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    Best of 2011: Kickerle.tv-Doppelpass: Der dritte Spieltag im Vergleich

    Am 23. Aug 2011, 12:12 Uhr von Kollege Geiger

    Am Wochenende fast schon Fußball-Overkill in dieser Stadt: Samstag VfB Stuttgart gegen Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:1) und Sonntag SV Stuttgarter Kickers gegen SG Sonnenhof Großaspach 1:1 (1:1). Berühmt war das beides nicht. Aber aufschlussreich im Vergleich.

    Kredit-Logistik

    (Geiles Wort, gerade selbst erfunden, lass ich mir eintragen): Im Neckarstadion zahlt man mit der VfB Fancard, damit alles schneller geht. Außer natürlich das Erwerben und das Aufladen der Fancard.

    Meanwhile in Degerloch ein altüberliefertes System: Man gibt Geld und bekommt dafür eine Wurst. Punkt für die Kickers.

    Spielverlauf

    Für mich ist ja Fußball dann gut, wenn Pavel Pogrebnyak nicht mitspielt. So gesehen hab ich bei den Kickers 90 Minuten lang guten und in Cannstatt ab der 60. Minute nicht ganz so guten Fußball gesehen. Erschwerend kam Christian Molinaro dazu (kickerle-Note 5), der nicht nur ähnlich heißt wie ein Sambuca, sondern auch so gespielt hat.

    Promi-Faktor

    Alle waren sie wieder da in Cannstatt:

     

    Auch der Jogi, der Köpke Andi und der Hubschrauber-Passagier Jens Lehmann saßen auf der Tribüne. Dazu der Ballack – ach nee, war ja gar nicht Tribüne, war ja Bank. Bei den Kickers war wahrscheinlich wie immer Joe Bauer.

     

    Und natürlich die Ochsenknecht-Zwillinge Stonewashed- Denim-Ochsenknecht und Potatoe-Skin-Joe-Ochsenknecht. Die beide beim unberechtigten Elfmeter und dem total berechtigten Ausgleich auf die Barrikaden gingen.

    Typologie

    Im Daimler-Stadion hohe uvex Sportbrillen-Dichte. Typ: kumpelhafter Caprihosen-Träger. In Degerloch dagegen eher der Individualist:

    Zuschauer: 53.000 (VfB) :  2.825 (Kickers).

    Sound

    Wie in der benachbarten Schleyerhalle, so scheint man auch im Stadion keine ordentliche Akustik hinzubekommen. Wenn ich da Werbepartner wär, wär ich sauer.

    Nach dem Knarz-Geräusche-Skandal aus Hoffenheim aber Entwarnung aus Cannstatt: da knarzt gar nix. In Degerloch allerdings wurden alle drei gegnerischen Fans mit The Final Countdown beschossen.

    Schmährufe für den Gegner

    SG Sonnenhof Großaspach kann man weder singen noch beleidigen. Wahrscheinlich ist der Vereinsname Schmähruf genug. Stelle mir vor, wie die gegnerischen Fans den Club dissen, indem man einfach ruft „SG Sonnenhof Großaspach!“

    „Ihr steht auf Schwänze. Und nicht auf Busen. Ihr seid die Fans von Leverkusen“ – kommt dagegen nicht von Tocotronic sondern aus der Cannstatter Kurve. Klarer Punktsieger VfB.

    Produktportfolio des Gegners

    Der Traditionsverein SG Sonnenhof Großaspach (est. 1994) gehört dem Uli Ferber. Dem gehört auch Mario Gomez, ein Hotel und Andrea Berg.

    Leverkusen gehört dem Bayer-Konzern. Und die stellen ja nicht nur die Dauerwellenflüssigkeit für Tante Käthe’s graue Krause her, sondern auch Bepanthen, das Insektizid Calypso oder den Polyurethan-Integralschaum Baydur. Weiß jetzt net, was härter ist: Andrea Berg oder Polyurethan?

    Transportmittel des Gegners

    Keine Ahnung, wie Leverkusen mit den drei Punkten am Samstag nach Hause gekommen ist. Ob die vielleicht auch mit dem Zug gefahren sind?

     

     

    Aber Sonnenhof Großaspach musste mit dem Andrea-Berg-Mobil reisen. Und nach dem Unentschieden vermutlich auf der Strecke Degerloch-Backnang ihre größten Erfolge hören: „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ „Wenn Du mich willst (dann küss mich doch)“ und „Ich liebe das Leben (Tanzcafé Version)“.

