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Teamgeischt
Am 20. Mrz 2012, 15:20 Uhr von martin
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Merkel tritt zurück
Am 31. Jan 2012, 09:00 Uhr von Setzer
Kurzer Nachzügler: vergangenen Freitag hat die Stuttgarter Zeitung online und äußerst exklusiv vermeldet “Merkel tritt zurück” –
leider nurganze 15 Minuten lang. Stimmte natürlich nicht. Das war eine technische Panne mit dem neuen Redaktionssystem.Stelle mir das so vor: einer tippte die Headline und um zu zeigen, wie geil – und vor allem wie schnell – das jetzt mit der neuen Technik funktioniert, den Content online zu stellen, landete das Ding prompt auf der Homepage. Die restlichen 15 Minutes of Fame waren wahrscheinlich mit sehr viel Rumbrüllen, Achherrjeh, Ohgottogott und Hihi gepflastert.
Kenn’ ich, hab ich bei PRINZ auch mal gemacht und ein Festival angelegt mit den Ramones in Originalbesetzung, Slayer, Dead Kennedys, Madonna, Depeche Mode und als Local Support Gerd Rube. Dufte dann aber nicht auf “Online” klicken.War ziemlich verboten. Mich hat’s trotzdem im Finger gejuckt. Bei mir fand das Ding auf dem Schlossplatz statt. Beginn 17 Uhr, Eintritt frei, bin ja kein Arschloch. Wäre garantiert voll geworden.
Hier gibt’s den Spiegel-Online Artikel, zu Angela Merkel, die natürlich munter weiter tritt. Hier ist das Statement von der Stuttgarter Zeitung.
Hoffentlich kein Versehen: Monty Python drehen wieder einen Film. Hoffentlich eine Ente: Lothar Matthäus bekommt eine Doku-Soap auf Vox.
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Das habe ich so nie gesagt!
Am 25. Okt 2011, 14:57 Uhr von Kollege Geiger
Als Bub bin ich oft rumstromern gewesen: einfach losgezogen und immer der kleinen Nase nach durch Gärtchen gestromert und wenn ein Zaun kam, dann halt drüber gestromert. Kann man, wenn man groß ist, leider nicht mehr machen. Ich schätze, 9 von 10 Schwaben schießen, wenn sie einen fremden Mann im Garten stehen sehen.
Rumstromern für Erwachsene ging am Samstag dank stuttgartnacht und goldenem Oktobertag aber trotzdem. Beim Losstiefeln zu Ecken, wo ich noch nie war, hab ich einiges entdeckt und erlebt.
Neu in der Stuttgarter Gastro-Szene: die Post mit Wein. Oder die Weinhandlung mit Schalter.
Ich weiß gar nicht, wer vor 12.00 schon bechert oder bis um 10.00 warten kann, um sein Päckchen nicht mehr selber zu tragen. Stichwort: Alkohol vor 12.00 – weiter ins Waranga. Home of the Spritz. Dort sagt der kleine Nick (5) auf die wirklich freundliche Erwachsenenfrage, ob neben ihm auf dem Miniatur-Festzeltbänkchen noch frei sei: „NEIN!“
Sein Vater – Typ Prinz Luitpold von und zu Hohenzollern im Janker – und seine Mutter – Frau Geiss mit Breuninger Exquisit Tüte – finden das total süß und sagen „sowas sagt man doch nicht, hihihi…lass doch die Herrschaften dort sitzen.“ Die Herrschaften machen sich extra breit – und jetzt muss Nick sich einen neuen Platz suchen. Zur Strafe auf dem Schoß seines Prinzenpapas.
Die Sonnenbrillen-Convention auf dem Kleinen Schlossplatz ist jedenfalls in vollem Gange. Aber hier ist halt nun mal auch Sonne. 15 Meter weiter im Sans ist sie da schon untergegangen. 200 Kilometer weiter, in München, haben sie vom ja die ganze Stadt voll mit Blaublütern. Sind wir nochmal mit einem blaublütigen Auge davongekommen.
Dann premierenstromern zu meiner allerersten Stuttgartnacht. Verpasse gefühlte 124 Veranstaltungen, weil alles auf einmal ist und ich gar nicht soviel Bus fahren kann, wie ich sehen will.
Hab mir überlegt, was die schlimmstmögliche Kombination von Veranstaltungen wäre und kam auf:
Pantomime.
Travestie.
Acapella.
Das Ganze dauerbedudelt und bejingelt von Radio-Spaßnasen-Flitzpiepen wie Osterhasis Morning-Show oder wie die heißen.
