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    Der Supergau

    Am 4. Apr 2009, 20:12 Uhr von martin

    weekend_mix_two

    Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Schallplatte der beste Tonträger ist, der dieser Menschheit seit Jahrzehnten zur Verfügung steht, und von der Kassette über die CD oder Minidisc bis hin zum MP3-Files alles eine klangliche Verschlechterung darstellt, bin ich überzeugter Digital-DJ.

    Fast auf den Tag genau lege ich seit zwei Jahren mit Serato auf. Ich bin nicht nur überzeugt davon, nein, ich liebe es. Ich liebe meine Serato-Box. Ich liebe das Auflegen mit Serato. Ich kann es mir schon längst nicht mehr vorstellen, mit Schallplatten zu einem Gig zu gehen. Ich hab höchstens fünf bis zehn Alibi-Scheiben dabei, die eigentlich auch nie zum Einsatz kommen

    Seit nun mehr zwei Jahren predige ich, wie super das alles ist und ich ja noch gar nie damit überhaupt nur ein Fürzchen eines Problem hatte, geschweige denn einen Absturz oder ähnliches (Anschließen? Geht in zwei Minuten!).

    Vielleicht auch zur Schadenfreude der Vinyljunkies, möchte ich von meinem absoluten Supergau gestern Abend erzählen. Da gabs nämlich für zwei Jahre reibungsfrei die Totalschelle zurück.

