• 24

    Rasende Stuttgarter

    Die Stuttgarter, oder beziehungsweise in Stuttgart, wird gerne gerast, zum Beispiel auf der Theo. Deswegen spendet der Außenreporter Blut. Bekomme ich zwar nicht so richtig mit, aber angeblich häufen sich die Unfälle.

    Vor Jahren habe ich mal auf so einer Partypics-Seite einen Forumseintrag mit der Überschrift “Wie schnell schafft ihr den Cityring” entdeckt. Der Patze meinte erst vor einiger Zeit, die kleinen Testosteronraser treffen sich gerne auf der Höhe des Club Bett (Friedrichstraße) und lassen sich von Zuschauern feiern. Was tun? Die STZ hat eine kleine Videoumfrage durchgeführt.

     
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  • 5

    Polizeibericht

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    (Gewalt auf der Theo – Bald ein Fall für die Soko Stuttgart?)

    Könnte man auch schon auf der STZ nachlesen, vergangenen Samstag ging es wieder mal rund auf der Theo, wie das Stuttgarter Polizeipräsidium verkündete. Zwar natürlich nicht lustig, aber die Geschichte kann man sich wunderbar bildlich vorstellen. Manne der Stromkasten kam dabei nicht zu schaden.

    “Stuttgart-Mitte: Am Samstag (29.08.09) gegen 02.15 Uhr kam es auf der Theodor-Heuss-Straße zu einer Schlägerei zwischen mehreren Personen. Den eingesetzten Polizeibeamten gelang es schließlich, die Kontrahenten zu trennen.

    Als ein 23-Jähriger aufgefordert wurde, sich auszuweisen, lief er weg und beleidigte dabei einen Beamten. Nachdem dieser ihn an der Schulter festhalten wollte, schlug er wild um sich und ein weiterer 23-Jähriger kam ihm zu Hilfe.

    Auch dessen 18-jähriger Bruder mischte sich in die Angriffe gegen die Polizisten ein. Mehrere Beamte waren notwendig, um die drei jungen Männer zu überwältigen.

    Bei dieser Rangelei wurde auch ein parkendes Fahrzeug beschädigt. Ein weiterer 18-Jähriger beleidigte die Beamten ebenfalls mit Schimpfworten, verweigerte die Feststellung seiner Personalien und setzte sich beim Abtransport körperlich zur Wehr.

    Auf der Polizeiwache und auch beim Transport zum Polizeigewahrsam leistete der 23-Jährige weiterhin Widerstand, indem er nach den Beamten trat und schlug. Insgesamt fünf Beamte wurden bei dem Einsatz verletzt, drei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden und sind derzeit dienstunfähig.”

     
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  • 23

    Mono Bar is back – Le Fonque is back

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    (Schwer zu erkennen: An den Decks unser Ken und der Haufen.)

    Hossa, Kellergewölbe meets Holzlatten: Oskar “Cheffe” Aysel (Stereo Lounge) hat sich das ehemalige Le Fonque am Wilhelmsplatz gekrallt und eröffnet dort am 3. Oktober die zweite Mono Bar.

    Die Älteren unter uns mögen sich vielleicht noch an das Le Fonque erinnern. Das eröffnete genau vor 10 Jahren und war einige Zeit lang ein wahres Eldorado für Musik- und Partyfreunde inklusive einer abartigen Gast-Booking-Liste, darunter Acts aus dem elektronischen Genre nach den erstens heute so manche schreien und für die man zweitens mittlerweile mehrere 1000 Euro hinlegen muss.

    War definitiv ne tolle Zeit, mit der ich auch persönlich viel verbinde. Im Le Fonque konnte ich mich erstmals regelmässig als DJ beweisen, dem guten Akö, Jannis und Oli H. sei dank. Nebenbei startete ich dort meine erste und einzige Partyreihe gemeinsam mit dem pru:piper (True Pimper) namens 2Times Freestyle. Noch größere Erfolge feierte Kollegen Thorsten im Gewölbekeller mit seiner Soul Glow.

    Nun darbt der Laden am Wilhelmsplatz unter wechselnder Führung und wechselnden Namen seit einigen Jahren vor sich hin – aber es gibt ja noch unseren allseits geliebten Cheffe, dem Superspiderman des hiesigen Nachtlebens. Den ließen wohl das WM 2006 Kopfkino und die Zeit bis Frühjahr 2007 in seinem Mono auf der Theo (im Ex-Feinkost-Böhm) keine Ruhe.

    Also hat er sich schon länger nach einer Location umgeschaut und nun das Ex-Le Fonque auserkoren. Am 3. Oktober geht es wie gesagt los. Man setzt einen Abend auf Soul, HipHop und so und den anderen eher auf Electro und House, wie er meint. Mit dem Bounce und der Fou Fou Bar ergibt das dann theoretisch eine schöne neue Nightlife-Achse.

    Ich sag mal: Wenn er es schafft dieser Clubleiche neues Leben einzuhauchen ist er endgültig der King. Viel Erfolg.

     
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  • 19

    “Ausgeh-Ozean”

    Die Stuttgarter Zeitung hat sich mal wieder dem Phänomen Theo gewidmet, dabei kommen unterschiedliche Protagonisten zu Wort.

