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    Klangbild Stuttgart

    “Klangbild Stuttgart” von Klangdiebstahl und ToBeatz besteht ausschließlich aus Aufnahmen Stuttgarts. An sich keine neue Idee: Gerade in den 90ern zogen ambitionierte Frickler mit dem Richtmikrophon durch die Landschaft und setzten die Schnipsel zu Tracks zusammen. Bekanntester Vertreter dieser Spielart war wohl der gute alte Herbert.

    Auf Stuttgart hat dieses Prinzip meines Wissens nach aber noch keiner angewendet. Jeden einzelnen Sound auf “Klangbild Stuttgart” hat die Stadt ausgespuckt – bis auf den Bass. Niceone.

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    SEMM und SEMF

    Um im Tatort-Modus zu bleiben: Einer der letzten Bienzle-Folgen spielte während des Baus der Neuen Messe. War ja auch ein Riesenalarm damals, so eine Art Bahnhof-Vorläufer. Jut, das Ding steht, auf der alten Messe entsteht ein neues Wohnviertel, das es sicherlich auch noch ins Visier der Tatort-Location-Scouter schaffen wird. Übrigens hat der Krupa mal für den Tatort ein Plakat gestaltet. So.

    Demnächst ist dort wieder ganz mordfrei die Hobby & Elektronik, der größte Conrad der Welt, der riesigste Hackerspace im Universum, der Clash der Lötkolben, die Messe mit dem schönsten Duft überhaupt. Im Rahmen dieser initiieren die Macher der SEMF vom 17. bis 20.11 den Sonderbereich SEMM – Stuttgart Electronic Music Market.

    Tippe auf viel digitale DJ-Technik, Controller und so Kram. Vielleicht steht in einem staubfreien Glaskasten ein antiquierter Plattenspieler. Die Presseinfo sagt: ”Auf 400 Quadratmetern werden zahlreiche Aussteller zum Thema “Electronic Music” ihre Produkte und Neuheiten präsentieren. Auf einer Showbühne vor der Lounge-Area, sozusagen als zentralem Element des Sonderbereiches, bieten wir jedem Aussteller die einzigartige Möglichkeit seine Produkte zu präsentieren und somit auch Teil des Rahmenprogramms zu werden.

    Auf der SEMM 2011 wird das SAE Institute Stuttgart mit dabei sein. Dozenten der SAE zeigen in Workshops und Vorführungen aktuelle Tipps und Tricks der elektronischen Musikproduktion und können auf dem SAE Messestand besucht werden. Das SAE Institute ist der weltgrößte Anbieter von Studiengängen und Kursen in den Bereichen Audio Engineering, Digital Film & Animation, Webdesign & Development, Digital Journalism & Crossmedia Publishing und Interactive Entertainment.”

    Sub Culture verlost übrigens zwei Plätze viertägige Produktions-Workshops mit Johannes Heil, weiterhin hat man in Zusammenarbeit mit Electrosound.tv den DJ-Award SEMA, mehr Infos hier. Der Gewinner darf ein VP bei der SEMF am 3. Dezember spielen, womit wir beim Hauptprogramm wären.

    Nach der gelungenen SEMF 2010 im Esslinger Eisstadion konnte man daran leider dieses Jahr wieder kein Sommerfestival stemmen, gab scheinbar erneut Location-Trouble, ein dauerhaftes Open Air in einer halbwegs ansprechenden Location zu etablieren scheint weiterhin in Stuttgart und Region ein Problem zu sein. Deswegen halt nun im Winter, in der Neuen Messe und nochmals eine Nummer größer.

    What more can I say, fragte schon Jay-Z und bei großen Techno-Partys gibt es nur zwei wichtige Infos, erstens Line-Up:

    • BOOKA SHADE (DJ SET)
    • MOONBOOTICA
    • MODESELEKTOR -LIVE-
    • MISS KITTIN
    • HENRIK SCHWARZ – Live! (Special Detroit Techno Performance)
    • SETH TROXLER
    • STEVE BUG
    • DJ HELL
    • MATHEW JONSON -LIVE-
    • JOHANNES HEIL -LIVE-
    • MATTHIAS TANZMANN
    • BAR 25 SHOWCASE
    • CASSEOPAYA -LIVE-
    • ANNA GEMINA -LIVE-

    Das wird übrigens noch die nächsten Wochen um ein paar Headliner ergänzt.

