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Leb wohl, Satchmo
Am 23. Nov 2011, 09:00 Uhr von Thorsten W.
Es muss ja nicht immer weh tun, wenn man irgendwo hingeht wo man sonst noch nie war. Ich zum Beispiel war noch nie bei einer Pferdeveranstaltung. Im Gegensatz zum Kollegen Geiger, der echter Pferdefreund, -versteher und -experte ist. Deshalb hab ich ihn am Samstag mit in die Schleyerhalle zu den Stuttgart German Masters genommen. Ich hatte Freikarten, klar, warum geht man sonst da hin.
Ich hatte mich so ganz grob vorher informiert, die Stuttgart German Masters sind ein wohl ganz wichtiges internationales Turnier mit allem drum und dran, Dressurreiten, Springen, Kutscheziehen und so. Samstagabend Springen, das versprach Spannung und Nervenkitzel.
Als wir pünktlich um halb 7 die Halle betreten die erste Überraschung: Die (große) Schleyerhalle, in der ich zum letzten Mal beim P. Diddy-Konzert 2000 war, ist hell erleuchtet und es ist leise. So leise, dass uns die Einlasskontrolleurin an der Tribüne ein dezentes “Psssssssscht” zuraunt.
Ist ja gut. Als wir an den Reihen vorbeilaufen winkt Geiger in alle Richtungen, “man kennt sich im Pferdesport”. Kurz glaub ich ihm das sogar. Ansonsten alle Erwartungen erfüllt: Viele Pferdemädchen im Publikum, Burberry-Schals, Timberland-Schuhe und echte Louis Vuitton-Taschen.
Und dann geht’s schon los, und ich muss tatsächlich zugeben: Das ist spannend! In der “Springprüfung mit Stechen” treten diverse Reiter und Reiterinnen auf ihren Gäulen (oder Göppel, wie wir Fachleute sagen) gegeneinander an, die Platzierung errechnet sich aus Zeit und Strafpunkten. Wer beim Springen eine Stange reißt, bekommt Strafpunkte. Tut den Viechern aber natürlich nicht weh.
Schnell zeigt sich, dass man nur fehlerfrei vorne mitspielen kann. Das heißt wer eine Stange runterschmeißt hat schon verloren. Eine Favoritin sorgt fast schon für Standing Ovations, als sie ihr eigentlich scheuendes Pferd dazu bringt, fast aus dem Stand doch noch über die Stangen zu hüpfen.
Wie schon erwähnt ist es fast beängstigend leise in der fast ausverkauften Halle. Doch nach jedem absolvierten Parcours klatscht das vornehme Publikum nicht nur kurz und dezent, für einige Sekunden wird tatsächlich auch Musik eingespielt – und zwar eine exzellente Auswahl. ABBA, “Love Is In The Air”, Lady Gaga, Aura Dionne, Flo Rida – beim Stechen steigt nicht nur die Spannung, sondern auch Lautstärke, Chartplatzierung und BPM der Musik.
Während Geiger sich umschaut, wo denn der DJ sitzt, schlage ich das Reiterjounal Extraheft auf, und guck:
Markus Hiznke, “Profi auf dem Gebiet der Kürmusik” und an diesem Abend zuständig für die Hintergrundbeschallung.
Wir sind geflasht, beeindruckt und sprachlos, deshalb wechseln wir in der Umbaupause auf den Rat von Geiger hin in die Porsche Arena, wo die so genannte “Einreithalle” eingerichtet ist. Dort ist es kalt und leer und es stinkt nach Pferd. Am Rand des Einreitbereichs stehen ein paar Mädchen, die sich von den Reitern Autogramme geben lassen, und in der Mitte eine Frau auf einem Pferd, die sprichwörtlich kreuz und quer reitet. Die wahre historische Bedeutung dieses Moments sollte uns erst später klar werden:
Denn zurück in der großen Halle geht gerade die Siegerehrung der Springprüfung zu Ende, und nach einer beeindruckend schnellen Umbauphase vom Springparcours zum Dressurparcour folgt der schon vorab angekündigte Höhepunkt des Abends: Die Verabschiedung von Satchmo.
