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    KTV-Ausflugtipps: Villa Berg

    Am 27. Okt 2011, 15:01 Uhr von martin

    Mittlere Sensation: Gestern war ich im Osten. Home of Krupa. Nee, der wohnt ja Mitte, sagt er immer. Hatte einen Termin direkt neben der Merz-Akademie. Natürlich mit dem Rad unterwegs. Fuhr ja keine Bahn zum Bergfriedhof. Wäre aber sowieso mit dem Rad gefahren, war Fahrradwetter. Auf dem Gipfel der Hackstraße habe ich meinen Jury-Kumpel Kodimey getroffen. Der ist so Ost wie ich West. Sag ich einfach mal. Er sass auf einem überaus attraktiven Alu-Rad mit Körbchen. Der 190er sah etwas unsicher auf dem Sattel aus. Denn:

    “Ich glaub, ich fahr zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder Rad.”

    “Ich fahr immer Rad.”

    “Nee, sonst bin ich mit Bus und Bahn unterwegs.”

    Kurzes Gespräch über Öffis ob cool oder nicht cool, dann ich: ”Hier oben war ich glaub vor 10 Jahren zum letzten Mal. Bei irgendeiner Merz-Aka-Party.”

    “Haste überhaupt einen Passierschein?”

    “Shit, vergessen. Darf ich trotzdem durch?”

    “Ausnahmsweise, aber pass auf, hier wird scharf geschossen.”

    Gangster.

    Termin absolviert, und ich meinte am Schluss beim Rausgehen nach einem Umgebungscheck: Schon nett hier oben. Daraufhin der Termin: “Welcome to Rio!”.What? “Da vorne an der Mauer steht Welcome to Rio!”

    Raitelsberg im Osten. Rio. Die Abkürzung kannte ich wirklich nicht. “Und gleich da oben ist gleich die Villa Berg”, zeigte er mir den Weg. “Echt? Wo der Ministerpräsident wohnt?” “Nee, das ist die Villa Reitzenstein.” (Das ist richtigerweise der Amtssitz. Dem Ministerpräsidenten steht zur häuslichen Niederlassung eine Villa am Schloss Solitude zur Verfügung, Kretschmann nutzt die meines Wissen nach nicht. Ich meine, dass das schon Mappus und Oettinger nicht getan haben.)

    “Ja klar stimmt, Villa Reitzenstein!”

    “Die Villa Berg steht leer!”

    Angeblich kann man die gerade zu einem symbolischen Preis von einem Euro erwerben und muss dann eben paar Millionen reinstecken. Der Häusslers Rudi, Stuttgarts sympathischster Baumogul völlig frei von Größenwahn, wollte sich dem Objekt und dem gesamten Areal annehmen. Da waren mal so schöne Entwürfe in der Zeitung. Und was ist jetzt? Insolvenz? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur seit gestern: Die Villa Berg ist schön aber verbrettert.

    Die zwei jungen Mädchen schauten den alten Mann skeptisch an. Vor allem als er vor zur Türe lief.

    Sie flüsterten: “Was will der in Rio?” Beziehungsweise: “Was will der MIT Rio?” Ich setzte mein freundlichstes Zivibullengrinsen auf, schaute mich weiter um und überlegte die ganze Zeit richtig hart ob ich jemals schon mal in der Villa Berg war.

    Also ich meine: 1995, 1996 oder 1997 bei einem Fanta4 Konzert. Allerdings weiß ich nicht mehr den Anlass. Entweder war es PRINZ-Jubiläumsgeschichte (Setzer?) oder die Releaseparty von “Lauschgift”. Dann wiederum wäre das Jahr geklärt, 1995. Andere Frage an alle SWR-Fans: Finden bzw. fanden da nicht allgemein regelmässig Konzerte statt oder ist das nun auch gestorben?

    Aktuell wohnt scheinbar nur der MP Oetzi drin und sein Personal. Also eher gar niemand.