    Zweitens, Preis: Die Tickets kosten 44 Euro plus VVK-Gebühr. Ich höre jetzt schon die Ui-teuer-Comments. Dann ma los. Mehr Infos soon, muss erst Deo auftragen.

    SEMM, 17. bis 20. November, Neue Messe, After- und Pre-Party SEMF am 19.11 im BETT

    SEMF, 03.12., Neue Messe

    www.semf.net

     
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    Best of 2011: Früher war alles anders

    Auch im Nachtleben sagt man gern mal, früher war alles besser. Bullshit. Früher war nicht alles besser, nur anders. Und nicht weil die Zeiten anders waren oder die Umstände – nein, wir waren anders. Oder jünger. Oder beides.

    Ich war mit 15 zum ersten Mal in einer Diskothek. Weil mein Bruder gerade 18 geworden war, den Führerschein und ein Auto hatte – unser Ticket raus aus dem Dorf. Die Disco hieß K-O (sinnigerweise war darüber eine Nobeldisco die Okay hieß), wir waren schon um 8 da und standen vor verschlossener Tür. Wir wussten es nicht besser.

    Dann sind wir in eine andere Disco gefahren, die hieß Manhattan und sah auch so aus. Aber da lief Prodigy, noch nicht “Outta Space”, sondern “Everybody is in the place”. Später im K-O lief “Mistadabolina”, das hat mich bis heute nicht losgelassen.

    Im selben Jahr war ich bei meiner ersten Technoparty, an Weihnachten ist das 20 Jahre her. Die Disco hieß Top 10 (es gibt sie heute noch), und ich hatte von der Party im Südkurier in der Veranstaltungsrubrik gelesen. Weil es damals noch kein Internet und keine Partymagazine gab. Dort sollten L.A. Style live spielen, die mit “James Brown Is Dead” einen Radio-Hit hatten, der sogar bis zu SWF 3 durchgedrungen war.

    Ich war 15 und bin trotzdem reingekommen. Und ich stellte mir – ernsthaft – diverse Fragen: Warum hat hier jeder Song den gleichen Beat? Wieso sind da keine Pausen zwischen den Liedern? Wieso tanzen alle Leute wie Madonna im “Vogue”-Video? Und von diesem Abend an, am 23. Dezember 1991, war’s um uns geschehen.

    Ab jetzt fuhren wir an jedem Wochenende von einer Dorfdisco zur anderen und liefen straight zum DJ, um zu fragen, wann denn die Technorunde kommt. Die Antwort war immer “gleich”, und irgendwie kommt mir die bekannt vor.

    Es gab in unserer Techno-Anfangszeit auch peinliche Momente. Viele davon. Der gelbe Friesennerz, die Schweißerbrille, die Trillerpfeife. Der Techno-Tanzwettbewerb (wirklich) im K-O, bei dem auch die Posse von Sead, der heute Türsteher in Stuttgart ist, mitgemacht hat. Mein Kumpel und ich haben den zweiten Platz gemacht und statt einer Reise nach London eine Stange Zigaretten gewonnen (wirklich).

    Dann haben wir die wichtigste Disco in meinem Leben entdeckt. Die hat uns Tanja gezeigt, die damals cool war, alles wusste und jeden kannte. Heute postet sie Bilder von süßen Kätzchen auf Facebook. Sie hieß Old Abby (die Disco, nicht die Tanja), war in Meßkirch und genau das für die Bodensee-Region, was das Müsli für Stuttgart war: Treffpunkt, Lebensmittelpunkt, Wochenhighlight, Partnerbörse, Musiksozialisierungsstation, ein Platz um Freunde fürs Leben zu finden und einen ganzen Sommer dort zu verbringen.

    Wir waren donnerstags dort (Bingo, wie im Müsli), freitags und samstags. 60 km ein Weg, über Land. Wir waren kurz nach Öffnung da und sind gegangen als das Licht angemacht wurde. Wenn mein Bruder mal länger arbeiten musste sind wir auch um 1 noch hingefahren. Hat sich alles gelohnt.

    Irgendwann haben wir dort so viele Leute gekannt, dass das Verabschieden mit Küsschen links-rechts-links (macht man im Süden so) eine halbe Stunde gedauert hat. Ein polnisch-französischer Abgang war undenkbar.

