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    Porträt: Stuttgarts Plattenläden

    Heute vor 20 Jahren erschien nicht nur “Illmatic” von Nas, sondern am 19. April wird auf der Welt auch der Record Store Day gefeiert. Zu diesem Anlass hat das Popbüro Stuttgart ein Portrait über Stuttgarts Plattenläden gedreht und  stellt die Betreiber und Mitarbeiter von Ratzer Records, Pauls Musique, Second Hand Records und Einklang vor.

     
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    Bye bye Expedit

    Update:

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    Via Chiller

    —-

    expedit

    Bild via 

    Ein Schock geht durch unsere kleine große Vinyltrottel-Welt: IKEA nimmt das Regal Expedit aus dem Sortiment. Ja und, fragt sich die USM Haller Fraktion, gibt doch noch andere Regale, und ritzt sich ein Fragezeichen in das Charles Eames Lounge Chair Leder. Ja und? Stimmt. Gibt wirklich größere Probleme auf dieser Erde.

    Nur: Das Expedit ist seit – ja seit wann eigentlich? – vielleicht seit 20, 30 oder gar 40 Jahren der (internationale) Schallplattenaufbewahrungsstandard. Nur leider bei mir nicht: Ich Depp hab damals falsch angefangen und auf ein anderes System von den Schweden gesetzt.

    Heißt Ivar, findet man, egal ob in Sindelfingen oder Lubu, direkt nach der Blumenwelt in der SB-Halle rechter und linker Hand. Ziemlich hässlich und eher was fürn Keller, da sieht es keiner, immer dunkel, kannste dein Bohrmaschinenkoffer reinstellen oder den Werkzeuggürtel deponieren. Schick geht Expedit. Lediglich ein 2×8 oder meinetwegen ein  8x2er Expedit stützt meine Plattenspieler.

    Wie man auf der eiligst gegründeten FB Seite “Rettet Expedit” nochmals sehen kann, passen in das Regal eben ziemlich gut Schallplatten rein, maximale Belastung pro Regalboden 13 Kilo, saubere Lösung für Plattensammler. Soll ja übrigens Menschen geben, die, bevor sie mit ihrer Sammlung umziehen, erst einmal die Statik der neuen Wohnung abchecken, bevor sie ihre (Expedit)-Regale aufstellen.

    Und jetzt alles halb so schlimm: Im April übernimmt Kallax und leistet dasselbe. Nur die Außenwände sind etwas dünner. Und ist nicht mit Expedit kompatibel. Ob jetzt die Welt untergeht und man noch eine Online-Petition braucht, müsst ihr entscheiden. IKEA ist jedenfalls bemüht, zumindest auf der SM-Ebene.

    https://www.facebook.com/rettet.expedit

     
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    Technics und Turnschuhe

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    Party-, Turnschuhe- und Plattenspieler-Blog. Schon lang keine Turnschuhe mehr drauf gehabt, obwohl Hotte Thorsten gut im Bizz ist. Aber dieser muss sein. Für den würde ich campen. Vor dem Salamander in Kornwestheim oder meinetwegen auch vor dem Oggi. Sollmer mal Camp Out Oggi machen? Morgens ab sechs hinhocken und auf den ersten Teller Pasta warten?

    And for my next number, i like to return to the classics: Die Produktion des Technics MK II oder auch SL 1200 wurde 2010 eingestellt (neulich meinte jemand, eine andere Firma will den Plattenspieler jetzt wieder bauen) und der HipHop-Aktivist Evan aka Revive Custom widmet dem legendären Quarzer einen eigenen Schuh, Projektname “New Balance M1500 x Technics SL1200MkII Custom”.

    Kennt man den Plattenspieler und mag man Turnschuhe, geht dir da einer ab. Mir zumindest. Tragen würde ich den nie und nimmer. Und kriegen tu ich ihn auch nicht: Gibt es nur drei mal. Mehr Infos und Bilder hier.

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    Kleines Techno-Update: Maya Jane Coles & Co

    Vorhin das Maya Jane Coles Debütalbum angehört, das für gut empfunden, Zeit für ein kleines, schnelles Techno-Update, das letzte liegt auch schon wieder über ein Jahr (oder eher anderthalb) zurück. Nix weil es nix gab, sondern… naja egal. Jetzt aber festgestellt: So viele Alben habe ich dieses Jahr noch gar nicht gekauft, beziehungsweise reingehört.

