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Thursday Bloody Thursday
Am 14. Mrz 2010, 11:44 Uhr von Thorsten W.

Ja, ich war tatsächlich am Donnerstag im Rocker. Beim Bloody Beetroots-Konzert. Und es war, wie Busy-Icer ganz richtig auf Facebook geschrieben hat, krass. Aber: Nicht die Band war krass, sondern der Event an sich oder vielmehr das Publikum.
Dank Gästeliste, bloody Gästeliste, konnten mein Sonderermittler-Kollege Mikato und ich an der kilometerlangen Schlange am Eingang vorbeilaufen und wurden drin vom guten Busy gleich mit “Zivibulleeeeeeeeeeeeeen!!EinsElf111″ begrüßt.
Gut, das war dann auch geklärt und ich konnte mich den hereinströmenden jungen Leuten widmen, von denen einige tatsächlich schon zum Zimmerlautstärke-Warm-Up aus den Monitorboxen anfingen zu hüpfen und “Uh uh uh uh-uh” intonierten (war schon Anfang der 90er schnell wieder out).
Ich mein klar, die Jungspunde waren aufgeregt, mitten in der Woche aus dem Haus und dann durften auch noch unter-18-jährige rein, die sich dadurch von den erwachsenen Gästen unterschieden, dass sie kein Bändchen bekommen hatten, mit dem man alkoholische Getränke erwerben konnte. Waren aber nicht viele.
Das Publikum – ja, ähnlich wie letztes Mal bei kaputtraven von mir beschrieben: jung, Nerd und (bedingt) sexy. Nur um es noch mal klarzustellen: Weiße Handschuhe mit Leuchtdioden sind nicht cool, bei einem Konzert die gleiche Maske zu tragen wie der Künstler war schon bei Sido nicht cool und als Mann sein Oberteil auf der Tanzfläche auszuziehen war noch nie cool und wird es auch nie sein.
Auf jeden Fall hatten wir uns einen Platz direkt am DJ-Pult ausgesucht, was sich später noch als sehr weitsichtig herausstellen sollte. Das Rocker darf übrigens voraussichtlich noch zwei Jahre weitermachen, weshalb vergangene Woche kräftig umgebaut wurde: Das DJ-Pult ist jetzt an der gegenüberliegenden Wand und die Tanzfläche wurde durch Entfernen einiger Wände vergrößert. Ist gut geworden.
Und dann ging es, da war es auch schon so 10, halb 11, los. Mit Band samt Schlagzeug, soweit ich es von meinem Platz durch den Nebel sehen konnte. Die Typen mit Maske auf der Bühne haben von Anfang an gleich die Rockstar-Nummer abgezogen – mit Pommesgabel, Gitarre anreichen lassen und Kippe im Mund.
Musikalisch ging’s erst mal gut ab, die Menge ist natürlich ausgerastet, und als sie dann ziemlich früh ihren Hit “Warp” gedropped haben, brach die Hölle aus. Die Leute sind rumgesprungen und die Menge hat sich in Wellen nach vorne und hinten bewegt, und hätte ich mich nicht am DJ-Pult festgehalten, ich wäre auf der Fresse gelandet. Kein Witz.
Dann ham sie als Überraschung ein heftiges Punkstück gespielt, was ich noch cool fand, aber das war’s dann auch schon. Was folgte waren bunt und planlos durcheinander gespielte langweilige French-House-Tracks, Bombast-Rocksongs und Trancelieder. Also eine Mischung aus Daft Punk zu ihren schlechtesten Zeiten, Kiss und Robert Miles (Children).
Ich will nicht übertreiben, aber das ging einfach nicht ab. Später haben sie “Warp” dann noch mal gespielt, aber das hat’s dann auch nicht mehr rausgerissen.
Und das Witzige dabei: Das Publikum hat es nicht mal gestört. Die haben sogar den “Sit down” zelebriert. Also alle Mann (und Frau) in die Hocke und warten, bis es abgeht. Weil die Musik aber nicht abging, sind sie nach und nach halt wieder so aufgestanden.