    Am Wochenende fast schon Fußball-Overkill in dieser Stadt: Samstag VfB Stuttgart gegen Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:1) und Sonntag SV Stuttgarter Kickers gegen SG Sonnenhof Großaspach 1:1 (1:1). Berühmt war das beides nicht. Aber aufschlussreich im Vergleich. Kredit-Logistik (Geiles Wort, gerade selbst erfunden, lass ich mir eintragen): Im Neckarstadion zahlt man mit der VfB Fancard, damit alles schneller geht. Außer natürlich das Erwerben und das Aufladen der Fancard. Meanwhile in Degerloch ein altüberliefertes System: Man gibt Geld und bekommt dafür eine Wurst. Punkt für die Kickers. Spielverlauf Für mich ist ja Fußball dann gut, wenn Pavel Pogrebnyak nicht mitspielt. So gesehen hab ich bei den Kickers 90 Minuten lang guten und in Cannstatt ab der 60. Minute nicht ganz so guten Fußball gesehen. Erschwerend kam Christian Molinaro dazu (kickerle-Note 5), der nicht nur ähnlich heißt wie ein Sambuca, sondern auch so gespielt hat. Promi-Faktor Alle waren sie wieder da in Cannstatt:   Auch der Jogi, der Köpke Andi und der Hubschrauber-Passagier Jens Lehmann saßen auf der Tribüne. Dazu der Ballack – ach nee, war ja gar nicht Tribüne, war ja Bank. Bei den Kickers war wahrscheinlich wie immer Joe Bauer.   Und natürlich die Ochsenknecht-Zwillinge Stonewashed- Denim-Ochsenknecht und Potatoe-Skin-Joe-Ochsenknecht. Die beide beim unberechtigten Elfmeter und dem total berechtigten Ausgleich auf die Barrikaden gingen. Typologie Im Daimler-Stadion hohe uvex Sportbrillen-Dichte. Typ: kumpelhafter Caprihosen-Träger. In Degerloch dagegen eher der Individualist: Zuschauer: 53.000 (VfB) :  2.825 (Kickers). Sound Wie in der benachbarten Schleyerhalle, so scheint man auch im Stadion keine ordentliche Akustik hinzubekommen. Wenn ich da Werbepartner wär, wär ich sauer. Nach dem Knarz-Geräusche-Skandal aus Hoffenheim aber Entwarnung aus Cannstatt: da knarzt gar nix. In Degerloch allerdings wurden alle drei gegnerischen Fans mit The Final Countdown beschossen. Schmährufe für den Gegner SG Sonnenhof Großaspach kann man weder singen noch beleidigen. Wahrscheinlich ist der Vereinsname Schmähruf genug. Stelle mir vor, wie die gegnerischen Fans den Club dissen, indem man einfach ruft „SG Sonnenhof Großaspach!“ „Ihr steht auf Schwänze. Und nicht auf Busen. Ihr seid die Fans von Leverkusen“ – kommt dagegen nicht von Tocotronic sondern aus der Cannstatter Kurve. Klarer Punktsieger VfB. Produktportfolio des Gegners Der Traditionsverein SG Sonnenhof Großaspach (est. 1994) gehört dem Uli Ferber. Dem gehört auch Mario Gomez, ein Hotel und Andrea Berg. Leverkusen gehört dem Bayer-Konzern. Und die stellen ja nicht nur die Dauerwellenflüssigkeit für Tante Käthe’s graue Krause her, sondern auch Bepanthen, das Insektizid Calypso oder den Polyurethan-Integralschaum Baydur. Weiß jetzt net, was härter ist: Andrea Berg oder Polyurethan? Transportmittel des Gegners Keine Ahnung, wie Leverkusen mit den drei Punkten am Samstag nach Hause gekommen ist. Ob die vielleicht auch mit dem Zug gefahren sind?     Aber Sonnenhof Großaspach musste mit dem Andrea-Berg-Mobil reisen. Und nach dem Unentschieden vermutlich auf der Strecke Degerloch-Backnang ihre größten Erfolge hören: „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ „Wenn Du mich willst (dann küss mich doch)“ und „Ich liebe das Leben (Tanzcafé Version)“.

     
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    Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

    Am 1. Aug 2011, 15:12 Uhr von martin

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    Trainer Ludwig, neuester Teil, in Memory of Maik Franz.

    Neuer Sport hier: Phrasenüberschriftentopping: Nach “Wie der Heiner kann´s keiner” die Fußballphrase aller Phrasen als Schlagzeile, macht aber ohne Ende Sinn. Nach der schönen Maik Franz-Lounge vergangenen Samstag in der Waschstraße, zu der hoffentlich der Aussi heute noch ein paar Zeilen verfasst, bekommt man am kommenden Samstag, 6. August nochmals massig Fußballkultur im Theaterhaus geboten.

    Pünktlich zum Saisonbeginn lädt unser Gastleser Joe Bauer (Top-Performance am Samstag) zu “Hurra, wir kicken noch!”, die 3. Unterstützer für die Fans der Stuttgarter Kickers ein. Die Kickers spielen bereits am Freitag, 5. August gegen den KSC II und die komplette Mannschaft wird samt Trainer im Saal anwesend sein, lauter nette Menschen, wie Geiger erst am Freitag berichtete.

    Joe Bauer liest, Triple Espresso bluesen und rock´n´rollen, dazu gibt es Comedy und “Freestyle-Akrobaten” von Martina Brandl, Bastian Fischer, René Mathussek & Daniel Korte.

    Samstag, 6. August, 20 Uhr, Theaterhaus

    Karten gibt es unter www.theaterhaus.com zum Waldau-Stehplatz-Tarif von 10 Euro

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    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=-ssGusoccGw&feature=player_embedded[/youtube] Trainer Ludwig, neuester Teil, in Memory of Maik Franz. Neuer Sport hier: Phrasenüberschriftentopping: Nach "Wie der Heiner kann´s keiner" die Fußballphrase aller Phrasen als Schlagzeile, macht aber ohne Ende Sinn. Nach der schönen Maik Franz-Lounge vergangenen Samstag in der Waschstraße, zu der hoffentlich der Aussi heute noch ein paar Zeilen verfasst, bekommt man am kommenden Samstag, 6. August nochmals massig Fußballkultur im Theaterhaus geboten. Pünktlich zum Saisonbeginn lädt unser Gastleser Joe Bauer (Top-Performance am Samstag) zu "Hurra, wir kicken noch!", die 3. Unterstützer für die Fans der Stuttgarter Kickers ein. Die Kickers spielen bereits am Freitag, 5. August gegen den KSC II und die komplette Mannschaft wird samt Trainer im Saal anwesend sein, lauter nette Menschen, wie Geiger erst am Freitag berichtete. Joe Bauer liest, Triple Espresso bluesen und rock´n´rollen, dazu gibt es Comedy und "Freestyle-Akrobaten" von Martina Brandl, Bastian Fischer, René Mathussek & Daniel Korte. Samstag, 6. August, 20 Uhr, Theaterhaus Karten gibt es unter www.theaterhaus.com zum Waldau-Stehplatz-Tarif von 10 Euro Nach der großartigen Stimmung im vergangenen Jahr steigt erneut die Kickers-Unterstützer-Show. Auf der schönen Waldau liegt der legendäre Kickersplatz. Das Stadion unterm Fernsehturm ist eine Nische, der Ort, wo Fußball noch rockt. Nirgendwo finden Fans & Spieler so hautnah Kontakt wie in Degerloch. Weil der Club wieder nach oben muss, kommt mentale Hilfe aus dem Fan-Block: Unter dem Motto „Hurra, wir kicken noch!“ feiert man die blau-bunte Gala für Fußball- und andere Artisten. Joe Bauer, Kolumnist der „Stuttgarter Nachrichten“ und Vorleser im Flaneursalon, organisiert und arrangiert den Abend für die Fans. Das Theaterhaus unterstützt die Partie. „Wenn es um Fußball in Stuttgart geht, sind wir dabei“, sagt Werner Schretzmeier, selbst aktiver Spieler. Fußballmenschen aller Farben sind eingeladen zu der Show mit Pop & Rock,  Comedy & Poesie.?Die Künstler treten ohne Gage auf. Im Aufgebot ist die Band Triple Espresso – sieben coole Rockabilly-Entertainer in Nadelstreifen. Als Comedy-Göttin feiert man die Bestseller-Autorin und Bühnenkünstlerin Martina Brandl. Als Football Freestyler haben sich René Mathussek & Daniel Korte einen Namen in den Arenen der Welt gemacht. Der Comedy-Zauberer Bastian versprüht blauen Charme. Mit ihrer Soulstimme betört die Sängerin Anja Binder als Anjabelle. Und  Geschichten aus dem Leben eines Kickers-Mannes liest Joe Bauer. Stefan Kiss, Sportreporter beim SWR-Fernsehen, moderiert den Abend.?Der Eintrittspreis orientiert sich an der Stehplatz-Karte auf der Waldau: 10 Euro. Olé