    Bleiben wir kurz bei Frau Coles: Die hat’s g’schafft. Quasi aus dem nichts zum Global Player, von kleinen Wirtshäusern in London nach Ibiza, einmal die ganze Schleife und wieder zurück, Flugmeilen sammeln, beschte hier, beschte da, beschte dort. Der Durchbruch der Brit-Japanerin (sagt man das so?) basiert auf der “What They Say EP”, bzw. dem gleichnamigen Tune aus dem Jahr 2010.

    YouTube Preview Image

    Die Magie dessen habe ich persönlich nie so richtig verstanden – nicht dass die Nummer schlecht, scheiße oder was auch immer wäre, ganz im Gegenteil. Solider Deep-House eben, wie er seit vielen Jahren wöchentlich en masse erscheint.

    Jetzt also erstes Album, auf dem eigenen Label und komplett im Alleingang produziert und singen tutetse auch noch zweimal drauf, ansonsten singen oder rappen Damen und Herren wie Miss Kittin, Kim Ann Foxman, Karin Parks (siehe oben, nicht das beste Stück) oder der, ja der, Tricky, der alte Kiffer. Hat glaub auch ein neues Album, nicht gehört.

    Dieser, mitunter etwas melancholische, ziemlich dichte Pop-Electronica-House klingt schon auf meinen Büro-Boxen ziemlich wuchtig, da muss die CD oder Vinyl definitiv her. Mein erster Gedanke war: Das erinnert mich ein wenig an das legendäre Everything But The Girl Album “Walking Wounded” aus dem Jahr 1996. Warum auch immer mir solche Gedanken durch den Kopf gehen.

    Was gibt es sonst so? Ein Herr namens Johannes Albert hat auf dem Label Frank Musik, glaub sogar sein eigenes (?), den Langspieler “Hotel Novalis” rausgebracht.

    johannesalbert

    Super Cover. Hab das Würschtle, das da wie ein Pimmel rausglotzt, erst gar nicht registriert. Von dem Typen weiß ich ansonsten eigentlich kaum etwas. Hat davor ein paar Maxi gemacht (die ich nicht habe), legt laut Soundcloud seit 1997 auf, aber ich weiß, dass “Hotel Novalis” bei mir daheim relativ oft durchläuft, weil, jetzt gehen die Floskeln los, das Album voll gut durchläuft. Ja, das sind Musikrezensionen, die würde Boris Becker besser schreiben (für @allaboutnext). Hörste rein:

    Ist diese von-ellem-ebbes-Nummer mit Anker House, kann grandios scheitern, wie wir wissen, kann aber auch gut gehen, siehe oben. Ach so: Der Platte liegt die CD bei. Da steh ich voll drauf.

    Wer acht sure shot House-Märsche für seine Plattentasche/Laptop/USB-Stick oder Wohnzimmerparty benötigt, dem empfehle ich die LP “Them Crowd Kids” (Ibadan) von Quell, ein in Berlin lebender Grieche. Bis zu der Platte auch nie was gehört von dem Mann, laut Discogs schon länger aktiv. Würde sagen, meine aktuelle Lieblingsplatte. Kompromissloses wie konsequentes Ding, versucht erst gar nicht zu bremsen. Ist auf zwei EPs (acht Tracks) verteilt erschienen, einen CD-Release gibt es scheinbar nicht, Digital (12 Stücke)  fjehden.

    Obwohl schon eigentlich Ende letzten Jahres erschienen, lege ich immer noch relativ oft die “Ulfo” (KANN) von Map.ache. Liegt vielleicht wahrscheinlich einfach daran, dass auch dieser Vinyl die CD on Top steckte und in der Faulheit halt und so weiter.

    File under: U-Boot-Fahrt nach Detroit. Das KANN Label aus Leipzig sollte man übrigens immer im Auge behalten.

