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Jeder Platz zählt
Am 27. Mai 2011, 12:00 Uhr von martin
(Bester Einparker der Welt: westernbasti.)
Muss bei dem Bild an Heidi Klums GNTM-Model denken. Die sagt nämlich immer, zumindest war es früher so, zu ihren “HI MÄÄÄDELZZ!!” gerne: “Jeder Tag zählt.” “Jeder Tag zählt.” “Mäddelllzz, jeder Tag zählt.” Hab das Gefühl, das guckt dieses Jahr keine Sau und keine Sauin mehr an. Aber vielleicht gehts auf Facebook voll ab. Und immerhin berichtet die StZ voll darüber. Da ist man jetzt soweit. Sind glaub Mädchen aus der Region dabei. Gestern zwei Sekunden reingezappt. Zoom Heidi, Bildunterschrift: “Heidi Klum. Modelmama.” Gleich vier Gründe weiterzuschalten: Heidis Feige und die drei Worte Heidi, Klum plus Modelmama.
Ach, Kool Savas hat neulich gezappt, sorry, getwittert, vielleicht nicht die neueste Erkenntnis, aber vielleicht neu auf Twitter: “Ich gratuliere Heidi Klum zu der frauenfeindlichsten Sendung im Deutschen TV !” Hier reinkopiert inklusive dem Leerzeichen zwischen V und dem Ausrufezeichen. Ich hass diesen Sicherheitsabstand zwischen Buchstaben und Satzzeichen, weiß echt nicht warum den so viele halten, lernt man in der Schule eigentlich nicht. Aber Tweet klingt witzig aus seinem Mund. (“Bitch Fresse bevor ich dir den Sack in den Mund presse!” = Kunst). Hab trotzdem mal Retweet g´macht.
Wie bei Heidi jeder Tag zählt, zählt im Westen jeder Parkplatz. Wissen wir alle. Die Uni Stuttgart nicht. Die haben jetzt nochmals nachgezählt, wie die StZ die Tage berichtete. Die haben übrigens auch das Parkraummanagement ausbaldowert. Drei Monate läuft das nun und die zählenden Studenten stellen nachts in den Parkzonen W5 und W7 zwischen Vogelsang und Schwabstraße völlig überraschend fest: “Kein einziger freier Parkplatz ist weit und breit zu sehen. ” Is nich wahr. Einige Autos würden sogar auf dem Gehweg parken oder in zweiter Reihe! Skandal!
Auch super: “So lag die Auslastung früher in der Zone W5 bei 125 Prozent und aktuell bei 114 Prozent. Gemessen an den Zahlen hat sich die Situation verbessert. “Die Wahrscheinlichkeit, einen Parkplatz zu bekommen, ist höher”, sagt Markus Friedrich, Professor am Institut für Straßen- und Verkehrswesen.”
Die Wahrscheinlichkeit, ein Parkplatz zu bekommen ist höher – mein Satz des Jahres 2011 bislang. “Der Alltag zeigt jedoch vielen Autofahrern, dass die Chance in manchen Parkzonen immer noch ziemlich gering ist”, so die StZ weiter. Scheiße Mann, wer hätte das gedacht?
Ist natürlich nicht alles schlecht: So berichten auch hier schon Leser, dass es z.B. in W3 wesentlich besser sein soll. In dem Gebiet liegt halt auch der zukünftige Badesee Feuersee und ein paar mehr Büros und dafür weniger Wohnungen – so ergibt sich eben eine angenehme Auslastung von 89 Prozent. Anscheinend ist es auch rund um den Hölderlinplatz besser geworden, zumindest gäbe es “positive Stimmen”.
Die Stadt will jetzt nochmals die Zonengrenzen überprüfen und außerdem in den Kurzparkzonen die Zeiten von 22 auf 19 Uhr herabsetzen. In der Politik wird das Parkraummanagement als Erfolg gewertet und überlegt das System auf andere Stadteile zu übertragen. Im Westen gilt aber wohl bis in alle Ewigkeit zumindest in den meisten Teilen: Jeder Platz zählt.
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Feuersee Reloaded
Am 24. Mai 2011, 16:24 Uhr von martin
(Daheim bei Wehs im Garten.)