     
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  • 9

    Kickerle.tv: Weltmeister am Bistrotisch

    Am 29. Jul 2011, 09:07 Uhr von Kollege Geiger

    Endlich wieder Fußball. Zumindest theoretisch. Samstag die hochkarätig besetzte Expertenrunde in der Maik-Franz-Lounge. Vorgestern das kleine Finale: eine Sponsorenveranstaltung der Stuttgarter Kickers in der Straßenbahnwelt. Ein Abend voller positiver Überraschungen.

    In der 1a Location riecht es herrlich nostalgisch nach alter Strampe. Wieso duftet die S6 nach Renningen eigentlich nicht so lecker nach Straßenbahn-Schmiere?

    Zwei ganz persönliche Highlights für mich gleich zu Beginn: ich piesel neben Alexander Malchow (Ex-Kickers Spieler, jetzt Co-Trainer) und sitze direkt hinter Guido Buchwald (Ex-Weltmeister, jetzt ehrenamtlich im Präsidium.) Wobei man ja glaube ich nicht Ex-Weltmeister wird, sondern einmal dat Ding in die Höhe gehalten, immer Weltmeister bleibt.

    Dirk Schuster, Trainer – leider ex-KSC  - mit dem schwäbischen Günter Jauch: Jens Zimmermann

    Erfreulich kurzweilig der anschließende Kickers Sport Talk, eine interessante Talkrunde. Erstligareif moderiert vom Kickers Teammanager Jens Zimmermann, der charmant Fragen stellt. Eine echter Profi und ich erfahre nachher, dass man ihn in dieser Funktion auch buchen kann.

    Auf der Bühne Fußballsachverstand: Sportmoderator Michael Antwerpes eloquent über Rupert Murdoch und den Bild Leserreporter, Kickers-Präsi Professor Dr. Rainer Lorz über die Bürde des Aufstiegs und Peter Stolterfoht über Peter Stolterfoht. Der Ressortleiter der Stuttgarter Zeitung kann glaube ich besser schreiben als reden und erinnerte n bissle an einen Musikredakteur, der Platten rezensiert, aber noch nie ein Instrument in der Hand hatte.

    Dazu Grinse- und Fußballweltmeister Diego Buchwald über sein Verhältnis zu Mayer-Vorfelder. Wir sind uns einig, dass der Mann einfach unumstritten gut ist. Nie ein Skandal und nie zum falschen Verein gewechselt. Selbst Urawa Reds hat ihm keiner übel genommen. Das schöne Gegenteil eines Fußball-Legionärs.

    vlnr. Der SWR, die STZ, der SVK und der Guido

    Auch das anschließende netzwerken ist erfrischend. Small Talk mit Trainer Dirk Schuster über seine Zeit beim FC Köln. Der vergisst sein Notizbuch bei uns am Bistrotisch und kurz überlege ich, mit dem Gazi-Kuli die Aufstellung für das wfv-Pokalspiel gegen Balingen leicht zu verändern und mit 6 Stürmern zu spielen.

    Das Catering hat die gute Wurstleistung von der Waldau in das Straßenbahnmuseum transferiert. Respekt. Die Kickers-Spieler halten sich aber eher an Hamburger und Magnum-Eis. Und das obwohl ihr ernährungswissenschaftlicher Partner live vor Ort ist.

    Die komplett anwesende Mannschaft ist erstaunlich jung – und wenn ich das mal so erwachsen bewerten darf: alle freundlich und wohlerzogen. Kein Ipod, kein Kaugummi, keine Daniel-Luboja-Gedächtnis-Frisuren.

    Rudelbildung – muss eigentlich Gelb geben.

    Ich bin positiv überrascht, gehe voller Optimismus in die neue Saison und weiß mal wieder, warum dieser Verein mein Lieblingsverein ist. Ist halt was für’s Herz.

    Saisonauftakt ist am Freitag, den 5.8. gegen KSC II – oder dann halt alle zu den Auswärtsspielen ins Möslestadion Freiburg oder in die Trolli Arena Fürth. Kann man ja auf’m Weg kurz einen Abstecher ins hügelige Tübingen machen oder im nigelnagelneuen Bud-Spencer-Bad vom Dreier hüpfen.