    Was bleibt? Ein herrliches Anwesen mit etwas verkommender Gartenanlage. Wer mal schnell raus will, findet hier seine Ruhe. Denke ich mal. Weiß nicht ob es am Wochenende übervölkert ist.

    The Fjuuh.

    So schön einfach, ge? Und jetzt noch die einsamsten, traurigsten und verlassensten Kabel der Welt.

    Hab bisschen geweint. Auf dem Weg zurück den Norman getroffen. Läuft erst an mir vorbei und ruft mich dann an: “Bist du zufällig gerade an der Villa Berg?” “Ja höoeeey!” Nächstes Jahr machen wir dort unsere Halloween-Party. Mit Rudi in Rio. Hab jetzt schon Angst.

    Mittlere Sensation: Gestern war ich im Osten. Home of Krupa. Nee, der wohnt ja Mitte, sagt er immer. Hatte einen Termin direkt neben der Merz-Akademie. Natürlich mit dem Rad unterwegs. Fuhr ja keine Bahn zum Bergfriedhof. Wäre aber sowieso mit dem Rad gefahren, war Fahrradwetter. Auf dem Gipfel der Hackstraße habe ich meinen Jury-Kumpel Kodimey getroffen. Der ist so Ost wie ich West. Sag ich einfach mal. Er sass auf einem überaus attraktiven Alu-Rad mit Körbchen. Der 190er sah etwas unsicher auf dem Sattel aus. Denn: "Ich glaub, ich fahr zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder Rad." "Ich fahr immer Rad." "Nee, sonst bin ich mit Bus und Bahn unterwegs." Kurzes Gespräch über Öffis ob cool oder nicht cool, dann ich: "Hier oben war ich glaub vor 10 Jahren zum letzten Mal. Bei irgendeiner Merz-Aka-Party." "Haste überhaupt einen Passierschein?" "Shit, vergessen. Darf ich trotzdem durch?" "Ausnahmsweise, aber pass auf, hier wird scharf geschossen." Gangster. Termin absolviert, und ich meinte am Schluss beim Rausgehen nach einem Umgebungscheck: Schon nett hier oben. Daraufhin der Termin: "Welcome to Rio!".What? "Da vorne an der Mauer steht Welcome to Rio!" Raitelsberg im Osten. Rio. Die Abkürzung kannte ich wirklich nicht. "Und gleich da oben ist gleich die Villa Berg", zeigte er mir den Weg. "Echt? Wo der Ministerpräsident wohnt?" "Nee, das ist die Villa Reitzenstein." (Das ist richtigerweise der Amtssitz. Dem Ministerpräsidenten steht zur häuslichen Niederlassung eine Villa am Schloss Solitude zur Verfügung, Kretschmann nutzt die meines Wissen nach nicht. Ich meine, dass das schon Mappus und Oettinger nicht getan haben.) "Ja klar stimmt, Villa Reitzenstein!" "Die Villa Berg steht leer!" Angeblich kann man die gerade zu einem symbolischen Preis von einem Euro erwerben und muss dann eben paar Millionen reinstecken. Der Häusslers Rudi, Stuttgarts sympathischster Baumogul völlig frei von Größenwahn, wollte sich dem Objekt und dem gesamten Areal annehmen. Da waren mal so schöne Entwürfe in der Zeitung. Und was ist jetzt? Insolvenz? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur seit gestern: Die Villa Berg ist schön aber verbrettert. Die zwei jungen Mädchen schauten den alten Mann skeptisch an. Vor allem als er vor zur Türe lief. Sie flüsterten: "Was will der in Rio?" Beziehungsweise: "Was will der MIT Rio?" Ich setzte mein freundlichstes Zivibullengrinsen auf, schaute mich weiter um und überlegte die ganze Zeit richtig hart ob ich jemals schon mal in der Villa Berg war. Also ich meine: 1995, 1996 oder 1997 bei einem Fanta4 Konzert. Allerdings weiß ich nicht mehr den Anlass. Entweder war es PRINZ-Jubiläumsgeschichte (Setzer?) oder die Releaseparty von "Lauschgift". Dann wiederum wäre das Jahr geklärt, 1995. Andere Frage an alle SWR-Fans: Finden bzw. fanden da nicht allgemein regelmässig Konzerte statt oder ist das nun auch gestorben? Aktuell wohnt scheinbar nur der MP Oetzi drin und sein Personal. Also eher gar niemand. Was bleibt? Ein herrliches Anwesen mit etwas verkommender Gartenanlage. Wer mal schnell raus will, findet hier seine Ruhe. Denke ich mal. Weiß nicht ob es am Wochenende übervölkert ist. The Fjuuh. So schön einfach, ge? Und jetzt noch die einsamsten, traurigsten und verlassensten Kabel der Welt. Hab bisschen geweint. Auf dem Weg zurück den Norman getroffen. Läuft erst an mir vorbei und ruft mich dann an: "Bist du zufällig gerade an der Villa Berg?" "Ja höoeeey!" Nächstes Jahr machen wir dort unsere Halloween-Party. Mit Rudi in Rio. Hab jetzt schon Angst.

