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Big Air Review
Am 8. Jan 2011, 17:47 Uhr von Aussenreporterin
(Bild Ronny Schönebaum)
Da der Außenreporter gerade auf der anderen Seite der Erde seine Energieströme ayurvedisch neu sortieren lässt, vermutlich bei ganz akzeptierbaren 30 Grad im Schatten, musste ich Mittwoch als Außen- bzw. Draußenreporterin beim BigAir einspringen – und das bei gefühlten -30 Grad.
Ich hatte die 36-Meter-Rampe bis dahin noch nicht live gesehen und war deshalb schon ziemlich überrascht vom tatsächlichen Ausmaß. War vor Jahren mal bei der Vierschanzentournee, viel hat da nicht gefehlt. Von Martin Schmitt und aufblasbaren Milka-Kühen aber zum Glück keine Spur. War auch alles viel cooler aufgezogen, fette Lightshow, fette Boarderbeats, dafür ultranervige Moderatoren. Stuttgart seid ihr daaaaaaaaaaaaa! Ja. Stuttgart geht’s euch guuuuuuuuuuuuut! Nein. Es ist saukalt.
Anfangs mich noch über die lustig gemacht, die in kompletter Pistenmontur inklusive Skibrille rumstanden, hätte ich schon ne halbe Stunde später mit den Boarderchicks gerne das Outfit getauscht. Sicht war dank wenig Schneefall aber auch ohne Skibrille ganz gut.
Kamen pünktlich zum Halbfinale an, acht Fahrer waren noch dabei. Darunter zwei Deutsche, Elias Elhardt und Ethan Morgan. Habe gelernt, dass es entweder auf Style oder auf Technik ankommt. Ist ja wie im richtigen Leben.
Die Deutschen haben’s trotz krasser Corks und Flips nicht ins Finale geschafft. Ein Trost für Elias, der datet glaub ich heute erstmal ne Freundin.
Zwischen Halbfinale und Finale hieß es erstmal warten. Veranstalter wollten die Zeit mit Beatbox-Robeat verkürzen, wir mit Glühwein. Der war nur an allen bis auf einem Stand aus. Haben irgendwann aufgegeben. So richtig hat’s keinen interessiert, wer sich im Finale noch mal die Rampe runterstürzt. Zwei Jungs neben uns fragten sich, ob eigentlich noch ein Deutscher im Finale sei. (Bild Crowd)
Dort kam dann aber tatsächlich so etwas wie gute Stimmung auf. Vielleicht lag’s daran, dass sich die meistens schon zuhause oder zumindest in der warmen U-Bahn wähnten? Die Fahrer legten sich aber auch ganz schön ins Zeug. Der Österreicher Werner „Werni“ Stock zeigt einen Double-Backflip, also eine doppelten Rückwärtssalto. Sah gut aus. Also der Flip.
Da der Ami Chas Guldemond, schon seit dem Halbfinale etwas blutverschmiert, einen wohl ziemlich guten Backside 1080 hinlegte (hab ich sofort gesehen), gewann er vor „Werni“.
Danach lagen sich alle in den Armen.
Wär danach gerne noch mit „Werni“ auf der Aftershow im Zollamt abgehangen und hätte mit ihm auf die 12.500 Dollar Preisgeld angestoßen, aber war dann so froh, dass es vorbei war, dass ich nach dem letzten Sprung wie in Trance zur U11 geschlittert bin. Die meisten der etwa 7000 Zuschauer übrigens auch. Später im Keller Klub musst ich dann erstmal vier Schichten Klamotten und diverse Erfrierungen an Händen und Füßen loswerden. Hab dort aber dem Swist, Igor und Ram die Höchstnote in Style UND Technik verliehen.
Auf der nächsten Seite noch mehr Bilder von Fotograf Ronny Schönebaum.
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Rampe einreiten
Am 4. Jan 2011, 18:30 Uhr von martin
“Happy, happy new year, happy, happy new year”, schallte es im Money Boy Duktus aus meinem Telefon. Afro-Dieter am anderen Ende, er wäre beim Big Air Training, komm doch vorbei, öööööööööööööööeeeeeeeeey! Ole ole, also fahr ich los.
Erste Erkenntnis: Der Weg von S-Bahn Cannstatt bis zur Schleyerhalle & Porsche-Arena – gegenüber ist die Rampe aufgebaut - dehnt sich gerade bei Minus 5Grad in den fiesen Zehenabfallbereich. Den Big Air Sprecher hört man dafür schon von weitem. Angekommen ist der Oscho dann wie bereits gesehen ein Oscho.
