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  • 16

    Midlove

    Am 7. Dez 2011, 08:35 Uhr von martin

    Wie ging der Spruch neulich vom Thorsten? Mittwoch ist der neue Dienstag? Ich weiß es nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich seit Jahren mittwochs ein körperliches Tief habe, abends total platt, und würde ums Verrecken nicht vor die Türe gehen. Gut, geh sowieso unter der Woche so gut wie nie weg.

    Anders als der Passion: Der muss jetzt jeden Mittwoch raus. Oder ab und zu zumindest, seine Homeboys (neulich in der Suite: “Hast du früher auch Homeboy getragen?”) Tipura, Bow Tie und Swist (süsse Bärtchen über den Namen) unterstützen ihn bei seiner neuen Partyreihe Midlove. Heute Kick Off und dann eben jeden Mittwoch.  Weil Mittwoch isch der neue… Musikalisch nur “nice’e Mukke”, wie Disco, Disco Funk, Nu Disco, House etc. Also garantiert kein Shackleton und Pinch, wie ich gerade höre. Hat mir Foffie empfohlen.

    Keine Ahnung mehr ob wir das Thema schon mal hatten, das Dilayla ist vor einiger Zeit grundsaniert worden wie das Gerber und sieht jetzt ungefähr so aus:

    Lediglich der Teppich und das Turkish Airlines Schild erinnern an alte Zeiten, an früher, an damals.

    Dann noch ein Konzerttipp, wenn ich das richtig überprüft habe, noch nicht ausverkauft: Im Schocken spielen heute Abend die Junior Boys.

    Schätzungsweise der nächste Großbrillenalarm nach Metronomy vergangene Woche. War komplett ausverkauft und scheinbar ein Eldorado für Optiker. Aussi war dort und meinte die Nasenfahrräder waren bei Metronomy noch größer als bei der Paperness. Kaum zu glauben.

    Hab mich selbst mit Junior Boys nur stark begrenzt auseinandergesetzt, würde sie spontan in einen Topf mit Hot Chip und eben Metronomy werfen, aber das in einen Topf werfen ist prinzipiell immer falsch, weiß der Kenner, also holen wir sie die da wieder raus und sagen, dass Junior Boys garantiert ganz anders und ganz großartig sind. Carl Craig hat zumindest mal für “Like A Child” einen großartigen Remix gemacht. Und da isser, ne, isser nicht, weil in meinem Land nicht verfügbar. Neulich hab ich mal getwittert, wenn ich groß bin, möchte ich in meinem Land auch nicht verfügbar sein. Ach, Träume!

    Zweiter Versuch, ach fick dich, dritter, jetzt mit passender Winterstimmung aus Montreal. Nach Montreal wollte ich schon immer mal:

    YouTube Preview Image

    Na, wie fand der Ken den Remix damals?

    Da fällt mir ein, das Schocken eröffnet scheinbar noch vor Weihnachten ein Restaurant, asiatisch, am Marienplatz, im ehemaligen Subway. Wotsch aut. Mein Magen dreht sich jetzt schon bei dem Wort asiatisch.

    Seinen Körper drehen kann man am Mittwochabend noch im Transit bei Robin “Dirty South” Treier, heißt “What´s The Dealiyo”, musikalisch doch eher entspanntere Musik wie Folk, Soul, Jazz. Richtig drehen dann, ja Öffi, im Stereo, beim one and only HipHop-Mittwoch. Keine Ahnung wer heute Abend auflegt, geht so oder so immer was.

    Ich gehe jetzt mal ins Rathaus und mach ein paar alternative Sparvorschläge. Schönen Tag.

    Wie ging der Spruch neulich vom Thorsten? Mittwoch ist der neue Dienstag? Ich weiß es nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich seit Jahren mittwochs ein körperliches Tief habe, abends total platt, und würde ums Verrecken nicht vor die Türe gehen. Gut, geh sowieso unter der Woche so gut wie nie weg. Anders als der Passion: Der muss jetzt jeden Mittwoch raus. Oder ab und zu zumindest, seine Homeboys (neulich in der Suite: "Hast du früher auch Homeboy getragen?") Tipura, Bow Tie und Swist (süsse Bärtchen über den Namen) unterstützen ihn bei seiner neuen Partyreihe Midlove. Heute Kick Off und dann eben jeden Mittwoch.  Weil Mittwoch isch der neue... Musikalisch nur "nice'e Mukke", wie Disco, Disco Funk, Nu Disco, House etc. Also garantiert kein Shackleton und Pinch, wie ich gerade höre. Hat mir Foffie empfohlen. Keine Ahnung mehr ob wir das Thema schon mal hatten, das Dilayla ist vor einiger Zeit grundsaniert worden wie das Gerber und sieht jetzt ungefähr so aus: Lediglich der Teppich und das Turkish Airlines Schild erinnern an alte Zeiten, an früher, an damals. Dann noch ein Konzerttipp, wenn ich das richtig überprüft habe, noch nicht ausverkauft: Im Schocken spielen heute Abend die Junior Boys. Schätzungsweise der nächste Großbrillenalarm nach Metronomy vergangene Woche. War komplett ausverkauft und scheinbar ein Eldorado für Optiker. Aussi war dort und meinte die Nasenfahrräder waren bei Metronomy noch größer als bei der Paperness. Kaum zu glauben. Hab mich selbst mit Junior Boys nur stark begrenzt auseinandergesetzt, würde sie spontan in einen Topf mit Hot Chip und eben Metronomy werfen, aber das in einen Topf werfen ist prinzipiell immer falsch, weiß der Kenner, also holen wir sie die da wieder raus und sagen, dass Junior Boys garantiert ganz anders und ganz großartig sind. Carl Craig hat zumindest mal für "Like A Child" einen großartigen Remix gemacht. Und da isser, ne, isser nicht, weil in meinem Land nicht verfügbar. Neulich hab ich mal getwittert, wenn ich groß bin, möchte ich in meinem Land auch nicht verfügbar sein. Ach, Träume! Zweiter Versuch, ach fick dich, dritter, jetzt mit passender Winterstimmung aus Montreal. Nach Montreal wollte ich schon immer mal: [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=dHidvHL58QY[/youtube] Na, wie fand der Ken den Remix damals? Da fällt mir ein, das Schocken eröffnet scheinbar noch vor Weihnachten ein Restaurant, asiatisch, am Marienplatz, im ehemaligen Subway. Wotsch aut. Mein Magen dreht sich jetzt schon bei dem Wort asiatisch. Seinen Körper drehen kann man am Mittwochabend noch im Transit bei Robin "Dirty South" Treier, heißt "What´s The Dealiyo", musikalisch doch eher entspanntere Musik wie Folk, Soul, Jazz. Richtig drehen dann, ja Öffi, im Stereo, beim one and only HipHop-Mittwoch. Keine Ahnung wer heute Abend auflegt, geht so oder so immer was. Ich gehe jetzt mal ins Rathaus und mach ein paar alternative Sparvorschläge. Schönen Tag.