     
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  • 12

    Ausschank Ost

    Am 10. Aug 2010, 17:30 Uhr von martin

    Mitte Juli hat mich ein Berliner Leser mit Stuttgarter Wurzeln auf den Ausschank Ost aufmerksam machte. Er wäre da mit dem kleinen Danilo bei der Eröffnung gewesen, war sehr nett, meinte er, erinnerte ihn “irgendwie” an den Golden Pudel in Hamburg. Einer der Betreiber wäre auch aus Hamburg

    War mal auf der Seite, klang viel versprechend aber auch etwas verschwörerisch und habs prompt wieder vergessen. Heute wiederum hat mich Mikato auf die FB-Seite von Ausschank Ost aufmerksam gemacht und siehe da, der Laden in der Neckarstraße 216 wirkt wirklich ganz sympathisch und unkompliziert, wie man sieht bzw. wie ich finde. Ist das der vielbeschworene Aufstieg Ost?

    “VON DEN MACHERN DER PINGPONGPINTE: Café, Raucherkneipe, Cocktailbar, Galérie, Konzertsaal, Kino, Sportbar, Wohnzimmer, Spielplatz, Vereinsheim. Eintritt ab 18″, ist auf Facebook zu lesen. Allerdings kein Plan was die Pingpongpinte ist, war.

    Das Programm im August und September geht so:

    Also, wie sollte es anders sein, bissle neben der Spur und die richtigen Nasen schon confirmed. Und natürlich Sportschau und Tatort.

    Mit der U-Bahn wunderbar zu erreichen, parken ist in und um der Neckarstraße auch nicht das Riesenproblem. Ausschank Ost bietet sich außerdem wunderbar als Mietlocation für privates Wasten an, wie der Flyer auch schon anpreist.

    Ausschank Ost, Neckarstraße 216

    Mi – So ab 18:00; Mo + Di Ruhetag

    FB-Seite & www.ausschank-ost.de

    Mitte Juli hat mich ein Berliner Leser mit Stuttgarter Wurzeln auf den Ausschank Ost aufmerksam machte. Er wäre da mit dem kleinen Danilo bei der Eröffnung gewesen, war sehr nett, meinte er, erinnerte ihn "irgendwie" an den Golden Pudel in Hamburg. Einer der Betreiber wäre auch aus Hamburg War mal auf der Seite, klang viel versprechend aber auch etwas verschwörerisch und habs prompt wieder vergessen. Heute wiederum hat mich Mikato auf die FB-Seite von Ausschank Ost aufmerksam gemacht und siehe da, der Laden in der Neckarstraße 216 wirkt wirklich ganz sympathisch und unkompliziert, wie man sieht bzw. wie ich finde. Ist das der vielbeschworene Aufstieg Ost? "VON DEN MACHERN DER PINGPONGPINTE: Café, Raucherkneipe, Cocktailbar, Galérie, Konzertsaal, Kino, Sportbar, Wohnzimmer, Spielplatz, Vereinsheim. Eintritt ab 18", ist auf Facebook zu lesen. Allerdings kein Plan was die Pingpongpinte ist, war. Das Programm im August und September geht so: Also, wie sollte es anders sein, bissle neben der Spur und die richtigen Nasen schon confirmed. Und natürlich Sportschau und Tatort. Mit der U-Bahn wunderbar zu erreichen, parken ist in und um der Neckarstraße auch nicht das Riesenproblem. Ausschank Ost bietet sich außerdem wunderbar als Mietlocation für privates Wasten an, wie der Flyer auch schon anpreist. Ausschank Ost, Neckarstraße 216 Mi - So ab 18:00; Mo + Di Ruhetag FB-Seite & www.ausschank-ost.de