Satchmo ist, schwer zu erraten, ein Pferd, hat wohl über die Jahre ziemlich viele Preise, Pokale und Meisterschaften gewonnen und ist auch ansonsten eine ganz große Nummer. Und Satchmo geht jetzt in die wohlverdiente Rente, wie der sehr seriöse Moderator in getragenem Ton erklärt.
Zuerst zeigt Isabell Werth, die jahrelang die Erfolge mit Satchmo erritten hat, noch mal was die beiden alles drauf haben – und zwar genau die gleichen Kreuz- und Quer-Übungen, die wir kurz vorher schon beim Einreiten exklusiv nebenan gesehen haben. Ich möchte an der Stelle mal darauf hinweisen, dass mein Video bereits nach einem Tag über
150250 Views bei YouTube hat!Nach der Vorführung drehen Isabell und Satchmo eine Ehrenrunde, und das Publikum steigert die Gefühle bis zu Standing Ovations. Wäre der Göppel gerannt und nicht geschlappt, dann hätte man es sogar Loaola nennen können. auch uns hält es nicht mehr auf den Stühlen, wir jubeln und liegen uns in den Armen.
Doch dann geht’s erst richtig los: Isabell und Satchmo müssen sich in die Mitte stellen, alle Spots auf sie gerichtet, und in einem längeren Film werden noch einmal die Höhepunkte von Isabell und Satchmo gezeigt. Immer wieder ist eine jubelnde Isabell zu sehen und ein älteres, gerührt guckendes Ehepaar, das wir schlau als Besitzerpaar identifizieren.
Dann hält zunächst der Moderator eine Rede mit salbungsvollen Worten, es fallen Begriffe wie “Legende” und “junger Gott”, dann darf noch der Turnierdirektor eine Rede halten, er empfiehlt, man solle Satchmo “nur mal ins Gesicht schauen”.
Satchmo allerdings scheint auf den ganzen Scheiß zunehmend keinen Bock mehr zu haben, er trippelt nervös rum, Isabell reitet mit ihm immer wieder kleine Kreise, bis er schließlich einen ansehnlichen Haufen Pferdeäpfel abwirft. Aaah, das war’s! Danach ist es besser, und das ältere Ehepaar aus dem Film kommt dazu und guckt noch mal gerührt.
Zeit für uns zu gehen, und beim Rausgehen schauen wir noch kurz bei den Merch-Ständen vorbei, vergleichen fachmännisch verschiedene Arten von Stalleinstreu, verkneifen uns, am Essensstand nach Pferdesalami zu fragen und verlassen die Halle. Satchmo, wir werden dich vermissen.
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Best of 2011: Paul verschmitzt, ich verschwitzt, Teil 2: Fremdeln
Am 5. Okt 2011, 09:00 Uhr von Aussenreporter
Manchmal fremdelt man sogar in der eigenen Stadt. Wenn man sich zum Beispiel beweisen möchte, dass alleine ausgehen sehr erwachsen ist.
Samstag war der Kalkbrenner in der Stadt. Hatte ihn vor einem halben Jahr schon einmal gesehen, in Berlinchen, in der Wuhlheide, war wolke gewesen, hatte also große Lust, mir ein Stück vom Sommer 2011 zurückzuholen. Den gab es trotz anders lautender Gerüchte tatsächlich, zumindest Anfang Juni in Berlin, voll so mit gentrifizieren, Kreuzberg kaputt shoppen und Paule halt.
Am Wochenende also der Test: Wie viel Wuhlheide steckt in Bad Cannstatt? Ist Open Air grundsätzlich besser als unter Tage? Schlägt Stadion immer Halle? Im Vorhinein hatte sich mein komplettes Büro akkreditiert. Kommt immer gut, wenn sich Lift plus acht anmeldet. Freut sich der Veranstalter. Vor allem, wenn dann doch keiner auf der Matte steht. Ich mag meine Kollegen trotzdem, auch wenn sie wie am Wochenende Metropolen wie Hamburg, Konstanz oder, nun, ja, Bielefeld der Schleyerhalle vorziehen.