     
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  • 1

    Kein Plan

    Am 3. Nov 2011, 12:09 Uhr von martin

    Wer noch kein Plan hat, was er heute Abend tun soll, außer vielleicht den Weltfußball-Klassiker Kopenhagen gegen Hannover zu kommentieren, wahlweise Schalke gegen Larnaka, kann sich zum Beispiel ins Speakeasy begeben und ein Sonnenbad vor der LED-Wand nehmen. Ansonsten geht da: Kein Plan.

    Beziehungsweise ein “ein interaktives, urbanmusikalisches Improvisationsspektakel für jung und alt.” Mehr Infos im folgenden Video:

    YouTube Preview Image

    Erster Donnerstag im Monat heißt auch, dass die TDSVWler im Rocker ihr ganz eigenes House bauen. Hey Foffie, was hörst du gerade? Snap?

    Die Jungs haben mal ein, ähm, Video gedreht.

    YouTube Preview Image

    Dieses Video haben einst schon die Fantas für “Tag am Meer” kopiert.

    Ansonsten geht die 0711 Jubiläumsfete im Transit und der Schräglage in Phase zwei, an den Decks Stargast Harris von den Specialists, dazu bekommt man einen Passion, einen Crypt und einen Igor. Keine schlechte Besetzung, wie auch im Tonstudio das heutige Duo Henster und Cin, den ich nicht mehr Cinny schreiben darf. Kann ich fast nachvollziehen. Let´s Maschinenbau!

    Wer noch kein Plan hat, was er heute Abend tun soll, außer vielleicht den Weltfußball-Klassiker Kopenhagen gegen Hannover zu kommentieren, wahlweise Schalke gegen Larnaka, kann sich zum Beispiel ins Speakeasy begeben und ein Sonnenbad vor der LED-Wand nehmen. Ansonsten geht da: Kein Plan. Beziehungsweise ein "ein interaktives, urbanmusikalisches Improvisationsspektakel für jung und alt." Mehr Infos im folgenden Video: [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=uKDgBB8Tp3o[/youtube] Erster Donnerstag im Monat heißt auch, dass die TDSVWler im Rocker ihr ganz eigenes House bauen. Hey Foffie, was hörst du gerade? Snap? Die Jungs haben mal ein, ähm, Video gedreht. [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=OcNvGHfbZOE[/youtube] Dieses Video haben einst schon die Fantas für "Tag am Meer" kopiert. Ansonsten geht die 0711 Jubiläumsfete im Transit und der Schräglage in Phase zwei, an den Decks Stargast Harris von den Specialists, dazu bekommt man einen Passion, einen Crypt und einen Igor. Keine schlechte Besetzung, wie auch im Tonstudio das heutige Duo Henster und Cin, den ich nicht mehr Cinny schreiben darf. Kann ich fast nachvollziehen. Let´s Maschinenbau!

     
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  • 8

    KTV-Ausflugtipps: Abenteuerurlaub in Stuttgart

    Am 21. Sep 2011, 11:30 Uhr von martin

    Die Urlaubszeit ist zwar offiziell vorbei, aber folgendes kann man auch mal zwischendurch unternehmen. Der Text ist bereits im aktuellen LIFT erschienen. 

    Die Kalifornien Rundreise haben sie schon fünfmal mit Sternchen und Hoover-Damm absolviert, für die große Asien-Tour reichen die zwei Wochen Urlaub nicht, die man ihnen gnädig gewährt (Stichwort Aufschwung), und die Domrep ist weit unterhalb ihrer Kniekehlen? Dann probieren sie etwas ganz Neues: Die 24 Stunden Survival-Tour durch Stuttgart.

    Großer Vorteil: Sie müssen kaum Vorbereitungen treffen. Ihr Outfit sollte ein Tag durchhalten und Geschmack mit Funktion verbinden. Empfehlenswert ist ein Brustbeutel für etwas Taschengeld und Kreditkarte, falls sie sich spontan bei Louis Vuitton in der Stiftstraße einen größeren Brustbeutel kaufen wollen. Aber bitte unter dem Shirt tragen! Um richtig abschalten zu können, lassen sie am besten ihre Handy-Gürteltasche inklusive Smartphone daheim.

    Ausschlafen mit den Parkschützern

    Für die Übernachtung benötigen sie keinen Cent. Legen sie sich einfach zu den Parkschützern in den Park, wählen sie eine Abdeckplane oder Zelt nach ihrem Geschmack und Einkommensklasse aus und ratzen in dem bunten Biotop endlich richtig ordentlich bis um 6:00 Uhr durch, bis sie von den ratternden U-Bahnen unter und dem hupendem Berufsverkehr neben ihnen geweckt werden. Den ersten Kaffee bekommen sie von ihren neuen Freunden. Geht immerhin um die Sache und nicht um Kaffee.

    Erkunden sie Europa

    Um gemütlich in Paris zu frühstücken, müssen sie Stuttgart überhaupt nicht verlassen, sondern nur das gerade entstehende Europaviertel hinter der BW-Bank besuchen. Wandern sie vom Park durch das Paralleluniversum Arnulf-Klett-Passage, das ist Disney Land und Tripsdrill in einem. Gönnen sie sich bei einer Schnellback-Kultur drei Brezel für 99 Cent, schnorren in dem besagten Geldinstitut etwas Butter bei einer attraktiven Bankerin und laden sie diese zum gemeinsamen Butterbrezel-Essen auf dem romantischen Pariser Platz ein.

    Mit viel Phantasie sehen sie hinter dem Bauzaun nicht nur die neue Bibliothek, sondern auch Budapest und Mailand. Savoir Vivre! Knutschen sie die Bankerin ab und sagen ihr danach, dass ihr Herz doch nicht für sie schlägt. Immerhin haben sie Urlaub. Es geht nur nach ihnen.

    Heißester Touri-Hotspot 2011: Die Gerber-Baustelle

    Vergessen sie das Daimler-, Porsche- oder Kunstmuseum: Die Gerber-Baustelle ist der Touri-Magnet schlechthin in dieser Saison. Fahren sie vom Hauptbahnhof zum Österreichischen Platz (U5, 6, 7, 15 bis Charlottenplatz, umsteigen in die U1) und laufen vor bis zur Tübingerstraße.

    Schauen betont fassungslos auf die Central Park große Baugrube zwischen Paulinenbrücke, Tübinger-, Sophien und Marienstraße. Setzen sie den Audioguide auf, der am Bauzaun hängt und Fragen beantwortet wie: Was kommt da hin? Ein Nutzungsmix aus Shopping, Büro und Wohnung. Ach so. Braucht man das? Sieht man dann, wenn es fertig ist. Ach so. Vorher war´s nicht schöner. Stimmt. Na ja.