Hammer finde ich das Angebot, die Villa Reizenstein zu besuchen, wo Kretsche aus seinen Lieblingsbüchern vorliest. Das muss man sich mal vorstellen! Vor nicht mal acht Monaten hätte dieser Programmpunkt bei seinem Vorgänger noch ganz anders ausgesehen: MP Mappus liest seinem Volk die Leviten. Es gibt Auf-die-Finger-Food. Und dann werden alle wieder in vergitterten Fahrzeugen dorthin zurückgeshuttlet, wo sie hergekommen sind.
Thorsten hat glaube ich sein Fixie vor dem Rathaus vergessen.
OBle Schuster macht zur Stuttgartnacht auch die Tore hoch und öffnet sein Rathaus. Im großen Sitzungssaal trifft sich alles, was nicht tanzen kann und schwoft zu Italopopsongs wie „Gloria“. Und immer wenn irgendwo Italo-Nacht ist, muss man auch Autos ausstellen. Vor dem Rathaus parken ein Fiat 500 und eine Leihgabe von Arthur Boka – Ferrari, Lamborghini, Pirelli oder so.
Weiter in die Bibliothek. Ist ja inzwischen Brennpunktthema bei kessel.tv. Da laufe ich dann in einem lothar-matthäus-artigen Reflex voll ins Bild, besser gesagt: den Kollegen von der Stuttgarter Zeitung vor den Schreibblock.
Und das hat man dann davon am Montagmorgen: Voll in der Zeitung. Voll aus dem Zusammenhang gerissen. Ich erinnere mich daran, nicht „langweilig“ gesagt zu haben, sondern „stammheimig“. Aber in der allgemeinen Geräuschkulisse einer Bibliothek kann man sich schon mal verhören. Oder halt später verschreiben.
Hätte lieber das von der Dame daneben gesagt. Kinderecke, Kuschelkissen und so. Wirkt irgendwie sympathischer.
Na gut, ich war ganz euphorisiert. Meine erste Stuttgartnacht. Und die Bib sieht von innen wirklich sehr sehr super aus. Da plappert man schon mal los. Pogrebnyak hat nach seinem Elfer gegen Hoffenheim glaube ich auch in die Kameras gesagt, dass er gut gespielt häbe.
Hier also die Gegendarstellung: Das Design – habe ich wirklich Design gesagt und Architektur gemeint? – ist mir außen zu klotz-blockig, aber blau angestrahlt nicht mehr so schlimm, sondern sogar interessant. Außen: weißnet, innen total hui.
Der neue Apple-Store in Stuttgart-Mitte (!) Fotogen wie Sau: Egal mit welcher Knipse fotografiert, sieht immer gut aus.
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Worte sind wertvoll:
Journalisten im Streik(blog)Am 20. Jul 2011, 13:39 Uhr von martin
(Bild Streikblog)
Gestern viele Mails bekommen. Hilf-mir-uns-Mails. Könnt ihr vielleicht? Bisschen? Unterstützen? Aufmerksam machen? Abends schreib ich Thorsten: “Ist heute Samariter-Tag?” Meint er: “Vielleicht hat uns ein Samariter-Forum gepostet.”
Als erstes möchte ich Nachbars neuestes Facebook-Projekt namens Gössel.TV unterstützen. Keine Ahnung was er weiterhin vorhat, ABM, Kunst oder doch noch richtiger Blogger. “Soon” steht da. Egal was da kommt, höchstwahrscheinlich keine Bedrohung für die Stuttgarter Zeitung.
Die (und auch die STN) kommen die Tage – hab´s selbst nicht gesehen – ziemlich schlankofango daher (wie Opa immer sagte). Der Grund: Viele Journalisten der StZ und StN (und auch anderen BaWü-Tageszeitungen) streiken seit dieser Woche wieder (wie schon vor kurzem) und informieren darüber auf dem Streikblog oder berichten über ihr Journalistenleben aus Passion oder Joe Bauer betont eindringlich wie wichtig guter Journalismus ist.
Wie immer, geht es bei auch diesem Streik um Kohle und Arbeitszeiten. Die Verleger wollen die Gehälter kürzen und die Arbeitszeiten hochschrauben. Jungredakteuren sollen die Einkünfte gar um 25 Prozent gekürzt werden. Die Qualität soll – natürlich – gleich geil bleiben.
