Am 31. Aug 2009, 21:43 Uhr
von martin

Als wir im Frühjahr mit unserer Bürogemeinschaft von Mitte nach West zogen, haben wir die Aufgaben verteilt. Ich bin seitdem der Mann für das Telefon und kümmere mich um alles was damit zusammenfällt, sprich zunächst Anbieter finden, Verträgle machen, später Rechnung aufdröseln, gegebenenfalls Callcenter anrufen, motzen, etc.
Nach kurzer Recherche war klar, dass wir, wie schon im alten Büro, bei der Telekom bleiben, weil das für Geschäftskunden doch immer noch das Einfachste ist (Stichwort “kleinstes Übel”, O-Ton famous DJ Wallplayer).
Privat bevorzuge ich bislang Arcor (überlege nächstes Jahr zu Kabel BW zu wechseln). Arcor ist so lange cool und nett zu dir, wenn sie deine Kohlen wollen. Da sind sie gleich dabei. Brauchst wiederum DU aber was von Arcor, sprich haste z.B. eine Problem technischer Art, biste hoffnungslos aufgeschmissen.
Kennt jemand das Arcor-Saxophon aus der Hotline? Ich glaube, ich hing schon mal 25 Minuten in der Schleife, danach nochmals 20, bis da mal ein Mensch kam. Das ist Foltermusik.
Bist du Telekom-Geschäftskunde hat man das Problem nicht. Da geht immer sofort ein Mensch ran, keine Schleife, kein Saxophon. Und wenn von der automatischen Ansage gefragt wird, warum man denn anruft, kann man in allen Variationen z.B. “Rechnung” sagen. Also man kann z.B. “Rchnun” nuscheln, gelangweilt “Räächnuunnggg” gähnen oder absolut aggro “RECHNUNG!!!!!11111!!” in den Hörer brüllen. Man kommt immer zum Ziel. Das ist toll.
Auch die Menschen dort sind sehr freundlich und bleiben auch freundlich, selbst wenn man ziemlich genervt ist und dabei nicht nur deutlich suggeriert, dass man es mit einem verschissenen Drecks-Unternehmen zu tun, sondern das auch so sagt. In dem Punkt sind die Mitarbeiter, jaja, sie können ja nix dafür, supi geschult. Ist bestimmt Gehirnwäsche unter der Leitung des ewig stoischen Jan Ullrich.
Jetzt wäre nur gut, wenn man sich intern auf, sagen wir mal, gewisse Standards einigen könnte.
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Als wir im Frühjahr mit unserer Bürogemeinschaft von Mitte nach West zogen, haben wir die Aufgaben verteilt. Ich bin seitdem der Mann für das Telefon und kümmere mich um alles was damit zusammenfällt, sprich zunächst Anbieter finden, Verträgle machen, später Rechnung aufdröseln, gegebenenfalls Callcenter anrufen, motzen, etc.
Nach kurzer Recherche war klar, dass wir, wie schon im alten Büro, bei der Telekom bleiben, weil das für Geschäftskunden doch immer noch das Einfachste ist (Stichwort "kleinstes Übel", O-Ton famous DJ Wallplayer).
Privat bevorzuge ich bislang Arcor (überlege nächstes Jahr zu Kabel BW zu wechseln). Arcor ist so lange cool und nett zu dir, wenn sie deine Kohlen wollen. Da sind sie gleich dabei. Brauchst wiederum DU aber was von Arcor, sprich haste z.B. eine Problem technischer Art, biste hoffnungslos aufgeschmissen.
Kennt jemand das Arcor-Saxophon aus der Hotline? Ich glaube, ich hing schon mal 25 Minuten in der Schleife, danach nochmals 20, bis da mal ein Mensch kam. Das ist Foltermusik.
Bist du Telekom-Geschäftskunde hat man das Problem nicht. Da geht immer sofort ein Mensch ran, keine Schleife, kein Saxophon. Und wenn von der automatischen Ansage gefragt wird, warum man denn anruft, kann man in allen Variationen z.B. "Rechnung" sagen. Also man kann z.B. "Rchnun" nuscheln, gelangweilt "Räächnuunnggg" gähnen oder absolut aggro "RECHNUNG!!!!!11111!!" in den Hörer brüllen. Man kommt immer zum Ziel. Das ist toll.
Auch die Menschen dort sind sehr freundlich und bleiben auch freundlich, selbst wenn man ziemlich genervt ist und dabei nicht nur deutlich suggeriert, dass man es mit einem verschissenen Drecks-Unternehmen zu tun, sondern das auch so sagt. In dem Punkt sind die Mitarbeiter, jaja, sie können ja nix dafür, supi geschult. Ist bestimmt Gehirnwäsche unter der Leitung des ewig stoischen Jan Ullrich.
Jetzt wäre nur gut, wenn man sich intern auf, sagen wir mal, gewisse Standards einigen könnte.
Folgendes Problem: Zwischenzeitlich habe ich die dritte Rechnung erhalten. Zu den Grundkosten kommt freilich immer noch was oben drauf, obwohl wir schon deutschlandweites Festnetz-Flat (und übrigens in 22 andere Länder) haben. Also Anrufe in Handy-Netze, Quelle-Bestellungen, Domian-Beratung und und und.