    Endlich wieder Fußball. Zumindest theoretisch. Samstag die hochkarätig besetzte Expertenrunde in der Maik-Franz-Lounge. Vorgestern das kleine Finale: eine Sponsorenveranstaltung der Stuttgarter Kickers in der Straßenbahnwelt. Ein Abend voller positiver Überraschungen. In der 1a Location riecht es herrlich nostalgisch nach alter Strampe. Wieso duftet die S6 nach Renningen eigentlich nicht so lecker nach Straßenbahn-Schmiere? Zwei ganz persönliche Highlights für mich gleich zu Beginn: ich piesel neben Alexander Malchow (Ex-Kickers Spieler, jetzt Co-Trainer) und sitze direkt hinter Guido Buchwald (Ex-Weltmeister, jetzt ehrenamtlich im Präsidium.) Wobei man ja glaube ich nicht Ex-Weltmeister wird, sondern einmal dat Ding in die Höhe gehalten, immer Weltmeister bleibt. Dirk Schuster, Trainer - leider ex-KSC  - mit dem schwäbischen Günter Jauch: Jens Zimmermann Erfreulich kurzweilig der anschließende Kickers Sport Talk, eine interessante Talkrunde. Erstligareif moderiert vom Kickers Teammanager Jens Zimmermann, der charmant Fragen stellt. Eine echter Profi und ich erfahre nachher, dass man ihn in dieser Funktion auch buchen kann. Auf der Bühne Fußballsachverstand: Sportmoderator Michael Antwerpes eloquent über Rupert Murdoch und den Bild Leserreporter, Kickers-Präsi Professor Dr. Rainer Lorz über die Bürde des Aufstiegs und Peter Stolterfoht über Peter Stolterfoht. Der Ressortleiter der Stuttgarter Zeitung kann glaube ich besser schreiben als reden und erinnerte n bissle an einen Musikredakteur, der Platten rezensiert, aber noch nie ein Instrument in der Hand hatte. Dazu Grinse- und Fußballweltmeister Diego Buchwald über sein Verhältnis zu Mayer-Vorfelder. Wir sind uns einig, dass der Mann einfach unumstritten gut ist. Nie ein Skandal und nie zum falschen Verein gewechselt. Selbst Urawa Reds hat ihm keiner übel genommen. Das schöne Gegenteil eines Fußball-Legionärs. vlnr. Der SWR, die STZ, der SVK und der Guido Auch das anschließende netzwerken ist erfrischend. Small Talk mit Trainer Dirk Schuster über seine Zeit beim FC Köln. Der vergisst sein Notizbuch bei uns am Bistrotisch und kurz überlege ich, mit dem Gazi-Kuli die Aufstellung für das wfv-Pokalspiel gegen Balingen leicht zu verändern und mit 6 Stürmern zu spielen. Das Catering hat die gute Wurstleistung von der Waldau in das Straßenbahnmuseum transferiert. Respekt. Die Kickers-Spieler halten sich aber eher an Hamburger und Magnum-Eis. Und das obwohl ihr ernährungswissenschaftlicher Partner live vor Ort ist. Die komplett anwesende Mannschaft ist erstaunlich jung – und wenn ich das mal so erwachsen bewerten darf: alle freundlich und wohlerzogen. Kein Ipod, kein Kaugummi, keine Daniel-Luboja-Gedächtnis-Frisuren. Rudelbildung - muss eigentlich Gelb geben. Ich bin positiv überrascht, gehe voller Optimismus in die neue Saison und weiß mal wieder, warum dieser Verein mein Lieblingsverein ist. Ist halt was für's Herz. Saisonauftakt ist am Freitag, den 5.8. gegen KSC II – oder dann halt alle zu den Auswärtsspielen ins Möslestadion Freiburg oder in die Trolli Arena Fürth. Kann man ja auf’m Weg kurz einen Abstecher ins hügelige Tübingen machen oder im nigelnagelneuen Bud-Spencer-Bad vom Dreier hüpfen.

     
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  • 10

    Kickerle.TV: Fanprojekt Stuttgart

    Am 19. Jul 2011, 14:01 Uhr von martin

    Spielzeitpausen-Füller: Wie die Realität aussieht, kann ich als Nicht-Stadiongänger nicht beurteilen, weiß nur, dass Tonidisco erst neulich für “Commando Cannstatt” Reggae aufgelegt hat. Da war es friedlich. Die überwiegend “jungen, männlichen Erwachsenen” scheinen sich aber laut Polizei und Verein nicht immer so zu verhalten, deswegen will man jetzt ein Fanprojekt ins Leben rufen, wie die Stadt heute informiert hat.

    Pressemitteilung Fanprojekt Stuttgart

    Nach Einschätzung der Polizei und der Vereinsverantwortlichen des VfB Stuttgart ist die Zahl gewaltsamer Zwischenfälle in den vergangenen Jahren sowohl bei den Heim- als auch bei Auswärtsspielen des VfB gestiegen. Verantwortlich seien hierfür in erster Linie die „Ultras“, eine europaweite Fanbewegung, die in Stuttgart unter dem Namen „Commando Cannstatt“ firmiert. Überwiegend handelt es sich um junge, männliche Erwachsene aus Stuttgart und dem Umland.

    Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung hat die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, im Jugendhilfeausschuss ein Konzept für ein Fan-Projekt vorgelegt. Im Konzept werden Ziele und Aufgabenschwerpunkte für eine Arbeit mit den Fans des VfB Stuttgart und der Stuttgarter Kickers beschrieben. Für das Fan-Projekt sind drei Personalstellen vorgesehen, zwei für die Arbeit mit den VfB-Fans, einer für die Fans der Kickers. Die Kosten für das Projekt werden zu zwei Drittel durch den Deutschen Fußballbund und das Land Baden-Württemberg getragen, ein Drittel muss die Kommune finanzieren.

    In Deutschland wurden in den vergangenen zwanzig Jahren 47 Fan-Projekte eingerichtet. Heute verfügen 15 von 18 Erstligavereinen über ein Fan-Projekt. Die Arbeit des Fan-Projekts hat zum Ziel, die Gewaltbereitschaft einzudämmen. Hierzu ist zum einen eine vertrauensvolle Arbeit mit den jungen Fußballfans erforderlich als auch eine gelingende Kommunikation zwischen Verein, Polizei und Fans.

    Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am Montag, 18. Juli, zustimmend von dem Projekt Kenntnis genommen. Der Sportausschuss wird sich in seiner heutigen Sitzung (Beginn 15.30 Uhr) mit dem Thema befassen.