Womit wir auch schon beim Fazit des Abends wären: Die Stars waren nicht die peinlichen Typen mit den albernen Masken auf der Bühne, sondern die Leute. Viele haben auch gar nicht in Richtung Bühne geguckt, sondern sich gegenseitig gefeiert.
Und Crowdsurfing haben nicht, außer einem kläglichen Versuch, die Bandmitglieder, sondern die Leute gemacht. Da vorne hätten auch Vadder Abraham und seine Schlümpfe spielen können – die Kids hatten einfach Bock zu feiern, und das Konzert war die Gelegenheit dazu. Darum wurde auch nur halbherzig eine Zugabe verlangt, weil der DJ macht ja auch Musik.
Kurz bevor wir gegangen sind haben wir neben den DJ-Pult einen High-Heel liegen sehen, und wir haben uns vorgestellt, wie das Mädel jetzt auf einem Bein nach Hause hüpft. Die Jugend von heute, tststs.
Hier gibt’s übrigens Bilder von der BB-Autogrammstunde.
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Bloody Wahnsinn
Am 9. Mrz 2010, 13:20 Uhr von martin
Kinners! Am Donnerstag kommen endlich die Maskenmänner! Die Show ist restlos ausverkauft, allerdings gibts noch die Aftershow-Party for free ab 23:00 Uhr (wann spielen dann die Beetroots?) mit Autodidakt, Busy Icer und Denson. In den Genuss kommen die kartenlosen Fans aber natürlich nur, wenn nach dem Konzert ein paar Leute gehen.
Unser erster offizieller NuRave-Beauftragter Thorsten “Zivibulle” Weh will sich das Spektakel ebenfalls angucken. Ich freu mich jetzt schon wie Fitzeflitzebogen auf seinen Nachbericht am Freitag.
Ich hingegen mache eventuell schon eine Live-Schalte aus dem immer noch neuen WeSC Store (Bolzstraße 6) am Nachmittag. Dort geben die Wrestler nämlich eine Autogrammstunde, terminiert auf circa 15:00 Uhr. Gab ja auch schon mal einen Bloody-We-Kopfhörer.
Ich erhoffe mir dabei Menschenmassen in Masken bis rüber zur Post und kollabierende Kids. Ich denke, Busy Icer und ich werden vom Königsbau zum Stagedive ansetzen.
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The Bloody Beetroots im Rocker
Am 8. Feb 2010, 14:21 Uhr von martin
Der Rave-Hype findet am Donnerstag, 11. März 2010 seinen vorläufigen Höhepunkt: The Bloody Beetroots geben im Rocker 33 ein Konzert. Was auch immer das in ihrem Fall heißen mag.
Rein objektiv betrachtet könnte man die Italiener wohl als Leader of Knüppel bezeichnen, “Superstars” der Szene, oft gewünscht in letzter Zeit, rein subjektiv gesehen finde ich sie eher schrecklich. Gut, was heißt schrecklich, mir ist das meist bissle zu aggro was die machen. “Awesome” feat. The Cool Kids fand ich aber z.B. super.
Ihr Karriereverlauf ist ganz interessant, denn die beiden Wrestler, die stets mit Masken auftreten, sind meines Erachtens Kinder der internationalen Musik-Blogs, also immer schön fleissig Tracks raus scheißen bis mal einer um die Ecke kommt und dir einen Deal anbietet.
Zwischenzeitlich auf Steve Aokis Dim Mak gesignt, was man wiederum als Leader-Label bezeichnen könnte, ist letztes Jahr ihr Album “Romborama” erschienen. Weiterhin spielt man allein im März und April knapp 30 Gigs unter dem Namen The Bloody Beetroots Death 77. Was das mit den Death 77 bedeutet weiß ich nicht.
Karten gibts im VVK für 22 Euro im Theflashgib und Thirdrail-Shop im Rocker-Gebäude – da aber irgendwie wohl schon wieder nicht mehr, klickt man auf den Link auf der Rocker-Seite. Der Run auf die Karten ist laut Rocker 33 ziemlich groß.
Der Thorsten kann ja an diesem Abend weiter an seiner Studie arbeiten.
www.myspace.com/thebloodybeetroots
So geht´s da ab:
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