    Und wir haben getanzt. Zu HipHop haben wir getanzt wie der Fresh Prince, zu NDW und Wave haben wir zwei Schritte vor und zwei Schritte zurück gemacht, zu Rock’n'Roll haben wir versucht den anderen den Formationstanz nachzumachen, zu Bob Marley haben wir gechillt, zum Time Warp haben wir den step to the left und die hands on our hips gemacht, aber am meisten haben wir uns immer noch über die Technorunde gefreut.

    Darum sind wir irgendwann 1992 auch mit Tanja nach Stuttgart ins Oz gefahren. Ich war 16 und der Türsteher sah gefährlich aus, wir sind um 9 hin und haben uns einen Stempel geholt, damit wir später wieder reinkommen. Dann haben wir in der Pizzeria auf dem Kleinen Schlossplatz eine Pizza gegessen, lange bevor Switzerland und Pauls Boutique da und wieder weg waren.

    Im Oz haben Mike Schmidt und Marco Zaffarano aufgelegt, damals die besten DJs der Welt für mich, ich habe coole Leute gesehen, die auf der Box getanzt haben, um 12 lief eine HipHop-Runde und von der Decke ist der Schweiß getropft.

    Ich hab im Oz sogar meine erste richtige Freundin zum ersten Mal mit Zunge geküsst, mit 16, ich hab spät gezündet, es hat nach Kaugummi und Zigaretten geschmeckt. Mein Bruder hatte in Vaihingen geparkt und wir sind mit der S-Bahn in die Stadt gefahren, weil das mein Vater, wenn wir mal in Stuttgart waren, auch immer so gemacht hat. Wo soll man auch parken, in der Stadt.

    In der Frontpage, die damals noch schwarz-weiß war, stand, dass es in Stuttgart echte Techno-Bunkerpartys gibt, man solle nur einer Frau folgen, die einen Benzinkanister als Handtasche hat. Bei den Partys stand am Eingang immer jemand mit einer Schüssel, aus der man sich Pillen nehmen konnte, hatte ich gehört. Ich habe die Frau mit dem Benzinkanister aber nie gesehen.

    Aber in Schwenningen gab es auch eine Technoszene, und die hat sich im Jugendhaus getroffen, wo der Zivi sehr coole Partys veranstaltet hat. Sead und seine Posse waren auch da, die DJs hießen Jens und Littlefoot. Sie waren unsere Helden, unsere Vorbilder, wie Schmidt und Zaffarano, nur eben in Schwenningen.

    An meinem 17. Geburtstag kannte ich Jens und Littlefoot schon so gut, dass sie bei meiner Geburtstagsparty aufgelegt haben, in meinem Kinderzimmer, für 20 Gäste. Eine der besten Partys meines Lebens.

    Mit den beiden sind wir auch zum ersten Mal ins Octan nach Emmendingen gefahren. Das war in der Nähe von Freiburg, eine riesige Halle, in der Techno auf einer unglaublich lauten und guten Anlage lief, “Nächste Station Konstabler Wache”. Der DJ hatte eine riesige Trommel hinter dem DJ-Pult, auf die er manchmal im Takt getrommelt hat. Im kleinen Club lief Rock’n'Roll und echte Rockabillys tanzten dazu.

    Natürlich sind wir auch zur Love Parade gefahren, mit dem Delirium-Bus ab Stuttgart, als das Delirium noch unten im Oz war und von Nik und Ralph betrieben wurde. In diesem Bus habe ich sehr viele Leute kennengelernt. Mit einem von ihnen habe ich am vergangenen Sonntag auf dem Oktoberfest in München in seinen 40. Geburtstag reingefeiert. Ein paar andere haben später unter dem Namen Motor City Partys gemacht, einer nennt sich heute Ken, ein anderer nannte sich schon damals Tease.

    Die Love Parade war noch auf dem Ku’Damm und so klein, dass ich meine Leute verloren und 10 Minuten später im Getümmel wiedergefunden habe. Wir sind neben dem MTV-Wagen hergerannt und haben Simone Angel zugerufen “Simone, we love you”, wir haben unsere Sachen am Bahnhof ins Schließfach gepackt und im Tiergarten auf der Wiese übernachtet, in einer Ecke die Dauerbewohner, in der anderen Ecke die Raver.

    Am ersten Abend habe ich einem Berliner 5 Mark gezahlt, damit er mir den Stempel mit Edding nachmalt, am zweiten Abend waren wir im Tresor und im Keller hat hinter Gittern ein Goa-DJ aufgelegt, der mir uralt vorkam und wahrscheinlich so alt war wie ich heute.