    Spielzeitpausen-Füller: Wie die Realität aussieht, kann ich als Nicht-Stadiongänger nicht beurteilen, weiß nur, dass Tonidisco erst neulich für "Commando Cannstatt" Reggae aufgelegt hat. Da war es friedlich. Die überwiegend "jungen, männlichen Erwachsenen" scheinen sich aber laut Polizei und Verein nicht immer so zu verhalten, deswegen will man jetzt ein Fanprojekt ins Leben rufen, wie die Stadt heute informiert hat. Pressemitteilung Fanprojekt Stuttgart Nach Einschätzung der Polizei und der Vereinsverantwortlichen des VfB Stuttgart ist die Zahl gewaltsamer Zwischenfälle in den vergangenen Jahren sowohl bei den Heim- als auch bei Auswärtsspielen des VfB gestiegen. Verantwortlich seien hierfür in erster Linie die „Ultras“, eine europaweite Fanbewegung, die in Stuttgart unter dem Namen „Commando Cannstatt“ firmiert. Überwiegend handelt es sich um junge, männliche Erwachsene aus Stuttgart und dem Umland. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung hat die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, im Jugendhilfeausschuss ein Konzept für ein Fan-Projekt vorgelegt. Im Konzept werden Ziele und Aufgabenschwerpunkte für eine Arbeit mit den Fans des VfB Stuttgart und der Stuttgarter Kickers beschrieben. Für das Fan-Projekt sind drei Personalstellen vorgesehen, zwei für die Arbeit mit den VfB-Fans, einer für die Fans der Kickers. Die Kosten für das Projekt werden zu zwei Drittel durch den Deutschen Fußballbund und das Land Baden-Württemberg getragen, ein Drittel muss die Kommune finanzieren. In Deutschland wurden in den vergangenen zwanzig Jahren 47 Fan-Projekte eingerichtet. Heute verfügen 15 von 18 Erstligavereinen über ein Fan-Projekt. Die Arbeit des Fan-Projekts hat zum Ziel, die Gewaltbereitschaft einzudämmen. Hierzu ist zum einen eine vertrauensvolle Arbeit mit den jungen Fußballfans erforderlich als auch eine gelingende Kommunikation zwischen Verein, Polizei und Fans. Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am Montag, 18. Juli, zustimmend von dem Projekt Kenntnis genommen. Der Sportausschuss wird sich in seiner heutigen Sitzung (Beginn 15.30 Uhr) mit dem Thema befassen.

     
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  • 18

    Heute Abend: Kick it like Marica

    Am 13. Jul 2011, 15:00 Uhr von martin

    (Hab Angst…)

    Uhuh, in Memory of Cipi Marica findet heute Abend das 169. Stuttgarter Stadtderby statt, natürlich oben auf der good old Waldau. Beziehungsweise vielleicht auch das erst 165. Duell, wie auf der Kickers Seite steht; letztes Jahr haben wir jedenfalls das 168. Derby angekündigt. Irgendjemand kann nicht zählen. Im Zweifelsfall immer wir.

    Sitzplätze sind leider alle weg, gibt nur noch ein paar wenige Stehplätze für 9 Euro. Die Blocks sind freilich fein säuberlich aufgeteilt – Kickers Fans, VfB Fans, neutrale Fans (gibt es sowas? Stimmt, der Geiger, der mag beide Teams).

    Sauguter Flyer, Lappkabel Killer-Sponsor, auch der Zusatz beim VfB: “1. Bundesliga”. Dachte sich der Grafiker sicherlich, dass man das dazu schreiben muss, weil erstens die Roten fast ein Zweitligist geworden wären und zweitens damit auch jeder checkt, dass nicht die zweite Mannschaft aus Liga 3 anreist. Ausgleichende Gerechtigkeit wäre bei Kickers die Referenz Regionalliga Süd gewesen (Alternativ: Fast 3. Liga). Will aber wahrscheinlich keiner von den Kickers-Fans wiederum so vors Auge geführt bekommen.

    Unser Setzer hat sich das letztes Jahr angeschaut und amtlich darüber berichtet. Fußballerisch vielleicht noch etwas dürftig (“Fehlpässe, zu doof zum Ballstoppen und Ronaldoblödsinn, der nach hinten losgeht wie Furzen am Lagerfeuer”), dafür gibts auch im Gazi-Stadion eine gute Wurst, die wiederum nicht rot sein darf. Zumindest nicht auf der Speisekarte. Unterhaltung ist sowieso garantiert.

    (Hab Angst...) Uhuh, in Memory of Cipi Marica findet heute Abend das 169. Stuttgarter Stadtderby statt, natürlich oben auf der good old Waldau. Beziehungsweise vielleicht auch das erst 165. Duell, wie auf der Kickers Seite steht; letztes Jahr haben wir jedenfalls das 168. Derby angekündigt. Irgendjemand kann nicht zählen. Im Zweifelsfall immer wir. Sitzplätze sind leider alle weg, gibt nur noch ein paar wenige Stehplätze für 9 Euro. Die Blocks sind freilich fein säuberlich aufgeteilt - Kickers Fans, VfB Fans, neutrale Fans (gibt es sowas? Stimmt, der Geiger, der mag beide Teams). Sauguter Flyer, Lappkabel Killer-Sponsor, auch der Zusatz beim VfB: "1. Bundesliga". Dachte sich der Grafiker sicherlich, dass man das dazu schreiben muss, weil erstens die Roten fast ein Zweitligist geworden wären und zweitens damit auch jeder checkt, dass nicht die zweite Mannschaft aus Liga 3 anreist. Ausgleichende Gerechtigkeit wäre bei Kickers die Referenz Regionalliga Süd gewesen (Alternativ: Fast 3. Liga). Will aber wahrscheinlich keiner von den Kickers-Fans wiederum so vors Auge geführt bekommen. Unser Setzer hat sich das letztes Jahr angeschaut und amtlich darüber berichtet. Fußballerisch vielleicht noch etwas dürftig ("Fehlpässe, zu doof zum Ballstoppen und Ronaldoblödsinn, der nach hinten losgeht wie Furzen am Lagerfeuer"), dafür gibts auch im Gazi-Stadion eine gute Wurst, die wiederum nicht rot sein darf. Zumindest nicht auf der Speisekarte. Unterhaltung ist sowieso garantiert.

     
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  • 8

    kickerle.tv: Fußball römisch zwei

    Am 24. Mai 2011, 09:15 Uhr von Kollege Geiger

    Für den VfB-Fan ist die Spielzeit 2010/2011 ja gelaufen. Und zwar gerade nochmal gut. Man darf dem L’Oreal Leadmodel Labbadia abschließend zu einem zwölften Platz gratulieren. Man darf dem Präsidium wünschen, dass mein Idol aus Kindertagen, Ex-Torhüter und Stadtanzeiger-Kolumnist Helmut Rohleder, der in Tiefenbronn eine Agentur für Persönlichkeitsentwicklung leitet, das auch weiterhin tut. Und eben nicht Präsi in Cannstatt wird.