Und somit geht es um mehr: Gute Texte brauchen Zeit, große Reportagen können sich über Monate hinziehen. “Um faule Dinge aufzudecken, gibt es den investigativen Journalismus. Eine Methode, die mit extrem hohem Anspruch und Aufwand verbunden ist”, schreibt Bauer auf dem Blog. “Es geht darum, die finanzielle, die existenzielle Basis des Journalisten zu erhalten. Seinen Auftrag zu sichern. Darum streiken wir.”Die Streikenden machen sich essentielle Sorgen um die Zukunft ihrer Branche.
Vorhin wurde auf dem Blog vermeldet, dass sich die Mehrheit der Redakteurinnen und Redakteure für einen unbefristeten Streik entschieden hat. Die Blätter bleiben also wohl noch eine Weile so dünn wie Mick-Jagger.
Heute ab 15:00 Uhr “rockt der Streik” auf dem Schlossplatz. “Mit dabei beim genauso bunten wie kostenlosen Mix aus Unterhaltung und Information sind der Kolumnist und Flaneursalonist Joe Bauer, der Musikentertainer Roland „Grauer Star“ Baisch, der tanzende Rockgitarrist Eric Gauthier sowie der Krimiautor Wolfgang Schorlau. Beginn ist um 15 Uhr vor dem Fahnenrondell nahe des Kunstmuseums.”
Scheinbar großer Tag der Schreiber heute: Abends im Landespavillon präsentiert sich zum Erscheinen der neuen Ausgabe die noch recht junge Stuttgarter Zeitung Einundzwanzig mit einem vielfältigen Programm (u.a. liest wieder besagter Joe Bauer), Beginn 19:30 Uhr.
Quasi über unserer Lesung im Bergamo lädt in der Stiftung Geissstraße die ebenfalls neue Kontext Wochenzeitung zu offenen Redaktionskonferenz ein, Motto “Wie Medien ticken”. Die Redakteure zeigen u.a. wie sie ihre Themen auswählen und wie Recherche funktioniert. Gutes Ding übrigens, diese Internetzeitung, schaue selbst regelmässig rein. Immer mittwochs erscheint sozusagen die neue Ausgabe.
Und unten bei uns alles nicht ganz so ernst, sondern Stimmung wie im Neckar-Stadion. Hofft zumindest die Granny. Wir geben alles.
P.S.: Absolut Nicht-Topic aber Full Support, wenn wir schon beim Supporten sind: Am 25. Oktober treten Bob Dylan und Mark Knopfler gemeinsam in der SAP-Arena in Mannheim auf! OMG, ich hol mein Stirnband aus dem Schrank! Motto: “Sternstunden der Rockmusik – gemeinsam auf Tour!” Setzer: “Allein der Gedanke macht mich fertig.”
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“Immer wieder gern gelesen”
Am 28. Apr 2011, 19:30 Uhr von Setzer
Wenn Mutter früher die Todesanzeigen in der Zeitung las, sagte sie manchmal: “Mal sehen, wer die Zeitung abbestellt hat”. Die Stuttgarter Zeitung zwirbelt die Sache mit dem Sterben von der anderen Seite auf: “Immer wieder gern gelesen” steht da heute. Kurz überlegt: “Hier könnte ihre Anzeige stehen” wäre auch ein Kracher.
Rockstar-Toter des Tages: Ken Curtis, 1991. Der sang Countrylieder und spielte u.a. Hilfssheriff Festus Haggen in “Rauchende Colts”.
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iRot oder iBlau?
Am 16. Feb 2011, 09:08 Uhr von Kollege Geiger
Nahezu zeitgleich kamen dieser Tage zwei Apps für die Anhänger der beiden großen Stuttgarter Fussi-Vereine auf den Markt – oder besser gesagt: in den App-Store. Lokalderby auf dem iPhone zwischen dem VfB und den Stuttgarter Kickers.
Als einer der wenigen Stuttgarter Hybrid-Fans, der die Roten und die Blauen unterstützt, und nach Cannstatt geht, wenn er Fußball schauen will und nach Degerloch, wenn’s um die Wurst geht, hab ich mir gleich beide Programme geladen.
Sowohl Kickers als auch VfB App gibt’s für umsonst. Erstmal. Die Lockvögel aus Cannstatt wollen nach 4 Wochen Gratistest 1,59 Euro pro Monat. Wobei dieser Vertrag – wie der von Julian Schieber – auch für die zweite Liga gilt.
Beide Apps kommen ohne GAZI Menüvorschläge aus – trotz des gemeinsamen Werbepartners. Die Kickers App ist hausgemacht und wirkt auch so. Sympathisch eben. Die App „Mein VfB“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Stuttgarter Zeitung und –Nachrichten und entsprechend professioneller.