Davon hatten wir es kurz letzten Oktober, klang zwar damals mehr nach Utopie, soll nun doch Wirklichkeit werden – oder so halb: Von einem Badesee ist in dem Artikel der StN vom 20. Mai zwar nicht explizit die Rede, aber zumindest will man nun Geld in die Hand nehmen und den Feuersee attraktiver gestalten. Immerhin ist das idyllische Fleckchen im Westen “einer der wenigen Orte, an denen man das Element Wasser erleben kann”, so Margit Riedinger, die Sprecherin der Grünen im Bezirksbeirat. Das Element Wasser erleben wir alle doch recht gerne, auch wenn ich nicht schwimmen kann. Also nur so ein bisschen.
Momentan fühlen sich nur die Schildkröten so richtig wohl und es müffelt bisschen eklig. “Ein wahres Festessen haben die Schildkröten im Feuersee gefunden. Mit dem Bauch nach oben treibt ein dicker Karpfen in Ufernähe. Fast sieht es so aus, als würde er sich bewegen, aber bei genauerem Hinsehen erkennt man die Echsen, die den Kadaver immer wieder durch ihr herzhaftes Zubeißen in Bewegung versetzen”, schreibt die StN. So genau hab ich zwar noch nicht hingeschaut, klingt aber fast so lecker wie Frieder.
(Fischreiher genießt das Element Wasser und wartet auf Karpfen. Bild Stegoe.)
Der Plan ist nun von der Johanneskirche (nach der übrigens ziemlich oft gefragt wird von Touris) beidseitig Stufen bis zum Wasser anzulegen und allgemein mehr Sitzmöglichkeiten rund um den See zu installieren, wie der Aussi so gerne schreibt. Weiterhin soll eine Plattform direkt am Ufer gebaut werden. Ein mobiles Café sei jedenfalls schon vom Bezirksbereit genehmigt, der Betreiber braucht aber erst noch eine Baugenehmigung (?), so die StN. Das muss man glaub nicht verstehen.
Größtes Manko ist bislang natürlich die Wasserqualität. Müffelt wie gesagt. Wie man das Problem konkret löst, wollen in Kürze EnBW, Bezirksbeirat und Stadtverwaltung klären. Wann die ganzen Maßnahmen voran gehen ist damit unklar, aber: ”Das Projekt Feuersee steht auf Platz zwei der Prioritätenliste des Bezirksbeirats für Gelder aus der Stadtentwicklungspauschale.”
Priorität 1 ist die Flutlichtanlage am Bärensee, hab ich gehört. Oder ein Bob Dylan Denkmal auf dem Birkenkopf. Vielleicht wird es ja trotzdem noch was diesen Sommer mit dem Element Wasser und dem Feuersee.
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Parkst du schon oder suchst du noch: Parkplatzschützer
Am 4. Apr 2011, 10:55 Uhr von martin
Pünktlich zu den härteren Strafen ab April noch was Neues vom Kackraumanagement: Ab sofort wird in Stuttgart nicht nur parkgeschützt sondern auch parkplatzgeschützt. Die Parkplatzschützer sind der Meinung, dass die neue Situation nicht den gewünschten Effekt zeigt. Das Parkraummanagment in S-West sei “vielerorts zugunsten der Bewohner, Gewerbetreibender und deren Angestellter/Mitarbeiter, Besuchern, Kunden und Partnern stark verbesserungsbedürftig.”
Man sehnt sich nach mehr Infos und stellt Forderungen, wie z.B. “die Reduzierung der Kurzzeitparkplätze (orange), die darüber hinaus ebenfalls den Bewohnern als kostenfreie Parkmöglichkeit zur Verfügung gestellt werden sollen” oder eine Besucher-Ausweis-Regelung. Kann man auch hier durchgucken:
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Hundekacke
Am 31. Mrz 2011, 15:00 Uhr von martin
Mutigstes Fähnchen of the Month. Da zog beim Reinstecken eine schöne Fahne durch die Nase. Entdeckt von Patze in S-West
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Parkende Grenzfälle
Am 17. Mrz 2011, 17:00 Uhr von martin
Knapp drei Wochen Parkraummanagement S-West, habs jetzt zwar nicht mehr jeden Abend kontrolliert, aber vom Gefühl her und wie die Leute um meinen Block nach einem Parkplatz geiern, bleibe ich bei meiner Meinung: Tagsüber hat sich die Lage wie erwartet entspannt, abends eigentlich alles beim Alten.