Geh ich halt alleine, macht Joe Bauer ja auch nicht anders, spaziert als One-Man-Show durch die Weltgeschichte und schreibt dann drüber. Das will ich auch können, wenn ich groß bin.
Also mutterseelenallein mit der Wasen-Linie als einziger Fahrgast um 21:30 Uhr Richtung Neckarpark. Aufs Volksfest geht man um die Zeit nicht mehr, da ist man schon dort und dicht und hacke. Am Wasen ausgestiegen, Kotze und Alkis umtänzelt, in der Schleyerhalle von einem mächtigen Bass freundlich begrüßt, um gleich mit einem landestypischen Getränk auf Betriebstemperatur zu kommen: Vodka Bull aka Discoschorle.
Mann, bin ich erwachsen, denke ich mir so, während 7.500 Menschen neben mir Spaß haben. Zwei Bassläufe später fremdle ich so ganz alleine im Innenraum aber ein bisschen. Nicht, weil das Publikum schlimm ist, im Gegenteil, hatte Grausameres befürchtet, sehr jung, sehr gut drauf, extrem gute Tänzer. Zumindest einige.
Nein, ich fremdle, weil ich doch kein Joe Bauer bin. Ich brauche Ansprache, jemanden, mit dem ich teilen kann, wie Musik eine Halle verändert. Wie sich ein Betonklotz wie Herr Schleyer anfühlt, je nachdem, ob Leonard Cohen einen spirituell ins All knallt, die Beginner als Support für die Beasties spielen oder Pink eine Hollywood-Show auf der Bühne abliefert.
Mein Colt für alle Fälle ist in solch einem verzweifelten Fall Arnulf, Teil der am Dax der Emotionen extrem hoch dotierten Firma Music Circus, Presseabchecker vom Konzertveranstalter Russ und überhaupt ein Möglichmacher erster Güteklasse. Arnulf hat mich mal im Ansehen zweier Teenager in unendliche Höhen katapultiert, als die beiden bezaubernden Geschöpfe bei Pink wegen lauter SWR3-Höhrer nichts sehen konnten. Darauf Arnulf angebettelt, der sofort mit zwei Deluxe-Bändchen für die erste Reihe um die Ecke kam. Ein Gentleman der alten Schule eben.
Samstag also SMS an Arnulf: „Junge, biste bei Paule? Rette mich!“ – „Klar, Keule, wie?“ (So sprechen alte Männer miteinander) – „Ich bin der einsame Raver ganz hinten links, brauche Ansprache, biete Discoschorle.“
Arnulfs Begeisterung hält sich in Grenzen, Antwort bleibt verständlicher Weise aus, also noch mal getextet: „Ich nehm’s zurück, musst nicht mir sprechen und trinken, ich brauch aber ein Bändel, um näher nach vorne zu kommen.“ Zwei Sekunden später steht Arnulf neben mir, ich erhalte die Paul-Kalkbrenner-Dienstkarte Nr. A23 am blauen Band, mit der ich dem Paule für den Rest des Abends ganz genau auf die Finger schauen darf.
Kurze Lagebesprechung: „Hab mir’s schlimmer vorgestellt.“ – „Ich auch.“ – „Wie war’s beim Ratzer?“ – „Fein.“ – „Ok, bis später im Speakeasy.“
Paul Kalkbrenner in seiner berühmten blauen Phase, kommt direkt nach der roten
Also ich wieder alleine mit mir selbst, ganz gruselige Konstellation. Schreckliche Bilder poppen in meinem Gehirn auf. Richtig, mit 17 war ich schon einmal auf einem Rave in der Schleyerhalle. Mein Kumpel Christian hatte damals nach einerLysergsäurediethylamid-Kur gedacht, er sei schwul. In der Schleyerhalle machte er dann das erste Mal wieder mit einem Mädchen rum und teilte diese Erfahrung anschließend detailliert mit mir. MDMA-Micha, den wir so nannten, weil er eigentlich auf Metallica stand, nach jeder Menge Pillen aber plötzlich Techno besser fand, praktizierte die freie Liebe sogar auf einem Treppenabsatz in der Schleyerhalle. Das sind Bilder, die man im ehrlichen deutschen Techno nicht sehen möchte. Und in seinem eigenen Gehirn schon gar nicht.