    Unterhaltung, Spiel und Spass in der Marienstraße

    Nach dem Grubencheck und Staubsnack müssen sie die Tour auflockern. Die Marienstraße ist dafür bestens geeignet. Eine Bong im Udopea? Spielzeug im Beate Uhse? Trendige Turnschuhe in einem Fachgeschäft oder einen Kebab-, Pizza, Asia oder Burger-Snack? Notfalls können sie in einem der 20 Internetcafés endlich ihre Emails checken. Posten sie auf Facebook ein Bild von den Malediven: „Geile Großwetterlage hier, ihr Büroseggl!“

    Rolltreppenfahren im Königsbau

    Jetzt Action! Laufen sie die Königstraße hinunter bis zum Stilwerk, auch bekannt als Königsbaupassagen. Fahren sie dort solange die Rolltreppen rauf und runter bis sie die Verantwortlichen der schwachsinnigsten Rolltreppen-Planung der Welt mit der neuen CD von Andrea Berg foltern möchten oder sie einem der oberen Designermöbelläden aufgrund des penetranten Hotalo-Gestanks vor den Eingang speien.

    Gratulieren sie den Hotalo-Mitarbeitern, dass sie Menschenschlangen wie zu Zeiten des Real Existierenden Sozialismus generieren. Nachdem sie selbst einen Pappbecher verhaftet haben, wissen sie immer noch nicht warum.

    Cocktail-Time im El Chico

    Speien sie gleich nochmals oder spülen das hochwertige Asia-Food mit einem Jumbo Tequila Sunrise im El Chico in der Bolzstraße herunter. Nahtloser Übergang ins Frühabendprogramm, die Fiesta kann beginnen. Lassen sie sich noch einen Jumbo Pina Colada in ihren Hotalo-Pappbecher abfüllen und springen in der Haltestelle Kepler-Straße in die U-Bahn und steigen am Berliner Platz schon wieder aus.

    Abenteuer Vorglühen am Berliner Platz

    Entweder sie bekommen sofort die Fresse poliert oder schließen jede Menge neue Urlaubsbekanntschaften. Seit M1-Zeiten ist der Berliner Platz eine rechtsfreie Vorglüh-Zone und Ausgehtreff für Kids aus verschiedenen Szenen (Emos, Indies, Kleingangster). Der Stärkere überlebt und manchmal schaut sogar die Polizei vorbei.

    Abendessen und austreten im Brunnenwirt

    Nach so viel Nervenkitzel brauchen sie eine fettige Currywurst, ein Herrengedeck und pinkeln müssten sie ebenfalls längst, also auf zum Brunnenwirt. Nehmen sie die U4 oder U9 bis zum Rathaus und gehen durch Unterführung in die Altstadt. Achtung: Für den Urlaubsfick ist in diesem Ressort ein Unkostenbeitrag zu entrichten! Checken sie bei Interesse die Reserven in ihrem Brustbeutel oder genießen gleich die angeblich beste Currywurst im Kessel. Anschließen ausschütteln an einer der letzten Pissrinnen der Stadt. Stuttgarter Legende: Da lag vor langer Zeit eine Leiche drin.

    Saunieren im Transit

    Was wäre ein Urlaubstag ohne Wellness? Der Spa Transit bietet die patentierte Ellenbogenmassage an. Aufgegossen wird mit dem seltenen schwarzen Sambucca. Wenn sie Glück haben, wedelt ein DJ mit dem Handtuch. Stellen sie sich vor ihm hin, nehmen die Arme nach oben und lassen abschlagen. Im Hans im Glück Brunnen können sie anschließend baden und sich frisch machen.

    Das große Finale: Sex

    Was wäre ein gelungener Urlaubstag ohne Geschlechtsverkehr? Den bekommt man mit großer Wahrscheinlichkeit frühmorgens im frisch renovierten Dilayla, eine der Abschlepprampen der Stadt. Erzählen sie ihrem Zielobjekt von ihrem aufregenden Trip und dass sie schon morgens in Paris wussten, dass abends noch die Richtige kommen wird. Und wenn sie danach immer noch fit sind und ihnen der Tag höllisch Spass gemacht hat: Die Parkschützer sind bestimmt noch oder schon wieder wach.