Stellt sich immer noch die Frage wo denn nun die ganzen Vehikel tagsüber abgestellt werden, weil ich glaub kaum, dass viele der Pendler deswegen auf die S-Bahn umgestiegen sind. Angeblich hat es einige in die Gegend rings um den Westbahnhof verschlagen, stand zumindest neulich mal in der StZ.
Dass das System noch nicht ganz ausgeklügelt ist und sich noch Fehler eingeschlichen haben, zeigt das schlimme Schicksal von Patze aka Patti the Posterer – und das prangern wir hier an! Genau! Hier! Auf diesem Blog! Jawohl! Let Patze park! Free Patze!
Okay, ruhig, wasn los? Patze hat einen Parkausweis für die Zone W6 bekommen, denn er wohnt in der Reinsburgstraße 151, Datenschutz oleole. Dieser gilt unter anderem laut Stadt in der Reinsburgstraße gerade Hausnummern von 162 bis 222 und ungerade von 151 bis 207. Patze ist quasi die neue Zonengabi. Grenzgebietbewohner. Wenn er mit seiner Karre schon vor der 149 steht, gibts Zettel, bislang obigen, das soll ja dann ab 1. April anders werden. Aber gut, logisch, irgendwo müssen klare Grenzen gezogen werden, das ist halt irgendwo Pech oder halt auch Bürokratie oder wie auch immer.
Jetzt ist es aber so, dass die kontrollierenden Politessen, müssen sich ja auch erst noch eingrooven, folgenden Plan in der Hand halten bei ihrer Arbeit:
Und da sieht man: W6 beginnt demnach erst bei der Hausnummer 161, also an der Stelle wo die Rotebühl-Stäffele die Reinsburg kreuzen. Und somit sind Patze und sein Smart krasse Outlaws und nicht vom System anerkennt. Gut, er könnte natürlich auch immer ein paar Meter weiter reinfahren. Aber wenn es die einen so genau nehmen, dann kann er ebenso auf sein Recht pochen und seine Zone, wie von der Stadt zumindest auf der eine Seite definiert, voll und ganz nutzen.
Das Problem ist wohl, wie auch folgendes Bild beweist, dass man sich bei der Strukturierung des Parkraummanagements nicht ganz schlüssig war, wo W5 aufhört und W6 anfängt, bzw. die einzelnen Instanzen unterschiedliche Informationen darüber haben.
Patze hat seine Problematik natürlich der Stadt geschildert und wartet auf Antwort. Vielleicht schafft er es ja zwei Ausweise zum Preis von einem rauszuschlagen.
Und, wer hat noch nen Problem? Marsimoto Liste? Brille verlegt? Wetter scheiße? Nix im Kühlschrank? Keine Facebook-Freunde? Thorsten Domian hilft Ihnen gerne weiter.
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Countdown: Gelber Parksack
Am 28. Feb 2011, 12:40 Uhr von martin
Letzte Woche mal wieder darüber aufgeregt, warum es seit zwei, drei Jahren Gelbe Säcke nur noch im Bürgerbüro gibt. Bekam man früher auch im Edeka. Wollte mir keiner glauben, dass das so ist. “Kriegt man doch überall!” “Nee, nur im Bürgerbüro, ehrlich jetzt!” Und das ist am anderen Ende vom Westen.
War aber in der Nähe. Muss man Gott sei Dank keine Nummer ziehen, sondern kriegt man an einem Kabuff-Counter, der im Vorzimmer installiert ist. Der wird von einer notorisch bösen alten Frau bewacht. Wollte mal vor längerer Zeit frech drei Rollen Säcke greifen, wie man es eben vom Edeka gewohnt war – “nur oooooiiiin!” bellte sie mich damals an. Bin davongerannt.
Letzte Woche mutig hin. Die Wächterin der Gelben Säcke war gerade in ein Gespräch mit einem Pärchen vertieft. Ich griff vorsichtig in den Karton, sie registrierte mich, und ich fragte ganz artig ob ich vielleicht zwei Rollen haben könnte. Ruhe. Ihr von Tausenden von Gelben Sack-Schmarotzern geschulter wie gestählter Blick traf mich, mein Herz raste, High Noon, fünf vor 12, das Pärchen erstarrte ebenfalls salzsäulenartig – was wird sie wohl sagen? “Jaaa, isch oooohkee!” Strike!
Nach diesem Coup musste ich erst mal aufs Klo. War aber besetzt. Aber stattdessen entdeckte ich eine kleine Menschenmasse. Ach schau an, das ist also die Parken-im-Westen-Schlange. Habt ihr alle eure Parkausweise gecheckt? Morgen gilts!