Spiel ich also lieber mein Privat-Mallorca, Druckbetankung mit zwei Plastikbier und einer weiteren Discoschorle, um das störende Kleinhirn zu betäuben. Huch ist das erbärmlich, egal, bin alleine, sieht mich ja keiner. Vorne an der Bühne geht es gut ab. Running-Gag-Einstellung des Abends auf Großbildleinwand: Ein Fischauge-Objektiv zeigt Pauls Finger, wie sie schrauben und drehen. Hat bestimmt keine Funktion, sieht aber gut aus.
Wenn er nicht im Bild ist, raucht er eine kleine Wumme, die aber ständig ausgeht. Brennt schlechtes Dope aus der Hasenheide wirklich so erbärmlich ab? Spielt Paul eigentlich immer den Ickarus aus dem Film oder hat er in Berlin Calling einfach sich selbst gespielt? So oder so unfassbar, was der wieder für ein Gesichtsgulasch aufträgt. Mit wenigen musikalischen Mitteln besorgt er den siebeneinhalb Tausend eine astreine Abfahrt, eine Pause zwischen Teil 1 und 2 nutzt er, um sich umzustylen: Jetzt trägt er allerfeinsten Zwirn auf, nämlich ein Deutschland-Trikot von der WM 90.
Ich guck derweil doof aus der Wäsche auf die Wäsche meiner Mitmenschen. Frauen sind Männern grundsätzlich überlegen, ganz besonders aber im Genre Ausdruckstanz. Während Ottonormalschranzer mit dem Beatbein (rechts) wippt, und die Faust (links) zum Bass schwingt, tanzt seine Frau in ausladenden Bewegungen, die Fruchtbarkeit signalisieren: In einer ausgefeilten Choreographie wandert die Rhythmushand von der linken Körperhälfte auf die rechte Seite des Nackens und positioniert dort die Haare im Viervierteltakt von rechts rüber nach links. Ich bin schockverliebt in diese Geste. Finden andere Mädchen bestimmt ganz affig. Wenn man aber auf sich selbst und Vodka Red Bull zurückgeworfen, also auf das Wesentliche reduziert ist, wirkt es wirklich ganz bezaubernd.
Ständig hüpft mir eine Tänzerin auf die Füße und verbrüdert sich im Akt des Entschuldigens direkt mit mir: Du bist mein Ketamin, mein Amphetamin, säuselt sie mir ins Ohr. Stimmt gar nicht, das war Casper, der was mit Thees am Laufen hat. Egal, MDMA macht einfach gute Manieren. „Pauli ist der Beste, Alter“, brüllt mir einer von links ins Ohr, rechts schnurren drei Jungs abwechselnd „Harrrrrrrrrr“ und sonst nichts. Wenn Katzen raven könnten.
Hey, ist das nicht dieser Hit mit diesem Sky und diesem Sand? Schnell für Mausi und Youtube filmen
Kurz vor der Zugabe: Sky and Sand fehlt noch, Paule ist weg und muss wohl ne neue Tüte wickeln. Die ganze Halle grölt die „Seven Nation Army“ der White Stripes. Oh Gott, ich werde wieder nüchtern.
And we build up castles in the sky and in the sand. Design our own world ain’t nobody understand. Und schließlich die berechtigte Frage: Gibt es einen beschisseneren Moment als die Sekunde, in der in der Schleyerhalle nach einem Abriss das Licht angeht? Nein. Also Augen zu und nichts wie weg hier, bei Lichte betrachtet will ich nicht, dass ich jemand kenne und andersherum.