    Die Urlaubszeit ist zwar offiziell vorbei, aber folgendes kann man auch mal zwischendurch unternehmen. Der Text ist bereits im aktuellen LIFT erschienen.  Die Kalifornien Rundreise haben sie schon fünfmal mit Sternchen und Hoover-Damm absolviert, für die große Asien-Tour reichen die zwei Wochen Urlaub nicht, die man ihnen gnädig gewährt (Stichwort Aufschwung), und die Domrep ist weit unterhalb ihrer Kniekehlen? Dann probieren sie etwas ganz Neues: Die 24 Stunden Survival-Tour durch Stuttgart. Großer Vorteil: Sie müssen kaum Vorbereitungen treffen. Ihr Outfit sollte ein Tag durchhalten und Geschmack mit Funktion verbinden. Empfehlenswert ist ein Brustbeutel für etwas Taschengeld und Kreditkarte, falls sie sich spontan bei Louis Vuitton in der Stiftstraße einen größeren Brustbeutel kaufen wollen. Aber bitte unter dem Shirt tragen! Um richtig abschalten zu können, lassen sie am besten ihre Handy-Gürteltasche inklusive Smartphone daheim. Ausschlafen mit den Parkschützern Für die Übernachtung benötigen sie keinen Cent. Legen sie sich einfach zu den Parkschützern in den Park, wählen sie eine Abdeckplane oder Zelt nach ihrem Geschmack und Einkommensklasse aus und ratzen in dem bunten Biotop endlich richtig ordentlich bis um 6:00 Uhr durch, bis sie von den ratternden U-Bahnen unter und dem hupendem Berufsverkehr neben ihnen geweckt werden. Den ersten Kaffee bekommen sie von ihren neuen Freunden. Geht immerhin um die Sache und nicht um Kaffee. Erkunden sie Europa Um gemütlich in Paris zu frühstücken, müssen sie Stuttgart überhaupt nicht verlassen, sondern nur das gerade entstehende Europaviertel hinter der BW-Bank besuchen. Wandern sie vom Park durch das Paralleluniversum Arnulf-Klett-Passage, das ist Disney Land und Tripsdrill in einem. Gönnen sie sich bei einer Schnellback-Kultur drei Brezel für 99 Cent, schnorren in dem besagten Geldinstitut etwas Butter bei einer attraktiven Bankerin und laden sie diese zum gemeinsamen Butterbrezel-Essen auf dem romantischen Pariser Platz ein. Mit viel Phantasie sehen sie hinter dem Bauzaun nicht nur die neue Bibliothek, sondern auch Budapest und Mailand. Savoir Vivre! Knutschen sie die Bankerin ab und sagen ihr danach, dass ihr Herz doch nicht für sie schlägt. Immerhin haben sie Urlaub. Es geht nur nach ihnen. Heißester Touri-Hotspot 2011: Die Gerber-Baustelle Vergessen sie das Daimler-, Porsche- oder Kunstmuseum: Die Gerber-Baustelle ist der Touri-Magnet schlechthin in dieser Saison. Fahren sie vom Hauptbahnhof zum Österreichischen Platz (U5, 6, 7, 15 bis Charlottenplatz, umsteigen in die U1) und laufen vor bis zur Tübingerstraße. Schauen betont fassungslos auf die Central Park große Baugrube zwischen Paulinenbrücke, Tübinger-, Sophien und Marienstraße. Setzen sie den Audioguide auf, der am Bauzaun hängt und Fragen beantwortet wie: Was kommt da hin? Ein Nutzungsmix aus Shopping, Büro und Wohnung. Ach so. Braucht man das? Sieht man dann, wenn es fertig ist. Ach so. Vorher war´s nicht schöner. Stimmt. Na ja. Unterhaltung, Spiel und Spass in der Marienstraße Nach dem Grubencheck und Staubsnack müssen sie die Tour auflockern. Die Marienstraße ist dafür bestens geeignet. Eine Bong im Udopea? Spielzeug im Beate Uhse? Trendige Turnschuhe in einem Fachgeschäft oder einen Kebab-, Pizza, Asia oder Burger-Snack? Notfalls können sie in einem der 20 Internetcafés endlich ihre Emails checken. Posten sie auf Facebook ein Bild von den Malediven: „Geile Großwetterlage hier, ihr Büroseggl!“ Rolltreppenfahren im Königsbau Jetzt Action! Laufen sie die Königstraße hinunter bis zum Stilwerk, auch bekannt als Königsbaupassagen. Fahren sie dort solange die Rolltreppen rauf und runter bis sie die Verantwortlichen der schwachsinnigsten Rolltreppen-Planung der Welt mit der neuen CD von Andrea Berg foltern möchten oder sie einem der oberen Designermöbelläden aufgrund des penetranten Hotalo-Gestanks vor den Eingang speien. Gratulieren sie den Hotalo-Mitarbeitern, dass sie Menschenschlangen wie zu Zeiten des Real Existierenden Sozialismus generieren. Nachdem sie selbst einen Pappbecher verhaftet haben, wissen sie immer noch nicht warum. Cocktail-Time im El Chico Speien sie gleich nochmals oder spülen das hochwertige Asia-Food mit einem Jumbo Tequila Sunrise im El Chico in der Bolzstraße herunter. Nahtloser Übergang ins Frühabendprogramm, die Fiesta kann beginnen. Lassen sie sich noch einen Jumbo Pina Colada in ihren Hotalo-Pappbecher abfüllen und springen in der Haltestelle Kepler-Straße in die U-Bahn und steigen am Berliner Platz schon wieder aus. Abenteuer Vorglühen am Berliner Platz Entweder sie bekommen sofort die Fresse poliert oder schließen jede Menge neue Urlaubsbekanntschaften. Seit M1-Zeiten ist der Berliner Platz eine rechtsfreie Vorglüh-Zone und Ausgehtreff für Kids aus verschiedenen Szenen (Emos, Indies, Kleingangster). Der Stärkere überlebt und manchmal schaut sogar die Polizei vorbei. Abendessen und austreten im Brunnenwirt Nach so viel Nervenkitzel brauchen sie eine fettige Currywurst, ein Herrengedeck und pinkeln müssten sie ebenfalls längst, also auf zum Brunnenwirt. Nehmen sie die U4 oder U9 bis zum Rathaus und gehen durch Unterführung in die Altstadt. Achtung: Für den Urlaubsfick ist in diesem Ressort ein Unkostenbeitrag zu entrichten! Checken sie bei Interesse die Reserven in ihrem Brustbeutel oder genießen gleich die angeblich beste Currywurst im Kessel. Anschließen ausschütteln an einer der letzten Pissrinnen der Stadt. Stuttgarter Legende: Da lag vor langer Zeit eine Leiche drin. Saunieren im Transit Was wäre ein Urlaubstag ohne Wellness? Der Spa Transit bietet die patentierte Ellenbogenmassage an. Aufgegossen wird mit dem seltenen schwarzen Sambucca. Wenn sie Glück haben, wedelt ein DJ mit dem Handtuch. Stellen sie sich vor ihm hin, nehmen die Arme nach oben und lassen abschlagen. Im Hans im Glück Brunnen können sie anschließend baden und sich frisch machen. Das große Finale: Sex Was wäre ein gelungener Urlaubstag ohne Geschlechtsverkehr? Den bekommt man mit großer Wahrscheinlichkeit frühmorgens im frisch renovierten Dilayla, eine der Abschlepprampen der Stadt. Erzählen sie ihrem Zielobjekt von ihrem aufregenden Trip und dass sie schon morgens in Paris wussten, dass abends noch die Richtige kommen wird. Und wenn sie danach immer noch fit sind und ihnen der Tag höllisch Spass gemacht hat: Die Parkschützer sind bestimmt noch oder schon wieder wach.

     
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  • 4

    Mittwoch im Transit: Fetsum – Urban Folk Tour 2011

    Am 12. Sep 2011, 13:58 Uhr von martin

    Kleiner Kuschelrock-Konzerttipp für Mittwoch: Stuttgarts verlorener Soul-Sohn kehrt wieder heim, bringt einen Gitarristen mit und singt auf seiner Urban Folk Tour alte und neue Songs. Ausschließlich auf der Tour gibt es die brandneue “Emotional Android EP”.