    Ganz neue ist die LP “Behind” von youAND:TheMachines auf Ornaments, die Hälfte von youANDme, die letzte Woche erst im Rocker zu Gast waren, nicht zu verwechseln mit &Me aus dem Keinemusik-Stall. Von youANDme hab ich ein paar Maxis, geht öfters in Richtung Dub-House/Techno, machen allerdings auch auf dem Label Cutz.Me ehrliche Stampfer. Die Album-Geschichte (Dreifach-Vinyl) geht wiederum eher in die Dub-Richtung.

    Für Technik-Freunde: Die Platte ist komplett analog eingespielt. Und Robert Owens darf auch ran. Muss ich mir erst noch in Ruhe zu Gemüte führen, denn dem ersten Durchzippen nach hab ich deratige Werke genügend im Archiv.

    Was sonst noch? Einiges, aber viel nicht richtig gehört. David August hat schon im April sein Debütalbum rausgehauen, sein Diynamic Labelkollege Stimming folgte Anfang Juni mit seinem self-titled dritten Album, John Roberts hat was neues auf Dial (mochte das Album davor) und zur Not kann man immer noch Daft Punk hören oder halt nach wie vor das Koze-Album und ich freu mich sowieso auf weitere Tipps.

     
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    Heiss und fettig: Ratzer Lieferservice

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    Nimm’ das Angelo: Ratzer Records liefert jetzt auch ins Haus. Online bestellen, bissle warten und dann bimmelt’s – und zwar an der Tür. Wenn die Platten gut sind, bimmelt’s dann überall in der Wohnung. Klassische Winwin-Geschichte.

    Einen Top-Fahrer mit Pizza-Erfahrung hätte ich im Angebot: Keine Ahnung, wie er heißt, aber er begrüßte mich mit den Worten “Ihre Klingel ist scheiße!”, “Wie bitte?, “Kann keine Sau lesen” … und es stimmte sogar. Sowas fällt einem ja selbst nie auf, weil man nur selten bei sich selbst klingelt. Ich denke trotzdem, dass sich Säue prinzipiell schwertun mit der Leserei – egal wie leserlich das Klingelschild letztendlich ist.  Äh, Ratzer Lieferservice. Genau. Geht so:

    “Vom Sofa bis zur Klinke, geht`s auch ohne Schuh und Schminke.
    Achtung neu!!! Jetzt kommt der “Ratzer Records Lieferservice” Ab sofort brausen wir mit unserem Ratzer Records Mobil schon ab einem Bestellwert von 70,–EUR innerhalb Stuttgarts zu Euch und liefern die von Euch bei uns per e mail bestellten Platten oder CDs frei Haus. Gerne schicken wir auch eine Empfehlung (Neuerscheinung) des Hauses mit. Bei nicht gefallen kann diese im Laden wieder umgetauscht werden. Bestellungen und weitere Infos per e mail info@ratzer-records.de check it out”

     
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    Ade Web-Records

    web-records

    Nicht nur Clubs schließen, nicht nur reale Plattenläden (und andere Einzelhändler) schließen, sondern auch Online-Shops.  Der in der Region verankerte Internet-Schallplatten-Versand sagt nach 16 Jahren Good Bye (wow, schon 1997 am Start gewesen, das hätte ich gerne gesehen, wenn ich 1997 Internet gehabt hätte, Einwahlmodem erst am 1999) und hinterlässt nur noch zwei Blindtexte für Physiker und Musiklehrer.

    www.web-records.com

     
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    Platten zum DMark-Preis

    Die Jüngeren mögen sich erinnern, bis vor ein paar Jahren hat man in Deutschland statt mit Payback-Punkten noch mit der Deutschen Mark bezahlt. Und weil der/die ein oder andere bestimmt noch die ein oder andere Mark zu Hause rumliegen hat, hat sich Axel, Besitzer vom Plattenbau (des wohl sympathischsten Plattenladens der Stadt, der nahtlos in seinen Wohnbereich übergeht) etwas Besonderes überlegt:

    Noch bis zum 26. Oktober bekommt jeder, der mit DM bezahlt, alle (in Euro ausgezeichneten) Platten zum DM-Preis. Also Euro in DM. Kein schlechter Deal, weil für 2 DM hat man damals 1 Euro bekommen.

    Plattenbau
    Böheimstr. 1a
    Mo.-Fr. von 12.00 bis 18.45 Uhr
    www.plattenbau-stuttgart.de

     
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