Nachbar war neulich dort und hat seinen Schein beantragt. Die Büro-Mitarbeiterin unterbreitete ihm ein sagenhaftes Angebot: Ein für 30,70 Euro, zwei Jahre 61,40 Euro. Ähm? Dachte er sich auch und fragte vorsichtig, wo denn nun der Preisvorteil liege, wenn man gleich zwei Jahre bucht? “Ja, da gibts koin, hihihihi”, freute sich die Dame ein Loch in die nicht vorhandene Parklücke. Wahrscheinlich Stadtarbeiterhumor.
Humor hat wie immer auch Joe Bauer, der sich in seiner Kolumne der Samstagausgabe der STN nochmals unter anderem mit der Problematik beschäftigt. Die Lektüre ist zwingend empfohlen. “Wir sind die Graswurzelhauptstadt der Weltrevolution.” Jawohl!
Und sagt noch einer die Stadt tut nix: Morgen steigt der Event “Baggerbiss”, Beginn 13:30 Uhr. Ist wie Prellbockanheben, (symbolischer) Baubeginn der Tiefgarage Rossbollengässle im Innenhof des Quartiers zwischen Paulusstraße und Vogelsangstraße sowie Rötestraße und Seyfferstraße. Hier sollen 72 neue Anwohnerstellplätze entstehen. Wow!
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100g GPS
Am 22. Feb 2011, 14:34 Uhr von martin
In der heutigen Zeit muss man flexibel sein, auch als Metzger. Frische Lyoner, Schinkenwurst, Salami, Speck oder Fleischkäs´ sind zwar unverwüstlich, aber die Macht der Aldi-Lidl-Penny-Packungsmafia ist riesig. Da muss man neue Zielgruppen erschließen, denn die Alte geht öfters schon am Stock oder Rollator und stirbt halt dann bald.
Und wie kann man besser junge Menschen erreichen, gerne auch Gutverdiener, denn beim Metzger flutschtfingert das Geld wie bei Moneyboy, wenn man neben der traditionellen Fleisch und Wurst oder Wurst und Fleisch auch moderne Produkte anbietet, die sie z.B. schon von ihrem Smartphone oder vielleicht von dem Navi aus dem Toom Baumarkt kennen?
GPS in feinen Scheiben – 100g für 1.48 Euro, besonders die Männer fühlen sich da angesprochen und gehen ab sofort mit voller Passion zum Metzger. Zuvor kannten sie diese jahrhundertalte Einrichtung nur im Sommer, wenn er einmal im Jahr eine Grillparty organisieren muss. Der Bauch ist willig, aber der Geist ist schwach. Oder so. Mann und Fleisch. Ui, brauch meeehr! Floooooooooiiiiiiisch!
Also greift er im Edeka zu dem unglaublich lecker aussehenden, grünmarinierten und luftdicht verschweißten Fleisch-Set, das seltsamerweise nicht mal im Kühlfach rumgammelt. An der Kasse fängt er sich langsam an etwas zu schämen, springt danach schnell rüber zum Metzger und holt noch zwei Alibi-Rindersteaks für seine guten Freunde, aber beim Preis von 7 Euro bekommt er einen Hungerast wie einst 1998 der Ulle, als der Pantini davon gezogen ist, bricht komplett ein, schleppt sich mit letzter Kraft wieder rüber zum Edeka und ergattert die letzten sieben lecker grünmarienierte und luftdicht verschweißte Fleisch-Sets.
Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Der GPS-Aufschnitt schärft seinen Qualitätsanspruch, und der Fleisch- und Wurst-Retailer seines Stadtteils ist sein neuer Hotspot: “Du Schatz, brauchen wir noch was vom Metzger? GPS ist schon wieder im Angebot, ich spring kurz rüber!” “Ja, bring doch noch zwei Kilo UMTS mit, können wir ja auch einfrieren!”
Was viele nicht wussten: GPS ist das leckere Filetstück von hochgezüchteten argentinischen Maikäfern, die das ganze Jahr von Dreimaster-Leichtmatrosen massiert und anschließend mit Jetskis über den Atlantik transportiert werden. Gerade deswegen ist dieser Hammerpreis von der Metzgerei Häderle nicht zu toppen. Und wenn einer weiß was GPS wirklich sein soll, dann gibt Bildentdecker Neongrau direkt mal 100g aus. Hat er versprochen!
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