    Eintritt 10 Euro, kein VVK! Einlass ab 20:00 Uhr, Beginn 21:00 Uhr, wenn voll, voll. Das Transit ist das kleinste Stadion der Welt und Fetsum-Gigs in Stuttgart überaus beliebt, wie sein letztes Gastspiel im Bergamo gezeigt hat, deswegen kann man da ruhig mal der Erste vor der Bühne sein. Lass ma um kurz vor Neune hingehen ist sicherlich keine so gute Idee.

    www.fetsum.com (da gibt es auch was umsonst) 

    Kleiner Kuschelrock-Konzerttipp für Mittwoch: Stuttgarts verlorener Soul-Sohn kehrt wieder heim, bringt einen Gitarristen mit und singt auf seiner Urban Folk Tour alte und neue Songs. Ausschließlich auf der Tour gibt es die brandneue "Emotional Android EP". Eintritt 10 Euro, kein VVK! Einlass ab 20:00 Uhr, Beginn 21:00 Uhr, wenn voll, voll. Das Transit ist das kleinste Stadion der Welt und Fetsum-Gigs in Stuttgart überaus beliebt, wie sein letztes Gastspiel im Bergamo gezeigt hat, deswegen kann man da ruhig mal der Erste vor der Bühne sein. Lass ma um kurz vor Neune hingehen ist sicherlich keine so gute Idee. www.fetsum.com (da gibt es auch was umsonst) 

     
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  • 3

    Ab heute Abend: Triple Treff

    Am 8. Sep 2011, 15:33 Uhr von martin

    Die neue Schräglage ist wohl überaus gut geworden, bei mir Büro schwärmt man geradezu von dem Spot. Neben dem Skatepark garnieren unzählige abgerockte Skatedecks den Laden. Sooll cool aussehen. Ab heute Abend findet in der SL 2 “wie früher” wieder der Treff statt. Nach der großen Flut von 1962 zog man kurzerhand in den Keller Klub.

    Den wiederum lässt man aber nun nicht fallen wie ein altes Gleisvorfeld, sondern hat sich folgendes Musikkonzept überlegt: Im Transit eher fluffiger (Neo-)Disco (oder halt auch nicht), im Keller Klub von HipHop über Dubstep bis Bratze und in der Schräglage straight HipHop in die Fresse.

    Den neuen Treff in der SL eröffnet mein neuer Bürokollege Crypt. Der kürzlich erst einen Summermix für die Schräglage abgemixt hat:

    DJ CRYPT – SUMMER MADNESS | SCHRÄGLAGE EXCLUSIVE by DJ CRYPT

    Kann man sich runterladen, kleines Donnerstagsbonbonle, gutes Ding, strotzt vor Skills, man höre allein den Anfang “und da hab ich noch bisschen das Saxophon auf das Instrumental reingecuttet” und so weiter und so fort.

    Außerdem heute Abend im Rocker “The Trash. The City. The Ghost. The Flowers”, im Romy die recht neue Partyreihe “Showtime” von Low Life und um die Ecke im Tonstudio Nachbar und ich. Endlich ist Donnerstag… oh Gott.

    Die neue Schräglage ist wohl überaus gut geworden, bei mir Büro schwärmt man geradezu von dem Spot. Neben dem Skatepark garnieren unzählige abgerockte Skatedecks den Laden. Sooll cool aussehen. Ab heute Abend findet in der SL 2 "wie früher" wieder der Treff statt. Nach der großen Flut von 1962 zog man kurzerhand in den Keller Klub. Den wiederum lässt man aber nun nicht fallen wie ein altes Gleisvorfeld, sondern hat sich folgendes Musikkonzept überlegt: Im Transit eher fluffiger (Neo-)Disco (oder halt auch nicht), im Keller Klub von HipHop über Dubstep bis Bratze und in der Schräglage straight HipHop in die Fresse. Den neuen Treff in der SL eröffnet mein neuer Bürokollege Crypt. Der kürzlich erst einen Summermix für die Schräglage abgemixt hat: DJ CRYPT - SUMMER MADNESS | SCHRÄGLAGE EXCLUSIVE by DJ CRYPT Kann man sich runterladen, kleines Donnerstagsbonbonle, gutes Ding, strotzt vor Skills, man höre allein den Anfang "und da hab ich noch bisschen das Saxophon auf das Instrumental reingecuttet" und so weiter und so fort. Außerdem heute Abend im Rocker "The Trash. The City. The Ghost. The Flowers", im Romy die recht neue Partyreihe "Showtime" von Low Life und um die Ecke im Tonstudio Nachbar und ich. Endlich ist Donnerstag... oh Gott.

     
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  • 2

    Kunst-Ghetto

    Am 19. Aug 2011, 11:24 Uhr von martin

    Bevor wir die plumpen Partys rausklopfen, noch zwei, genauer gesagt drei Kultur-Tipps für den heutigen Freitag (und darüber hinaus).

    In der Galerie Artary, Wilhelmstraße 5, präsentieren heute Abend Denise Amann und Helena Dietrich die erste Ausgabe ihres Vow Magazines. Fett, meine Schwester steht als Contributor auf der Seite. Bin so stolz auf sie und auf ihren Text gespannt.

    “This is VOW magazine! VOW magazine is a thematic publication. We are interested in subjective, personal and surreal stories. VOW magazine is a collage. VOW functions as platform and interface for international and national artists and creatives. The magazine delivers critical positions on an artistic level. Submissions from various creative fields as graphic art, photography, literature, fine arts, media and cultural theory generate the content of the magazine.”

    Da ich ein kleiner Magazin-Fan bin, vor allem von so bisschen Handmade-Fanzines, sag ich jetzt mal so, bin ich bisschen gespannt drauf.

    Das ganze wird mit einer kleinen Ausstellung vom Transit-Janusch verknüpft. Um was es geht und was alles heute Abend so passiert steht hier…

    Und so sieht das dann aus.

    Die Stücke werden lokal aus unter anderem aus Recycling produziert, “zu einem Preis der unserer Generation gerecht wird.”

    Transit-Benni legt dazu seine neuen Disco-Electro-Scheiben auf, vielleicht auch ein bisschen Rap? Der Außenreporter wollte jedenfalls hingehen, vielleicht wage ich auch, wenn ich etwas passendes zum Anziehen finde.

    Weiterhin startet heute Abend in der Galerie Strzelski die Ausstellung Berliner Luft von den Fotografen Dennis Orel und Benjamin Tafel.

    Das Duo hat ein Jahr lang die “Vielfältigkeit Berlins beobachtet und in gleichwohl unerschrockenen, als auch einfühlsamen Fotografien festgehalten. Zahlreiche Schauplätze: vom verruchten Nachtclub über die ehemalige Stasi-Zentrale der DDR bis zum urdeutschen Kaffee und Kuchen in Zehlendorf dienten als Experimentierfeld der fotografischen Position. Dabei bleibt die Frage offen, ob es sich um die Inszenierung einer Dokumentation oder die dokumentierte Inszenierung handelt.” Okay!

    Sieht nicht ganz uninteressant aus.

    Das Bild heißt übrigens “Stuttgarter Platz – Stuten am Stutti”.

    Berliner am Alexanderplatz.

    Camping-Berlin.

    Ehemalige Pan-Am Lounge. Mit dem Stern.

