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Als plötzlich Haschisch von der Decke rieselte
Am 7. Jun 2010, 08:30 Uhr von Thorsten W.

Mann-o-Mann, schon wieder Kultur. Gestern war ich wieder mal im Theaterhaus, zusammen mit meinem Kulturpartner DaSven. Benjamin von Stuckrad-Barre und Christian Ulmen haben aus Stuckrad-Barres Buch “Auch Deutsche unter den Opfern” gelesen.
Eine Lesung also – nach der von Joe Bauer meine zweite überhaupt. Schee war’s. Wirklich. Super Sache! Das Publikum war so jung wie noch nie, als Sven und ich im Theaterhaus waren, viele bekannte Gesichter am Start – die rasende Reporterin Ariane von brezel.me/STZ, Leser JMO2, Medienmogul Hauber, usw.
Vorab muss ich sagen, dass ich ja Stuckrad-Barre überhaupt nicht ausstehen kann. Für mich ein kompletter Unsympath – auch wenn ich sein Talent neidlos anerkennen kann. Von Ulmen hingegen bin ich großer Fan – schon zu MTV-Zeiten und spätestens seit “Mein neuer Freund”. Der Abend versprach auf jeden Fall amüsant zu werden.
Angefangen haben die smart im Hemd gekleideten Herren dann gleich mal mit einem ordentlichen Stuttgart-Diss (gehört wohl dazu, wenn man als Künstler in Stuttgart auftritt – hat Serdar Somuncu ja auch gemacht). Von wegen sie hätten sich beim Essen im Blockhaus unterhalten, was man nach der Show noch in Stuttgart machen könnte – aber das wäre ja eine rein rethorische Frage. Ja, kann man schon machen.
Dann haben sie abwechselnd Texte aus Stuckrads (wie ihn Ulmen nannte) Buch vorgelesen, in dem er erzählt, wie er in Deutschland unterwegs war – auf der Fanmeile in Berlin, mit Westerwelle im Wahlkampf beim Polterabend von Udo Waltz. Und, wie gesagt, das kann ich neidlos anerkennen: Der Kerle kann schreiben! Sehr schön ausformuliert alles, sehr auf den Punkt, so sachlich und nicht hämisch, dass viele Situationen weh tun. Fremdschämen und so.
Aufgelockert wurde das Ganze durch wohl tatsächlich relativ spontane Gags zwischen den beiden, und als Stuckrad für einen Gag Zuschauer befragte (gehört wohl auch immer dazu), kam sogar DaSven zur Ehre, was zu sagen – was er (ist ja auch sein Beruf) ganz gut gemacht und gleich mal Stuttgart verteidigt hat.
Dazwischen kam dann noch mal ein ganz harter Stuttgart-Diss, als Stuckrad erzählte, dass er im letzten Jahr beim Bauerntag in Stuttgart war – ob denn jemand der Anwesenden schon mal da gewesen wäre, aber das wäre ja wohl Eulen nach Athen zu tragen. Das war böse.
Höhepunkt des Abends war auf jeden Fall, als plötzlich etwas auf Ulmens Seite von der Decke rieselte, als Stuckrad gerade las, was zu großem Lachen führte, was Stuckrad erst etwas irritierte, weil die Stelle, die er gerade las, eigentlich gar nicht lustig war. Die beiden schwankten dann bei der Untersuchung des Gerieselten zwischen Haschisch und Kekskrümeln eines Beleuchters. Sehr lustig.
Der ganze Spaß ging knappe 1 1/2 Stunden, ohne Pause, straight durchgezogen. Wie gesagt – super Abend, gute Unterhaltung, getoppt kann das nur noch von Rams und meiner nächsten Lesung werden.
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Der Typ, der bei der GEMA…
Am 17. Mai 2010, 18:00 Uhr von martin
Da ich mich mit dem Stuttgarter Comedy-Ensemble Eure Mütter noch nie näher beschäftigt habe, ist mir dieses etwas ältere Liedchen bis heute früh völlig unbekannt gewesen. Leser Martin hat den Song “Der Typ, der bei der GEMA die Titel eingibt, ist ein blöder Penner” auf Der Schockwellenreiter entdeckt.