     
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  • 19

    Alles Performance

    Am 3. Mrz 2010, 11:15 Uhr von martin

    Das Performance Hotel im Osten ist zwischenzeitlich in aller Munde, wie Thorsten neulich auch schon geschrieben hat.

    Nicht nur im Kultur Spiegel oder im aktuellen PRINZ wurde über das Kunstprojekt des Koreaners Kim berichtet, auch die Bloggerin Regine Harr von Nelou.com fand das so spannend, dass sie Kim einen Besuch abstattete und dabei folgende, teilweise leicht bizarre Videos gedreht hat.

    Im ersten Clip werden die Basics geklärt. Regine übersetzt übrigens auf englisch, weil Nelou voll international ist.

    Kims Performance liegt übrigens darin, das Hotel sauber zu halten und zu kochen und so.

    Im zweiten Clip geht es dann auf einen Rundgang durch das Hotel. Kim zeigt unter anderem die Schlafplätze und das “Fitnessstudio”. Für mich alten Anti-Camper wäre das definitiv nix.

    Im dritten Clip checkt man u.a. das Bad bzw. die Toilette. Wir lernen: Selbst kacken kann eine Performance sein.

    Auf jeden Fall recht unterhaltsam, mussmanaberauchnichtimmerallesverstehen.

    Zum Schluss sag ich noch: DAS IST EINE PERFORMANCE! Also wenn der nicht im PH ein Jahr lang umsonst ratzen darf, dann weiß ich auch nicht.

    Das Performance Hotel im Osten ist zwischenzeitlich in aller Munde, wie Thorsten neulich auch schon geschrieben hat. Nicht nur im Kultur Spiegel oder im aktuellen PRINZ wurde über das Kunstprojekt des Koreaners Kim berichtet, auch die Bloggerin Regine Harr von Nelou.com fand das so spannend, dass sie Kim einen Besuch abstattete und dabei folgende, teilweise leicht bizarre Videos gedreht hat. Im ersten Clip werden die Basics geklärt. Regine übersetzt übrigens auf englisch, weil Nelou voll international ist. Kims Performance liegt übrigens darin, das Hotel sauber zu halten und zu kochen und so. Im zweiten Clip geht es dann auf einen Rundgang durch das Hotel. Kim zeigt unter anderem die Schlafplätze und das "Fitnessstudio". Für mich alten Anti-Camper wäre das definitiv nix. Im dritten Clip checkt man u.a. das Bad bzw. die Toilette. Wir lernen: Selbst kacken kann eine Performance sein. Auf jeden Fall recht unterhaltsam, mussmanaberauchnichtimmerallesverstehen. Zum Schluss sag ich noch: DAS IST EINE PERFORMANCE! Also wenn der nicht im PH ein Jahr lang umsonst ratzen darf, dann weiß ich auch nicht.

     
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  • 14

    Pfandkübel

    Am 8. Sep 2009, 15:04 Uhr von martin

    pfandkübel_2

    Das ist definitiv nicht lustig gemeint, aber Pfandsammeln, so beobachte ich es zumindest seit langem, ist zu einem wahren Breitensport geworden.

    Ein Leser hat diesen Behälter für leere Flaschen, Dosen etc. in S-Ost geknipst. Laut seiner Aussage hängen die zwischenzeitlich an fast jeder U-Bahnhaltestelle im Osten um Pfandsammler das Leben zu erleichtern. Gute Idee.

