggalosAm 22. Dez 2009, 19:00 Uhr von martin



Ende Oktober stellten wir freudig die erste Dame im Team vor. Zwei Tage später debütierte Jana mit ihrem Ugg Boots-Eintrag und sorgte prompt für eine ausufernde Diskussion.
Es hätte wohl nicht mehr viel gefehlt und ich hätte die Dinger ein paar Wochen später ebenfalls zerrissen. Während meines USA-Aufenthalts im September hat mich an jeder Straßenecke die Schafherde überrollt. Ich dachte eigentlich, die Dinger sind längst begraben oder auf allen Dachböden dieser Erde verstaut.
Der Ugg-Eintrag ist wiederum auch ein Beweis wie gut das Zusammenspiel zwischen Blog und unseren Lesern funktioniert.
Relativ früh meinte Leser Marcus in den Ugg-Kommentaren, man müsste doch, um einen ordentlichen Reibach zu machen, nur den Ugg mit dem Buffalo klonen – ich bin allein bei der Vorstellung weggebrochen vor Lachen. Ein paar Wochen später hat Marcus den “Uggalo” eingeschickt – großartig!
Aber es sollte am selben Tag noch besser kommen: Leser Swen wiederum ließ der Uggalo keine Ruhe – er musste kurzerhand den Edggalo nachlegen! Ein traumhafter Tag für uns. So macht das alles hier gleich noch viel mehr Spass.
Der Publikumspreis sozusagen geht von meiner Seite aus auf jeden Fall an die Uggalos & die Edggalos.
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KTV-Classic: Die Uggalos
Update: Der EdggaloAm 18. Nov 2009, 10:16 Uhr von martin
Einen wunderschönen guten Morgen meine Damen und Herren,
zwei Schuhimperatoren haben sich vereint und für eine exklusive H&M-Kollektion den Uggalo entworfen!
Der Uggalo ist ab heute für schlappe 399 Euro in ausgewählten Filialen erhältlich, darunter auch im großen H&M in der Königstraße.
Den Kunden wird dabei empfohlen Vollkörperschutz zu tragen, den man freilich auch im H&M erwerben kann. Erst kürzlich kam es im Rahmen der Jimmy Schmu Kollektion zu dramatischen, blutigen Szenen. Busy Icer wird bis heute vermisst.
Der Uggalo ist die Fusion des Besten vom Besten: Pro Uggalo worden zwei Tonnen feinster thailändischer Kautschuk (gezapft bei se Bücks) und Wolle von 20 Schafen verarbeitet. Das hat natürlich seinen Preis.
Das Laufgefühl ist dafür großartig. Sie gehen wie auf Wolken, überragen ganz ohne lästige hohe Absätze ihre Mitbürger und haben dabei auch noch wollig pisswarme Füsse.
Prominente Träger wie der Ministerpräsident in Warteschleife, Stefan Mappus, schwärmt von seinen neuen Errungenschaften: “Diese Uggalos verleihen mir Flügel und haben mir bereits hohe Sympathiewerte im Landtag eingebracht – durch alle Parteien hinweg. Die Grünen kleben an meinen Füssen. Ich fühle mich als könnte ich nun S21 mit eigenen Händen im Alleingang bauen!”
Und der fernsehbekannte Schuldenberater Peter Zwegart sagt: “Mit diesen Schuhen kann man durch dick und dünn gehen. Mein Willkommensgeschenk an meine verschuldeten Kunden. Ich will damit ein Zeichen setzen: Es geht wieder aufwärts.”
Schlagen auch Sie jetzt zu und sichern Sie sich ein Paar von den limitierten fünf Millionen Uggalos in der H&M-Filiale ihres Vertrauens.
Ihr Schaf
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UGGs
oder wie ein Klischee die Stadt erobertAm 29. Okt 2009, 17:43 Uhr von Jana
Es gibt Kleidungsstücke, die liegen irgendwo zwischen Statement und Stigmata. Ed Hardy Shirts sind so etwas, oder Zopfmusterpullover von Ralph Lauren. Wenn ich das nur sage, startet gleich das Kopfkino und eine ganze Ladung Klischees geraten in Wallung. Ich nenne diese Kleidungsstücke deshalb liebevoll Klischee-Klamotte.
Ob das nun oberflächlich, undifferenziert oder einfach praktisch ist, möchte ich gar nicht weiter thematisieren. Ich denke, keiner hat einen Klischee freien Kleiderschrank. Fakt ist: Klischee-Klamotten sind immer wieder ein dankbares Thema für modische Diskussionen, Stil- und Einstellungsfragen.
Heute bringe ich das Thema aufs Tablett, weil eine typische Klischee-Klamotte nach ca. fünf Jahren überraschend ihr Comeback feiert. Die UGG Boots, benannt nach UGG – ugly – hässlich.
Für einen Teil der Welt ist damit eigentlich schon alles zu den Schuhen gesagt. Der andere Teil trägt die 300 Euro Boots (oder entsprechende Kopien) mit unglaublichem Stolz.
Angeblich kühlen die Dinger im Sommer, sagen zumindest australische Farmer (oder waren’s die Marketing-Leute?!). Tolle Behauptung auf jeden Fall – wer kann bei einem deutschen Sommer schon das Gegenteil beweisen.
Bis vor ein paar Wochen bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass die UGGs ihre Zeit hatten und in der „Ich wäre so gerne Paris Hilton“-Schublade verstauben. Jetzt werden sie aber zu einem Spezialfall der Klischee-Klamotte: die UGG Boots machen sich tatsächlich auf ihre Schublade zu verlassen.
Mittlerweile sieht man die Stiefel nicht mehr nur zu pinken Nicki-Hosen und weißen Daunenjacken, die den Hüftspeck frei legen. Nein, die ganze Welt scheint auf einmal diese Stiefel zu tragen.
Wenn ein Virus fünf Jahre nach dem ersten Ausbruch mit einer solchen Wucht zurück kommt, sagt man Mutation. Was also verursacht die UGG-Mutation?
Eine meiner Theorien ist “der weibliche Trotz”. Der bringt uns dazu demonstrativ zu zeigen, dass es uns egal ist, wie die Schuhe aussehen. Sie sind warm. Natürlich könnten wir auch in anderen Schuhen warme Füße haben, aber dann würde man vielleicht als unmodisch durchgehen.
Mit den UGGs setzen wir dagegen ein Statement gegen die High-Heel tragenden ‘Vorbilder’ bei Sex and the City, Lipstick Jungle und Co. Ganz demonstrativ kann man zeigen, dass man praktisch denkt.
Die andere Variante wäre natürlich, dass diese UGGs einfach wahnsinnig clevere Marketing-Leute haben, die nach der Geschichte mit dem ‘kühlen im Sommer’ nun den nächsten Treffer gelandet haben.
Wie auch immer: das Klischee wird salonfähig, oder so. Wir werden es sehen (müssen).
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