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  • 7

    Manne lebt!

    mannelebt

    Wochenlang waren wir schwer umsorgt. Wird Manfred, den ich fälschlicherweise als Stromkasten bezeichnet habe und eigentlich ein Telekomverteilerkasten ist, den schweren Anschlag auf der Theo überleben?

    Jetzt endlich die erlösende Nachricht: Manne gehts gut und seit gestern wieder auf den Beinen. Uffz.

    Manne, zur Feier des Tages garantieren wir dir lebenslang freien Eintritt im Barbee.

     
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  • 6

    Unsere Stadt soll schöner werden:
    Das Hospitalviertel

    cvjm

    Ich war vor Jahren mal bei einer Podiumsdiskussion in der Suite, wo Vertreter der Stadt und Theo-Gastronomen über die Zukunft der Meile diskutiert haben. Ich weiß noch, dass ein Straßenfest versprochen wurde, und dass die zuständige Bürgermeisterin bekräftigt hat, das Hospitalviertel attraktiver zu machen.

    Hospitalviertel? Ja, ich musste auch noch mal nachgucken. Das ist das Areal zwischen Theodor-Heuss-Straße und Berliner Platz. Also die Ecke, die die meisten Leute nur von der Parkplatzsuche für einen Theo-Abend, den Szene-Hotspots Konditorei und Finca und vielleicht noch vom direkten Weg vom Aer Club zum Stereo kennen.

    Die Highlights in dem Viertel sind der CVJM (“Christlicher Verein Junger Menschen”) und das Jugendhaus Mitte – und entsprechend beliebt und belebt ist auch das Eck. Wo an anderen Stellen der Stadt fleißig Bürosilos geplant werden, soll hier jetzt der Verödung durch leerstehende Bürofassaden entgegengewirkt werden.

    Hier gibt es zwei wichtige Projekte: Ein großes Bürogebäude wird von einem Immobilienunternehmen aus Berlin komplett saniert, neben Büros soll es dann auch zwei (!) Wohnungen und im Erdgeschoss Platz für Gastronomie und Einzelhandel geben.

    Das zweite wichtige Projekt ist die Erweiterung des Hotels Astoria, das sich auf ein angrenzendes Bürogebäude ausdehnen will – schon im September soll Baubeginn sein. Bis dahin nutzen unsere Freunde vom Dialekt e.V. die leerstehenden Räume als Galerie – was anfangs (ach nee) fast an Auflagen der Behörden gescheitert wäre (es ging laut Presse um Mülleimer und Parkplätze).

    Sicher eine gute Sache, wenn ein so großes Viertel mitten in der City bissle attraktiver wird – und vielleicht profitieren davon ja auch die Gastro-Kollegen an der Theo-Heuss, die auf der Hospital-Seite nicht nur vom Sonnenstand her zumindest tagsüber auf der Schattenseite liegen.

     
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  • 28

    Theo-Heuss – eine Zone der Gewalt!

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    Ein ganz normaler Samstagabend in Stuttgart. Kutmaster K. zieht mit seiner gefürchteten Stöckach-Gang, bei der Polizei auch unter dem Namen “Die Enten Jungs” bekannt, voller Tatendrang, Testosteron und Samen über die Theo. Die übliche Runde steht an, L´Oasis, Barbee, 7Grad. Wie jeden Samstag. Bisschen dancen, bisschen rumstressen, bisschen Frauen checken.

    Gegen 03.00 Uhr wird den Enten Jungs mal wieder klar: Auch heute werden sie wieder keines dieser heißen Chicks mit den breiten Gürteln abbekommen, um ihre Eier mal wieder richtig schön entleeren zu können. Mit jedem weiteren Shot steigt die Aggression. Gegen halb vier verlassen die Enten Jungs frustiert das 7Grad und treffen unmittelbar auf ihr Opfer – Manfred der Stromkasten. Was als spassiger Abend begann, endet im blutigen Ernst. 

    Manfred der Stromkasten war schon immer ein Außenseiter. Das Scheidungskind wurde schon in der Schule wegen seiner üppigen Körperfülle stark gehänselt. Mittlerweile hat er einen Job bei der EnBW als Verteilerkasten gefunden, wohnt in Stuttgart-Rot und geht abends ganz gerne mal im Sportheim S.V. Rot 1945 e.V. einen trinken. Freunde hat Manfred bis auf Gunther das Starkstromkabel keine.

    Auf der Theo war Manfred in dieser Nacht zum ersten Mal. Schon oft hat er von Deutschlands beliebtester Partymeile gehört und wollte endlich mal so richtig einen draufmachen. Nach einem Besuch im T.O.12, wo er an der Tür angab, es liege ein Defekt in der Hauptleitung vor und müsse dringend rein, trifft er auf dem Weg zu seinem Auto seine Peiniger – Kutmaster K. und die Enten Jungs. 

    Die Rüpel stürzen sich sofort auf Manfred. Erbarmungslos und ohne Gnade schlagen sie auf den schüchternen, dicklichen jungen Mann ein. Binnen Sekunden geht Manfred blutend zu Boden. Die Enten Jungs dreschen weiter auf das wehrlose Opfer ein und lassen ihren gesamten Frust dieser erfolglosen Nacht an dem harmlosen Bürger aus. 

    Manfred der Stromkasten war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Aber uns sollte allen klar sein: Jeder von uns kann das nächste Opfer der Enten Jungs sein.

     
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