Die Blauen geben sich elektronisch wie auch auf dem Platz redlich Mühe, aber es reicht halt nicht ganz für den Aufstieg. Klar kann man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen und 1. Liga nicht mit vierter. Aber der digitale Klassenunterschied wäre nicht mal von Fredi Bobic wegzudiskutieren.
Kickers auf’m iPhone ist halt wie Kickers auf’m Platz: was für echte Fans. Zu denen ich mich als Besitzer einer Dauerkarte und zweier Trikots zähle (wobei eines von Robert Hofacker stammt und von ihm in der 1. (!!!) Liga getragen wurde, Hammertyp, heute bei der Stuttgarter Versicherung).
Da ist der VfB einfach unterhaltsamer und glamouröser. Wie die Sportschau wollen wir den Rest der Sendezeit also mal der Bundelisga widmen:
Orakel Live-Ticker? Echt optimistisch, wird der doch für die 1. Liga, die Champions League und den DfB-Pokal angeboten. Na gut, aber auch für die 2. Bundesliga.
Witzig: wählt man Trainer, dauert und dauert und dauert das. Klar, da müssen ja auch die ganzen Interims-Übungsleiter wie Keller und Babbel ge-preloadet werden.
Praktisch! Mit Hilfe des Heimtabellen-Features kann man zumindest mal elektronisch die Abstiegsplätze verlassen und sich den Tabellenstand schön-appen.
Bisschen überrascht war ich dann bei den Videos. Da stand prominent „Hecking zu Stuttgart“. War aber nicht die x-te Trainerwechselmeldung sondern nur der Film zur Pressekonferenz. Schade eigentlich „Labbadia zu Freiburg“ (und Dutt dann endlich nach Cannstatt, was ich ja schon lange fordere) hätte ich schon ne gute Meldung gefunden.
Auch top: Beim Kader sind sie alle aufgelistet. Sogar der Okazaki schon. Jeder Spieler mit den Namen seines Beraters, leider ohne Durchwahl. Könnte man sonst mal einen anrufen und DembaBamäßig aus dem laufenden Vertrag rausklingeln.
(Hinweis in eigener Sache: Der „Stürmer“ Pogrebniak ist bei einem Herrn Dr. Oliver Wendt zu haben.)
Da Spielfreude beim VfB ja groß geschrieben wird, gibt’s noch Fun & Entertainment satt: Die Lyrics zu Fangesängen wie „Auswärtssieg“ oder „Deutscher Meister“.
Dazu gibt’s ne Hupe, die man nicht nur beim 15.30 Uhr Anpfiff sondern auch beim 19.00 Uhr Schwabenstreich prima einsetzen kann- und endlich auf dem iPhone: eine Rote Karte. Falls man mal Mike Frantz im Nightlife begegnet.
Und was braucht man sonst noch auf seinem mobilen Endgerät?
Richtig. Alle Präsi’s des VfB seit Anbeginn. Dachte eigentlich, dass war seit 1893 der Erwin Staudt; fühlt sich zumindest so an.
Aber das beste an dieser Funktion sind die neuen Frisurenvorschläge für Undercutmaster Thorsten:
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Stuttgarter Filmschätze
Am 20. Sep 2010, 13:03 Uhr von martin
Volle Geschichtspackung für Die-Hard-Stuttgart-Fans: Passend zum 65jährigen Jubiläum der Stuttgarter Zeitung erscheint diese Woche die DVD-Kollektion “Stuttgarter Filmschätze”. Die fünf DVDs (79, 90 Euro) sind mit Hilfe der Leser der StZ und Stuttgarter Nachrichten zusammengestellt worden, die bereitwillig ihre Stuttgart-Clips vom Dachboden runtergeholt haben.
Kam einiges an interessantes Material zusammen und dokumentiert große Ereignisse und Entwicklungen in den letzten sieben Jahrzehnten, darunter natürlich auch den Wirtschaftsboom in den 60ern oder die Tieferlegung des U-Bahn-Netzes in den 70ern, die sich über viele Jahre hingezogen hat.
Die Trailer auf der Homepage sehen jedenfalls verlockend aus, die Ankündigungstexte klingen ebenfalls, ähm, vielversprechend (“bunt, schrill und abwechslungsreich – das sind die 80er und 90er Jahre in Stuttgart (…) Die jungen Leute tanzen HipHop und Breakdance.” ), aber ob ich dafür 79,90 Euro investieren würde, weiß ich nicht. Sicherlich aber kein schlechtes Weihnachtsgeschenk.
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