    Und man darf dem Verein für seine Mission “Freddies Resterampe” alles Gute wünschen. Vielleicht mag ja jemand das magische Zweieck kaufen (das wäre dann wohl geometrisch korrekt eine Gerade, richtig?): Die “Stürmer” Pogrebniak/Marica stehen zum Verkauf (Versand: Du, Ebay: der VfB).

    Aktuell ist in Cannstatt also nur auslaufen, entmüden und entschlacken angesagt. Während es weiter oben noch um die Wurst geht: Die Stuttgarter Kickers drohen drei Ligen tiefer mit Aufstieg. Nach einer sensationellen Rückrunde ging es als Tabellenzweiter der Regionalliga Süd am Samstag darum, Frankfurt in Frankfurt zu schlagen. Und als Hybridfan, der beide Stuttgarer Vereine unterstützt, war ich live dabei bei diesem Auswärtsspiel.

    Auswärtssieg!

    Ahh, Frankfurt. Kennt man doch. Bundesliga.

    Hmm, puhhh. Also, nein. Nicht DIE Frankfurter. Die ja im übrigen gerade vom zweiten Frankfurter Erfolgsduo nach Heinz Schenk & Lia Wöhr, – den Herren Skibbe & Daum -  direktemente dort hingeführt wurden, wo ihre Fans sich schon lange hinbenommen haben: in Liga zwei.

    Also es ging für die Kickers nicht gegen die Eintracht, sondern gegen den FSV.

    Ahh, ja, die kennt man ja auch.

    Hmm, puhhh. Also, nein, nicht DER FSV sondern gegen FSV Frankfurt römisch zwei. Also gegen die zweite Mannschaft einer Zweitligamannschaft.

    Und das ist vielleicht das Hauptproblem der Stuttgarter Kickers: die römische Zwei. Du spielst gegen Vereine, die du kennst. Bundesligisten, Ex-Erstligisten, Pokalschrecke, über die normalerweise der VfB stolpert. Aber du spielst nie wirklich gegen diese Vereine. Du spielst immer gegen ihre zweite.

    Karlsruher SC II

    1899 Hoffenheim II

    SpVGG Greuther Fürth II

    und so weiter.

    Zweite Mannschaften sind so n bisschen wie zweite Teile von guten Filmen, die nicht mehr an das Original heranreichen. Snake Plissken kann mit Die Klapperschlange II  dem ersten Teil und der guten Story nicht mehr das Wasser reichen (Einäugiger Außenseiter muss in Kapsel abgestürzten Präsidenten von Gefängnisinsel retten).

    Oder ähnlich krass: In Wild Things eins wurde man noch von Neve Campbell und Denise Richards bezirzt, die beide in Wild Things II gar nicht mehr mitspielen.

    Bei den Kickers ist das ähnlich: du gehst ins GAZI-Stadion – the kickplatz formerly known as Waldaustadion – freust dich auf Neve Campbell und aus der Kabine kommt Thimo Langner vom SV Wehen Wiesbaden II (und du wusstest nicht mal, dass dieser Verein eine erste Mannschaft hat).

    In Liga vier, wo sich die Kickers ungerechterweise tummeln, herrscht harter Fußball-Mittelstand. Stell dir vor, all deine Kumpels arbeiten bei Porsche, Apple und Nike. Du aber schaffsch beim Schrauben Gmähle. Im Lager.

    Das Spiel ist im übrigen schnell erzählt: Die Kickers siegen verdient mit 2:0. Der 14-jährige Justin Bieber im Tor der Frankfurter verursacht und vereitelt einen Strafstoß. Und ein Kickersfan fällt vom Zaun und macht sich ziemlich Aua. An dieser Stelle gute Besserung. Anschliessend liess sich die Mannschaft von den rund 600 (!) mitgereisten Kickers-Fans unter den 660 (!!!) Zuschauern feiern.

    Denn für kurze Zeit sind die Blauen Tabellenführer. Mit dem Aufstieg wird’s aber nur was, wenn Darmstadt patzt. Dann aber patzt deren Gegner Wormatia Worms. Entscheidung vertagt. Nächsten Samstag bitte alle zum Heimspiel um 14.00 Uhr kommen.

    Emotional erträglich ist dieses Wimpernschlagfinale für mich nur, weil es A) in Degerloch die beste Wurst im bezahlten Fußball gibt. Und B) die Kickers schon mal bessere Zeiten erlebt haben. Wer wie ich lange genug dabei ist, darf sich daran erinnern, wie die Kickers den FC Bayern München römisch eins vor eigenem Publikum im Münchener Olympiastadion in der Bundesligasaison 91/92 mit 4:1 besiegt haben. Danke, lieber Fußballgott, dass ich auch da live dabei sein durfte (0:1 Karel Kula (8.), 0:2 Marcus Marin (24.), 0:3 Andreas Keim (64.), 1:3 Roland Wohlfahrt (73.), 1:4 Dimitrios Moutas (89.)).