    Hier hab ich auf die Schnelle mehr Infos gefunden.

    Das ist definitiv nicht lustig gemeint, aber Pfandsammeln, so beobachte ich es zumindest seit langem, ist zu einem wahren Breitensport geworden. Ein Leser hat diesen Behälter für leere Flaschen, Dosen etc. in S-Ost geknipst. Laut seiner Aussage hängen die zwischenzeitlich an fast jeder U-Bahnhaltestelle im Osten um Pfandsammler das Leben zu erleichtern. Gute Idee. Hier hab ich auf die Schnelle mehr Infos gefunden.

     
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  • 8

    Performance Hotel

    Am 17. Aug 2009, 16:48 Uhr von martin

    Von unserem Leser Leo gestern in der Gablenberger Hauptstraße entdeckt.

    performance_hotel_1

    performance hotel_1

    performance hotel_2

    Was es damit genau auf sich hat, bleibt allerdings unklar? Eine karitative Einrichtung? Ein Kunstprojekt? Ein günstiger Schlafplatz für brotlose Künstler und “Performer”? Vielleicht kennt ja einer des Rätsels Lösung.

    Von unserem Leser Leo gestern in der Gablenberger Hauptstraße entdeckt. Was es damit genau auf sich hat, bleibt allerdings unklar? Eine karitative Einrichtung? Ein Kunstprojekt? Ein günstiger Schlafplatz für brotlose Künstler und "Performer"? Vielleicht kennt ja einer des Rätsels Lösung.

     
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  • 4

    Grand Opening Toilettenhäuschen S-Ost

    Am 30. Jul 2009, 17:22 Uhr von martin

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    Hellas, vorab der fetteste Partytipp für das kommende Wochenende. Was ist Yacht Rock und Cosmic Disko, wenn morgen früh um 10:00 Uhr die älteste Toilettenanlage der Stadt – nein, nicht der Palast – wiedereröffnet wird?

    Gerüchte besagen, dass die komplette Stuttgarter Oberschicht aus Politik, Wirtschaft, Entertainment und Sport in den Stuttgarter Osten in die Ostendstraße 63/1 anreist. Günther Oettinger hat sein Kommen zugesichert und extra sein Tennistraining und auch den Begrüssungsumtrunk mit Alexander Hleb abgesagt. Er will ein Zeichen setzen, so hört man, und fährt aus aktuellen Anlässen mit seinem Privatwagen vor.

    Sein alter Freund Wendelin Wiedeking nimmt hingegen den 42er Bus, beschallt die Linie mit seinem Handy und dem brandneuen Major Lazer Album und will sich im Glanze der Strullerbox nochmals ausgiebig feiern lassen will.

    Ausserdem munkelt man, dass Horst Heldt ebenfalls den großen Medienrummel um das kleine Häuschen nutzen will und Carsten Jancker als neuen Stürmer des VfB vorstellt. Erwartet werden um die 50.000 Zaungäste.

    Nur das OBle schmollt. Er wollte sich mal wieder selbst einladen, aber das Toilettenhäuschen verzichtet gerne auf den Gestank. “Dann mach ich mein G´schäft eben daheim,” ließ er leicht motzig verlauten. “Das Rathaus ist viel schöner als Berlin!”