    Mit Sead sind wir damals so oft donnerstags in den Perkins Park gefahren, dass mir der Türsteher, ich glaube er hieß André und sah aus wie der Rapper von “Informer”, irgendwann die schwarze Karte gegeben hat. Damit hatte ich freien Eintritt und freie Getränke.

    Uwe Hacker hat mit seinen Thorens-Plattenspielern aufgelegt, der Lichtjockey hatte die passende Lightshow für sein Intro parat, die Frauen haben auf den Boxen getanzt, mit der Seilbahn wurde Konfetti geregnet und Mädchen transportiert, und den Spießrutengang am Fenster ist man mindestens drei Mal am Abend entlanggegangen, auch wenn es andere Wege gab.

    Und nicht nur einmal stand ich mit meinem besten Freund am Fenster des Perkins Park, wir haben auf die Lichter der Stadt geschaut, uns feierlich angesehen und gesagt: “Irgendwann werden wir hier wohnen!”

     
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    Happy Weekend Mix by Arcon Ultra

    Den Rainer aka Arcon Ultra kenn´ schon ne ganze Weile. Kein Plan wie das kam damals, vielleicht kann er sich daran erinnern, aber ich mich damals unter anderem mit Manuel Bürger um die Radiosendung Electrosmog im Freien Radio (sonntags, 22:00 Uhr, oh je) gekümmert und hatte ihn als Gast in einer Show. Glaub ich zumindest dass es so war. Ich hab mich dann irgendwann davon zurückgezogen, weil eben sonntags, 22:00 Uhr, oh je, und Rainer hat die Initiative übernommen.

    Längst veranstaltet er unter dem Namen auch Partys und kümmert sich neben den eigenen Partys und Gigs u.a. im Schocken seit einiger Zeit um das Freitagsprogramm im Z-Club, dieser kleinen Insel abseits von den Big City Lights neben dem Ufa-Palast. Was man so mitbekommt hat er das ganz gut hinbekommen und der Spot hat seine Fans gefunden, nur leider, die Z-Clubber werden es schon wissen, wird der Laden im Januar abgerissen. Silvester ist die letzte Party und ob es einen Nachfolger gibt, steht in den Sternen meint er.

    Den Anblick der Abrissbirne erspart sich der Rainer, denn er hat Ende Dezember auf große Südamerikareise ab und kommt erst im April wieder. Auf diesen Trip stimmt er sich mit drei Mixen ein, jeweils gewidmet den wichtigsten Stationen der Reise, dieser bildet den Auftakt der Reihe. Das südamerikanische Flair ist bei dem House-Tech-Mix durchaus rauszuhören, darunter befinden sich auch ein paar spannende Edits. Grundsolider Aufbau, kann man mittags zu sandeln bis abends clubben.

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    Schönes Wochenende, ohne Sprühregen natürlich.

     
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    Real Scenes: Detroit

    Erst die Tage mit meinen alten Freund Frischvergiftung-Willy telefoniert, geht bald wieder in die USA, macht er traditionell jedes Jahr, würde ich auch gerne traditionell jedes Jahr machen, heuer geht es auf Kalifornien-Rundreise und letztes Jahr haben sie sich für Detroit entschieden, passend zum Detroit Electronic Music Festival, bei dem einst Carl Craig seine Finger mit im Spiel hatte.

    “Und, ist abgefucked oder?”, fragte ich ihn, zwar noch nie dort gewesen, aber stets interessiert und halbwissend darüber, was in der wichtigsten Musikstadt der Welt so passiert (kürzlich erst wieder einen Artikel über das heruntergekommene Detroit in der De-Bug gelesen). “Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst gesehen hat”, meinte Willy und meinte was von der abgefuckesten Stadt in der westliche Hemisphäre. Ganze Straßenzüge in der Innenstadt stehen komplett leer. Ey, fast wie in Stuttgart! Spässle!

    Resident Advisor hat vor kurzem die Serie “Real Scenes” gestartet, in der Städte mit ruhmreicher musikalischer Geschichte porträtiert werden. Nach Teil eins mit Bristol nun eben eine Dokumentation über Detroit, die den Zerfall, das aktuelle Leben und auch neue Chancen festhält. Neben Musikern hat z.B. die Kunstszene Detroit für sich entdeckt. Video via Nerdcore, Klappentext zum Video nach dem Jump.