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    Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Schallplatte der beste Tonträger ist, der dieser Menschheit seit Jahrzehnten zur Verfügung steht, und von der Kassette über die CD oder Minidisc bis hin zum MP3-Files alles eine klangliche Verschlechterung darstellt, bin ich überzeugter Digital-DJ. Fast auf den Tag genau lege ich seit zwei Jahren mit Serato auf. Ich bin nicht nur überzeugt davon, nein, ich liebe es. Ich liebe meine Serato-Box. Ich liebe das Auflegen mit Serato. Ich kann es mir schon längst nicht mehr vorstellen, mit Schallplatten zu einem Gig zu gehen. Ich hab höchstens fünf bis zehn Alibi-Scheiben dabei, die eigentlich auch nie zum Einsatz kommen Seit nun mehr zwei Jahren predige ich, wie super das alles ist und ich ja noch gar nie damit überhaupt nur ein Fürzchen eines Problem hatte, geschweige denn einen Absturz oder ähnliches (Anschließen? Geht in zwei Minuten!). Vielleicht auch zur Schadenfreude der Vinyljunkies, möchte ich von meinem absoluten Supergau gestern Abend erzählen. Da gabs nämlich für zwei Jahre reibungsfrei die Totalschelle zurück. Ich bin in der Suite, groove mich langsam so ein, bekomme langsam so richtig Lust, es ist kurz nach 23.00 Uhr, ich bin in Warm-Up-Deep-House-Mood. (Ach an die Herren Dublex/Pulver: Nach "Venom" von Dutch Rhythm Combo im Dr. Rubberfunk Mix fragt wirklich jedes Mal jemand.) Auf dem rechten Deck liegt eine Lieblingsnummer von Sascha Dive und ich blättere so meine Listen durch und will für das linke Deck ein neueren Track von Peace Division in fluffigen 118 BPM anwählen. Ohne überhaupt zu blicken was passiert, ist auf einmal die Musik aus. Scheiße, scheiße, scheiße, was ist da los? Was ist da los? Der Mac-Ball dreht sich (warum sieht der eigentlich wie die Sat1 Kugel aus?), ich kann Serato nicht beenden, ich kann nicht in den Finder wechseln, ich kann gar nix mehr. Die Barleute kommen, was ist los, was ist los? Ja kein Plan, was da los ist. Also schalteten wir auf das System von Alex Wolf. Nun gut, es ist ja ein Mac, also Radikallösung, schon 100mal gemacht, einfach mal lange auf den On-Knopf drücken. Mac aus, Mac wieder an, hellblauer Schirm. Hallo, fahr hoch? Mac fährt nicht noch. Stattdessen erscheint das Allerschlimmste, was auf einem Mac-Bildschirm erscheinen kann: ein blinkender Ordner mit einem Fragezeichen in der Mitte. Der blinkende Ordner lacht dich geradezu aus und sagt dir, nix Return of the Mack, sondern du Ram, ich find deine Festplatte nicht mehr. Mach doch mal Apfel + Alt + P + R, meint ein Barkeeper, was so viel wie Parameter-RAM löschen bedeutet. Aber nach ein paar Minuten blinkt mich wieder dieses elendige Fragezeichen an. Und es lacht immer noch. Das ging so ein paar Mal hin und her, an, aus, aber ich wusste schon längst, ich bin raus für heute (remember fünf bis zehn Platten).  Also was tun? Kollege Thorsten lag schon im Bett, also musste Alex Wolf ganz ohne Stream, sondern in Fleisch und Blut ran. Der gesellige Herr war dann auch recht schnell am Start.  "Was hasch gmacht?"  "Ha ja, war auf der Couch und hab Germanys Next Top Model angeschaut." "Kommt das heute?" "Nö, aufgenommen." "Alda..." "Ha hübsche Mädels..." "Ach, bleib mir weg mit dem Dreck." "...alle in deinem Alter." "Seggel." Ich mag ihn. Er hat mich etwas aufgeheitert. Die gesamte Barcrew fühlte mit mir und ich zog mit hängendem Kopf von Dannen. Daheim erst mal Betriebssystem-CD eingeworfen und gedacht, okay, statt auflegen setzt jetzt einfach mal dein Rechner neu auf. Hats halt das System zerschossen. Pfeifendeckel. Kein Festplattendienstprogramm der Welt hätte meine Festplatte entdeckt. Mehrere Versuche. Da war auch nicht nur ein bisschen Festplatte, worauf man OS X hätte installieren können. Man nennt das wohl auch Sudden Death, hab ich im Internet gelesen. Scheiße, scheiße, scheiße, was mach ich nur? Neuer Rechner kaufen?  Nach hektischen Telefongesprächen, SMS-Eskapaden und einer unruhigen Nacht hab am nächsten Morgen die Möglichkeiten abgewägt. Gebrauchten Rechner vom Michl kaufen? Neue Festplatte, in der Hoffnung, dass es wirklich nur die Festplatte war? Bei Gravis angerufen und kam prinzipiell immer in Berlin raus. "Samstags stehen bei uns keine Techniker zur Verfügung." "Ja nur in Berlin nicht, sondern auch in Stuttgart?" Der erste Berliner Gravis-Mitarbeiter meinte, prinzipiell garnirgendsirgendwo am Samstag, beim zweiten Anruf wusste man es nicht sicher. Aber ne neue Festplatte, 160 GB, gibts z.B. für 69,90 Euro, sagte man mir, Einbau 40 Euro.  Zwischendurch hab ich mal gecheckt, wie das geht, so ne Festplatte in ein Macbook einzubauen. Sieht eigentlich wie Lego aus. Also mal auf gut Glück runter gefahren, in die Stuttgarter Kathedrale des heiligen Apfels, ob da nen Techniker da ist. Vor mir ein Alter und ein Junger am Service. Beide glaub mit Kinderproblemen ("gibts eigentlich auch Word und Excel für Mac?", fragte der Alte). Alles in allem gehts im Gravis relativ lahm  und hirbelig zu, musste ich feststellen. Kann aber auch nur Einbildung sein, da ich ziemlich unter Druck stand. Immerhin soll mein schneeweißen Gerät am Abend wieder tippitoppi einsatzfähig sein.  Dann war ich dran und ich erwischte einen jungen Mitarbeiter mit schwächlicher Stimme. Junger, wie siehts aus, kannsch mir ne neue Festplatte einbauen? Ah, so bis 15.00 - 16.00 Uhr. Junger, das dauert mir zu lang, gib her das Teil, noch zweimal 1GB RAM obendrauf, wenn ich mir schon eure 40 Euro Einbaugebühr spar, der Vadder macht das jetzt selbst. "Ja, viele machen das selbst." Siehste, icke och, weil ich bin ein Legokind.  Heimgedüst, aufgeschraubt, einbaut, kurze Konferenz mit Krupa nach dem Einbau, ah da isch se ja! Sauber und los ging die Installation. Dass die Festplatte in den weißen Macbooks abrauscht sei nicht ungewöhnlich, meinte auch er. "Seagate - sie geht nicht sagten wir früher." Meine neue ist von Western Digital. "Fett", meint Krupa.  Na ja, um halb vier war ich wieder back in business. Long lives the Backup, long lives the Mac, long lives Serato and throw your hands up for the friendly and superverständnisvolle Suite-Bar-Crew and Alex Wolf.  Der 500GB-Festplatten-2GB-RAM-RAM

     
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    Tipp für Serato-DJs

    Am 12. Feb 2009, 12:27 Uhr von martin

    diplo_serato

    So, jetzt noch eine Runde den Fortschritt loben. Die Serato Control Platte war angeblich letztes Jahr die meist verkaufte Vinyl überhaupt.