    Für den VfB-Fan ist die Spielzeit 2010/2011 ja gelaufen. Und zwar gerade nochmal gut. Man darf dem L'Oreal Leadmodel Labbadia abschließend zu einem zwölften Platz gratulieren. Man darf dem Präsidium wünschen, dass mein Idol aus Kindertagen, Ex-Torhüter und Stadtanzeiger-Kolumnist Helmut Rohleder, der in Tiefenbronn eine Agentur für Persönlichkeitsentwicklung leitet, das auch weiterhin tut. Und eben nicht Präsi in Cannstatt wird. Und man darf dem Verein für seine Mission "Freddies Resterampe" alles Gute wünschen. Vielleicht mag ja jemand das magische Zweieck kaufen (das wäre dann wohl geometrisch korrekt eine Gerade, richtig?): Die "Stürmer" Pogrebniak/Marica stehen zum Verkauf (Versand: Du, Ebay: der VfB). Aktuell ist in Cannstatt also nur auslaufen, entmüden und entschlacken angesagt. Während es weiter oben noch um die Wurst geht: Die Stuttgarter Kickers drohen drei Ligen tiefer mit Aufstieg. Nach einer sensationellen Rückrunde ging es als Tabellenzweiter der Regionalliga Süd am Samstag darum, Frankfurt in Frankfurt zu schlagen. Und als Hybridfan, der beide Stuttgarer Vereine unterstützt, war ich live dabei bei diesem Auswärtsspiel. Auswärtssieg! Ahh, Frankfurt. Kennt man doch. Bundesliga. Hmm, puhhh. Also, nein. Nicht DIE Frankfurter. Die ja im übrigen gerade vom zweiten Frankfurter Erfolgsduo nach Heinz Schenk & Lia Wöhr, - den Herren Skibbe & Daum -  direktemente dort hingeführt wurden, wo ihre Fans sich schon lange hinbenommen haben: in Liga zwei. Also es ging für die Kickers nicht gegen die Eintracht, sondern gegen den FSV. Ahh, ja, die kennt man ja auch. Hmm, puhhh. Also, nein, nicht DER FSV sondern gegen FSV Frankfurt römisch zwei. Also gegen die zweite Mannschaft einer Zweitligamannschaft. Und das ist vielleicht das Hauptproblem der Stuttgarter Kickers: die römische Zwei. Du spielst gegen Vereine, die du kennst. Bundesligisten, Ex-Erstligisten, Pokalschrecke, über die normalerweise der VfB stolpert. Aber du spielst nie wirklich gegen diese Vereine. Du spielst immer gegen ihre zweite. Karlsruher SC II 1899 Hoffenheim II SpVGG Greuther Fürth II und so weiter. Zweite Mannschaften sind so n bisschen wie zweite Teile von guten Filmen, die nicht mehr an das Original heranreichen. Snake Plissken kann mit Die Klapperschlange II  dem ersten Teil und der guten Story nicht mehr das Wasser reichen (Einäugiger Außenseiter muss in Kapsel abgestürzten Präsidenten von Gefängnisinsel retten). Oder ähnlich krass: In Wild Things eins wurde man noch von Neve Campbell und Denise Richards bezirzt, die beide in Wild Things II gar nicht mehr mitspielen. Bei den Kickers ist das ähnlich: du gehst ins GAZI-Stadion - the kickplatz formerly known as Waldaustadion - freust dich auf Neve Campbell und aus der Kabine kommt Thimo Langner vom SV Wehen Wiesbaden II (und du wusstest nicht mal, dass dieser Verein eine erste Mannschaft hat). In Liga vier, wo sich die Kickers ungerechterweise tummeln, herrscht harter Fußball-Mittelstand. Stell dir vor, all deine Kumpels arbeiten bei Porsche, Apple und Nike. Du aber schaffsch beim Schrauben Gmähle. Im Lager. Das Spiel ist im übrigen schnell erzählt: Die Kickers siegen verdient mit 2:0. Der 14-jährige Justin Bieber im Tor der Frankfurter verursacht und vereitelt einen Strafstoß. Und ein Kickersfan fällt vom Zaun und macht sich ziemlich Aua. An dieser Stelle gute Besserung. Anschliessend liess sich die Mannschaft von den rund 600 (!) mitgereisten Kickers-Fans unter den 660 (!!!) Zuschauern feiern. Denn für kurze Zeit sind die Blauen Tabellenführer. Mit dem Aufstieg wird's aber nur was, wenn Darmstadt patzt. Dann aber patzt deren Gegner Wormatia Worms. Entscheidung vertagt. Nächsten Samstag bitte alle zum Heimspiel um 14.00 Uhr kommen. Emotional erträglich ist dieses Wimpernschlagfinale für mich nur, weil es A) in Degerloch die beste Wurst im bezahlten Fußball gibt. Und B) die Kickers schon mal bessere Zeiten erlebt haben. Wer wie ich lange genug dabei ist, darf sich daran erinnern, wie die Kickers den FC Bayern München römisch eins vor eigenem Publikum im Münchener Olympiastadion in der Bundesligasaison 91/92 mit 4:1 besiegt haben. Danke, lieber Fußballgott, dass ich auch da live dabei sein durfte (0:1 Karel Kula (8.), 0:2 Marcus Marin (24.), 0:3 Andreas Keim (64.), 1:3 Roland Wohlfahrt (73.), 1:4 Dimitrios Moutas (89.)).

     
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    iRot oder iBlau?

    Am 16. Feb 2011, 09:08 Uhr von Kollege Geiger

    Nahezu zeitgleich kamen dieser Tage zwei Apps für die Anhänger der beiden großen Stuttgarter Fussi-Vereine auf den Markt – oder besser gesagt: in den App-Store. Lokalderby auf dem iPhone zwischen dem VfB und den Stuttgarter Kickers.

    Als einer der wenigen Stuttgarter Hybrid-Fans, der die Roten und die Blauen unterstützt, und nach Cannstatt geht, wenn er Fußball schauen will und nach Degerloch, wenn’s um die Wurst geht, hab ich mir gleich beide Programme geladen.

    Sowohl Kickers als auch VfB App gibt’s für umsonst. Erstmal. Die Lockvögel aus Cannstatt wollen nach 4 Wochen Gratistest 1,59 Euro pro Monat. Wobei dieser Vertrag –  wie der von Julian Schieber – auch für die zweite Liga gilt.

    Beide Apps kommen ohne GAZI Menüvorschläge aus – trotz des gemeinsamen Werbepartners. Die Kickers App ist hausgemacht und wirkt auch so. Sympathisch eben. Die App „Mein VfB“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Stuttgarter Zeitung und –Nachrichten und entsprechend professioneller.

    Die Blauen geben sich elektronisch wie auch auf dem Platz redlich Mühe, aber es reicht halt nicht ganz für den Aufstieg. Klar kann man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen und 1. Liga nicht mit vierter. Aber der digitale Klassenunterschied wäre nicht mal von Fredi Bobic wegzudiskutieren.

    Kickers auf’m iPhone ist halt wie Kickers auf’m Platz: was für echte Fans. Zu denen ich mich als Besitzer einer Dauerkarte und zweier Trikots zähle  (wobei eines von Robert Hofacker stammt und von ihm in der 1. (!!!) Liga getragen wurde, Hammertyp, heute bei der Stuttgarter Versicherung).

    Da ist der VfB einfach unterhaltsamer und glamouröser. Wie die Sportschau wollen wir den Rest der Sendezeit also mal der Bundelisga widmen:

    Orakel Live-Ticker? Echt optimistisch, wird der doch für die 1. Liga, die Champions League und den DfB-Pokal angeboten. Na gut, aber auch für die 2. Bundesliga.