    Bevor wir die plumpen Partys rausklopfen, noch zwei, genauer gesagt drei Kultur-Tipps für den heutigen Freitag (und darüber hinaus). In der Galerie Artary, Wilhelmstraße 5, präsentieren heute Abend Denise Amann und Helena Dietrich die erste Ausgabe ihres Vow Magazines. Fett, meine Schwester steht als Contributor auf der Seite. Bin so stolz auf sie und auf ihren Text gespannt. "This is VOW magazine! VOW magazine is a thematic publication. We are interested in subjective, personal and surreal stories. VOW magazine is a collage. VOW functions as platform and interface for international and national artists and creatives. The magazine delivers critical positions on an artistic level. Submissions from various creative fields as graphic art, photography, literature, fine arts, media and cultural theory generate the content of the magazine." Da ich ein kleiner Magazin-Fan bin, vor allem von so bisschen Handmade-Fanzines, sag ich jetzt mal so, bin ich bisschen gespannt drauf. Das ganze wird mit einer kleinen Ausstellung vom Transit-Janusch verknüpft. Um was es geht und was alles heute Abend so passiert steht hier... Und so sieht das dann aus. Die Stücke werden lokal aus unter anderem aus Recycling produziert, "zu einem Preis der unserer Generation gerecht wird." Transit-Benni legt dazu seine neuen Disco-Electro-Scheiben auf, vielleicht auch ein bisschen Rap? Der Außenreporter wollte jedenfalls hingehen, vielleicht wage ich auch, wenn ich etwas passendes zum Anziehen finde. Weiterhin startet heute Abend in der Galerie Strzelski die Ausstellung Berliner Luft von den Fotografen Dennis Orel und Benjamin Tafel. Das Duo hat ein Jahr lang die "Vielfältigkeit Berlins beobachtet und in gleichwohl unerschrockenen, als auch einfühlsamen Fotografien festgehalten. Zahlreiche Schauplätze: vom verruchten Nachtclub über die ehemalige Stasi-Zentrale der DDR bis zum urdeutschen Kaffee und Kuchen in Zehlendorf dienten als Experimentierfeld der fotografischen Position. Dabei bleibt die Frage offen, ob es sich um die Inszenierung einer Dokumentation oder die dokumentierte Inszenierung handelt." Okay! Sieht nicht ganz uninteressant aus. Das Bild heißt übrigens "Stuttgarter Platz - Stuten am Stutti". Berliner am Alexanderplatz. Camping-Berlin. Ehemalige Pan-Am Lounge. Mit dem Stern.

     
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  • 8

    Best Of 2011: Drei Jahre KTV Review von Afro-Dieter

    Am 2. Aug 2011, 14:00 Uhr von martin

    Letztes Jahr berichtete er vom Southside, nun über unsere Jubiläumslesung im Transit: Afro-Dieter. Bisschen spät, schon wieder knapp zwei Wochen her, aber den hervorragenden, ziemlich langen Text möchten wir euch nicht vorenthalten.

    Neapolitanischer Strassenverkauf vor meinem Hotel am Bahnhof, kurz vor halb eins nachts, 26 Grad und leicht auffrischender Wind. Ich habe aus einer Vier- eine Zweieinhalb-Tage Reise gemacht, um den Geburtstag eines guten Freundes zu erwischen. Dummerweise zwingt mich der Rückflug, auf das Sonnenterrassen-Frühstück mit fantastischem Blick über die erwachende, charmant verkommene Stadt zu verzichten. Aber mit leerem Magen schlafen und fliegen ist wie mit ohne Hose im Bus und alle schauen dich komisch an: nicht gut.

    Also steh ich nachts noch an der Kreuzung, warte auf einen Burger und wippe angetrunken zu “My sharona”, das gerade aus dem Weltempfänger dröhnt und mich an 90er Filme mit Winona Ryder erinnert.

    Als eine von weitem aufreizende und von nahem nicht mehr so hübsche Transsexuelle auf den Stand stürmt und viel zu arg mittanzt, versuch ich noch charmant vorbei zu schauen. Doch nachdem sie kurz darauf untenrum blank zieht, propellert und meine Aufmerksamkeit sucht, hole ich mein Handy aus der Tasche und schreibe hochkonzentriert gelangweilt eine SMS. Das hält Sie jedoch nicht davon ab, mich mit bassigem italienisch verbal auszuziehen.

    Ich verfluche den theatralischen Burger-Bau-Prozess und denke an Flucht. Die Putze des Strassenstand überredet Lola, sich wieder halbwegs anzuziehen, was bei dem aktuell abreizenden Modeverständnis immer noch nackt wäre. Die Situation entspannt sich, und ich habe die Chance, aus der Geschichte mit mangelnden Sprachkenntnissen und fordernder Verlobten rauszukommen.

    Einen Handkuss bekomm ich trotzdem. Und einen widerlichen Burger, dessen Einzelheiten noch vor dem Hoteleingang im Müll landen. Unter diesem Eindruck schlafe ich ein, wache sofort wieder auf, fliege heim, arbeite in Trance und erscheine apathisch bei Bernd zum Duschen.

    Kurz mal für 20 Minuten wach, Cuba Libre im einem Liter Plastikglas und auf in die Stadt. Vorm Transit wartet schon das Geburtstagskind, verkörpert in zwei Stuttgarter DJs, nebenberuflich in einer Fernsehanstalt mit viel Text beschäftigt.

    Nach Betreten vom Transit alles wie gewohnt. Viele nette und laute Menschen, trotz 15 Grad Aussentemperatur und Regen bildet sich ein Eigenklima. Nur die Musik fehlt, obwohl DJ Emilio an den Reglern steht. Doch heute ist er mal nur Nachbar und Erfüllungsgehilfe, der milde Texte mit musikalischen Einspielern würzt.

    Denn oben auf der improvisierten Bühne, wo sonst das Publikum den Lapdance probt, präsentieren sich die N’sync des Stuttgarter Internetautoren, die Otti Fischers der Kleinstadt-Humoristen und die Sascha Lobos der Internetrebellen. Bunt gemischt wie die S-Bahn Sonntag morgens um halb sieben.