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    Hellas, vorab der fetteste Partytipp für das kommende Wochenende. Was ist Yacht Rock und Cosmic Disko, wenn morgen früh um 10:00 Uhr die älteste Toilettenanlage der Stadt - nein, nicht der Palast - wiedereröffnet wird? Gerüchte besagen, dass die komplette Stuttgarter Oberschicht aus Politik, Wirtschaft, Entertainment und Sport in den Stuttgarter Osten in die Ostendstraße 63/1 anreist. Günther Oettinger hat sein Kommen zugesichert und extra sein Tennistraining und auch den Begrüssungsumtrunk mit Alexander Hleb abgesagt. Er will ein Zeichen setzen, so hört man, und fährt aus aktuellen Anlässen mit seinem Privatwagen vor. Sein alter Freund Wendelin Wiedeking nimmt hingegen den 42er Bus, beschallt die Linie mit seinem Handy und dem brandneuen Major Lazer Album und will sich im Glanze der Strullerbox nochmals ausgiebig feiern lassen will. Ausserdem munkelt man, dass Horst Heldt ebenfalls den großen Medienrummel um das kleine Häuschen nutzen will und Carsten Jancker als neuen Stürmer des VfB vorstellt. Erwartet werden um die 50.000 Zaungäste. Nur das OBle schmollt. Er wollte sich mal wieder selbst einladen, aber das Toilettenhäuschen verzichtet gerne auf den Gestank. "Dann mach ich mein G´schäft eben daheim," ließ er leicht motzig verlauten. "Das Rathaus ist viel schöner als Berlin!" "Im Zuge des Baus einer neuen Haltestelle der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) in der Ostendstraße musste Stuttgarts älteste Toilettenanlage vom Ostendplatz in die Mittelallee der Ostendstraße hinter dem Kiosk verlegt werden. Der städtische Eigenbetrieb AWS Abfallwirtschaft Stuttgart eröffnet die Anlage am neuen Standort am Freitag, 31. Juli, 10 Uhr in der Ostendstraße auf Höhe Hausnummer 63/1. Die erste öffentliche Toilettenanlage in Stuttgart wurde 1905 geplant und etwa 1920 am Ostendplatz realisiert. Das nicht nur für die damalige Zeit eher außergewöhnliche Klohäuschen mit seinem pagodenartigen Dach half manchem Passanten aus seiner Not. Im Jahr 1986 wurde die Anlage in originalgetreuer Gestalt neu erstellt und mit Räumen für Damen und Herren behindertengerecht ausgebaut. Mit sanierter Außenhülle und überholtem Innenleben erfüllt die älteste Anlage an anderem Standort nun wieder in ihren Zweck."

     
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  • 12

    1. Stuttgarter Fernsehturmlauf

    Am 28. Jul 2009, 08:55 Uhr von martin

    fernsehturm-stuttgart

    Sie haben vergangenes Wochenende beim 1. Stuttgarter Fernsehturmlauf mitgemacht. Wie sind Sie durchgekommen und wie war es?

    Danke der Nachfrage, es war großartig! Optimale Wetterbedingungen.

    Der 1. Stuttgarter Fernsehturmlauf hatte im Vorfeld einen richtigen Hype. Wie viele Leute sind nun letztendlich gestartet?

    Genau einer. Ich.

    Sehr schön. Ein überschaubares Teilnehmerfeld also. Erzählen Sie uns, was macht den Reiz des Stuttgarter Fernsehturmlaufs aus?

    Also zunächst geht es durch den Schwabtunnel über den Schreiberplatz zum Marienhospital. Das ist sozusagen der Warm-Up. Dann muss am aber gleich mächtig in die Eisen steigen, denn kurz nach dem Krankenhaus geht es ein Waldweg steil hoch Richtung Degerloch.

    Das klingt hart. Hands aufs Herz: Schafft man das ohne Doping?

    Ganz ehrlich, nein. Das System ist brutal. Alle wollen Höchstleistung von dir sehen. Mama, Papa, Oma, die Sponsoren (Meggle Kräuterbutter), der Trainerstab, die Fans und natürlich vor allem die Medien! Entweder du gliederst dich da ein oder du bist raus aus dem Game. So einfach ist das.

    Das heißt in Ihrem Fall konkret?

    Ich hatte noch einige Kurze vom Vorabend in den Waden. Da geht einiges. Ist auch nicht nachweisbar. Man zieht halt eine Fahne hinter sich her, aber das macht einen noch lange nicht verdächtig.

    Herrgott, mit einer Fahne am Dornhaldenfriedhof vorbei ist aber auch unchristlich!

    Gut, der Baader und die Ensslin haben bestimmt auch mal einen gesoffen.