Ansonsten ist das Areal ganz nice aufbereitet, jede Menge Labels, Fress-, Merchandise- und…
…ähm, Glückcenter-Stände, die AOK ist auch stark vertreten, die Glühwein-Logistik liess zumindest heute noch zu wünschen übrig, bemängelte der Joe. Zum Zeitpunkt als wir uns auf dem Gelände befanden, donnerten die Rookies über die Rampe. Der Beste der 16 Youngstars startet morgen mit den Pros.
Die Moves sahen dann so aus:
Waren wie gesagt die Rookies, trotzdem ziemlich halsbrecherisch aus der Sicht eines Laien. Die eigentlichen Gladiatoren liessen auf sich warten, mir wars schnell schweinekalt und musste wieder gehen. Der Euphorie des Sprechers nach zu urteilen, die mich auch auf den Rückweg zum Bahnhof begleitet hat, haben die Pros aber wohl nach meinem Abgang ein paar saubere Tricks hingelegt.
Arme Sau des Tages war für mich übrigens der DJ…
…dumm, das mit Handschuhen auflegen unmöglich ist. Ansonsten lief einwandfreier Oldschool-HipHop. Okay, eigentlich alle MitarbeiterInnen an den Ständen sind die armen Säue des Tages. Morgen soll es aber bissle wärmer werden.
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Big Air Aufbau
Am 3. Jan 2011, 09:03 Uhr von martin
Frohes Neues an alle die uns mögen und nicht mögen und ein paar Bilder vom Aufbau des ersten Highlights 2011 am 4. und 5. Januar. Bekomme langsam Bock selbst hinzugehen.
(Fotos vom Gablenberger Klaus Blog)
Der gute Schnee aus Sölden ist, wie man sieht, auch schon da (die lokalen Grünen bezeichneten die Überführung mit Sattelschleppern als “ökologischen Wahnsinn”) und wurde mit einem Kran auf die Rampe gehievt.
(Foto vom Big Air Facebook Profil)
Am heutigen Montag wird die Schanze gestestet und geprüft, ob Neigung und die zu überspringende Lücke richtig berechnet wurde. Derweil reist die internationale Snowboard-Elite an, die morgen beim öffentlichen Training (Beginn 13 Uhr, Eintritt frei) auf dem monströsen Konstrukt ihre Tricks üben. Am Mittwoch, 5. Januar steigt dann der große Contests, die Finals sind auf circa 20.30 Uhr angesetzt.
Laut Big Air Homepage ist der VVK gelaufen, in der StZ stand, dass über ein Drittel der 12.000 Karten im Vorfeld verkauft wurden. An der Tageskasse kostet der Eintritt 35 Euro.
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Relentless Big Air
Am 22. Dez 2010, 11:00 Uhr von martin
(Bedrohlich, Jonger!)
Davon hatten wir es bereits im Hochsommer schon mal, jetzt sind es nur rund zwei Wochen bis zum ersten Big Air am 4. und 5. Januar im Neckarpark. Die Fahrer sind natürlich längst verpflichtet, das Starterfeld ist laut Veranstalter ziemlich prominent, kann dazu nix sagen, kenne nur Shaun White. Die Helden batteln um sich um 50.000 Dollar.
Der Big Air Stuttgart findet im Rahmen der TTR (Ticket To Ride) World Tour statt und soll Stuttgart nach Münchnen zur Snowboard-Metropole sharpen. Angedockt ist die zweitägige Messe “Brandstation”.
Um sich ein wenig von anderen Events dieser Art abzuheben setzt man auf einen spektakulären “Schanzen-Parcour”:
Fast so gefährlich wie der Abenteurspielplatz im Schlosspark wie man sieht. Die Jury bewertet die Gesamtheit aus Sprüngen und Tricks auf dem sogenannten Staircase (der Wurmfortsatz am Ende). Auch beim Schnee geht man auf Nummer sicher und lässt 1000 Kubikmeter mit 20 Sattelschleppern aus Sölden ankarren.
Die Tickets kosten im VVK 29,50 Euro, an der Tageskasse 35,00, zudem wird ein VIP-Ticket mit sämtlichen Schabernack wie Büffet, Drinks, feiner Sitz- und guter Parkplatz und Zutritt zur Aftershowparty im Zollamt mit DJ Mixwell, DJ Stylewars und DJ 5ter Ton. für 95 Euro angeboten. Karten können online geordert werden. Das Training am Dienstag, 4. Januar ist übrigens frei besuchbar.