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    Letztes Jahr berichtete er vom Southside, nun über unsere Jubiläumslesung im Transit: Afro-Dieter. Bisschen spät, schon wieder knapp zwei Wochen her, aber den hervorragenden, ziemlich langen Text möchten wir euch nicht vorenthalten. Neapolitanischer Strassenverkauf vor meinem Hotel am Bahnhof, kurz vor halb eins nachts, 26 Grad und leicht auffrischender Wind. Ich habe aus einer Vier- eine Zweieinhalb-Tage Reise gemacht, um den Geburtstag eines guten Freundes zu erwischen. Dummerweise zwingt mich der Rückflug, auf das Sonnenterrassen-Frühstück mit fantastischem Blick über die erwachende, charmant verkommene Stadt zu verzichten. Aber mit leerem Magen schlafen und fliegen ist wie mit ohne Hose im Bus und alle schauen dich komisch an: nicht gut. Also steh ich nachts noch an der Kreuzung, warte auf einen Burger und wippe angetrunken zu "My sharona", das gerade aus dem Weltempfänger dröhnt und mich an 90er Filme mit Winona Ryder erinnert. Als eine von weitem aufreizende und von nahem nicht mehr so hübsche Transsexuelle auf den Stand stürmt und viel zu arg mittanzt, versuch ich noch charmant vorbei zu schauen. Doch nachdem sie kurz darauf untenrum blank zieht, propellert und meine Aufmerksamkeit sucht, hole ich mein Handy aus der Tasche und schreibe hochkonzentriert gelangweilt eine SMS. Das hält Sie jedoch nicht davon ab, mich mit bassigem italienisch verbal auszuziehen. Ich verfluche den theatralischen Burger-Bau-Prozess und denke an Flucht. Die Putze des Strassenstand überredet Lola, sich wieder halbwegs anzuziehen, was bei dem aktuell abreizenden Modeverständnis immer noch nackt wäre. Die Situation entspannt sich, und ich habe die Chance, aus der Geschichte mit mangelnden Sprachkenntnissen und fordernder Verlobten rauszukommen. Einen Handkuss bekomm ich trotzdem. Und einen widerlichen Burger, dessen Einzelheiten noch vor dem Hoteleingang im Müll landen. Unter diesem Eindruck schlafe ich ein, wache sofort wieder auf, fliege heim, arbeite in Trance und erscheine apathisch bei Bernd zum Duschen. Kurz mal für 20 Minuten wach, Cuba Libre im einem Liter Plastikglas und auf in die Stadt. Vorm Transit wartet schon das Geburtstagskind, verkörpert in zwei Stuttgarter DJs, nebenberuflich in einer Fernsehanstalt mit viel Text beschäftigt. Nach Betreten vom Transit alles wie gewohnt. Viele nette und laute Menschen, trotz 15 Grad Aussentemperatur und Regen bildet sich ein Eigenklima. Nur die Musik fehlt, obwohl DJ Emilio an den Reglern steht. Doch heute ist er mal nur Nachbar und Erfüllungsgehilfe, der milde Texte mit musikalischen Einspielern würzt. Denn oben auf der improvisierten Bühne, wo sonst das Publikum den Lapdance probt, präsentieren sich die N'sync des Stuttgarter Internetautoren, die Otti Fischers der Kleinstadt-Humoristen und die Sascha Lobos der Internetrebellen. Bunt gemischt wie die S-Bahn Sonntag morgens um halb sieben. Zu linker Hand der Bühne hält sich ein adrett gekleideter Mann Ende 20 dezent im Hintergrund. Mitte der 70er war die Hecke auf seiner Oberlippe das Must des selbstbestimmten Mannes. Er hat den wiederkehrenden Zahn der Zeit erkannt. Mit der selben Zuversicht präsentiert er eloquent und souverän seine Auffassung von Big-City-Hype-Raven mit Paul Kalkbrenner, der gefangen zwischen Umsatzerwartungen und Massenhysterie bodenständige Entscheidungen trifft. Als Aussenreporter ist er auch Schöpfer von grandiosen Worten wie „Schnappatmung, Gaumen-Liebe und Nahschämen“. Musikalisch ist er augenscheinlich auf A-ha hängen geblieben. Da fällt es selbst den Emos noch schwer, das zu respektieren. An anderer Stelle wirft er bei der Berichterstattung zu einem Boxkampf mehrmals mutig die N-Bombe. Fast schon zu oft, ich überlege ernsthaft, die Freundschaft zwei Minuten ruhen zu lassen, doch die Implementierung von Hamburger Unterweltgrößen in Texten rechtfertigt viel. Allerdings ist die Namensnennung mittlerweile gerichtlich verboten. Und N###-K#### setzt sich auch schon mal in den Flieger, um das Verbot durchzusetzen - wenn ihm jemand den Link des Stream-Mitschnitt zukommen lässt ;). Rechts neben dem vorgenannten Autor hat einer der Hauptredner und Gründungsmitglied Platz genommen. Nach kurzem Warmwerden mit der Tatsache, dass ca. 150 Augen auf ihn gerichtet sind, fährt er routiniert sein Begrüßungsprogramm an die Unterstützer und an die Location ab, in der er normalerweise mit weniger Worten an den 1210ern steht. Die Erfahrungen aus dem Nachtleben beeinflussen auch seinen ersten Text, viel Party, viel Alkohol, viel Sport, bauliche Veränderungen seiner Heimatstadt. Etwas verloren und ausgebrannt findet er sich Ikarusmäßig an umgebauten und unbekannten Plätzen einer altbekannten Stadt, führt Selbstgespräche mit sich sowie Beistehenden und stellt Liebespärchen hinterher. Völlig bodenständig also, aber mit viel Tiefsinn. Dazu der Einspieler „Alkohol“ ("Immer wenn ich traurig bin... Alkohol!") von den Krähen, anscheinend Legenden aus Stuttgart. Seinem zweiten Beitrag zufolge gab es in Stuttgart eine Preisverleihung für talentierte Musiker, Komet oder so. Die zwei von KTV durften zwar nicht entscheiden, aber verleihen. Einprägsamer waren jedoch die Running-Gags der anwesenden B-Prominenz, die mit den Entwicklungsdifferenzen diverser Kindheiten zu tun hatten. Im Grunde war die Frage, wer damals zu leicht oder zu fett für den Stuhl im Planetarium war wichtiger als Gewinner jeglicher Awards. Und da der mit den Dreads und dem roten Bart, der zwei Plätze weiter rechts sitzt, wohl nicht gewonnen hat, kann man offensichtlich auch nicht von Vetterleswirtschaft sprechen. Oder gerade doch? Auf jeden Fall sitzt da, aus welchen Gründen auch immer, ein recht erfolgreicher Musiker (Video auf MTV), stadtbekannter Musik-Kritiker und Freund der geschwärzten Wörter. Daher mir auch gleich sympathisch. Energisch haut er mit ausdrucksstarken Worten auf den Tisch, beschönt nichts, kratzt am Glanz der örtlichen Fussballhelden und lokalpatriotischen Seifenblase. Da wird gef##, gevö## und viel gek###. Er verweist auf die Nutzlosigkeit der "Meine-Stadt-f##-deine-Stadt"-Nummer