Scheiße, gleich geht das Licht an, DJ Scotty, bitte beam mich ins Bürgerhospital oder so
Auf dem Rückweg fühle ich mich noch einsamer. Lauter happy Hippos mit mir in der Bahn, ich überlege ernsthaft, mir sofort die Rückbank eines Taxis zu buchen, um alleine heulen zu können, als der lustigste SSB-Fahrer der Stadt loslegt. Durchsage: „Macht euch eng, Ihr Lieben, wir halten gleich am Wasen, da wird es voll.“ Murren in der Bahn. Durchsage 2: „Ja, ich weiß, Ihr habt ja Recht, ich würde auch lieber durchfahren, geht aber leider nicht.“
Ich brech ab, eine ehrliche Haut in der Kabine, vielleicht wird die Nacht ja doch noch steil. Die Wasen-Fahrgäste wundern sich, wieso wir alle in uns reinkichern, als sie einsteigen und wie üblich blöd aus der Lederhosen- und Dirndl-Wäsche gucken. Vielleicht grübeln sie aber auch nur, wieso das dumpfe Bier nach dem letzten Prosit der Gemütlichkeit schon nicht mehr so recht wirkt. Oder sie fragen sich, wann sie endlich wieder kotzen können, ohne dass 300 Leute zuschauen.
Funkkontakt in die Welt, Seba ist schon heim, Speakeasy war komisch, schreibt er, Jörg ist sogar schon nach Tübingen geflüchtet, dann muss es aber wirklich hart gewesen sein. Raus aus der Bahn, um beim Imbiss 3000 auf andere Gedanken zu kommen. War mein Ritual des Sommers, nach dem Zechen beim Benny eine scharfe Salsiccia und einen Grappa ordern, um die Nacht Revue passieren zu lassen.
Leider scheint die Imbiss-Saison rum, verdammt, das war dann der Genickschuss für den Sommer, also streuner ich doch noch kurz zum Speakeasy, um den Hype zu kapieren. Tausende junge Menschen kommen mir entgegen. Ich kenne niemanden. Scheiße, bin ich mit der Bahn zu weit gefahren und schon in Heilbronn? Nein, da ist Nadine, die behauptet, ich sei ihr in Schlangenlinien entgegen gekommen. „Das liegt an dem neu gestalteten Pflaster zwischen König- und Marienstraße“, erkläre ich, „daran müssen sich deine Augen erst gewöhnen.“
Vor dem neuen Wunderclub eine Schlange, ich Dödel hab mein Schnorren nicht angemeldet, ist ja tatsächlich wie Urlaub in einer fremden Metropolregion, also anstehen. Denke ich für den Bruchteil einer Sekunde, bevor ich dann doch lieber umdrehe. Bei so viel Fremdeln an einem Abend kann das gar nicht gut gehen. Dann doch lieber alleine spazieren wie Joe. Mit Paul im Ohr auf dem Weg nach Hause Himmels- und Sandburgen bauen. Harrrrr.
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Rampe einreiten
Am 4. Jan 2011, 18:30 Uhr von martin
“Happy, happy new year, happy, happy new year”, schallte es im Money Boy Duktus aus meinem Telefon. Afro-Dieter am anderen Ende, er wäre beim Big Air Training, komm doch vorbei, öööööööööööööööeeeeeeeeey! Ole ole, also fahr ich los.
Erste Erkenntnis: Der Weg von S-Bahn Cannstatt bis zur Schleyerhalle & Porsche-Arena – gegenüber ist die Rampe aufgebaut - dehnt sich gerade bei Minus 5Grad in den fiesen Zehenabfallbereich. Den Big Air Sprecher hört man dafür schon von weitem. Angekommen ist der Oscho dann wie bereits gesehen ein Oscho.
Ansonsten ist das Areal ganz nice aufbereitet, jede Menge Labels, Fress-, Merchandise- und…
…ähm, Glückcenter-Stände, die AOK ist auch stark vertreten, die Glühwein-Logistik liess zumindest heute noch zu wünschen übrig, bemängelte der Joe. Zum Zeitpunkt als wir uns auf dem Gelände befanden, donnerten die Rookies über die Rampe. Der Beste der 16 Youngstars startet morgen mit den Pros.
Die Moves sahen dann so aus:
Waren wie gesagt die Rookies, trotzdem ziemlich halsbrecherisch aus der Sicht eines Laien. Die eigentlichen Gladiatoren liessen auf sich warten, mir wars schnell schweinekalt und musste wieder gehen. Der Euphorie des Sprechers nach zu urteilen, die mich auch auf den Rückweg zum Bahnhof begleitet hat, haben die Pros aber wohl nach meinem Abgang ein paar saubere Tricks hingelegt.