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    Happy Weekend Mix by MCDE

    Boah ey, bei KTV gibt es die MCDE DJ-Kicks vorab für umme! Nee, nee. Dafür ein ergiebigen, dreieinhalbstündigen Live-Mitschnitt aus dem Berliner Club “about:blank”, laut Danilos Aussage seine beste Party bislang in Berlin. Hört man auch. Läuft einfach. Hits, Perlen, Klassiker und große Lieder der letzten 15 Jahre. Irgendwann kommt “Dem Young Sconies”. Kannste immer spielen. Wie “Crazy In Love” oder so.

    Okay, Danilo hat eine DJ-Kicks gemacht, seit Monaten heißes Gesprächsthema, verschiedene Leute haben uns schon das Cover geschickt (“Wisst ihr schon…?” Ja wissen wir), kein Wunder, bekanntlich neben der Fabric die wahrscheinlich renommierteste Mix-CD Reihe der Welt. Weiß nicht, ob überhaupt jemals ein Stuttgarter schon mal eine DJ-Kicks zusammenstellen durfte, außer vielleicht Bernie Bernthaler oder Thomas Örgel. Glaub net. Aber glaub, an der Stelle muss man jetzt das Wort Ritterschlag schreiben. Also: Ritterschlag. Stuttgart ist stolz auf dich, Kleiner, bist längst ein Großer.

    Oben kann man den MCDE-Exclusive-Track “L.o.v.e.” anhören, kommt im September noch mit Remixen von Wolfgang Voigt, Kyle Hall und Smallpeople, weiterhin hat Danilo Tracks von Tony Allen, Mr. Fingers, Aphex Twin oder Recloose ausgewählt und halt Robert Hood “The Pace”, Killer. Von 1996. Hab ich. Erstpresse. War ich 19 und Danilo vielleicht 12.

    Am kommenden Donnerstag, 30. Juni ist Danilo übrigens wieder in Stuttgart, bei TDSVW im Rocker, heimliche Tape-Releaseparty und gleichzeitig 30er Geburtstagsfeier von Florian “Tanzbär” Ehing. Mit dem dreieinhalb Stunden Mix kann es bis dahin ganz gut aushalten.

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    Schönes Wochenende!

     
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    Techno (3)!

    Kam wieder was zusammen in den letzten zwei Monaten, nur Blockbuster-Alben, in Punkto “Techno” ein richtig gutes Frühjahr, dieses 2011. Ab zum Rapport. Oder Report. Und nicht von der Überschrift irritieren lassen (“des isch ja gar koi Techno!”). Meist handelt es sich eher um genussvolle, maximale Hörerlebnisse abseits des Clubs. Sage ich mal so. Rein subjektiv natürlich.

    Wir starten den Youtube-Warfare mit meinem absoluten Favoriten der letzten Monate, dem FaltyDL-Album “You stand uncertain” auf Planet Mu. Sowieso ein spannender Act, dieser New Yorker mit dem Hang zu komplexen Beatstrukturen, wie auch auf diesem Album, hoher Output, dem man kaum folgen kann. Will wohl dieses Jahr gleich nochmals einen Longplayer hinterherschieben.

    Man hat für ihn Schubladen wie NuGarage oder Chillwave gefunden, für manche ist es auch einfach TwoStep. Die Kategorisierung ist def. schwer. Manchmal auch 4Hero-1994-Referenzen. Arbeitet wohl zum ersten mal mit Sängern zusammen, beispielhaft dafür wurde ein Video zu “Gospel” gedreht.

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    Zwei weitere Hörbeispiele:

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    You Stand Uncertain - FaltyDL

    FaltyDL veröffentlicht ebenfalls regelmässig auf Rushhour, wahrscheinlich eines der besten Labels der letzten fünf Jahre. Ach ja, sorry, das “neue” Virgo-Album hab ich immer noch nicht gecheckt, dafür endlich BNJMN. Dessen “Plastic World” ist auf besagtem Rushhour erschienen.

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    Bei dem Londoner, von dem ich davor nichts mitbekommen habe, regiert zumindest im Ansatz die gerade, etwas hölzerne Bassdrum, drüber flirrt und kracht es im Breitbandformat. Das fehlende Feingefühl (im Gegensatz z.B. bei FaltyDL) beim Schichten, lege ich kurzerhand als Stilmittel aus. Absolut das Gegenteil von Minimal.

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    http://soundcloud.com/bnjmnnn

    Plastic World - Bnjmn

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