und hebt die Leute hoch, die diese bewohnbar machen, die unscheinbaren Nebenrollen, die Aggro-Prolls, die nett sein können und die Glamourgirls, die auch mal hart stinken. Potentiell reaktionär und subversiv bekommt auch die herrschende sowie abgewählte Macht ihr Fett weg, ein Rundumschlag, den die meisten schon länger verdienen. Guter rechter Haken, gefällt mir! Deutlich gewählter und gelassener präsentiert sein linker Nebensitzer, seine Zeichens gutgekleidetes und hart-tätowiertes Gründungsmitglied, seine DJ-Erlebnisse bei Musikwünschen. Geht wohl jeder eigen mit um, er ist eigentlich eher der gute Bulle am DJ Pult. Doch wenn man mit dem eigenen Feindbild verglichen wird, kann der Krug auch mal vorzeitig brechen. Er bleibt wohl eher cool, andere DJs würden da schon mal mit unverhältnismäßiger Gewalt rausschmeissen lassen. Dahin wo es weh tut geht der Autor auch bei seinem nächsten Augenzeugenbericht: Die Actually- und Wannabe-Upper-Class hatte zum Tanz im Porsche Museum geladen. Pflichtbewusst und bestmöglich angezogen wirft er sich in den Cocktail von teurem Champagner, billigen Kleidern, falschen Titten und hohlen Worten. Mit einer feinen Brise an Sarkasmus und Selbstironie beschreibt er Schein und Sein der in die Jahre gekommene Szene, berechnet den Weißhemdenanteil und schätzt selbstbewusst die vorhandenen Berufsstände ein, bleibt dabei jedoch immer knapp über der Gürtellinie. Die beliebte Gürtellinie visiert ein anderer Aufschreiber und Vorleser an: Mir bisher nur als gut-gelaunter Vespa-Verfechter bekannt, hat der Geiger seit kurzem bei der Party- und Turnschuhbild angeheuert. Musikalisch ist irgendwo zwischen Van Halen und allem, was so läuft, angesiedelt – spässle, gell. Das wirksame Motto „Sex sells“ hat nicht nur bei den fuckingBed-Partys funktioniert, das verkauft sich auch bei seiner Beschreibung von verrucht/verwerflichen Sauna-Praktiken in Nachbarbundesländern. Sauna ist nicht so mein Fall, bekomme da einige schlimmer Bilder vor Augen, bin aber basserstaunt, was man sich da alles für Mottos einfallen lässt: Mittelalter, Fasching und 70er Disco zum Soundtrack von EAV und Co. In der Sauna. Aber wie zum Teufel sahen nackte Leute im Mittelalter aus? Klingt nach Selbstgeißelung, muss das nicht unbedingt erlebt haben. Doch je mehr Fäkalwörter und Schmutzigkeiten durch die Mikros gepresst werden, desto mehr Leben kommt in die Bude. Schon ganz am Anfang der Vorlesung werden Blumen und eine Flasche Klarer ans Pult geliefert, die Stammkundschaft sowie Fankurve ist treu und dankbar. Der Geburtstagskuchen hat Geschmack und wird sozial im Raum verteilt, auch der Slivo wird nicht groß eingelagert. Dieses Glückseligkeit-Sprungbrett nutzt jemand, der bis dato für mich visuell nicht zuzuordnen war. Saß brav in der Ecke, hat nicht groß geredet, aber auch nicht serviert oder Flaschen abgeräumt. Als sich kristallisiert, dass der Berlinmäßig-gutaussehende, hörbar unschwäbische Ex-Lift-Praktikant war und extra aus Berlin angereiste, brannte Jubel auf: Es ist der junge Herr, der einst mit Cosimo in die Hauptstadt fuhr. So konnte sich der Magie seines Erlebnisses keiner entziehen. Die unglaubliche Reise einer Schicksalsgemeinschaft von Stuttgart nach Berlin in einem Sozialkarussell voller Popgrößen und Straßenphilosophen klingt fast schon unwirklich manipuliert. Der Hörer bekommt ungeahnte Einblicke in noch ungeahntere seelische Abgründe, ähnlich der ersten S-Bahn Sonntag früh, bloß mit mehr Text. Weise Worte, dunkle Phantasien und entwaffnende Blöße, man weiß nicht genau, ob man weinen oder lachen soll - unbewegt bleibt hier keiner sitzen. Und obwohl der Berliner noch eiskalt am Hans-Im-Glück-Brunnen über selbigen und seine Besucher ablästert, wird sein Bericht das absolute Highlight der Show, perfekt geschrieben, noch besser vorgetragen mit beachtlicher Imitations-Talenten. Frenetischer Jubel, standing ovations (die meisten hatte eh keinen Sitzplatz). Nach dem Höhepunkt der Schreibleistungen springt noch geschickt ein Hip-Hop-Artist auf die Welle, heißt Schwarz, ist weiß, kann gut rappen und trifft mit seiner Stuttgart-Hymne punktgenau ins Herz vom Publikum. [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UVT60fJws64[/youtube] Eigentlich warte ich jetzt nur noch auf die Rückkehr von Gottschalk und die Luftballons, die von der Decke regnen. Stattdessen tritt Cutmaster Crupa in Aktion, verantwortlich für den technischen Support und Netzwerk-Kram, bei denen die andern soviel Ahnung haben wie ich von Thermodynamik. Aus dieser Position heraus fängt er das ganze Jahr über die besten Google-Suchanfragen ab, dokumentiert, was verlorene Seelen durch das Netz geistern und bei KTV aufschlagen lässt. Wir klären, wann man am besten nachts die besoffenen Weiber abgrätschen kann, erfahren den DJ-Namen, den keiner hat, lernen, aus was Jutesäcke gemacht sind und fragen uns, wie man die Geister, die man rief, wieder los wird. Dann kommen endlich meine Luftballons von der Decke, Gottschalk gratuliert den Autoren, Lesern, dem Blog und allen, die eingeschaltet haben zum Geburtstag. Vergnügt und unterhalten schnappt man draussen etwas Luft oder 2-3 Kurze. Der nächste Birtday-Plan „Rollerausfahrt“ muss leider wetterbedingt verschoben werden, daher Samstag abends dann direkt ins WuF. Bin dort allerdings nicht der Einzige. Ohne Türsteherschmeicheleien oder DJ-Kumpels geht ab 01:00 nichts mehr. Zwischenzeitlich muss sogar der Zugang von EG zu OG gesperrt werden, voll Loveparademäßig. Musik super, Anlage neu und Dauer-Hüpfen mit guten Leuten is jeden Verzicht wert – man siehts den Leuten an, die aufs Klo und jetzt an der Treppe warten mussten. Irgendwann um Fünf geht das Licht im Club an und bei den meisten im Kopf aus. Völlig zurecht, so ein Blog wird ja nur einmal Drei. Nächstes Jahr dann mit Charity-Gala in der Schleyerhalle. Oder wahlweise Porsche-Arena, hängt noch von den Verhandlungen mit den Öffentlich Rechtlichen ab. Und natürlich von euch / uns. Ohne Schreiber keine Leser, ohne Comments kein Zwopunktnull. Happy Birthday! Video streaming by Ustream

     
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