Gut, bei 10 Apparaten hätte ich natürlich gerne einen Einzelverbindungs-Nachweis, schön nach Durchwahl geordnet, damit ich weiß, wem ich was im Büro weiterberechnen muss, oder ob bloss ich mich wieder zu lange mit der netten Dame mit polnischen Akzent über Gemeinsamkeiten und Gegensätze deutscher und polnischer Literatur zwischen 1972 bis 1985 unterhalten habe.
Diese Aufschlüsselung gibt es, keine Frage. Bei der ersten Rechnung (Juni), das hab ich heute nochmals nachgeschaut, hing die schön ordentlich dran. Verwunderlich nur, dass im Juli keine mehr beigefügt war.
Also ruf ich an und komm wie immer gleich durch. Ja Elbert hier, ich brauch noch die Auflistung. Töse meinte, ja nee, das geht nicht, dass muss ich über ein Formular beantragen. Ja wie jetzt? Sie schickt mir das per Post. Äh?
Zwei, drei Tage später kam ein riesen A4 Umschlag mit gaaaaanz vielen Zetteln drin, "Ihr Auftrag für den Einzelverbindungsnachweis". Ich denk mir, damn Mann, den Scheiß füll ich jetzt nicht aus.
Also ruf ich nochmals an, dieses Mal war ein älterer Herr dran. "Gerne Herr Elbert, schick ich Ihnen gerne zu. Hier ist sowieso vermerkt, dass sie eigentlich einen Einzelverbindungsnachweis bekommen." Und es würde ihn wundern, warum das die Kollegin letztes Mal nicht gesehen hätte, blablabla.
Siehste! Also her mit dem Wisch. Dann hab ich mich noch vergewissert, ob ich mir Nachweis nun wieder regelmässig zugesandt würde. Logen meint er! Dufte!
Einen Monat später, also Mitte August, bekomme ich, mittlerweile per Mail, die aktuelle Rechnung. Ja jetzetle, wo ist mein Nachweis, den mir der gute Herr versprochen hat? Nix da. Anruf, Töse dran. "Den müssen sie extra beantragen, Herr Elbert." Ja wie? Und der alte Mann? "Das war eine Fehlinformation." Äh? Warum sagt mir der eine das und der andere jenes?
"Sie müssen den Auftrag für den Einzelverbindungsnachweis faxen." Ja, der liegt hier. Und was ist mit dem von der aktuellen Rechnung? "Den kann ich ihnen ausnahmsweise rückwirkend zukommen lassen." Okay. Den Zettel doch ausgefüllt und gefaxt.
Eine Woche später, das war letzten Donnerstag, immer noch kein aktueller Verbindungsnachweis da. "Hallo, ich warte noch auf die Unterlagen, neulich so mit der Kollegin ausgemacht."
"Da müssen sie ein Formular ausfüllen." What the fuck?! "Ey, jetzt werde ich aber langsam sauer, also ich hab erst so ein Drecks-Zettel ausgefüllt und die Kollegin hat mir versprochen, den vom August rückwirkend zu schicken." Ich war wirklich richtig mies drauf.
Nein das gehe nicht. Ich müsste auch für den Aktuellen extra einen Wisch ausfüllen. Ich hab die gute Frau angemotzt, warum jeder in dem fuck Hort mir was anderes erzählt. Ja, meint sie im Tone einer lieben Kindergärtnerin, sie könne meinen Ärger durchaus verstehen, aber es lässt sich nicht vermeiden.
Aber sie würde mir sofort die "Erklärung zur Bekanntgabe der Verkehrsdaten" faxen und ich solle es doch gleich zurückfaxen, dann ginge alles ganz schnell.
Während ich eine Fax-Nummer suche (wer faxt heute noch?) führe ich einen 10minütigen Monolog wie dämlich ich ihr Unternehmen finde. "Können sie mir die Unterlage nicht per Email schicken, wenn sie meine Antwort haben?" Nein, das gehe aus Datenschutzgründen irgendwie nicht. Ha ja, Datenschutz Alta!
Also kurz hin und her gefaxt und 20 Minuten später bekomm ich einen Anruf von einer anderen Mitarbeiterin, ich meinte das war dieselbe wie vor einer Woche. "Herr Elbert wir schicken ihnen den Nachweis nun sofort raus!" Ja aufgeschlüsselt nach Nebenstelle und so weiter? "Genau!" Okay, endlich, danke, supi.
Jetzt fisch heute einen kleinen Telekom-Umschlag aus der Post, meine Adresse war per Hand drauf geschrieben und mir schwante schon Böses. Mach ich den Umschlag auf, was ist drin? "Kommunikationsfälle" stand drüber und keine Ahnung wie viele Nummern, nur nach Datum sortiert, ohne Aufschlüsslung der Nebenstelle, gar nix. Einfach 3000 gewählte Nummern untereinander.
Oh mein Gott, hab ich "REEEEECCHNUNG!!!!111111!!!!!!"" in die Hotline geschrien und den schluri Studenten zur Sau gemacht. Mit dem großen T bin ich erst mal fertig und hoffe nun, dass es wirklich bei diesem "kleinsten Übel" bleibt.