Arme Sau des Tages war für mich übrigens der DJ…
…dumm, das mit Handschuhen auflegen unmöglich ist. Ansonsten lief einwandfreier Oldschool-HipHop. Okay, eigentlich alle MitarbeiterInnen an den Ständen sind die armen Säue des Tages. Morgen soll es aber bissle wärmer werden.
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Sade in Stuttgart
Am 13. Okt 2010, 09:00 Uhr von martin
Die Tageszeitung scheinen dann doch nicht mehr ganz so viele Leute zu lesen, zumindest nicht in meinem Bekanntenkreis, sonst hätte jener schon am Samstich mehrstufige Orgasmen gehabt, präsentiert von SWR1.
Nein, diese wurden auf gestern Abend rausgezögert, als bekannt wurde, dass Sade seit 18 Jahren mal wieder auf Tour geht, nach Deutschland und – oh Wunder – auch nach Stuttgart, genauer gesagt am 7. Mai 2011 in die Schleyerhalle kommt. OMG! Sade!
Wie ging einst dieser wahnsinnige Brüller? Sie hat auf ihrem neuen Album so leise gesungen, weil sie ihr Baby nicht wecken wollte? Fand wahrscheinlich nur ich super, den Gag.
Jut, konnte der sicherlich unendlich hochtalentierten Königin der Engtanzmusik noch nie großartig was abgewinnen, bin halt doch ein unterkühlter Techno-Raver und kein Engtänzer. Hab auch Anfang des Jahres den Hype um ihr neues Album “Soldiers Of Love”, das erste nach 10 Jahren, kaum verstanden, als wirklich jeder Blog zwischen Affalterbach und Aichelberg die erste Single posten musste.
Die Tickets kosten zwischen 50 und 95 Euro. Der erste, der schreit “des isch aber doier” muss in Krupas Kuhstall beim Blautopf Kehrwoche machen.
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Jan Delay & Disko No. 1 @ Schleyerhalle
Am 5. Feb 2010, 14:45 Uhr von martin
Jawohl, Deutschlands letzter Entertainer (okay, das war jetzt etwas zu weit gegriffen, aber er ist ja schon ein ganz Großer), setzt im 2010 seine “Wir Kinder vom Bahnhof Soul” Tour samt Band Disko No. 1 fort und gastiert am Freitag, 19. März in der Schleyerhalle. Kriegt er bestimmt ausverkauft der Jan. Tickets gibts ab 30,50 Euro.
Die Aftershowparty wird übrigens von 0711 im Romy S. ausgerichtet, Lein-Ab Schowi und DJ Mad (Beginner, Tour-DJ). Der Chef wird sicherlich auch vorbei schauen, weil das Romy, das kennt er. Hat ja dort schon aufgelegt.
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Monday is the new friday
Am 7. Dez 2009, 16:52 Uhr von martin
An alle Deichkind-Kids, die es noch nicht wissen sollten: Nach dem Konzert heute Abend in der Schleyerhalle (gibts eigentlich noch Karten?) steigt ab 23:30 Uhr die offizielle Aftershow-Party im Rocker 33 mit Schowi und “Special Surprise-Act” an den Decks. Eintritt mit Konzert-Karte ist frei.
Hier noch die Hymne für alle Montags-Hater (dank geht an Alexis von nebenan):
P.S.: Wer schreibt uns einen Konzertbericht?
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Deichkind erzählen Witze
Am 19. Nov 2009, 12:50 Uhr von martin
Man nennt das wohl virales oder Guerilla-Marketing oder ganz einfach auch nur Promo machen für die aktuelle Tour. Auf jeden Fall erzählen Deichkind gerade Witze, für jeden Tourstop einen. Besser gesagt, Philipp von Deichkind erklärt Witze.
Deichkind, 07.12., 21:00 Uhr, Schleyerhalle, Tickets 33,50 Euro
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