    Da dachte sich das Label Mad Decent, Mensch wir sind doch blöd, lass uns doch mal ne Maxi machen und auf die Rückseite das Serato-Signal draufpressen. Machste auf die A noch was vom hippen Diplo und der Fisch ist geputzt. Gibts für 14,95 Euro bei HHV im ätzenden Pink. (Ist das Pink?) Mist, ich hätte gleich zwei bestellen sollen. Der musikalische Inhalt geht übrigens auch klar, Diplo & Blaqstarr halt.

    So, jetzt noch eine Runde den Fortschritt loben. Die Serato Control Platte war angeblich letztes Jahr die meist verkaufte Vinyl überhaupt. Da dachte sich das Label Mad Decent, Mensch wir sind doch blöd, lass uns doch mal ne Maxi machen und auf die Rückseite das Serato-Signal draufpressen. Machste auf die A noch was vom hippen Diplo und der Fisch ist geputzt. Gibts für 14,95 Euro bei HHV im ätzenden Pink. (Ist das Pink?) Mist, ich hätte gleich zwei bestellen sollen. Der musikalische Inhalt geht übrigens auch klar, Diplo & Blaqstarr halt.

     
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  • 14

    Notfall

    Am 3. Feb 2009, 12:09 Uhr von martin

    Vom Nachbar im Serato-Forum gesichtet… 

    seratoforum

    Vom Nachbar im Serato-Forum gesichtet... 

     
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  • 4

    Back to work

    Am 1. Dez 2008, 13:13 Uhr von Thorsten W.

    Man hat’s nicht leicht als Laptop-DJ. Da verrichtet das liebgewonnene iBook 3,5 Jahre fleißig seinen Dienst, ohne jegliche Probleme, und plötzlich will es nicht mehr angehen. Da jede Rettung aussichtlos scheint, zieht das jede Menge Konsequenzen nach sich: Ein DJ-Date muss abgesagt werden, ein anderes wird Oldschool mit Platten bestritten (was zu schönen Wiederentdeckungen führt), ein neues Laptop muss angeschafft werden, ein neues DJ-System muss angeschafft werden (warum Final Scratch 2 nicht auf Intel Macs läuft, ist eine andere, lange, unerfreuliche Geschichte), die Trackcollection muss aus dem (wohlweislich vorhandenen) Backup aufgespielt werden, 4500 Songs müssen angehört und in Playlists einsortiert werden und schließlich das ganze Setup (siehe oben) an einem freien Abend im Club (mangels DJ-Set zu Hause) getestet werden. Fazit nach dem ersten echten Club-Einsatz: Das neue MacBook (aus einem Stück Alu gefräst, Alter!) ist der Hammer, Traktor Scratch Pro ist zwar keine Weltrevolution, macht aber definitiv ne Menge Spaß, und alles neu installieren und sortieren befreit ungemein.

    @MartinW: Ich hab noch paar Fragen zu Traktor, vielleicht meld ich mich die Tage mal :-)

    Man hat's nicht leicht als Laptop-DJ. Da verrichtet das liebgewonnene iBook 3,5 Jahre fleißig seinen Dienst, ohne jegliche Probleme, und plötzlich will es nicht mehr angehen. Da jede Rettung aussichtlos scheint, zieht das jede Menge Konsequenzen nach sich: Ein DJ-Date muss abgesagt werden, ein anderes wird Oldschool mit Platten bestritten (was zu schönen Wiederentdeckungen führt), ein neues Laptop muss angeschafft werden, ein neues DJ-System muss angeschafft werden (warum Final Scratch 2 nicht auf Intel Macs läuft, ist eine andere, lange, unerfreuliche Geschichte), die Trackcollection muss aus dem (wohlweislich vorhandenen) Backup aufgespielt werden, 4500 Songs müssen angehört und in Playlists einsortiert werden und schließlich das ganze Setup (siehe oben) an einem freien Abend im Club (mangels DJ-Set zu Hause) getestet werden. Fazit nach dem ersten echten Club-Einsatz: Das neue MacBook (aus einem Stück Alu gefräst, Alter!) ist der Hammer, Traktor Scratch Pro ist zwar keine Weltrevolution, macht aber definitiv ne Menge Spaß, und alles neu installieren und sortieren befreit ungemein. @MartinW: Ich hab noch paar Fragen zu Traktor, vielleicht meld ich mich die Tage mal :-)

     
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