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    Tuesday – Wiggerday – 01/06/2009: “Sein Wille geschehe”

    Zum neuen Jahr möchte ich eine ältere Rubrik wiederbeleben – den Wiggerday. Kurz zur Erinnerung: Jan Wigger beglückt uns wöchtenlich auf Spiegel Online mit seinen Ergüssen zum aktuellen Musikgeschehen. Es macht zwar selten Sinn, was er schreibt, aber beim Spex-Klassentreffen steht er damit bestimmt immer Bombe da.

    Die Highlights von gestern:

    “Die Tiere sind unruhig: Neun Alben haben Animal Collective nun schon veröffentlicht, und alle klingen sie ein wenig wie Weihnachten. Die Gedankenpartikel, die ewig nachhallenden Erinnerungsfetzen, die Echos und Schatten der Vergangenheit tanzen und wehen wie die Plastiktüte aus Sam Mendes’ Film “American Beauty” durch die Tracks, und keine Beschreibung, kein Verweis auf Krautrock, Minimal-Techno, Ambient oder Weird Folk konnte die unfassliche Schönheit von Animal Collective jemals einfangen.”

    “Darüber hinaus bleiben die meisten von Hegartys stets verfeinerten, schutzlosen Kompositionen höchst speziell, auch wenn das geradezu beflügelte “Kiss My Name” kurz eine Art Eingängigkeit antäuscht, die jedoch nur dann aufrecht erhalten werden kann, wenn man den eschatologischen Text ignoriert: “As I lie, murdered in ground/ The rain compacting sodden sound/ Of songs I sang the years before/ When it was time to rain/ Upon the coal that I became.” Das längste und also ausführlichste Stück auf “The Crying Light” ist Hegarty auch am besten gelungen: In “Daylight And The Sun” fallen tiefste Andacht und höchste Festlichkeit in eins: “You gave me this/ Your fire becomes a kiss.” Sein Wille geschehe.”

    PS: Kurz zur Erklärung für das oben verwendete Bild: In den USA wird jener Typ Mensch “Wigger” genannt, den man in Österreich “Krocha” nennt… so ungefähr… :-)

     
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    Tuesday – Wiggerday – 09/02/08: “Schmück die Wohnung in meinem Kopf”

    Diesmal nur ein Werk vom Meister (gefunden heute auf www.spiegel.de), weil er kennt sich auch mit elektronischer Musik aus.

    “Das Cover, das der bildende Künstler David Lieske (alias Carsten Jost) für seinen Freund und Dial-Label-Kollegen Peter Kersten entwarf, passt so perfekt zur teils nachtschwarzen, teils hell auflodernden Musik auf “The Essence”, dass man auch 58 Minuten lang diese Grafik anstarren könnte, anstatt Tracks wie “The Gate” oder “City Of Dust” zu hören. Wie Lieske ist Kersten ein Whiz Kid. Unter dem Moniker Lawrence nahm er so unvergessene Alben wie “The Night Will Last Forever”, “The Absence Of Blight” und “Lowlights From The Past And Future” auf, die zum Wehmütigsten und Schönsten gehören, was Ambient und Minimal-House zu bieten haben. “The Essence” dagegen scheint mehr für die Tanzfläche gemacht.

    Kersten zeigt darauf den unbedingten Willen zu Strenge, Klarheit und Reduktion, ist aber auch so frei, Konga-Sounds auftauchen zu lassen oder in “Take Me To The Fridge” Chicago-House-Verweise einzustreuen. Neben “Nah und Fern” von Gas, Claro Intelecto, Sascha Funke und Ellen Alliens “SOOL” ein weiteres elektronisches Muss im Jahr 2008. Oder um es mit dem Sprachgenie Kristof Schreuf von Kolossale Jugend zu sagen: Schmück die Wohnung in meinem Kopf!”

     
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    +++ Breaking News +++ Sensational Wigger-Headline +++ Breaking News

    Ladies and gentlemen, get ready for the most astounding headline in music journalism for over 14 years:

    Die Transzendenz der Rückkopplung

    So erratisch die Songauswahl eines Neil-Young-Konzerts zuweilen auch sein kann, so sinnlos waren letztlich alle vorsichtigen Wünsche und Hoffnungen, die man von zu Hause mitgebracht hatte: “Winterlong”? Zuletzt noch gespielt, heute keine Lust drauf. “Everybody Knows This Is Nowhere”? Gerade wieder von der Setlist gestrichen. “Helpless”? Not in the mood. “The Last Trip To Tulsa”? Ein fast schon lächerlicher Gedanke.

    found on spiegel.de

     
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    Tuesday – Wiggerday – Best of 08/07/29

    Here we go – the freshest mindtrips out of genius Jan Wiggers head on www.spiegel.de:

    “Der dem letztjährigen, herrlichen Eagles-Stück “No More Walks In The Wood” ähnelnde Fleet-Foxes-Choral “Heard Them Stirring” vergeht im Morgennebel, und auch ein freundliches Mantra wie “White Winter Hymnal” kann nur dann entstehen, wenn mehrstimmige Harmoniegesänge so verführerisch sind, wenn alles im Fluss begriffen ist wie bei dieser nächsten großen amerikanischen Musikgruppe. Wie Joanna Newsom in “Emily” besingen auch die Fleet Foxes die Wiesenlerche, wenig später ist in “Blue Ridge Mountain” von einem verpassten Anschlussflug die Rede.”

    “In “A Piece Of The Pie” geht die Welt zugrunde, weil der Heilsbringer vorwiegend auf Reisen ist (“Bono’s off in Africa, he’s never around”), und “A Few Words In Defense Of Our Country” ist die große, stichelnde, auch vergnügliche Rede zur Gesamtsituation Amerikas. In “Only A Girl”, dessen Geschichte sich gut und gerne zehn Jahre vor (oder nach!) dem zornesroten “Bad Love”-Stück “Shame” zugetragen haben könnte, wundert sich ein angejahrter Mann darüber, dass das junge Ding etwas an ihm findet. Aber was?” Read more »

     
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    Tuesday – Wiggerday – Best of 08/07/15

    Every tuesday, famous German writer and editor Jan Wigger comes up on Spiegel Online with the “Die wichtigsten CDs der Woche” and brings the hottest shit in Underground-Indie-Guitar-Floorguck-Music straight to the point. With Bands no one ever heard of, words no one knows and sentences as long as the Theodor-Heuss-Straße. Don’t expect to get to know anything about the music he talks about. Never with any sense, but always funny. Somehow.

    The highlights this week:

    “Bleiben ein paar hübsche Momente, einige gute, aber nicht ausformulierte Ansätze (“In My Room”) und die Lehre, dass dieses Jahr ganz sicher durch andere Platten als “¿Cómo Te Llama?” in Erinnerung bleiben wird. Oder – wie immer – durch das delphische Lächeln der Schauspielerin Maike von Bremen.”

    “Ansonsten bauen Sport weiterhin auf ihre im deutschsprachigen Rock äußerst seltene Fähigkeit, Musik Wand werden zu lassen (“Vergiss die Weltformel”), schwingen tiefer gestimmte Depri-Keulen (“Namen und Gesichter”), sezieren ihren Schmerz, durchqueren die Zwischenräume und enden episch (“Unter den Wolken”).”

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