Ein Kommentator auf Schockenwellenreiter bemerkt aber, dass bei der GEMA der Song unter “Der Typ, der bei der GEMA die Titel eingibt” geführt wird.
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Kultur again
Am 9. Okt 2009, 09:04 Uhr von Thorsten W.
Gestern war wieder mal Zeit für Kultur. Wieder im Theaterhaus, Josef Hader. Den hab ich schon ein paar mal live gesehen, fantastisch. “Kabarettist” würde man ihn glaube ich nennen. Ein Österreicher. Das macht aber nix, weil ich mag den österreichischen Akzent. Nee wirklich.
Hader wurde u.a. durch sein Theaterstück “Indien” bekannt, das auch eine Weile lang in einer Eckkneipe in Zuffenhausen aufgeführt wurde (weil es in solcheiner spielt), spielt aber auch irgend einen TV-Kommissar. Und er macht eben auch ein brutal lustiges Bühnenprogramm, wozu er nur einen Stuhl, einen Tisch und eine Hammondorgel braucht.
Legendär sind seine Geschichten, die mit einer Alltagsbegebenheit anfangen und nach spätestens fünf Minuten in totaler Absurdität enden – so wie das Abtauchen in die Wiener Kanalisation, wo die Abwasserrohre innen von Hundertwasser bemalt sind oder ein Besuch in der Hölle, wo Reinhold Messner im Anorak sitzt – “weil do war i no nit”.
Kleines Beispiel:
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Kultur
Am 3. Mrz 2009, 21:46 Uhr von Thorsten W.

Kultur muss sein. Ab und zu. Wirklich. Darum geh ich auch ca. ein mal im Jahr ins Theater. Letzten Freitag war ich mit meiner Holden im Theaterhaus. Bei der Großen Tierschau mit Michael Gaedt und Michael Schulig. Warum? Weiß auch nich. Ich war vor paar Jahren mal in der Kleinen Tierschau im alten Theaterhaus und fand’s witzig. Und Michael Gaedt gehört irgendwie zu Stuttgart wie der Daimler, der Killesberg und der Breuninger. Ich seh ihn ab und zu am Glemseck, nem Motorradtref im Mahdental, den nur Motorradfahrer kennen. Das verbindet irgendwie.
Dass bei der “Großen Tierschau” zwei Stunden lang nur Rock gespielt wird hatte ich nur im Ansatz geahnt, dass das Publikum (außer uns) aber im Alter meiner Eltern war, das hat mich doch etwas überrascht. Luschtig war’s trotzdem irgendwie, vor allem auf schwäbisch zwischen den Musikstücken („Pennet ihr scho oder chillet ihr no?”). Und der Schlagzeuger war luschtig. Und die Kostüme waren echt luschtig. Sonst halt witzig gemeinte Heavy-Metal-Interpretationen von Pophits oder witzig gemeinte Jazz-Interpretationen von Heavy-Metal-Hits. Und das Lehrer- und Sozialpädagogen-Publikum hat dann auch bereitwillig wie gefordert die berühmte “Pommesgabel” gemacht.
Insgesamt hab ich mich 2 Stunden lang nicht gelangweilt und bin mit dem guten Gefühl nach Hause gegangen, dass ich doch noch nicht sooo alt bin.
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Brandenburg
Am 15. Dez 2008, 14:20 Uhr von martin
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Gestern Abend waren wir im Theaterhaus bei Rainald Grebe. Ich kannte den Mann bis dato nicht und bin einfach aus Interesse oder “Gruppenzwang” mit. Denn so bissle Theaterhaus geht schon alle fünf Jahre. Die Hochkultur läuft übrigens. Da oben war ganz schön die Hölle los. Ob Kammerkonzert aka Hammerkonzert oder Comedy, dafür scheint wohl immer Kohle da zu sein.
Wie auch immer, dieser Grebe war auf jeden Fall saukomisch. Sein aktuelles Programm heißt “1968″ und ist so eine Mischung aus Konzert und Stand-Up. Leider hat er sein lustigstes Lied “Brandenburg” nicht gespielt, deswegen hier eine kleine Hommage an den guten Grebe.
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