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Der Berg ruft
Am 25. Feb 2010, 08:52 Uhr von Jana
Traumhafte Verhältnisse im Zillertal, in Oberstdort, Laax…
Wintersportlern juckt’s gerade regelmäßig in den Beinen – spätestens am Freitagabend wird nochmal das Wetter im Internet gecheckt. Vielleicht müssen wir morgen einen Tag spontan in die Berge. Nur wie?
Das führt in meinem Freundeskreis immer wieder zu Diskussionen. Während die einen genau wissen, wann Breuninger, Kreissparkasse oder diverse Busunternehmen in welches Skigebiet aufbrechen, ist das für die anderen Hass pur.
Ich gehöre zur ‘Hass pur’-Fraktion. Klar, war ich auch schon auf Tagesskiausfahrten dabei. Während der Schule oder dem Studium war das der Brüller. Und ich war immer ernsthaft dankbar, dass das jemand organisiert hat und ich mich nicht mit meiner ganzen Ausrüstung und 100 anderen Leuten in den Zug nach Oberstdorf begeben muss. Aber heute?
Allein der Gedanke daran, mich morgens um 4 Uhr am Hauptbahnhof zu sammeln… kein Spaß. Wenn es dann endlich losgeht, folgt um 4.15 Uhr der nächste Stop in Waiblingen und um 4.45 Uhr in Esslingen und dann Göppingen usw.
Gegen halb sechs ist der gute Premium-Reisebus (“aber bitte keinen Müll in die Sitztaschen”) dann voll mit motivierten Wintersportern. Oder eher motivierten Après-Ski-Partyfans?
Ich vertrete ja die Meinung, dass Menschen sich diese Kaffeefahrten-Tortur nur antun, weil sie sich ab 14.30 Uhr gepflegt vollaufen lassen wollen. Oder weil sie noch keinen Führerschein haben. Oder auch beides. Da muss ich nicht dabei sein.
Spätestens bei der Heimfahrt wird es nämlich hässlich: Da sitzen wir dann in einem Bus mit 60 Après-Skielern. Und während der Bus in Göppingen, Esslingen und Waiblingen hält, wünschst du dir nur noch, dein eigenes Auto dabei zu haben.
Ich bekenne mich, ich glaub ich bin zu alt. Wenn’s also das nächste mal wieder Diskussion gibt: Jetzt habt ihr’s Schwarz auf Weiß: Ich fahre.
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Snowboardvideo Becoming
Am 22. Jan 2010, 14:57 Uhr von martin
“Becoming” ist der zweite Snowboardfilm des Stuttgarters Dominique Essig und Manuel Maier und verspricht 22 Minuten Snowboard-Spass. Die Qualität der Fahrer kann ich nicht beurteilen, der Movie ist aber locker, fluffig und bunt zusammengeschnitten und mit treibendem Indietronic und Rap unterlegt.
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Bikes´n´Boards
Am 19. Jan 2010, 12:15 Uhr von martin
Yo! Natürlich hocken sich momentan nur hartgesottene Schnauzbarträger auf ihre Fixies, trotzdem ein Hinweis auf den brandneuen Bikes´n´Boards Store in der Tübingerstraße 55 (von der Innenstadt kommend circa 200 Meter nach der Paulinenbrücke).
Das neue Gebäude stand nach der Fertigstellung ewig leer, zumindest das EG. Um die Weihnachtszeit wäre ich nun vor Schock beim Vorbeijoggen fast gestolpert – riesiger Laden voll mit Fahrrädern. Der Bikes´n´Boards Store dürfte für alle Radler ein Eldorado sein, auch für Fixie-Rider.
Boards konnte ich beim Vorbeilaufen eher weniger erspähen, der Schwerpunkt liegt in Stuttgart eher auf Räder. Inhaber Steffen Schuck betreibt bereits in Schorndorf zwei Bikes´n´Boards Shops. Anfangen hat er 1999 mit Fahrrädern, vor einigen Jahren wurde für die Snowboarder und Freerider ein zweiter Laden eröffnet. Nun ist man in der Landeshauptstadt gelandet.
Bikes´n´Boards bietet außerdem Freeride-Events, Workshops, Ausfahrten und Fahrtraining an.
Bikes´n´Boards, Tübingerstraße 55, www.bikesnboards.de
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