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    Sie haben vergangenes Wochenende beim 1. Stuttgarter Fernsehturmlauf mitgemacht. Wie sind Sie durchgekommen und wie war es? Danke der Nachfrage, es war großartig! Optimale Wetterbedingungen. Der 1. Stuttgarter Fernsehturmlauf hatte im Vorfeld einen richtigen Hype. Wie viele Leute sind nun letztendlich gestartet? Genau einer. Ich. Sehr schön. Ein überschaubares Teilnehmerfeld also. Erzählen Sie uns, was macht den Reiz des Stuttgarter Fernsehturmlaufs aus? Also zunächst geht es durch den Schwabtunnel über den Schreiberplatz zum Marienhospital. Das ist sozusagen der Warm-Up. Dann muss am aber gleich mächtig in die Eisen steigen, denn kurz nach dem Krankenhaus geht es ein Waldweg steil hoch Richtung Degerloch. Das klingt hart. Hands aufs Herz: Schafft man das ohne Doping? Ganz ehrlich, nein. Das System ist brutal. Alle wollen Höchstleistung von dir sehen. Mama, Papa, Oma, die Sponsoren (Meggle Kräuterbutter), der Trainerstab, die Fans und natürlich vor allem die Medien! Entweder du gliederst dich da ein oder du bist raus aus dem Game. So einfach ist das. Das heißt in Ihrem Fall konkret? Ich hatte noch einige Kurze vom Vorabend in den Waden. Da geht einiges. Ist auch nicht nachweisbar. Man zieht halt eine Fahne hinter sich her, aber das macht einen noch lange nicht verdächtig. Herrgott, mit einer Fahne am Dornhaldenfriedhof vorbei ist aber auch unchristlich! Gut, der Baader und die Ensslin haben bestimmt auch mal einen gesoffen. Wie ging der Lauf dann weiter? Rein nach Degerloch, mächtig viele Straßen kreuzen und immer den Fernsehturm im Visier behalten. Da wollen wir ja hin. Zwischenzeit? Nach rund 37 Minuten hat er sich vor mir in seiner ganzen Pracht aufgebäumt. Ein erhabener Moment. Ähnlich eines Zieleinlaufs, bloß ohne Kotzgefühl. Haben Sie geweint? Eine Träne musste ich mir dann schon verdrücken. Habe auch gleich ein Ritual eingeführt. Bin bis zum Turm gelaufen und habe mit jeweils einer Hand und Fuß abgeklatscht. Das müssen zukünftig alle Teilnehmer machen. Sehr schön. Der Wendepunkt sozusagen. Genau. Danach kaum die goldene Laufregel zum Tragen – zumindest die goldene Laufregel wenn man in Stuttgart lebt. Die wäre? Wo es rauf geht’s auch wieder runter. Quasi auf anderen Seite über S-Ost? Ja, zwar immer an der Straße entlang, etwas blöd, aber man kann schön auf die Stadt gucken. Die Läufer haben geheult vor Freude. Schon wieder? Ja, einfach laufen lassen. Muss manchmal sein im Leben. Dann Abstieg über die Geroksruhe, Bubenbad, Eugensplatz, Charlottenplatz. Die Straßen wurden bestimmt von Tausenden von Zuschauern gesäumt. Unglaublich ja. Beim Nostalgia di Napoli in der Mozartstraße saß mein Kumpel Udo und hat mir zugerufen. Ich hab ihn dummerweise nicht erkannt. Sassen zu viele Frauen um ihn herum. Wie spannend war es letztendlich beim Zieleinlauf? Gut, ich bin als klarer Favorit ins Rennen gegangen. Es war quasi ein Start-Ziel-Sieg. Ihre Ziele fürs nächste Jahr? Die Teilnehmerzahl vom Stuttgarter Halbmarathon überbieten und natürlich wieder Erster werden. Warum nicht, etwas Größenwahn hat noch keinem geschadet. Eben. Nur so kommt man auch ins Fernsehen.

     
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