    Witzig: wählt man Trainer, dauert und dauert und dauert das. Klar, da müssen ja auch die ganzen Interims-Übungsleiter wie Keller und Babbel ge-preloadet werden.

    Praktisch! Mit Hilfe des Heimtabellen-Features kann man zumindest mal elektronisch die Abstiegsplätze verlassen und sich den Tabellenstand schön-appen.

    Bisschen überrascht war ich dann bei den Videos. Da stand prominent „Hecking zu Stuttgart“. War aber nicht die x-te Trainerwechselmeldung sondern nur der Film zur Pressekonferenz. Schade eigentlich „Labbadia zu Freiburg“ (und Dutt dann endlich nach Cannstatt, was ich ja schon lange fordere) hätte ich schon ne gute Meldung gefunden.

    Auch top: Beim Kader sind sie alle aufgelistet. Sogar der Okazaki schon. Jeder Spieler mit den Namen seines Beraters, leider ohne Durchwahl. Könnte man sonst mal einen anrufen und DembaBamäßig aus dem laufenden Vertrag rausklingeln.

    (Hinweis in eigener Sache: Der „Stürmer“ Pogrebniak ist bei einem Herrn Dr. Oliver Wendt zu haben.)

    Da Spielfreude beim VfB ja groß geschrieben wird, gibt’s noch Fun & Entertainment satt: Die Lyrics zu Fangesängen wie „Auswärtssieg“ oder „Deutscher Meister“.

    Dazu gibt’s ne Hupe, die man nicht nur beim 15.30 Uhr Anpfiff sondern auch beim 19.00 Uhr Schwabenstreich prima einsetzen kann- und endlich auf dem iPhone: eine Rote Karte. Falls man mal Mike Frantz im Nightlife begegnet.

    Und was braucht man sonst noch auf seinem mobilen Endgerät?

    Richtig. Alle Präsi’s des VfB seit Anbeginn. Dachte eigentlich, dass war seit 1893 der Erwin Staudt; fühlt sich zumindest so an.

    Aber das beste an dieser Funktion sind die neuen Frisurenvorschläge für Undercutmaster Thorsten:

    Nahezu zeitgleich kamen dieser Tage zwei Apps für die Anhänger der beiden großen Stuttgarter Fussi-Vereine auf den Markt - oder besser gesagt: in den App-Store. Lokalderby auf dem iPhone zwischen dem VfB und den Stuttgarter Kickers. Als einer der wenigen Stuttgarter Hybrid-Fans, der die Roten und die Blauen unterstützt, und nach Cannstatt geht, wenn er Fußball schauen will und nach Degerloch, wenn’s um die Wurst geht, hab ich mir gleich beide Programme geladen. Sowohl Kickers als auch VfB App gibt’s für umsonst. Erstmal. Die Lockvögel aus Cannstatt wollen nach 4 Wochen Gratistest 1,59 Euro pro Monat. Wobei dieser Vertrag -  wie der von Julian Schieber – auch für die zweite Liga gilt. Beide Apps kommen ohne GAZI Menüvorschläge aus - trotz des gemeinsamen Werbepartners. Die Kickers App ist hausgemacht und wirkt auch so. Sympathisch eben. Die App „Mein VfB“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Stuttgarter Zeitung und –Nachrichten und entsprechend professioneller. Die Blauen geben sich elektronisch wie auch auf dem Platz redlich Mühe, aber es reicht halt nicht ganz für den Aufstieg. Klar kann man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen und 1. Liga nicht mit vierter. Aber der digitale Klassenunterschied wäre nicht mal von Fredi Bobic wegzudiskutieren. Kickers auf'm iPhone ist halt wie Kickers auf'm Platz: was für echte Fans. Zu denen ich mich als Besitzer einer Dauerkarte und zweier Trikots zähle  (wobei eines von Robert Hofacker stammt und von ihm in der 1. (!!!) Liga getragen wurde, Hammertyp, heute bei der Stuttgarter Versicherung). Da ist der VfB einfach unterhaltsamer und glamouröser. Wie die Sportschau wollen wir den Rest der Sendezeit also mal der Bundelisga widmen: Orakel Live-Ticker? Echt optimistisch, wird der doch für die 1. Liga, die Champions League und den DfB-Pokal angeboten. Na gut, aber auch für die 2. Bundesliga. Witzig: wählt man Trainer, dauert und dauert und dauert das. Klar, da müssen ja auch die ganzen Interims-Übungsleiter wie Keller und Babbel ge-preloadet werden. Praktisch! Mit Hilfe des Heimtabellen-Features kann man zumindest mal elektronisch die Abstiegsplätze verlassen und sich den Tabellenstand schön-appen. Bisschen überrascht war ich dann bei den Videos. Da stand prominent „Hecking zu Stuttgart“. War aber nicht die x-te Trainerwechselmeldung sondern nur der Film zur Pressekonferenz. Schade eigentlich „Labbadia zu Freiburg“ (und Dutt dann endlich nach Cannstatt, was ich ja schon lange fordere) hätte ich schon ne gute Meldung gefunden. Auch top: Beim Kader sind sie alle aufgelistet. Sogar der Okazaki schon. Jeder Spieler mit den Namen seines Beraters, leider ohne Durchwahl. Könnte man sonst mal einen anrufen und DembaBamäßig aus dem laufenden Vertrag rausklingeln. (Hinweis in eigener Sache: Der „Stürmer“ Pogrebniak ist bei einem Herrn Dr. Oliver Wendt zu haben.) Da Spielfreude beim VfB ja groß geschrieben wird, gibt’s noch Fun & Entertainment satt: Die Lyrics zu Fangesängen wie „Auswärtssieg“ oder „Deutscher Meister“. Dazu gibt's ne Hupe, die man nicht nur beim 15.30 Uhr Anpfiff sondern auch beim 19.00 Uhr Schwabenstreich prima einsetzen kann- und endlich auf dem iPhone: eine Rote Karte. Falls man mal Mike Frantz im Nightlife begegnet. Und was braucht man sonst noch auf seinem mobilen Endgerät? Richtig. Alle Präsi’s des VfB seit Anbeginn. Dachte eigentlich, dass war seit 1893 der Erwin Staudt; fühlt sich zumindest so an. Aber das beste an dieser Funktion sind die neuen Frisurenvorschläge für Undercutmaster Thorsten:

     
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